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Virtueller Gorch-FOck-Lauf: „Abstands-Picknick“ im Start- und Ziel-Bereich

16.06.2020

Wilhelmshaven Zahlreiche Starter am virtuellen Gorch-Fock-Lauf sah Organisatorin Inga Bernsau am Sonntag schon beim frühen Spaziergang mit dem Hund. „Da hatte ich schon etwas Wasser in den Augen“, gesteht die Wilhelmshavenerin, die sich anschließend mit ihren Mitstreitern vom Gorch-Fock-Lauf-Verein zum „Abstands-Picknick“ am Pumpwerk niederließ – dort, wo normalerweise der Startschuss für die Aktiven erfolgt.

Bei der 15. Auflage war pandemiebedingt aber alles anders. Zwar nutzten einige heimische Läuferinnen und Läufer ihren „Heimvorteil“ und gingen auf der Originalstrecke an den Start, letztlich konnten die 1650 angemeldeten Aktiven ihre Distanzen (1,5 Kilometer, 5 und 10 Kilometer, Halbmarathon) aber überall absolvieren.

Und das wurde genutzt – sehr zur Freude von Inga Bernsau, die sich gestern über viele „nette, lustige und durchgehend positive“ Reaktionen freute. „Ich hatte nach dieser Veranstaltung schon schlechtere Laune. Die Aktiven haben die virtuelle Variante sehr gut angenommen und viel Kreativität bewiesen. Ansonsten habe ich mich bemüht, alle Fragen, die am Veranstaltungstag noch aufliefen und sich insbesondere um das Hochladen der Ergebnisse drehten, auch zeitnah und komplett zu beantworten.“

Das Feld der Teilnehmer war bunt gemischt

Zu den besonderen Momenten zählte für die Organisatorin zum Beispiel die Aktion von Michael Poch aus Eckernförde, der extra in die Wilhelmshavener Straße lief, dem Liegeplatz des Segelschulschiffs Gorch-Fock.

Annette Voigt aus Osnabrück erstellte rund um ihren Lauf ein Video – und hatte sich im Vorfeld offensichtlich über Wilhelmshaven informiert – eine Stadt, in der sie noch nie gewesen ist. Bernsau: „Bei ihrem imaginären Lauf durch Wilhelmshaven wurden Mohnblumen zum Windwächter und auch die KW-Brücke kam vor – das war eine überragende Idee.“

Bunt gemischt war ansonsten das Feld der Teilnehmer. Steffi Harms vom Lauftreff Wilhelmshaven absolvierte ihren ersten Halbmarathon, Ultrafriese Frank Dams absolvierte alle vier Läufe, und größere Gruppen stellten unter anderem Manitowoc und die Sportakrobaten des TSR Olympia. Die längste bis zum Abend eingetragene Strecke betrug 23,56 Kilometer, die überraschendste Anmeldung kam aus der Slowakei. Inga Bernsau: „Viele auswärtige Starter – ob in den USA oder in Österreich – haben eine Beziehung zu Wilhelmshaven und kennen den Lauf. Frantisek Steffek aber muss auf die Veranstaltung irgendwie online gestoßen sein und hat in der Slowakei einen Halbmarathon in 2:03:31 Stunden absolviert.“

Medaillen werden in den nächsten 14 Tagen verschickt

Jost Schütte, Mitbegründer des Marathons, war eigentlich zu spät, lief aber außer Konkurrenz mit.

Das Prädikat „Ehrenläufer“ allerdings erhielt Jost Schütte aus Oldenburg. Der Mitbegründer des Gorch-Fock-Marathons hatte sich zu spät angemeldet und wäre damit eigentlich aus der Veranstaltung gerutscht. Die Verantwortlichen verpassten dem Oldenburger aber die Ehrenstartnummer 2006, dem Gründungsjahr der Laufveranstaltung, und ließen Schütte außer Konkurrenz mitlaufen.

Damit war der Oldenburger aber in guter Gesellschaft, denn wie berichtet hatte auch Organisationsleiterin Inga Bernsau vergessen sich anzumelden. „Am Nachmittag bin ich noch ganz entspannt zehn Kilometer gelaufen – mit der schönen Gewissheit, dass alles sehr gut gelaufen ist.“

Rund 1570 Starter hatten bis Montagabend ihre Ergebnisse hochgeladen. Ranglisten gibt es nicht, stattdessen existiert eine Ergebnisliste mit Bildern. Die Medaillen, so Inga Bersau, werden in den nächsten 14 Tagen verschickt.

Martin MünzbergerLeitung Sportredaktion

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