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Lokal26.de Wilhelmshaven Marinestützpunkt

Marine: Fregatte „Lübeck“ auf dem Weg zum Ostsee-Manöver

05.06.2020

Wilhelmshaven Die Fregatte „Lübeck“ unter dem Kommando von Fregattenkapitän Mathias Rix (45) läuft heute um 10 Uhr in Warnemünde ein und liegt bis kommenden Sonntag, 7. Juni, am Passagierkai.

Bereits am Dienstag hatte das mehr als 5000 Tonnen schwere Schiff mit seiner 200-köpfigen Besatzung den Heimathafen Wilhelmshaven in Richtung Ostsee verlassen, um an dem internationalen Manöver Baltic Operations (Baltops) 2020 teilzunehmen. Das jährlich stattfindende Manöver dient dazu, die multinationale Zusammenarbeit von Boden-, See- und Luftstreitkräften in verschiedenen militärischen Übungsszenarien im Ostseeraum zu trainieren.

„Der Fokus der Übung liegt in den Bereichen der Luftverteidigung, der U-Boot-Jagd und der Seekriegsführung über Wasser. Die Männer und Frauen der ,Lübeck‘ sind daher bestens ausgebildet und hochmotiviert, dieses Manöver zu bestreiten. Deshalb freue ich mich, mit meiner Besatzung an dem Manöver teilnehmen zu dürfen“, so Fregattenkapitän Rix.

Deutschland, USA, Frankreich, Dänemark und viele mehr sind dabei

Geführt wird die Übung von der 6. US-Flotte. Knapp 28 Schiffe und 28 Luftfahrzeuge sind daran beteiligt. Zu den teilnehmenden Nationen gehören neben Deutschland und den USA auch die Nato-Mitgliedsaaten Polen, Großbritannien, Litauen, Lettland, Estland, Norwegen, Frankreich, Italien, Dänemark, Kanada, Türkei, Spanien, Portugal, Griechenland, Niederlande sowie die Nicht-Nato-Staaten Finnland und Schweden.

Von der Deutschen Marine sind neben der Fregatte „Lübeck“ und den zwei an Bord befindlichen Hubschraubern des Typs „Sea Lynx Mk 88 A“ auch die beiden Tender „Werra“ und „Donau“, die Minenjagdboote „Weilheim“ und „Grömitz“ sowie ein Seefernaufklärer vom Typ „P-3 C Orion“ beteiligt.

Zum Erhalt der Einsatzbereitschaft werden auch bei Baltops besondere Infektionsschutz-Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus umgesetzt. „An Bord versuchen wir, dort wo es geht, den Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten. Um die Gefahr einer Fremdansteckung durch bordfremde Personen zu minimieren, habe ich deshalb entschieden, dass meine Besatzung und ich in Warnemünde an Bord bleiben. Das heißt im Umkehrschluss leider auch, dass während des Hafenaufenthaltes keine Besuche auf der Fregatte gestattet sind“, erklärt Rix.

Der kurze Aufenthalt in Warnemünde wird von Schiff und Besatzung für letzte Vorbereitungen, wie beispielsweise eine Kraftstoffübernahme genutzt, bevor es auf den weiteren Weg in die Ostsee geht. Nach Abschluss des Manövers wird die Fregatte „Lübeck“ in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurückkehren, um sich auf weitere Seefahrten vorzubereiten.

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