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Lokal26.de Nordsee

Vermisste schnell aufgefunden: Große Suchaktion auf Langeoog endet kurios

19.06.2020

Langeoog Eine groß angelegte Suchaktion hielt am Donnerstag die Einsatzkräfte auf der Insel Langeoog in Atem. Die freiwillige Feuerwehr Langeoog mit ihrem Luftkissenboot, der Marburger Rettungsdienst, die Seenotretter der Station Langeoog mit dem Rettungsboot Secretarius und die Marine mit ihrem neuen Helicopter Sea Lion NH90 waren dabei an der Suche nach einer 70-jährigen Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen beteiligt – die am Ende einen kuriosen, aber vor allem zum Glück positiven Ausgang hatte.

Der Ehemann der Urlauberin hatte seine Frau am Strand in Höhe der Melkhörndüne vermisst gemeldet. Sie sei schwimmen gegangen, sagte er, und nicht zurück gekehrt. Feuerwehr und Rettungsdienst suchten daraufhin vom Strand aus und mit dem Luftkissenfahrzeug das Meer ab. Dabei konnten sie jedoch keine Person im Wasser entdecken. Schon bald waren auch die Marine und die Seenotretter vor Ort. Sie unterstützten die Suche seeseitig und aus der Luft, aber auch sie konnten die Frau nicht entdecken.

Was alle Beteiligten nicht wussten: Das aufgeregte Geschehen wurde vom festen Boden aus interessiert verfolgt von der gesuchten Person. Sie war von Spaziergängern informiert worden, dass eine Frau vermisst werde.

Was war passiert? Die 70-Jährige hatte mit ihrem Mann einen Spaziergang gemacht und ihm dann mitgeteilt, dass sie ins Wasser gehen wolle und er ruhig weiterlaufen solle. Nach einem kurzen Bad konnte sie ihm dann allerdings nicht folgen und ging daher zurück zum Ausgangspunkt. Der Mann kehrte kurz darauf um und wähnte seine Frau noch im Wasser. Weil er sie nicht entdeckte, löste er den Sucheinsatz aus. Hilfreich für alle Retter war die Angabe des SOS-Punktes G, über den alle sofort den richtigen Strandbereich ansteuerten.

Am Ende waren alle Beteiligten trotz Aufregung und vermeidbarer, aufwendiger Suche glücklich über den Ausgang.

Klaus KremerFreier Mitarbeiter

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