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Tennis-Herren 40 der JTG gewinnen: Favoriten setzen sich gleich zum Auftakt an die Spitze

22.06.2020

Wilhelmshaven Acht Siege, eine vermeidbare Niederlage im Matchtiebreak – den Herren 40 der Jade Tennis Gesellschaft ist beim 8:1 gegen den Berliner SC ein (fast) perfekter Start in die Sommerrunde der Tennis-Regionalliga Nordost gelungen.

Im ersten von nur fünf Saisonspielen – und dem einzigen vor den Sommerferien – untermauerte der Vorjahresvizemeister seine Ambitionen, auch in dieser Spielzeit wieder oben mitzumischen. Der große Konkurrent tat das allerdings auch: Vorjahresmeister SCC Berlin fertigte zeitgleich Victoria Hamburg mit 9:0 ab – und dabei gab das Team um das Spitzentrio Björn Phau, Nicolas Kiefer und Axel Finnberg keinen einzigen Satz ab. In der Liga treffen beide Teams am letzten Spieltag – an der Freiligrathstraße – aufeinander. Sollten die Topclubs vorher nicht stolpern, dürfen sich die heimischen Tennisfans bereits jetzt auf den 12. September freuen.

Am Samstag schauten sie bei traumhaften, sommerlichen Bedingungen in die Röhre. Zuschauer waren nicht zugelassen. Sie hätten einige sehr eindeutige Partien gesehen. Am eindrücklichsten demonstrierte diese Überlegenheit die Nummer 1 der Jadestädter, Petr Kralert. Der Tscheche trieb Sven Wedig zwei Sätze lang vor sich her, obwohl der Berliner einen krachenden ersten Aufschlag und ein gutes Händchen für die richtige Anwendung des gesamtes Schlag-Repertoires im Tennis hatte. Letztlich spielten beide Akteure zwar in der gleichen Alters- nicht aber in der gleichen Gewichtsklasse. Wedig, in Berlin Mitinhaber einer Agentur im Bereich „Influencer Marketing“, kommentierte zwar wortreich parallel zu seinen Schlägen das eigene Spiel, stellte aber nach dem 3:6 im ersten erst auf dem Weg zum 1:6 im zweiten Satz frustriert fest: „Mein Gott. Der macht jetzt seinen ersten Fehler mit einem Return.“ „Ein dankbarer Gegner“ zum Auftakt – so ordnete Thomas Stolte an Position 5 seinen klaren Start-Ziel-Sieg ein. Gegner Frank Jordan verzweifelte früh am fast fehlerfreien Spiels des Wilhelmshaveners, der sich im zweiten Durchgang sogar ein paar Kabinettstückchen im ansonsten lieber grundsolide angelegten Spiel leistete.

Schnell einen Rhythmus fand an Position 6 auch Christian Bathelt, der sich nach dem 6:0 im ersten Durchgang zwar stärkerer Gegenwehr gegenübersah, was sich in deutlich längeren Ballwechseln niederschlug, am Ende aber auch Durchgang 2 beim 6:3 sicher nach Hause brachte. Dass Lars Mosel von seine Bestform und maximaler Beweglichkeit nach Meniskusproblemen noch weit entfernt ist, hätten Besucher auch zur Kenntnis nehmen müssen. Der Diplom-Sportlehrer und Physiotherapeut aus Bohmte war sichtbar mehr mit sich als seinem Gegner beschäftigt, quälte sich aber an Position 4 zu einem 7:6, 2:6, 10:7-Erfolg, der ihn nur sehr bedingt glücklich zurückließ. „Es ist einfach unbefriedigend, längst nicht das leisten zu können, was man im Kopf hat.“

Alles im Lot war bei Arnd Grefe (Position 3), der in zwei Sätzen gewann und sich dabei darauf verlassen konnte, dass sein Gegner keinen Druck im Aufschlagspiel aufbaute und in viele Grundlinien-Duellen am Ende Fehler einbaute. Satz 1 war umkämpft (6:4), Satz zwei dann nach frühen Breaks des Wilhelmshavener Linkshänders eine klare Sache (6:1). Bliebe Mirko Bathelt, den Zuschauer nach seiner Partie an Position 2 gegen Björn Kötter (3:6, 6:0, 5:10) grübelnd auf einer Bank hätten antreffen können. Die Berg- und Talfahrt gegen einen aus seiner Sicht schlagbaren Gegner aus Berlin ließ den heimischen Akteur ratlos und frustriert zurück. „Im ersten Satz hatte ich den Kopf überhaupt nicht frei und habe völlig verdient verloren. Dann läuft alles glatt, ich komme sehr gut ins Spiel, um dann im Matchtiebreak 0:3 zurückzuliegen und am Ende beim 5:10 nicht mehr wirklich eine Chance zu haben, die Partie noch zu drehen.“ Die Fehlersuche endete schließlich bei Dingen, die anders waren als sonst. „Im Normalfall werden die Plätze im April geöffnet und am ersten Mai-Wochenende hast du dein erstes Spiel. Jetzt hatten wir durch Corona eine rund fünfwöchige Vorbereitung. Vielleicht habe ich da eher zu viel gemacht und zu viel gewollt. Aber letztlich freust du dich einfach, dass es losgeht und machst dir diese Gedanken nicht.“

Nicht viel zu grübeln gab es auf Grund einer 5:1-Führung nach den Einzeln schließlich vor den abschließenden Doppeln, in denen sich die JTG jeweils in zwei Sätzen durchsetzte. „Das hat Spaß gemacht“, bilanzierte Christian Bathelt, der jetzt zusammen mit seinen Kollegen zwei Monate auf die nächste Partie am 22. August (beim TC Alsterquelle) warten muss.

Martin MünzbergerLeitung Sportredaktion

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Victoria Hamburg

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