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Lokal26.de Ostfriesland

Kommunalwahl: Niedersachsen stimmen über die Macht in den Rathäusern ab

13.09.2021

Hannover Zwei Wochen vor der Bundestagswahl sind an diesem Sonntag bereits knapp 6,5 Millionen Menschen in Niedersachsen dazu aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Die Wählerinnen und Wähler entscheiden über die künftige Zusammensetzung der Kommunalparlamente, also der Räte in Städten, Gemeinden und Kreisen. Gleichzeitig werden an vielen Orten auch Landräte und Bürgermeister gewählt.

Alle Informationen zur Wahl: lokal26.de/kommunalwahl

Seit Jahrzehnten ist die CDU die stärkste kommunale Kraft in Niedersachsen - und will es auch bleiben. Bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren holten die Christdemokraten in den Landkreisen und kreisfreien Städten insgesamt 34,4 Prozent der Stimmen und lagen damit vor der SPD (31,2), den Grünen (10,9), der AfD (7,8), der FDP (4,8) und der Linken (3,3).

CDU will stärkste Kraft in Niedersachsen bleiben

Für die Union hat der Landesvorsitzende Bernd Althusmann den Anspruch klar definiert: „Wir treten an, um erneut stärkste Kraft in Niedersachsen zu werden, und ich bin zuversichtlich, dass wir das auch schaffen können.“ Aber auch die SPD hofft, diesmal zu gewinnen. „Unser Ziel als SPD ist klar: Wir wollen die Wahlen gewinnen und stärkste Kommunalpartei in Niedersachsen werden. Dafür sehe ich auch gute Aussichten“, sagte SPD-Landeschef Stephan Weil.

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Oberbürgermeisterwahlen finden in elf Städten statt, unter anderem in Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg, Oldenburg, Osnabrück und Lüneburg. In Braunschweig tritt der bisherige Rathauschef Ulrich Markurth (SPD) nicht mehr an, in Lüneburg der langjährige Amtsinhaber Ulrich Mädge (SPD). Auch in Göttingen und Wolfsburg geben mit Rolf-Georg Köhler und Klaus Mohrs zwei erfahrene SPD-Politiker ihr Amt ab. In Osnabrück tritt Amtsinhaber Wolfgang Griesert (CDU) aus Altersgründen nicht mehr an. Erneut auf den Chefsessel will aber Jürgen Krogmann (SPD) in Oldenburg.

Kurz vor den Wahlen meldeten viele niedersächsische Kommunen bereits ein deutlich gesteigertes Interesse an der Briefwahl. Vielerorts verdoppelten sich auch wegen der Corona-Pandemie die Antragszahlen im Vergleich zur letzten Kommunalwahl. Vor dem Rathaus in Hannover etwa standen in den vergangenen Wochen immer wieder Menschen in einer langen Schlange an, um ihre Stimme abzugeben.

Kommunen melden gesteigertes Interesse – OB-Wahl in Oldenburg

Insgesamt hat die Landeswahlleitung zu den Kommunalwahlen 26 Parteien zugelassen. Manche Kandidatinnen und Kandidaten gehören aber auch eine der vielen Wählergruppen an oder gehen als Einzelbewerber ins Rennen. Von den rund 71 000 Bewerbungen für die kommunalen Vertretungen stammen weniger als ein Drittel (28 Prozent) von Frauen.

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Für rund 313 000 junge Menschen ist es nach Angaben der niedersächsischen Landeswahlleitung die erste Abstimmung. Anders als bei Bundes- und Landtagswahlen dürfen schon Menschen ab 16 Jahren wählen.

Sollte es bei den Direktwahlen der Bürgermeister und Landräte an diesem Sonntag noch keine eindeutige Entscheidung geben, dann kommt es in den betroffenen Kommunen zu einer Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen. Diese finden am 26. September statt, dem Tag der Bundestagswahl.

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