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Home-Workout: Trainieren wie die US-Soldaten

28.03.2020

Wilhelmshaven /Schortens Der „Burpee“ an sich ist nicht besonders erklärungsbedürftig – die Geschichte hinter dieser siebten Übung der Serie „Home-Workout“ hingegen schon. Die wörtliche Übersetzung („Rülpser“) führt nämlich ins Leere.

Der „Burpee“ führt zurück auf seinen Erfinder, den amerikanischen Physiologen Royal Huddleston Burpee, der die Übung bereits im Jahr 1939 entwickelte – als einfachen Fitnesstest für jedermann. „Die Basisversion sah wie folgt aus“, erklärt der Schortenser Fitnesscoach Rainer Buldt. „Aus dem Stand in den Liegestütz springen, Rücksprung in die vorherige Position und wieder aufrichten. Der echte Liegestütz und der abschließende Strecksprung nach dem Aufrichten kamen erst im Laufe der Jahre hinzu.“

1942 war auch das US-Militär von der Effektivität dieses einfachen Fitnesstests überzeugt und übernahm den „Burpee“ in sein Auswahlprogramm. Als richtig fit galt ein Soldat fortan erst, wenn er 40 bis 50 Wiederholungen in Folge absolvieren konnte – ohne Pause versteht sich.

Zur Ermittlung des genauen Fitnesslevels mussten binnen 20 Sekunden möglichst viele „Burpees“ absolviert werden. Für acht Wiederholungen gab es das Prädikat „schlecht“, für zehn „mittelmäßig“, zwölf „Burpees“ waren „gut“, 13 oder mehr gar „hervorragend“. Später wurde das Intervall auf eine Minute erhöht.

Weltrekordhalter im Bereich der „Burpees“ ist Triathlet Cameron Dorn, der im Mai 2014 gleich zwei Bestmarken in der Variante mit Strecksprung aufstellte: 5657 Wiederholungen (ca. acht pro Minute) in 12 Stunden und 10 105 in 24 Stunden. Dabei verzichtete Dorn aber auf die Liegestütze und führte die Sprünge energiesparend aus. Weltrekordhalter in der „vollständigen“ Variante ist Lloyd Weema, der bereits im Herbst 2013 9480 „Burpees“ in 72 Stunden absolvierte und dabei beim Ligastütz mit der Brust fast den Boden berührte.

Buldt: „Das sind schon beeindruckende Zahlen, die für unsere Zwecke aber total unbedeutend sind. Anfänger werden feststellen, dass der Kreislauf schon nach nur wenigen Wiederholungen ordentlich auf Trab gebracht wird. Außerdem gibt es kaum eine Muskelgruppe, die bei dieser komplexen Bewegung nicht gefordert wird. Dafür geht es am Dienstag beim Beinheben wieder ruhiger zu.“

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