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Lokal26.de Ostfriesland

Landwirtschaft: Umfrage: Müssen wir mehr für Essen ausgeben?

10.06.2021

Osnabrück /Ostfriesland Der Anteil des Einkommens, den die Bürger für Ernährung ausgäben, sei in der Vergangenheit kontinuierlich gesunken: Von 45 Prozent 1950 auf heute 14 Prozent. Das könne so nicht weitergehen. Der Supermarkt sei „eine entscheidende finanzielle Quelle, wenn es gelingen soll, die höheren Produktionskosten einer deutlich umweltverträglicheren Agrarproduktion auszugleichen“, wird Strohschneider in „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zitiert.

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Ziel: Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen

Die Kommission, der neben Vertretern der Agrarwirtschaft und der Wissenschaft auch Tier-, Umwelt- und Verbraucherschützer angehören, soll Empfehlungen für eine Landwirtschaft erarbeiten, die „ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert sind“. Das Ziel: Den Landwirten den Weg in eine Zukunft zu weisen, in der Ökonomie und Ökologie in Einklang stehen.

Die Kommission soll nach eigenen Angaben Empfehlungen für eine Landwirtschaft erarbeiten, die „ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert sind“. Dem Gremium gehören neben Vertretern der Agrarwirtschaft und der Wissenschaft auch Tier-, Umwelt- und Verbraucherschützer an. Strohschneider zeigte sich optimistisch, dass die Kommission Ende Juni einen Abschlussbericht beschließen wird.

Schutz gegen billigere Konkurrenz aus dem Ausland

In dem Bericht werde es auch um den Ex- und Import von Lebensmitteln gehen. Die derzeitige Orientierung der Landwirtschaft an der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt sei der falsche Weg, sagte Strohschneider. Dies führe in einen Unterbietungswettbewerb bei Produktionsstandards und Preisen und könne kein Leitbild der deutschen und europäischen Agrarpolitik sein: „Die Politik wird den Schutz der höheren Produktionsstandards gegen billigere Konkurrenz aus dem Ausland organisieren müssen.“ Dies sei kein Aufruf zum Protektionismus. Aber die Regulierung des internationalen Handels unter ökologischen Gesichtspunkten sei notwendig. „Die Regeln des Welthandels werden sich verändern“, sagte der ehemalige Vorsitzende des Wissenschaftsrats und Ex-Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft.


     redaktion@harlinger.de 

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