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WSSV- Handballerinnen verlieren nach Fehler-Festival im Angriff

10.02.2020

Wilhelmshaven Die Handballerinnen des WSSV bleiben in der Oberliga in akuter Abstiegsgefahr. Nach 0:10 Punkten in Folge brachte auch das Heimspiel gegen den MTV Tostedt keinen Umschwung. Das Team von Hanjörg Helms kassierte eine vermeidbare 23:26 (9:16)-Niederlage, bleibt aber trotz nunmehr 6:24 Punkten Drittletzter, weil auch die Kellerkinder Hornburg und Neerstedt, die derzeit die beiden Abstiegsplätze belegen, verloren.

Der WSSV-Anhang, akustisch in der Minderheit gegen zahlreiche Gästefans, musste sich etliche Male die Haare raufen. Zunächst in der ersten Halbzeit, wo sich der WSSV nach einem soliden Beginn (5:5/9.) bei drei Angriffen hintereinander technische Fehler erlaubte und komplett den Faden verloren. Die Folge war eine 16:9-Führung der Gäste zur Pause, die zwar auch nicht zauberten, aber unter dem Strich in ihren Aktionen sicherer wirkten.

Nach dem Wechsel kämpften sich die Gastgeberinnen aber Schritt für Schritt zurück in die Partie. Positiv bemerkbar machten sich dabei Veränderungen in der Defensive: erst rückte Pia Mertens vor die Abwehr, dann beorderte Helms mit Janina Lehmann eine weitere Spielerin aus dem Defensivverbund nach vorne.

Und dann wurde es hektisch und ein wenig tragisch aus WSSV-Sicht. Denn immer, wenn die Chance bestand, das Spiel zu kippen, lief irgendetwas schief. Zum einen leisteten sich die Gastgeberinnen, die auf Katharina Schanko verzichten mussten, Unmengen an Pass- und Fangfehlern und warfen stellenweise viel zu unvorbereitet oder zielten schlicht zu schlecht. 26 Querschläger hatte Larissa Ricklefs am Ende notiert, 14 davon nach der Pause.

Aber auch die Schiedsrichter machten mit. Beim Stand von 16:20 (42.) traf Linksaußen Isabel Freudenberg; aus reichlich unerfindlichen Gründen entschieden die Unparteiischen aber auf Neunmeter. Helms regte sich darüber so auf, dass er erst die gelbe Karte sah und dann eine Zwei-Minuten-Strafe bekam, die Adda Redler abbrummte.

Trotzdem war weiter alles drin. 20:22 hieß es sechs Minuten vor dem Ende nach einem Siebenmeter-Treffer der unermüdlichen Pia Mertens, die am Ende mit neun Toren beste Torjägerin des WSSV war. Als Melanie Cronenberg in der Folge aber von Rechtsaußen scheiterte und im Aufbauspiel weitere Fehler unterliefen – die unter anderem dazu führten, dass sich Denise Maas selber auswechselte –, wurde das Kellerkind gnadenlos ausgekontert. Nach dem 20:26 (57.) gab es zwar noch etwas Ergebniskosmetik, aber keine Zähler. Hanjörg Helms: „Mit 26 Gegentoren können wir leben. 23 eigene Treffer sind aber einfach zu wenig. Damit gewinnst du kein Spiel.“

Martin MünzbergerLeitung Sportredaktion

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MTV Tostedt | TSV Tostedt

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