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Sanierung: So steht es um den Anbau der Nordfrost-Arena

15.05.2020

Wilhelmshaven Während im Sportpark Freiligrathstraße die Erneuerung der Kunststoff-Oberschicht auf der Laufbahn und im Innenbereich in dieser Woche abgeschlossen sein soll, bleibt die Nordfrost-Arena eine Baustelle – und das in zweierlei Hinsicht: Zum einen steht noch der 2,4 Millionen Euro teure vierte Sanierungsschritt aus, der eine elfmonatige Hallenschließung nach sich zieht. Zum anderen ist seit der Vorstellung der Pläne des Wilhelmshavener HV im Dezember, die Halle um einen Anbau zu erweitern, nichts passiert.

Vierter Bauabschnitt wird zum Nachteil für Handball

Für den vierten Bauabschnitt – seit 2016 wurden bereits 2,8 Millionen Euro in der Nordfrost-Arena verbaut – sind auch Fördergelder beantragt, so Stadtbaurat Oliver Leinert. Es müssen unter anderem die Unterdecke der Halle sowie Technik, Heizung, Umkleideräume und die Duschen auf den neuesten Stand gebracht werden. Der große Nachteil für den Hauptnutzer der Halle, die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV: Elf Monate könnte die Halle allein wegen der Gerüste nicht für den Spielbetrieb genutzt werden.

Zu diesem Ergebnis seien zwei Büros gekommen. Der Eigenbetrieb Grundstücke und Gebäude der Stadt (GGS) habe die Grundlagen-Planung abgeschlossen. Jetzt müsse darüber entschieden werden, wann saniert werden soll – und ob der vom WHV angeregte Anbau an die Halle gleichzeitig mitausgeführt werden soll.

Dies würde Sinn machen, da Arbeiten an der Elektrik und der Heizung in Halle und im Anbau verbunden werden könnten. Da die Sanierungskosten über einem Schwellenwert liegen, müsste europaweit ausgeschrieben werden, wie der Stadtbaurat sagte.

Die Ausschussmitglieder mit dem Vorsitzenden Helmut Möhle (CDU) vermissten Signale der Verwaltung, wie – auch in Sachen Anbau – weiter verfahren werden soll. Es müsse schnell das Gespräch mit dem Verein gesucht werden, so Stefan Becker (WBV).

Ein Privatmann möchte sich in das Projekt Anbau, das u.a. Gastronomie, einen Mehrzweckraum und die WHV-Geschäftsstelle beherbergen soll, mit 900 000 Euro einbringen. Beim Bau der VIP-Lounge im Jadestadion hätte sich auch eine Gruppe von Investoren gefunden, die das Projekt umgesetzt hätten. Daran erinnerte Möhle. Eine solche Vertragskonstruktion sei auch hier denkbar.

Kunststoff-Laufbahn nach 20 Jahren erneuert

Von den Arbeiten im Sportpark (Kosten: 75.000 Euro) machten sich die Mitglieder des Betriebsausschusses gestern vor der Sitzung ein Bild – und das, was sie sahen, gefiel: Eine Firma aus Süddeutschland hat da nach einer Reinigung und nur wenigen Reparaturen die Oberfläche der Kunststoff-Laufbahn erneuert. Letztmalig war das vor 20 Jahren erfolgt.

Ausgespart worden war seinerzeit der Innenbereich mit den Anlagen für die technischen Disziplinen wie (Stab)-Hochsprung oder Weitsprung, deren Risse in der Zwischenzeit nur ausgebessert worden waren. Maßnahmen, die bei der „Zielgruppe“ nur begrenzte Begeisterung ausgelöst hatten. Umso zufriedener zeigte sich gestern LGW-Trainer Klaus Dröge. „Wir wissen das sehr zu schätzen, dass hier künftig wieder optimale Bedingungen für die Leichtathletik herrschen.“

Derzeit wird die Anlage mit den nötigen Markierungen (u.a. für die Position der Hürden, Abgrenzung von Wechselzonen oder Staffelstart-Plätzen) versehen; die Laufbahnen sind bereits aufgemalt worden; allerdings waren die Arbeiten wegen des Windes schwierig und wegen der Regenfälle zwischenzeitlich unterbrochen.

„Hier geht nicht nur das Tor auf“

Gehen die Arbeiten jetzt planmäßig weiter, so Thomas Brandt vom Sportbüro der Stadt, dann könnte der Sportpark am Montag wieder für die Nutzer geöffnet werden. Wie berichtet, hatten neben den dort bereits beheimateten Fußballern (WSC Frisia), Hockeyspielern (WTHC) oder Baseballern (Waves) auch andere Vereine Interesse bekundet, auf Grund verbotener Hallenaktivitäten an der frischen Luft zu trainieren.

Bis zum Montag sollen auch die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sein, um den Sportpark an die coronabedingten Vorgaben für öffentliche Sportanlagen anzupassen. Thomas Brandt: „Hier geht nicht nur das Tor auf, und dann kann es losgehen.“

Neben der Stadt war so gestern auch Franz Kupski, Pächter des Frisia-Heims, dabei, in Sachen Abstandswahrung oder Hygiene alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen.

Der WSC Frisia „trainiert“ heute Abend noch einmal seine Trainer, damit alle auch die nötigen Informationen besitzen, um in der kommenden Woche auflagengerecht mit dem Training starten zu können.

Grundsätzlich können das dann auch die Leichtathleten. Auf einer neuen Kunststoffbahn, mit allen Markierungen, aber auch vielen Fragezeichen, weil manche Auflagen gestern nicht nur ausschussseitig nur Kopfschütteln auslösten. Klaus Dröge: „Eine Hochsprung-Latte muss nach jedem gerissenen Versuch desinfiziert werden.“

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