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Eishockey: Regionalligisten lehnen Geisterspiele ab

26.06.2020

Wilhelmshaven /sande Geisterspiele nein, unter Auflagen spielen ja: Darauf einigten sich Vertreter der acht Eishockey-Regionalligisten jetzt bei ihrer Ligatagung am Timmendorfer Strand. Mehr als vier Stunden (und damit länger als sonst üblich) saßen die Clubvertreter mit Ligenleiter Götz Neumann und dem Präsidenten des Niedersächsischen Eissport-Verbandes (NEV), Jochen Schierbaum, zusammen, um über den Modus sowie die Ausländerbeschränkung für die kommende Saison zu diskutieren und abzustimmen.

In freundschaftlicher Atmosphäre wurde schnell klar, dass die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie im Fokus stehen würden. Ähnlich wie in der DEL, der DEL 2 und in der Oberliga wird es auch in der Regionalliga Nord keine Geisterspiele geben. Heißt im Umkehrschluss: Werden Zuschauer dauerhaft untersagt, wird die Spielzeit 2020/21 gar nicht erst angepfiffen.

Aktuell hoffen alle acht Teams auf einen regulären Saisonstart (wenn auch unter Auflagen) im Oktober. Für diesen Optimalfall stimmten alle Vereine für eine Doppelrunde mit 28 Spielen bis Ende Februar und anschließende Playoffs der vier bestplatzierten Teams. Sollte die Saison coronabedingt nicht pünktlich zwischen dem 2. und 30. Oktober beginnen können, tritt Plan B in Kraft.

Hier würden die Nord-Clubs bei einem Start bis zum 20. November eine eineinhalbfache Runde (21 Spiele) mit anschließenden Playoffs austragen.

Ist bis zum 20. November kein Spielbetrieb möglich, wird die Saison abgesagt. Gleiches gilt, falls mehr als eine der acht Mannschaften wegen möglicher Corona-Auflagen im jeweiligen Bundesland nicht teilnehmen kann. In diesen Fall zeigten sich die Vereinsvertreter solidarisch und einigten sich auf einen gemeinsamen Verzicht.

Eine Diskussion über möglichen Auflagen wurde bewusst auf eine später noch folgende Ligentagung verschoben. Einig war man sich, dass es noch zu früh ist, belastbare Aussagen zu treffen – man hoffe auf eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität.

Weiteres großes Thema war die Beschränkung der Ausländerpositionen und den damit verbundenen Einsätzen von U 23-Spielern. Um Planungssicherung zu haben, einigten sich die Vereine auf einen Vierjahresplan, um die zuletzt noch offene Zahl von Ausländern (egal ob EU oder Nicht-EU) zu reglementieren. Folgende Einigung wurde erzielt: Zur Saison 2020/21 dürfen drei Ausländerpositionen besetzt werden. Darüber hinaus dürfen drei weitere Ausländer eingesetzt werden, wenn mindestens drei U 23-Spieler im Aufgebot stehen.

In den folgenden Spielzeiten sollen die Kontingente schrittweise reduziert werden. Am Ende – also zur Saison 2023/24 – sind dann nur noch maximal drei Ausländer erlaubt, wenn mindestens ebenso viele U 23-Akteure im aktuellen Kader stehen.

Solidarität demonstrierten die Vereine auch in der noch offenen Meisterfrage: Auf Antrag wurden die Harzer Falken einstimmig (und nachträglich) zum Regionalliga-Meister der Saison 2019/20 erklärt. Die Nord-Staffel wurde nach dem Corona-Lockdown direkt nach der Meisterrunde ohne Playoffs abgebrochen.

Die Harzer Falken aus Braunlage hatten sowohl die Haupt-, als auch die Meisterrunde souverän auf Platz eins beendet und sich damit aus Sicht der Vereinsvertreter die Meisterschaft redlich verdient. Die Pokalübergabe soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Folgende acht Teams wollen am Spielbetrieb der Saison 2020/21 teilnehmen: Harzer Falken Braunlage, Hamburger SV, TuS Harsefeld Tigers, TAG Salzgitter Icefighters, Weserstars Bremen, ECW Sande, CE Timmendorfer Strand (Aufsteiger) und Adendorfer EC (Rückkehrer nach Hallensanierung).

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