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Lokal26.de Ostfriesland

Coronavirus-Ticker: Spahn zu Spanien-Reisewarnung: „Partyurlaub ist unverantwortlich“

08.08.2020

Ostfriesland /Friesland /Wilhelmshaven Zahlen der Corona-Infizierten:

In Wilhelmshaven sind nach letzter erfolgter Meldung der Stadt sieben Personen infiziert. Die Gesamtzahl der bisherigen Infizierten liegt bei 35. Eine Person ist verstorben. (Stand: 12. August, 17.29 Uhr)

Derzeit ist eine Person aus dem Landkreis Friesland mit dem Coronavirus infiziert. 37 Patienten sind mittlerweile genesen, zwei Menschen sind gestorben. Insgesamt gab es bislang 39 Menschen aus dem Kreisgebiet, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. (Stand: 12. August, 17.15 Uhr)

Im Landkreis Wittmund ist derzeit eine Person mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt gab es dort 42 bestätigte Fälle, von denen 41 Personen mittlerweile genesen sind. (Stand: 12. August, 16.12 Uhr)

Derzeit sind im Landkreis Aurich 31 Personen an Corona erkrankt. Insgesamt gab es 172 positive Nachweise, 133 Personen gelten als geheilt. Acht infizierte Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. (Stand: 12. August, 16.13 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland 222.828 Infektionen und 9231 Todesfälle. (Stand: 15. August, 8 Uhr).

+++ Ticker von Samstag, 15. August +++

Auch in Trier Probleme mit Corona-Tests: „Aber nicht wie in Bayern“

Auch in Rheinland-Pfalz kommt es zu Verzögerungen bei der Übermittlung von Ergebnissen der Corona-Tests - etwa in Trier. Es sei schwer zu schaffen, alle negativen Befunde zeitnah herauszugeben, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes für Trier und Trier-Saarburg, Harald Michels, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Das liege auch daran, dass alles mit Papier gemacht werde. Alle positiven Fälle seien aber sofort informiert worden - „da sind wir ganz nah an den Leuten“, sagte Michels. „Das ist hier nicht so wie in Bayern. Wir schaffen es nur nicht, die negativen Befunde zeitnah rauszugeben.“ Zuvor hatte bereits das ZDF über die Verzögerungen berichtet.

Drastische Verzögerungen hatte es zuvor in Bayern gegeben. 44 000 Rückkehrer von Auslandsreisen warteten - Stand Mittwoch - nach Tests an den Autobahnen dort noch auf ihre Ergebnisse, darunter mehrere Hundert nachweislich Infizierte. In Trier sei am Samstag bereits personell aufgestockt worden, berichtete der Amtsleiter weiter.

Sting über Corona-Folgen: Qualität bestimmt die Zukunft

Der britische Popstar Sting (68) wird als Winzer ehrgeiziger: Seine Weine sollten künftig Weltstars sein wie er selbst, berichtete die Zeitung „Corriere della Sera“ am Samstag. Der Musiker und seine Frau Trudie Styler schlagen deshalb auf ihrem Landgut in der Toskana einen neuen Kurs ein. Ein Grund dafür sei die Corona-Krise mit ihren Folgen: „Ich bin kein Wahrsager, ich kann nicht vorhersagen, ob sich der Wein-Geschmack der Verbraucher ändern wird, aber ich bin sicher, dass Qualität in allen Bereichen des menschlichen Daseins dominieren wird, ob in den Künsten oder in der Landwirtschaft“, sagte der Musiker.

Spahn zu Spanien-Reisewarnung: „Partyurlaub ist unverantwortlich“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Reisewarnung der Bundesregierung für fast ganz Spanien verteidigt. „Das ist kein Reiseverbot, aber die klare Ansage: Wer aus dem Spanienurlaub kommt, muss in Quarantäne, solange er kein negatives Testergebnis hat“, sagte Spahn der „Bild am Sonntag“. „Und wer trotz der Warnung nach Spanien fährt, sollte sich und andere auch im Urlaub schützen. Partyurlaub ist in dieser Pandemie unverantwortlich.“

Er wisse, was diese Entscheidung der Regierung für viele Urlauber, für Reisebüros oder auch für Spanien bedeutet, sagte Spahn weiter. „Aber leider steigen die Infektionszahlen dort stark, zu stark.“

Österreichs Kanzler will strengere Corona-Kontrollen an den Grenzen

Nach dem Anstieg der Coronazahlen in Österreich will Bundeskanzler Sebastian Kurz schärfere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern an den Grenzen. Bei einem kürzlichen Aufenthalt in einem von rund 30 Risikogebieten müssen Rückkehrer einen negativen Corona-Test mit sich führen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder sie müssen in eine zehntägige Quarantäne. „Hier muss strenger kontrolliert werden“, sagte Kurz der Zeitung „Österreich“ (Samstag).

Kurz schloss auch Tests direkt an der Grenze nicht aus. Das liege in der Verantwortung der Gesundheitsbehörden.

Bundesratspräsident Woidke kritisiert Vorpreschen bei Corona-Regeln

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Länder zu einer engen Zusammenarbeit bei Corona-Regeln aufgerufen und sie vor Profilierungen gewarnt. „Es war sehr wirkungsvoll für Deutschland, dass sich die Länder im März und April sehr eng mit der Bundesregierung abgestimmt haben“, sagte der amtierende Bundesratspräsident der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Es war die Basis, um so bei uns bisher relativ glimpflich und moderat durch diese Corona-Krise zu kommen.“

Woidke kritisierte, dass einzelne Länder mit eigenen Vorschlägen nach vorn gingen, nannte aber keine Namen. „Das permanente Vorpreschen mancher Bundesländer hilft aber allen nicht, weil es die Menschen verunsichert und dann die Frage kommt, warum machen die etwas, was die anderen nicht machen“, sagte Woidke. „Öffentlichkeitsarbeit muss sein, sie sollte aber nicht im Vordergrund stehen und der Profilierung dienen.“ Es gehe um die Gesundheit und das Leben von Menschen. „Politik muss Vertrauen schaffen. Sie darf nicht verunsichern.“

1415 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Samstagmorgen 1415 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 222.828 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 15.8., 0.00 Uhr). Seit dem Vortag wurden 6 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9231. Bis Samstag hatten 200 800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Wegen Corona - Kostenlose Reservierung für Bahnkunden gefordert

Bahnreisende im Fernverkehr sollten aus Verbraucherschützer-Sicht in der Corona-Krise kostenlos einen Sitzplatz reservieren können. „Neben der Maskenpflicht ist Abstand einfach das Beste, was wir zur Zeit tun können“, sagte Klaus Müller, der Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, der Deutschen Presse-Agentur. Züge dürften nicht voll gedrängt sein.

„Auf viel befahrenen Strecken muss die Bahn deshalb zusätzliche Waggons einsetzen, die Belegung mit intelligenter Technik im Zug entzerren und bevorzugt Reisende mit Reservierung einsteigen lassen“, sagte Müller. „Wobei die Reservierungsgebühren im Fernverkehr während Corona entfallen sollten.“

Wer zweite Klasse fährt, zahlt für die Reservierung derzeit 4,50 Euro. In der ersten Klasse ist der feste Sitzplatz dagegen im Fahrpreis enthalten.

In Corona-Zeiten werden mehr Eichhörnchen in Not gefunden

Sie nennt sich selbst „Eichhörnchen-Mama“: Fast 1000 kleine Hörnchen hat Monika Pfister in ihrer Pflegestelle im saarländischen Heusweiler in den vergangenen zehn Jahren bereits aufgezogen. In diesem Jahr hat sie so viel zu tun wie nie zuvor. Nicht, weil mehr Eichhörnchen in Not sind. Sondern wegen Corona: „Die Leute waren mehr in der Natur unterwegs und haben mehr Tiere gefunden und vorbei gebracht“, sagt die 47-Jährige.

Normalerweise ziehe sie im Jahr zwischen 70 bis 80 Hörnchen auf, bevor sie sie wieder auswildert. „Dieses Jahr sind es schon locker 200 Stück.“ Sie füttert im Zwei-Stunden-Takt und hat ihre Kleinen sogar in ihren Urlaub auf einen Campingplatz im nahe gelegenen französischen Rémering mitgenommen.

Auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) stellt fest, dass die Menschen im Corona-Jahr mehr Wildtiere zu Auffangstationen und Tierärzten bringen. Gerade bei Jungvögeln habe man das stark beobachtet, sagt Nabu-Sprecherin Tizia Labahn in Berlin. Viele Jungvögel benötigten aber keine menschliche Hilfe, sondern verhielten sich artgerecht und seien noch auf die Fütterung der Eltern angewiesen.

Auch „verwaiste“ Igel seien vermehrt gefunden und abgegeben worden. Labahn rät, sich immer zu informieren, bevor man ein vermeintlich hilfsbedürftiges Tier aufnehme. Insgesamt seien die Menschen in diesem Jahr aufmerksamer für die Natur um sie herum geworden.

Streit um Briefwahl und US-Post spitzt sich zu

Knapp drei Monate vor der US-Präsidentenwahl rückt die Rolle der Post bei der Abstimmung in Corona-Zeiten immer stärker in den Mittelpunkt. Die US-Post warnte in am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Briefen die Bundesstaaten, sie könne nicht garantieren, dass per Briefwahl abgegebene Stimmzettel rechtzeitig zugestellt würden, um gezählt zu werden. Zugleich wurden interne Unterlagen bekannt, laut denen die Post gerade zahlreiche Briefsortiermaschinen abbaut.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor offen davon gesprochen, der Post die Mittel vorzuenthalten, die sie haben wolle, um Abermillionen Briefwahlzettel fristgerecht zu befördern. Trump erklärt stets ohne nähere Belege, das Fälschungsrisiko bei einer Briefwahl sei sehr hoch. Demokraten sehen darin einen Versuch des Amtsinhabers, die Wahlbeteiligung zu seinen Gunsten gering zu halten. Sein Vorgänger, der Demokrat Barack Obama, warf Trump in einer seltenen direkten Attacke vor, er wolle der Post „die Kniescheiben zertrümmern“.

Reisewarnung für fast ganz Spanien - Tui sagt Pauschalreisen ab

Nach der Einstufung fast ganz Spaniens einschließlich Mallorcas als Risikogebiet wegen hoher Corona-Zahlen hat der Reisekonzern Tui ab Samstag alle Pauschalreisen dorthin abgesagt. Den Kunden würden Umbuchungen zu anderen Reisezielen angeboten, zum Beispiel zu den Kanarischen Inseln, wie ein Tui-Sprecher am Freitagabend der dpa sagte. Die Inselgruppe weit draußen im Atlantik vor der Westküste Afrikas ist die einzige spanische Region, die nicht zum Risikogebiet erklärt wurde. Reisende, die bereits in den betroffenen Feriengebieten seien, biete Tui an, sie auf Wunsch früher als geplant nach Hause zu fliegen.

+++ Ticker von Freitag, 14. August +++

Corona-Sorgen drücken Dax ins Minus

Der deutsche Aktienmarkt hat den Handelstag am Freitag mit Verlusten beendet. Die Anleger scheuten angesichts steigender Corona-Neuinfektionen vor dem Wochenende das Risiko. Auch fehlten dem Dax weiterhin die Impulse, sagten Marktbeobachter. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Abschlag von 0,71 Prozent auf 12 901,34 Punkte. Die runde 13 000-Punkte-Marke, die das Börsenbarometer am Dienstag nach fast drei Wochen übersprungen hatte, rückte damit wieder etwas in die Ferne. Auf Wochensicht war die Bilanz aber positiv mit rund 1,8 Prozent Kursplus.

Marktbeobachter Timo Emden von Emden Research sagte: „Steigende Corona-Zahlen in Europa haben die schwelenden Probleme den Investoren wieder vor Augen geführt und das Virus realer und damit greifbarer gemacht.“ Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es noch deutlicher als für den Dax nach unten - er verlor 1,42 Prozent auf 27313,16 Zähler.

Corona-Studie in Kupferzell: Hohe Dunkelziffer bei Infektionen

Bei einer Antikörperstudie zum Corona-Hotspot im baden-württembergischen Kupferzell hat das Robert Koch-Institut (RKI) eine hohe Dunkelziffer nicht über Tests erfasster Infektionen ermittelt. Danach gab es in der 6000-Einwohner-Gemeinde im Hohenlohekreis fast vier Mal (3,9) so viele Infizierte wie bisher bekannt waren, erklärten Forscher das RKI am Freitag in Kupferzell. Bei 7,7 Prozent der 2203 getesteten Erwachsenen seien Antikörper gegen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Selbst ein solcher im Bundesvergleich relativ hoher Wert reiche aber nicht aus, um eine befürchtete „zweite Welle“ zu verhindern, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade.

Bei mehr als einem Viertel (28,2 Prozent) der Testpersonen in Kupferzell mit einem vorherigen positiven Corona-Befund seien keine Antikörper gefunden worden, erklärte die Studienleiterin Claudia Santos-Hövener. Das bedeute jedoch nicht, dass keine Immunität gegen das Virus bestehe. Etwa jeder sechste positiv getestete (16,8 Prozent) hatte keine typischen Krankheitssymptome.

In Kupferzell war es in den Wochen nach einem Kirchenkonzert am 1. März zu mehr als 100 bekannten Infektionsfällen gekommen, drei Betroffene waren gestorben. In seiner Studie „Corona Monitoring lokal“ untersucht das RKI neben Kupferzell auch das Infektionsgeschehen an drei weiteren Hotspots. Insgesamt sollen die Daten von 8000 Menschen erhoben werden.

Gericht untersagt wegen Corona Feier mit 70 Gästen

Wenige Stunden vor einer geplanten privaten Geburtstagsfeier mit 70 Gästen auf einem Balkon in Münster hat das Verwaltungsgericht das Aus der Veranstaltung bestätigt. Wegen der Corona-Bestimmungen hatte das Ordnungsamt der Stadt die Feier untersagt. Das Gericht bestätigte diese Sicht in einem Eilverfahren und untersagte das Treffen am Freitagabend.

Begründung: Ein 26. Geburtstag sei kein „herausragender Anlass“ wie bei einem Jubiläum, einer Hochzeit oder einem runden Geburtstag, den die Coronaschutzverordnung mit höchstens 150 Teilnehmern zulasse. Der Antragsteller aus Münster hatte die Nachbarschaft über seinen Plan informiert.

Griechenland verschärft Corona-Beschränkungen

Die griechische Regierung hat nach gestiegenen Corona-Infektionszahlen umfangreiche Einschränkungen für zahlreiche Urlaubsregionen und Städte angeordnet. In den meisten Regionen des Landes - darunter in Athen und Thessaloniki sowie auf zahlreichen Inseln - müssen ab Freitag alle Tavernen, Bars und Discos spätestens um 24.00 Uhr schließen. Versammlungen von mehr als 50 Personen wurden im ganzen Land verboten. Diese Maßnahme gilt vorerst bis 24. August, teilte ein Regierungssprecher in Athen mit.

Griechenland weist - gemessen an seiner Bevölkerung von gut 10,5 Millionen Einwohnern - eine geringe Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus auf. In den vergangenen Tagen ist die Zahl von Infizierten jedoch schlagartig gestiegen.

Commerzbank will 200 geschlossene Filialen nicht mehr öffnen

Die Commerzbank beschleunigt noch vor dem Wechsel an der Vorstandsspitze die Verkleinerung ihres Filialnetzes. Das Geldhaus werde 200 Geschäftsstellen, die wegen der Corona-Pandemie ohnehin geschlossen sind, nicht wieder öffnen, sagte ein Sprecher am Freitag. Dabei handle es sich um genau die Filialen, die die Bank bis Ende des Jahres 2023 schließen wollte. Die betroffenen Mitarbeiter sollten an andere Standorte in der Nähe wechseln. Die Belegschaft sei über die Pläne informiert worden.

Die Bank verkleinert ihre Präsenz in Deutschland damit von 1000 auf 800 Geschäftsstellen - allerdings gut drei Jahre früher als geplant. „Es hätte keinen Sinn gehabt, diese Filialen möglicherweise nur für ein paar Monate wieder zu öffnen und erst dann endgültig zu schließen“, sagte der Commerzbank-Sprecher. „Mit der Entscheidung schaffen wir Klarheit für unsere Kunden.“ Der bereits beschlossene Stellenabbau wird dem Sprecher zufolge nicht beschleunigt. Alle betroffenen Mitarbeiter kämen in anderen Filialen unter.

Karneval absagen? Laschet: „Es ist jetzt zu früh“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält die vom Landrat des Rhein-Sieg-Kreises geforderte Entscheidung über eine mögliche Absage der Karnevalssession für „zu früh“. „Dem Landrat würde ich sagen, es ist jetzt zu früh, das abschließend zu entscheiden“, sagte Laschet in einem Sommerinterview des WDR. Die Staatskanzlei sei insbesondere mit den Festkomitees der Hochburgen Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen im Gespräch, um zu erörtern, unter welchen Bedingungen Karneval stattfinden kann. „Nur auch da muss man das Infektionsgeschehen abwarten“, sagte Laschet.

Landrat Sebastian Schuster (CDU) hatte sich für eine Absage von Karnevalsveranstaltungen ausgesprochen und sich mit diesem Anliegen nach eigenen Angaben schriftlich an Laschet gewandt. Karneval „so, wie wir ihn kennen“, werde in der Session 2020/2021 nicht möglich sein. „Gleichbleibende Kosten bei einer mit großer Wahrscheinlichkeit verringerten Gästezahl, bringen die Vereine an ihren Ruin“, erklärte er.

Schulen in Niedersachsen startet in voller Klassenstärke

Die Schulen in Niedersachsen starten nach den Sommerferien wieder in voller Klassenstärke. Es werde vom 27. August an einen eingeschränkten Regelbetrieb geben, teilte das Kultusministerium am Freitag mit. Vorrang hat dabei der Pflichtunterricht. Auf einen Mindestabstand im Unterricht wird verzichtet, dafür soll es feste Lerngruppen geben. Eine Maskenpflicht gibt es nur außerhalb der Klassenräume, wenn der Abstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.

Sollte es in einzelnen Städten oder Kreisen einen deutlichen Anstieg der Zahl der Coronakranken geben, muss das zuständige Gesundheitsamt entscheiden, ob der Schulbetrieb wieder eingeschränkt wird.

Finnische Wirtschaft schlägt sich in Krise vergleichsweise wacker

Die finnische Wirtschaft hat das besonders von der Corona-Krise betroffene zweite Quartal 2020 verhältnismäßig gut gemeistert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des nördlichsten EU-Landes sank nach einer vorläufigen Schätzung des finnischen Statistikamtes in den Monaten April bis Juni verglichen mit dem ersten Quartal des Jahres saisonbereinigt um rund 3,2 Prozent. Wie die Statistiker am Freitag mitteilten, war das BIP damit um 4,9 Prozent niedriger als im zweiten Quartal 2019.

Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone, zu der Finnland als einziges nordisches Land gehört, war nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat im Quartalsvergleich um 12,1 Prozent eingebrochen. Für die gesamte EU betrug der Rückgang demnach 11,7 Prozent. Skandinavien schlug sich dabei vergleichsweise wacker: In Dänemark sank das BIP um 7,4 Prozent, beim finnischen Nachbarn Schweden um 8,6 Prozent. In Deutschland hatte der Rückgang einer ersten Schätzung zufolge 10,1 Prozent betragen.

Kroatien hält steigende Corona-Zahlen nicht für bedenklich

Das Urlaubsland Kroatien hält die zuletzt stark gestiegene Zahl von Infektionen mit dem Corona-Virus nicht für bedenklich. „Die Zahlen werden wahrscheinlich im Rahmen dieser Grenzen bleiben, vielleicht werden sie sogar noch ein wenig steigen, aber es gibt kein exponenzielles Wachstum“, sagte der stellvertretende Innenminister Damir Trut am Freitag im Nachrichtensender N1.

Am Tag zuvor hatte Kroatien 180 Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden registriert. Es war der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem EU-Land im Februar gemeldet wurde. In den letzten zwei Monaten hatte dieser Wert zwischen rund 30 und 100 geschwankt.

Behandlung bei Engpässen in Pandemie - Karlsruhe lehnt Eilantrag ab

Das Bundesverfassungsgericht zwingt den Gesetzgeber vorerst nicht, verbindlich zu regeln, wen Ärzte in der Corona-Pandemie bei Engpässen retten sollen und wen nicht. Einen Eilantrag mehrerer Kläger mit Behinderungen und Vorerkrankungen wegen der sogenannten Triage wiesen die Richter ab, wie das Gericht in Karlsruhe am Freitag mitteilte. (Az. 1 BvR 1541/20) Es geht dabei um das Szenario, dass so viele Menschen schwer krank sind, dass es nicht für alle Platz auf der Intensivstation gibt. Gesetzliche Vorgaben dafür gibt es bislang nicht. Mehrere medizinische Fachgesellschaften haben gemeinsam Empfehlungen erarbeitet, die sich an den Erfolgsaussichten orientieren. Die Kläger befürchten, bei diesem Kriterium auf der Strecke zu bleiben. Die Verfassungsbeschwerde werfe schwierige Fragen auf, die nicht auf die Schnelle beantwortet werden könnten, hieß es zur Begründung. Die Verbreitung der Krankheit und die Auslastung der Intensivstationen lasse es derzeit auch nicht wahrscheinlich erscheinen, dass so eine Situation in Deutschland eintrete. Der Beschluss stammt von Mitte Juli, seither ist die Zahl der Infizierten wieder gestiegen.

Neuseeland verlängert Lockdown in Auckland - 30 Fälle seit Dienstag

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat am Freitag eine Verlängerung des Corona-Lockdowns in der Millionenmetropole Auckland um zwölf Tage angekündigt. Die neuen Einschränkungen waren am Mittwoch zunächst für drei Tage verhängt worden, nachdem in der Stadt vier Mitglieder einer Familie positiv auf das Virus getestet worden waren. Insgesamt soll der Lockdown damit nun für zwei Wochen gelten. „Die Beschränkungen jetzt aufzuheben und dann eine Explosion neuer Fälle zu haben, wäre das Schlimmste für Auckland und unsere Wirtschaft“, so Ardern.

Die Zahl der bestätigten Neuansteckungen war am Freitag um 13 auf insgesamt 30 gestiegen. Die Infizierten sollen in spezielle Quarantäne-Einrichtungen gebracht werden, ein Patient mit Covid-19 wird im Krankenhaus behandelt. Fast alle neuen Ansteckungen stünden in Zusammenhang mit der Familie, bei der das Virus zunächst diagnostiziert worden war, sagte Ardern. Bei einem Fall werde dies noch geprüft.

Dänische Wirtschaft in Corona-Quartal stark eingebrochen

Die dänische Wirtschaftsleistung ist in der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Der Einbruch im zweiten Quartal fiel aber weniger stark aus als in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm in den Monaten April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal um 7,4 Prozent ab, wie eine am Freitag veröffentlichte vorläufige Schätzung der dänischen Statistikbehörde zeigte.

Nach Angaben der Statistiker stellte dies den heftigsten Rückgang seit Beginn der Auswertung vierteljährlicher Zahlen Anfang der 1990er Jahre dar. In der Finanzkrise hatte das stärkste Minus im Schlussquartal 2008 bei 2,4 Prozent gelegen. Im ersten Quartal 2020, in dem Dänemark Mitte März weitgehende Corona-Beschränkungen eingeführt hatte, betrug der Rückgang 2,0 Prozent.

Zugleich wies die Statistikbehörde darauf hin, dass der jetzige Rekordeinbruch geringer ausfiel als in der EU insgesamt. In Deutschland war die Wirtschaftsleistung einer ersten Schätzung zufolge im zweiten Quartal 2020 um 10,1 Prozent zurückgegangen. Die Schweden, die in der Corona-Krise ihre Schulen, Geschäfte und Restaurants offen gelassen hatten, meldeten in der vergangenen Woche einen geschätzten Einbruch um 8,6 Prozent.

Lauterbach fordert mehr gemeinsames Corona-Agieren von Bund/Ländern

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert im Kampf gegen die Corona-Pandemie von der Bundesregierung wieder mehr Koordination. „Ich glaube, dass der Bund sich wieder stärker engagieren sollte“ für Absprachen und Strategien mit den Ländern, sagte der Bundestagsabgeordnete und studierte Epidemie-Forscher am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Das habe Deutschland im Frühjahr durch die erste Corona-Welle gebracht. „Man hatte eine klare Strategie, die man dann auch der gesamten Bevölkerung erklären konnte. Daran hapert es ein bisschen in der jetzigen Zeit.“

Bund und Länder hatten sich nach der ersten Welle darauf verständigt, stärker regional und nicht mehr bundeseinheitlich zu reagieren. Vereinbarungen von Bund und Ländern zur Pandemie beschränkten sich daher zuletzt eher darauf, unterschiedliche Ansätze der einzelnen Länder in einem gemeinsamen Papier lediglich zusammenzufassen.

Frankreich will auf Quarantänepflicht in Großbritannien reagieren

Paris will auf die britische Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich reagieren und eine gleichwertige Maßnahme für Reisende aus Großbritannien einführen. Man bedauere die britische Entscheidung und hoffe auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, teilte Europa-Staatssekrektär Clément Beaune am Freitag via Twitter mit.

Reisende aus Frankreich und den Niederlanden müssen nach ihrer Ankunft in Großbritannien von diesem Samstag an wieder in eine zweiwöchige Selbstisolation gehen. Das hatte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstagabend mitgeteilt.

Gastronomie in Wittmund:  Doppelbelastung durch Hitze und Corona

Die heißen Temperaturen von mehr als 30 Grad sind eine Herausforderung für das Servicepersonal in der Gastronomie. Die Betreiber würden ihre Angestellten gerne von der Pflicht befreien, doch das geht nicht.

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Corona-Teststation an Autobahn in Baden-Württemberg eröffnet

Vor dem Hintergrund zunehmender Corona-Infektionen hat Baden-Württemberg eine Teststation an der Autobahn A5 nahe der Grenze zu Frankreich eröffnet. „Die ersten Autofahrer sind durch, die Tests wurden genommen“, sagte die Karin Bundschuh, Sprecherin des Badischen Roten Kreuzes, das das Testcenter auf dem Parkplatz Neuenburg-Ost führt. Neben Reisenden aus Risikogebieten, für die ein Test Pflicht ist, können sich auch andere Reisende gratis testen lassen, die Kosten trägt das Land.

Tests sind für Reisende in Baden-Württemberg zudem bereits an den Flughäfen Stuttgart, Friedrichshafen und Karlsruhe/Baden-Baden möglich sowie seit Donnerstag am Stuttgarter Hauptbahnhof.

Allerdings müssen sich die Getesteten etwas in Geduld üben, bis ein Ergebnis vorliegt. Nach Angaben von Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) kann es bis zu vier Tage dauern.

Bund könnte wegen Corona Millionen an Klima-Strafen sparen

Die Bundesregierung könnte als Folge der Corona-Krise um millionenschwere Klimaschutz-Strafzahlungen herumkommen. Seit Jahren reißt Deutschland eigentlich EU-Budgets für den Treibhausgasausstoß. Anfang des Jahres ging die Bundesregierung noch davon aus, zusätzliche Verschmutzungsrechte bei anderen Staaten kaufen zu müssen. 300 Millionen Euro waren dafür schon im Haushalt eingeplant, der genaue Preis wäre aber Verhandlungssache gewesen. Nun hat die Denkfabrik Agora Energiewende berechnet, dass die Einschränkungen der Corona-Krise das Defizit deutlich verkleinern dürften - oder die Ziele sogar übererfüllt werden.

Keinerlei Spielraum für Rückkehr zu Großveranstaltungen

Der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz rät angesichts steigender Infektionen in der Corona-Pandemie von einer Rückkehr zu Großveranstaltungen ab. „Die zweite Welle zeichnet sich deutlich ab, da wir nun über mehrere Wochen einen Anstieg der aktiven Infektionszahlen feststellen“, sagte Scholz der Deutschen Presse-Agentur. „Ich sehe daher aktuell keinerlei Spielraum für weitere Lockerungen – auch und gerade nicht für Großveranstaltungen.“

Bereits sich abzeichnende Effekte durch Reiserückkehrer sind laut Scholz „stark beunruhigend.“ Es müsse daher jetzt darum gehen, den Schulbetrieb zu normalisieren. „Wir sollten uns nun zunächst darauf konzentrieren, wie die Hygienekonzepte mit Lüften und Maskentragen in den Schulen funktionieren“, sagte der Professor.

1449 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist erneut leicht gestiegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Donnerstagabend 1449 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 01. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 221.413 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 14.8., 0.00 Uhr). Seit dem Vortag wurden 14 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9225. Bis Freitagmorgen hatten 200.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

+++ Ticker von Donnerstag, 13. August +++

Urlaubsland Kroatien meldet Rekordzahl an Corona-Infektionen

Das EU- und Urlaubsland Kroatien hat am Donnerstag eine Rekordzahl an Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. 180 Menschen infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden mit dem Sars-CoV-2-Virus, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit. Das ist der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem Land im Februar registriert wurde. Kroatien ist für viele Deutsche eine beliebte Urlaubsdestination. Zuletzt meldete das kroatische Fremdenverkehrsamt, dass die Buchungslage im Lichte der Pandemie weit weniger schlimm sei, als ursprünglich befürchtet. Statt einem erwarteten Rückfall von 70 bis 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr seien es derzeit lediglich 55 bis 50 Prozent weniger Übernachtungen.

Zugleich wurden in Deutschland zunehmend Urlaubsrückkehrer aus Kroatien registriert, die sich dort mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Bei vielen von ihnen handelt es sich um junge Menschen, die angaben, dass sie an Strandpartys teilgenommen hatten. (Quelle: dpa)

Düsseldorfer Großkonzert: Entscheidung erst vier Tage vorher

Ob das umstrittene Großkonzert in Düsseldorf stattfinden darf, entscheidet sich erst am 31. August - vier Tage vor dem eigentlichen Termin. Auf diesen Kompromiss einigten sich die Stadt Düsseldorf und die Landesregierung, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr. Entscheidend soll dann das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen sein. Die konkreten Parameter wurden zunächst noch nicht bekannt. Damit blieb zunächst auch die Wahrscheinlichkeit offen, mit der das Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und weiteren Künstlern stattfindet - oder ausfällt.

Angesetzt ist das Großkonzert mit bis zu 13 000 Zuschauern am 4. September im Fußballstadion Merkur Spiel-Arena. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte offiziell erst vergangenen Freitag von den bereits von der Stadt abgesegneten Plänen erfahren, als der Veranstalter das Konzert per Pressemitteilung öffentlich machte. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte umgehend rechtliche Zweifel angemeldet. (Quelle: dpa)

Söder spricht Ministerin Vertrauen aus

Nach der schweren Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zweimal ihren Rücktritt angeboten. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München, fügte aber hinzu: „Ich habe weiter Vertrauen zu ihr.“ Huml wolle die „Scharte auswetzen“.

Söder gestand die Panne ein und bedauerte den Fehler. „Wir können uns dafür auch nur entschuldigen letztlich“, sagte er. „Das tut der gesamten Staatsregierung leid, dass diese Fehler passiert sind.“Die Staatsregierung hatte am Mittwoch eingestehen müssen, dass die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen an bayerischen Autobahnen deutlich dramatischere Ausmaße haben als bisher bekannt. Stand Mittwoch warteten 44 000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, nach Corona-Tests an den Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse. Besonders brisant ist, dass darunter - Stand Mittwoch - auch mehr als 900 nachweislich positiv Getestete waren. (Quelle: dpa)

China findet Coronavirus-Spuren auf brasilianischen Chicken-Wings

Behörden in China haben eigenen Angaben zufolge Spuren des Coronavirus auf importierten Chicken-Wings aus Brasilien und anderen Waren entdeckt. Eine Probe von der Oberfläche der Hühnerflügel sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte die südchinesische Stadt Shenzhen mit. Es seien Coronatests für alle Menschen organisiert worden, die möglicherweise den Produkten ausgesetzt waren. Alle Tests seien dabei jedoch negativ ausgefallen. Spuren von Coronaviren müssen nicht zwangsläufig infektiös sein.

China hat in den vergangenen Monaten damit begonnen, Einfuhren von Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten zu testen, die in wichtigen Häfen des Landes ankommen. So wurden nach Behörden-Angaben kürzlich auch Spuren des Virus auf importierten Meeresfrüchten in der nordostchinesischen Stadt Dalian entdeckt.

Nasdaq: Curevac-Börsengang für Freitag geplant

Der US-Börsengang des Tübinger Biotechunternehmens Curevac, das an einem Corona-Impfstoff forscht, ist laut der New Yorker Technologiebörse Nasdaq bereits für diesen Freitag geplant. Aus dem online abrufbaren Terminkalender der Nasdaq ging am Donnerstag hervor, dass am 14. August erstmals Aktien des Unternehmens öffentlich zum Verkauf angeboten werden sollen. Ein Curevac-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Termin äußern. Der exakte Zeitpunkt des Börsengangs war bis zuletzt unklar gewesen.

Die Firma hofft, an der Börse bis zu 245 Millionen US-Dollar (rund 207 Mio Euro) bei Investoren einzusammeln. Es sei geplant, zunächst gut 13,3 Millionen Stammaktien anzubieten und zu verkaufen, hatte das Unternehmen am Montag mitgeteilt. Zusätzlich solle Zeichnern eine 30-Tage-Option zum Erwerb von bis zu knapp zwei Millionen zusätzlichen Stammaktien gewährt werden. Der Preis je Aktie werde voraussichtlich zwischen 14 und 16 Dollar liegen.

„We kick Corona“ von Goretzka und Kimmich spendet an Auschwitz

Die deutschen Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich unterstützen mit ihrer Hilfsaktion „We kick Corona“ auch die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen. Wie die Initiative am Donnerstag berichtete, soll eine Spende von 75.000 Euro in die dortige Bildungsarbeit fließen. Wegen der Corona-Pandemie hatte die Gedenkstätte ab März lange geschlossen. Dadurch fehlen der Einrichtung Einnahmen. Das nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im damals von Deutschland besetzten Polen gilt weltweit als Symbol für den Holocaust.

„Auschwitz ist Teil unserer Geschichte und dessen Erinnerung 75 Jahre nach dem Kriegsende allgegenwärtig. Wir sind alle gefordert, dass sich eines der dunkelsten Kapitel der Menschheit nicht wiederholt. Mit WeKickCorona beizutragen, dass die Erinnerungskultur auch in der Corona-Pandemie hochgehalten wird, ist uns eine Herzensangelegenheit“, schrieben Goretzka und Kimmich, die aktuell mit dem FC Bayern am Finalturnier der Champions League in Lissabon teilnehmen.

Die beiden 25 Jahre alten Nationalspieler hatten „We kick Corona“ im März gegründet und selbst einen Startbetrag von einer Million Euro gespendet. Seitdem werden verschiedene Projekte und Institutionen mit einer monitären Unterstützung bedacht.

Quarantäne-Verstoß: Fünf Monate Haft für Lokalbesitzer in Malaysia

Ein Restaurantbesitzer muss in Malaysia fünf Monate ins Gefängnis, weil er gegen Auflagen bei der Corona-Quarantäne verstoßen hat. Der Mann hätte sich in seinem Haus in Selbstisolation befinden müssen, habe aber stattdessen sein Lokal weiter geöffnet, sagte der Minister für nationale Sicherheit, Ismail Sabri Yaakob, am Donnerstag. „In der Folge mussten mehrere Dörfer in den Regionen Kedah und Perlis unter Lockdown gestellt werden.“ Die beiden Bundesstaaten liegen im Nordwesten des südostasiatischen Landes.

Landrat bittet Regierungschef Laschet um Absage von Karnevalssession

Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises spricht sich für eine Absage von Karnevalsveranstaltungen in der kommenden Session aus. Er habe in dieser Sache bereits vor einigen Tagen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) angeschrieben. Karneval „so, wie wir ihn kennen“, werde in der Session 2020/2021 nicht möglich sein, erklärte Landrat Sebastian Schuster (CDU). Die wegen der Corona-Pandemie gebotenen Abstands- und Hygieneregeln machten Veranstaltungen für Vereine nicht durchführbar.

„Eine „wohlwollende“ Genehmigung des Karnevals mit Einschränkungen seitens der Landesregierung hätte für viele - gerade kleinere Gesellschaften und Vereine – eine verheerende Wirkung“, so Schuster. Gleichbleibende Kosten bei weniger Gästen - das bringe die Vereine in den Ruin. Eine Kreis-Sprecherin sagte am Donnerstag, bislang habe es keine Reaktion von Laschet gegeben. Mehrere Medien hatten berichtet.

Bald wieder Kino in Wilhelmshaven

Am Montag, 24. August, öffnet das UCI-Kino in der Bahnhofstraße ebenso wie andere Standorte nach der corona-bedingten Pause wieder seine Türen. Das teilte das Unternehmen gestern mit. Es gelten Sicherheitsregeln, die bereits an den Standorten Neuss, Hamburg und Flensburg erprobt wurden. Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Für die Vorstellungen wird eine beschränkte Anzahl von Plätzen verkauft. Der kontaktlose Online-Ticketkauf wird empfohlen.

Möglichkeiten zur Desinfektion sind vorhanden. Im gesamten Kino gelten die Abstandsregeln und die Maskenpflicht. Auf dem Sitzplatz im Kinosaal muss keine Maske getragen werden. Popcorn und Co. werden angeboten.

Ministerium: 900 Corona-Infizierte sollen bis Mittag Bescheid wissen

Nach der Test-Panne an bayerischen Autobahnen ist das bayerische Gesundheitsministerium weiter optimistisch, dass 900 positiv Getestete bis zum Donnerstagmittag über ihre Ergebnisse informiert werden. „Es wird telefoniert, die Menschen werden informiert“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Wir tun alles dafür, das umzusetzen, und sind zuversichtlich, dass wir das schaffen.“ Die Staatsregierung hatte am Mittwoch eingestehen müssen, dass die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern deutlich dramatischere Ausmaße haben als bisher bekannt:

44 000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, warteten nach Tests an bayerischen Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse, darunter auch 900 nachweislich positiv getestete. Wie viele davon aus dem Freistaat und wie viele aus dem übrigen Bundesgebiet kommen, war offen. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte aber an, dass die Infizierten bis Donnerstagmittag informiert werden sollten. (Quelle: dpa)

Geringere Mehrwertsteuer - Inflation sinkt im Juli

Nach der Senkung der Mehrwertsteuer ist die Inflation in Deutschland erstmals seit gut vier Jahren wieder gefallen. Die Verbraucherpreise gaben im Juli gemessen am Vorjahresmonat um 0,1 Prozent nach, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Zum letzten Mal war die Jahresinflation im April 2016 negativ gewesen mit ebenfalls minus 0,1 Prozent.

Deutlich günstiger als im Juli 2019 waren Haushaltsenergie und Kraftstoffe (minus 6,7 Prozent). Nahrungsmittel, darunter Fleisch und Obst, verteuerten sich binnen eines Jahres insgesamt um 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Juni sanken die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent. Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, hat die Bundesregierung die Mehrwertsteuer vom 1. Juli an für ein halbes Jahr gesenkt: von 19 auf 16 Prozent beziehungsweise 7 auf 5 Prozent. Händlern und Dienstleistern steht es frei, ob und wie sie die niedrigere Mehrwertsteuer an die Verbraucher weitergeben.

Bayerisches Rotes Kreuz verteidigt sich nach Panne bei Corona-Tests

Nach der Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen kritisiert das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die Behörden. Die bayerischen Hilfsorganisationen seien vom Freistaat beauftragt worden, innerhalb eines Tages fünf Teststationen zu errichten. Dabei hätten sie sich an den Vorgaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der Gesundheitsämter orientiert. „Da das LGL sich nicht in der Lage gesehen hat, in dieser kurzen Zeit eine entsprechende Software zur Verfügung zu stellen, mussten die Reisenden händisch mit Formularen erfasst werden“, hieß es in einer Mitteilung.

Neuseeland meldet 13 weitere Corona-Fälle

In Neuseeland sind 13 neue Corona-Fälle bestätigt worden. Alle stünden in Zusammenhang mit einer Familie aus der Millionenmetropole Auckland, bei der zu Wochenbeginn vier Mitglieder positiv getestet worden seien, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield, am Donnerstag. Am Dienstag waren in dem Pazifikstaat erstmals seit 102 Tagen wieder lokale Infizierungen bestätigt worden. „Es gibt weder Schuld noch Schande, wenn man Covid-19 hat. Das Virus ist das Problem, nicht die Menschen, die erkrankt sind“, so Bloomfield.

Wo sie sich die Familie ursprünglich angesteckt hat, weiß man bislang nicht. Alle Infizierten wurden in Einrichtungen für Quarantäne verlegt. In Auckland mit seinen 1,7 Millionen Einwohnern gilt seit Mittwoch ein zunächst dreitägiger Lockdown. Die Schulen und alle nicht notwendigen Geschäfte sind geschlossen.

Corona-Schäden brocken Versicherer Zurich Gewinneinbruch ein

Hohe Schäden durch die Corona-Pandemie haben den Gewinn des Versicherers Zurich im ersten Halbjahr stark einbrechen lassen. Unter dem Strich stand ein Gewinn von knapp 1,2 Milliarden US-Dollar (1,0 Mrd Euro), das waren 42 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Allianz-Konkurrent aus der Schweiz am Donnerstag in Zürich mitteilte. Der Betriebsgewinn sank um 40 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar und damit so stark wie von Analysten im Schnitt erwartet. Für das laufende Jahr rechnet Zurich-Chef Mario Greco wegen Covid-19 im Schaden- und Unfallgeschäft weiterhin mit Schäden in Höhe von insgesamt rund 750 Millionen Dollar.

Major League Soccer hat wieder Zuschauer im Stadion

Die MLS hat nur zwei Tage nach dem Ende des Corona-Comeback-Turniers in Florida ihre reguläre Saison fortgesetzt und dabei auch Zuschauer im Stadion gehabt. Die zugelassenen 5100 Zuschauer waren beim 1:0 des SC Nashville beim FC Dallas nach Angaben von US-Medien aber dem Augenschein nach nicht da. Als die Nationalhymne gespielt wurde, gingen Spieler beider Mannschaften und die Schiedsrichter auf ein Knie, um gegen Rassismus zu demonstrieren.Beide Teams konnten am „MLS is back“-Tournament (Die MLS ist zurück) wegen zu vieler Corona-Fälle in der Mannschaft nicht teilnehmen.

1445 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit Anfang Mai gestiegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Mittwochabend 1445 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 01. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 219.964 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen im Internet meldete (Datenstand 13.8., 0.00 Uhr). Seit dem Vortag wurden vier neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9211. Bis Sonntagmorgen hatten 199.500 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

+++ Ticker von Mittwoch, 12. August +++

Deutsche Reisewarnung neuer Schlag für Spanien

Nach der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die spanische Hauptstadt Madrid und das Baskenland wächst die Sorge um Urlaubsfreuden auf Mallorca. Noch ist die liebste Ferieninsel der Bundesbürger nicht von einer Reisewarnung aus Berlin betroffen.Aber auch auf den stark vom Tourismus abhängigen Baleareninseln steigen die Corona-Zahlen und damit die Angst, schon bald auch zum Risikogebiet erklärt zu werden, schrieb die „Mallorca Zeitung“ am Mittwoch.

Jeweils eine Neuinfektion in Friesland und Wittmund

Zwei Monate nach dem letzten Corona-Update gibt es eine bestätigte Neuinfektion im Landkreis Wittmund. Die mit dem Coronavirus infizierte Person lebt in der Gemeinde Friedeburg.

Weitere Angaben zum Infizierten machte der Landkreis aus Datenschutzgründen nicht. Wie die Verwaltung mitteilte, sind derzeit sechs Personen in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittle jetzt das Umfeld der erkrankten Person. Seit Ausbruch des Coronavirus gab es im Harlingerland 42 bestätigte Fälle.

Außerdem gab der Landkreis Friesland am Mittwochnachmittag eine Neuinfektion bekannt.

Veranstaltungswirtschaft fordert mehr Hilfe in Corona-Krise

Rund 250 Beschäftigte der Veranstaltungswirtschaft haben am Mittwoch vor dem Landtag in Düsseldorf für mehr und unbürokratischere Staatshilfen in der Corona-Krise demonstriert. Die Pandemie habe die Branche mit einem bundesweiten Umsatz von 130 Milliarden Euro und einer Million Beschäftigten in die Knie gezwungen, sagte Marcus Pohl von der Interessensgemeinschaft der selbstständigen DienstleisterInnen in der Veranstaltungswirtschaft (ISDV). Unternehmen wie Beleuchtungs- oder Konzerttechnik, Messebau oder Caterer machten seit fünf Monaten keine Umsätze mehr. Es sei zu befürchten, dass es keine großen Veranstaltungen mehr geben werde, bis ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden sei. Die Branche fordert unter anderem erweiterte Überbrückungshilfen, Kredite mit längeren Laufzeiten und einen Dialog mit der Politik.

Angeführt wurde der Protest von der Moderatorin Katrin Degenhardt. Seit Februar habe sie nicht mehr live moderiert, sagte sie. „Es hagelt Absagen und Verschiebungen.“ Die NRW-Veranstaltungsbranche will in den kommenden Wochen jeden Mittwoch vor dem Landtag protestieren. Auch Veranstaltungstechniker in Baden-Württemberg protestierten am Mittwoch in Stuttgart. Am 9. September ist eine große Demonstration in Berlin geplant. (Quelle: dpa)

Ohne Zuschauer „nicht überlebensfähig“: Der Handball braucht die Fans

Profihandball ohne Zuschauer? Das ginge vielleicht für ein paar Spiele gut, dann würden auch die ersten Bundesligisten massive wirtschaftliche Probleme bekommen. „Sollten bis Jahresende keine Zuschauer erlaubt sein, könnte die Existenz unserer Sportart gefährdet sein“, warnt Geschäftsführerin Jennifer Kettemann von den Rhein-Neckar Löwen.

Es ist ein Szenario, das die Clubs zumindest im Hinterkopf haben - an das sie im Moment aber nicht glauben. Am 1. Oktober wird die neue HBL-Saison starten, und anders als in der Fußball-Bundesliga sollen dann Fans in den Hallen sein. „Ich gehe mal davon aus, dass wir vorsichtig mit Zuschauern starten können“, sagt HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann.

Bis zu 50 Prozent des Etats der Vereine kommen über Zuschauereinnahmen, bei den meisten Bundesligisten sind es ungefähr 30 bis 40 Prozent. Die zweite große Einnahmesäule besteht aus Sponsorengeldern, die sich bei Geisterspielen ebenfalls nicht mehr in gewohnter Form generieren ließen, weil den Unternehmen die gewünschte Plattform fehlen würde. (Quelle: dpa)

Österreich veröffentlicht wöchentlich Corona-Testzahlen in Hotels

Nach Kritik an Österreichs Corona-Testprogramm im Tourismus werden Testzahlen aus Hotels und Pensionen nun jede Woche im Internet veröffentlicht. Seit Beginn des Programms im Juli seien 65 002 Tests in 2256 Beherbergungsbetrieben durchgeführt worden, teilte das Tourismusministerium in Wien am Mittwoch mit. Die Zahl der positiven Tests wird nicht genannt.

Im Rahmen des Programms „Sichere Gastfreundschaft“ können sich Mitarbeiter im Hotelgewerbe freiwillig bis zu einmal die Woche auf den Erreger Sars-CoV-2 testen lassen. Die Wirtschaftskammer (WKÖ) lobte die Veröffentlichung der Testzahlen als „starkes Signal an unsere in- und ausländischen Gäste“. Laut WKÖ arbeiteten im Juni rund 79 000 Menschen in den etwa 15 000 Betrieben der Hotelbranche. (Quelle: dpa)

Russland weist Bedenken gegen Corona-Impfstoff zurück

Russland hat Vorbehalte aus dem Ausland gegen seinen Corona-Impfstoff „Sputnik V“ - den ersten zugelassenen weltweit - zurückgewiesen. „Ausländische Kollegen versuchen offenbar, irgendeine Meinung zu äußern, die nach unserer Ansicht absolut unbegründet ist“, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Russland hatte das Vakzin am Dienstag zur breiten Verwendung in der Bevölkerung zugelassen. Dieser Schritt erfolgte vor dem Vorliegen der Ergebnisse sogenannter Phase-III-Studien - ein Vorgehen, das dem international üblichen Ablauf widerspricht. Weder die Wirksamkeit noch die Nebenwirkungen lassen sich derzeit fundiert beurteilen. Der Impfstoff wurde vom staatlichen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt. Dessen Direktor Alexander Ginzburg sagte, zunächst sollten russische Wissenschaftler den Impfstoff bewerten. Erst dann würden die Daten veröffentlicht. Die Forschungsergebnisse könnten Ginzburg zufolge in einer russischen Fachzeitschrift, aber auch im Ausland publiziert werden. Nach Muraschkos Angaben wird die erste Charge des neuen Impfstoffes innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet. „Heute läuft eine Qualitätskontrolle.“ Die Produktion in Russland sei in erster Linie zur Impfung der eigenen Bevölkerung ausgerichtet. Russland werde aber dem Ausland anbieten, selbst den russischen Impfstoff zu produzieren. (Quelle: dpa)

Neue Corona-Fälle in Neuseeland: Parlamentsauflösung verschoben

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat nach dem neuen Corona-Ausbruch in dem Pazifikstaat die Auflösung des Parlaments im Vorfeld der Wahl am 19. September verschoben. Der Fokus liege zunächst darauf, das Virus in den Griff zu bekommen, sagte Ardern. Eigentlich sollte das Parlament am Mittwoch aufgelöst werden, nun wird dies voraussichtlich am Montag geschehen. Bei der Parlamentswahl stellt sich die 40-jährige Regierungschefin zur Wiederwahl. Die Sozialdemokratin ist seit 2017 im Amt und sehr beliebt.Am Dienstag waren in Neuseeland erstmals seit 102 Tagen wieder lokale Infizierungen bestätigt worden. Die Behörden hatten vier neuen Fälle bei einer Familie aus der Millionenmetropole Auckland gemeldet. Wo sie sich angesteckt haben, ist noch unklar.

Corona-Lockdown führt zu Rezession in Großbritannien

Großbritannien ist wegen der Corona-Krise in eine Rezession gerutscht. Im zweiten Quartal schrumpfte die britische Wirtschaftsleistung um 20,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistikamt ONS am Mittwoch in London nach einer ersten Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Monate April bis Juni mitteilte. Bereits im ersten Quartal hatten sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas Spuren der Corona-Krise gezeigt. In den Monaten Januar bis März war die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 2,2 Prozent gesunken. Sinkt die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer „technischen Rezession“.

KSC-Profis verzichten für gesamte Saison auf Teile ihres Gehalts

Die Profis des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC werden auch weiterhin nicht ihre vollen Bezüge beanspruchen. „Die ganze Mannschaft verzichtet dankenswerterweise für die gesamte Saison erneut auf zehn Prozent ihres Gehalts. Bei unseren Spielern ist die Corona-Krise nun definitiv angekommen“, sagte Sportchef Oliver Kreuzer der Deutschen Presse-Agentur.

Der finanziell angeschlagene Verein plant in der neuen Saison mit rund vier Millionen Euro weniger Einnahmen. „Wir müssen daher ein wenig mehr auf den Geldbeutel schauen, weil uns die Zuschauer wegbrechen und wir auch weniger TV-Geld bekommen“, sagte der 54-Jährige. Letzteres habe die Deutsche Fußball Liga (DFL) dem Club vergangene Woche mitgeteilt. Rund drei Viertel der geplanten Mindereinnahmen beim KSC werden durch den Ausschluss der Zuschauer im Wildparkstadion verursacht. Eine weitere Million stammt aus Mindereinnahmen bei den TV-Geldern. Neben seinem Budget von rund 10 Millionen Euro will der KSC auch seine Kadergröße anpassen. Drei Torhüter, 18 Feldspieler und fünf Nachwuchsspieler sieht der Kaderplan laut Kreuzer im Moment vor.

Firefox-Entwickler Mozilla streicht rund ein Viertel der Jobs

Der Firefox-Entwickler Mozilla streicht als Folge der Corona-Krise etwa jeden vierten Arbeitsplatz und will sein Geschäft mit der beschleunigten Entwicklung neuer Dienste ausbauen. Rund 250 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, der Standort in Taiwan wird geschlossen, wie Mozilla-Chefin Mitchell Baker am Dienstag (Ortszeit) ankündigte. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie hätten den Umsatz erheblich gedrückt, räumte Baker ein. Eine zentrale Einnahmequelle von Mozilla ist ein Deal mit Google: Der Internet-Konzern bezahlt dafür, dass seine Suchmaschine im Firefox-Webbrowser voreingestellt wird. Google meldete für das vergangene Quartal einen Rückgang der Online-Werbeerlöse.

Bei den neuen Diensten will sich Mozilla unter anderem auf Datenschutz-Angebote für Internet-Nutzer fokussieren, wie Baker ankündigte. Investitionen in Angebote für Software-Entwickler sollen dagegen zurückgefahren werden.

Iran vergleicht russischen Corona-Impfstoff mit Büchse der Pandora

Das iranische Gesundheitsministerium hat den russischen Corona-Impfstoff „Sputnik-V“ mit der Büchse der Pandora verglichen und Vorsicht angemahnt. „Bevor nicht alle klinischen Studien beendet sind, ist der Gebrauch von Impfstoffen wie eine Büchse der Pandora und dementsprechend potenziell auch gefährlich“, twitterte Pressechef Kianusch Dschahanpur am Mittwoch. Alle Staaten sollten sich bewusst sein, dass ein Wettlauf um einen Impfstoff kein anderes Ziel verfolgen sollte als den Schutz der Gesundheit der Menschen, erklärte der Pressechef des Gesundheitsministeriums.

Laut griechischer Mythologie enthielt die Büchse der Pandora Übel wie Krankheit und Tod. Als Pandora sie öffnete, entkamen sie in die Welt. Teheran behauptet, auch selbst an einem Corona-Impfstoff zu arbeiten. Die Ergebnisse sollen von Experten-Teams bald bekanntgegeben werden. Das Land ist seit Ende Februar von der Pandemie stark betroffen. Aktuell liegt die Zahl der Corona-Toten im Iran bei 18.800, die der nachgewiesenen Infektionen bei über 330.000.

Höchster Stand seit Mai: 1226 registrierte Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte nach dem Anstieg der Corona-Neuinfektionen aber klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht: „Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann“, hatte der CDU-Politiker gesagt. „Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen.“

Immobilienkäufer legen mehr Wert auf Sicherheit

Immobilienkäufer und Bauherren haben die Niedrigzinsen in den vergangenen Jahren genutzt, um bei Krediten auf Sicherheit zu gehen. Lag die durchschnittliche Zinsbindung 2010 noch bei 11,6 Jahren, waren es 2020 schon 13,7 Jahre, zeigt eine neue Studie des Immobilienfinanzierers Interhyp. In der Zeit sind Immobilienkäufer vor Zinssteigerungen geschützt. Zudem profitierten die Menschen vom allgemeinen Zinsverfall: Während 2010 für zehnjährige Darlehen rund 4 Prozent Zins pro Jahr fällig wurden, seien es heute meist weniger als ein Prozent. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Analyse, für die mehr als 600 000 Finanzierungen zwischen 2010 und Ende Juni 2020 ausgewertet wurden, tilgen die Menschen mehr von ihren Krediten - auch unter dem Druck höherer Immobilienpreise. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern sei von 2,6 Prozent 2010 auf 3,3 Prozent 2020 gestiegen. Die Corona-Krise verstärke den Wunsch nach Sicherheit, so Interhyp. „Wir merken in der Beratung unserer Kunden, dass Immobilienkäufer und Bauherren auf Sicherheit in der Finanzierung Wert legen“, sagte Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp.

Viel Unterstützung für Corona-Schutzmaßnahmen

Nur jeder Zehnte hält Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus für überflüssig. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Dazu wurden zwischen dem 7. und 10. August insgesamt 2018 Menschen online befragt. Wie auch bei vorigen Umfragen zeigte sich große Unterstützung für das Krisenmanagement der Regierung und die Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus. 68 Prozent der Befragten hielten die Regelungen für „absolut notwendig“.

Drei Prozent der Befragten halten Schutzmaßnahmen für überflüssig, weil das Virus nach ihrer Einschätzung „nicht so gefährlich“ ist. Sieben Prozent sehen zudem hinter Warnungen und Schutzvorkehrungen einen „Versuch mächtiger Kreise, andere Ziele durchzusetzen“. Weitere 16 Prozent sind zwar für Schutzmaßnahmen, halten die aktuell vorgeschriebenen Regelungen aber für überzogen. Das Krisenmanagement der Bundesregierung fand wie schon bei vorigen Umfragen hohe Zustimmung.

+++ Ticker von Dienstag, 11. August +++

„Drastische Konsequenzen“ - Bundesländer verschärfen Corona-Regeln

Angesichts der Sorge vor einer zweiten Corona-Welle verschärfen mehrere Bundesländer die Regeln im Kampf gegen das Virus. In Berlin etwa sollen 240 zusätzliche Mitarbeiter der Ordnungsämter darauf achten, dass die Corona-Auflagen eingehalten werden. Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen erhöhen die Bußgelder, die bei einem Regelverstoß drohen. Auch Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen stärker kontrolliert werden.

„Wir sind uns alle einig, das Entscheidende bleibt, mit den vorhandenen Regelungen um Verständnis zu werben und mit Kontrollen die Umsetzung zu überprüfen“, sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Dienstag nach einer Senatssitzung. Es müsse Schwerpunktkontrollen geben und bei Nichteinhaltung der Regeln gegebenenfalls auch „drastische Konsequenzen“. Lockerungen stehen in der Hauptstadt dagegen für Kinobesucher an: Künftig gilt nicht mehr ein Mindestabstand von 1,50 Meter, sondern jeder zweite Platz darf besetzt sein. (Quelle: dpa)

Vermeintlicher Infizierter aus Friesland ist gesund

Im Landkreis Friesland ist aktuell bei keiner Person das Coronavirus nachgewiesen: Das Labor hat mitgeteilt, dass das positive Testergebnis von Freitag, 7. August, nach einer Re-Analyse (weitere Analyse der Probe) nicht bestätigt wurde. Daraufhin erfolgte eine Nachtestung der betroffenen Person und das Coronavirus wurde nicht nachgewiesen.

Debatte über Alkoholverbot für Kneipen

Bis in die Morgenstunden steht die heiße Sommerluft derzeit in den Straßen der Berliner Innenstadt. Die Bänke vor Kneipen und Bier-Kiosken (in Berlin: „Spätis“) sind in Kreuzberg, Neukölln und Mitte voll junger Menschen. Corona-Abstände, Masken, Kontaktlisten? Selten ist das die Priorität in den Partykiezen im heißen August. Eher kommt dem Beobachter 2raumwohnung in den Sinn: „36 Grad, und es wird noch heißer - mach den Beat nie wieder leiser - (...) das Leben kommt mir gar nicht hart vor“. Nach der Debatte um sorglose Partys in Parks bringt die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) nun ein Alkoholverbot für Kneipen und Bars ins Spiel - zumindest wenn die ständigen Verstöße gegen die Corona-Verordnungen nicht enden. Unterstützung bekommt sie vom Neuköllner Bezirksbürgermeister, der sich gut auskennt in seinem Kiez und über manche Entwicklungen „entsetzt“ ist.

Brandenburg verlängert Corona-Regeln - Maskenpflicht für Schulen

Die Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel gilt in Brandenburg nun auch in Schulen und Horten. Das Kabinett habe beschlossen, den Mund-Nasen-Schutz für Schulen und Horte in der Corona-Verordnung festzuschreiben, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am Dienstag. Die Maskenpflicht gilt nicht für Klassenräume und Pausenhöfe. Die Landesregierung hatte die Maskenpflicht bereits angekündigt, seit dem Schulstart am Montag galt sie zunächst freiwillig.

Für öffentliche Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen wurde die Pflicht zur Bedeckung um mindestens rund drei Wochen verlängert. Auch der Mindestabstand von 1,5 Metern und die Hygieneregeln werden beibehalten. Die aktualisierte Corona-Verordnung gilt zunächst bis zum 4. September. (Quelle: dpa)

Ärztepräsident: Russischer Impfstoff „hochriskantes Experiment“

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Russland scharf kritisiert. „Die Zulassung eines Impfstoffs ohne die entscheidende dritte Testreihe halte ich für ein hochriskantes Experiment am Menschen“, sagte Reinhardt der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Es dränge sich der Eindruck auf, dass es sich um eine populistische Maßnahme eines autoritär regierten Staates handele, der der Weltgemeinschaft seine wissenschaftliche Leistungsfähigkeit demonstrieren möchte, so Hartmann. „Es ist unverantwortlich, ganze Bevölkerungsgruppen bereits in diesem Stadium der Entwicklung zu impfen.“ Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Dienstag die weltweit erste staatliche Zulassung eines Impfstoffs zur breiten Verwendung gegen das Corona-Virus bekanntgegeben. (Quelle: dpa)

Drei Auricher sind genesen

Nachdem in den vergangenen Tagen von immer mehr Corona-Infektionen im Landkreis Aurich berichtet wurde, gibt es nun gute Nachrichten: Drei Auricher sind genesen und es gibt keine Neuinfektionen. Damit beträgt die Zahl der aktuell erkrankten Menschen im Landkreis Aurich 32.

Corona lässt auch Bruttolöhne sinken

Die Corona-Krise hat sich im zweiten Quartal auch auf die Bruttoverdienste der Beschäftigten in Deutschland ausgewirkt. Vor allem der verbreitete Einsatz von Kurzarbeit und die damit verbundenen geringeren Arbeitszeiten (-4,7 Prozent) drückten auf die Bruttoeinkommen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Die Einkommen sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,2 Prozent.

Allerdings glich das Kurzarbeitergeld für die Betroffenen einen Großteil der Einkommensverluste netto wieder aus. Auf die Arbeitsstunde gerechnet waren die Bruttoverdienste im zweiten Quartal sogar 2,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Besonders stark betroffen von den Einkommensrückgängen waren die Wirtschaftszweige Beherbergung (-18 Prozent), Herstellung von Kraftwagen (-17 Prozent) und Reisebüros (-15 Prozent). Hier gingen die Arbeitszeiten weit überdurchschnittlich zurück. Weitere betroffene Branchen sind laut Statistikamt die Luftfahrt, die Gastronomie und der Einzelhandel.

Corona trifft Singapurs Wirtschaft härter als bisher gedacht

Die Wirtschaft des asiatischen Stadtstaates Singapur ist von der Corona-Krise härter getroffen worden als bisher gedacht. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung um 13,2 Prozent im Jahresvergleich gesunken, teilte das Handelsministerium am Dienstag mit. In einer ersten Erhebung war für die Monate April bis Juni nur ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 12,6 Prozent im Jahresvergleich gemeldet worden.

Auf das Jahr hochgerechnet sei die Wirtschaft des Stadtstaates und wichtigen Finanzzentrums im zweiten Quartal um 42,9 Prozent eingebrochen, hieß es weiter. Annualisierte Daten geben an, wie sich die Wirtschaft entwickeln würde, wenn das Tempo ein Jahr lang anhielte.

Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen erholen sich nur schleppend

Die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen haben sich auch Anfang August nur langsam aus dem Corona-Tief bewegt. In der vergangenen Woche (3. bis 9. August) zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport rund 353 400 Fluggäste und damit 77,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie er am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das waren rund 9600 Passagiere mehr als in der vorangegangenen Vorwoche, als der Rückgang im Jahresvergleich 78,6 Prozent betragen hatte.

Die Zahl der Flugbewegungen sank nun im Vergleich zur entsprechenden Kalenderwoche des Vorjahres um 61,3 Prozent auf 4023 Starts und Landungen. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost fiel um 11,0 Prozent auf 34 490 Tonnen, nachdem sich der Rückgang in der Vorwoche im Jahresvergleich auf 15,8 Prozent belaufen hatte.

966 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 966 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit nähert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen. Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag über der Schwelle von 1000 gelegen – erstmals seit Anfang Mai wieder. Am Sonntag- und Montagmorgen liegen die Meldezahlen oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt.

Kein Badeverbot für den Sander See

Cyanobakterien – sogenannte Blaualgen gibt es derzeit im Sander See. Jedoch in einer so geringen Konzentration, dass kein Badeverbot ausgesprochen werden muss. Dennoch blieb die Liegewiese am Sander See gestern weitgehend leer – im Wasser kaum eine Menschenseele.

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JU-Chef Kuban gegen Maskenpflicht im Unterricht

Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, hat Forderungen nach einer Maskenpflicht während des Unterrichts in weiteren Bundesländern kritisiert. „Es ist schwer zu vermitteln, dass man im Restaurant ohne Maske sitzen darf, aber Schüler in der Schule sechs Stunden und länger Maske tragen sollen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstag). Derzeit ist Nordrhein-Westfalen, wo an diesem Mittwoch die Schule wieder beginnt, das einzige Bundesland mit einer solchen Regelung.

Angesichts der unterschiedlichen Vorgehensweisen in den Ländern forderte Kuban ein grundsätzliches Umdenken. Der Bund brauche klare Kompetenzen, um einen „groben Rahmen“ vorgeben zu können. „Die Länder und Kommunen können diesen dann in Hotspot-Regionen anpassen.“ Er kritisierte auch: „Wir haben elf Millionen Schüler weitestgehend ohne echte digitale Bildungsangebote nach Hause geschickt und erleben jetzt ein ziemliches Schulchaos. Als das Land der Dichter und Denker dürfen wir die Digitalisierung der Schulen nicht länger verschlafen.“

Deutsche Städte bereiten sich auf Weihnachtssaison vor

Weihnachtsmärkte soll es trotz der Corona-Krise auch in diesem Jahr geben. Deutsche Großstädte wie Dresden, Nürnberg, Mainz oder Düsseldorf bereiten sich daher schon jetzt im Hochsommer auf den Budenzauber vor. Klar ist jedoch auch, dass die Märkte unter anderen Bedingungen stattfinden werden als in den Vorjahren, wie Sprecher der einzelnen Städte mitteilten. Während mancherorts über räumliche Entzerrungen beraten wird, um den Mindestabstand leichter einhalten zu können und Massen zu vermeiden, denken andere Städte über Essen nur zum Mitnehmen nach. Auch Einlasskontrollen und Maskenpflicht seien denkbar. „Das macht den Weihnachtsmarkt unlauschiger“, räumte ein Mainzer Sprecher ein. Doch am „unlauschigsten“ sei gar kein Weihnachtsmarkt.

Schon mehr als 20 Millionen Corona-Infektionen weltweit

Das Coronavirus begleitet unseren Alltag jetzt schon seit vielen Monaten. Nach großen Einschränkungen gibt es nun vermehrt Lockerungen, die – gerade bei den momentanen sommerlichen Temperaturen – wie gerufen kommen. Aber welche Regeln und Verbote bestehen eigentlich noch beim Strandspaziergang oder beim Eisessen? Und was darf man alles wieder? Wir haben den aktuellen Stand zusammengefasst.

Gespaltenes Meinungsbild zu Fan-Rückkehr in Fußballstadien

Das öffentliche Meinungsbild zur geplanten Rückkehr von Fußball-Fans in die Stadien zum Bundesligastart Mitte September ist gespalten. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur befürworteten 45 Prozent der insgesamt 2018 befragten Personen die von der Deutschen Fußball Liga geplante Teilzulassung von Zuschauern ab dem ersten Spieltag - nur neun Prozent allerdings uneingeschränkt. 36 Prozent finden die Teilzulassung von Zuschauern lediglich unter dem Vorbehalt richtig, dass die Hygiene-Maßnahmen streng kontrolliert werden. 44 Prozent der Umfrageteilnehmer sprachen sich generell gegen Spiele vor Publikum aus, was zumindest bis zum 31. Oktober auch von der Gesundheitsministerkonferenz am Montag befürwortet worden war. Zehn Prozent wollten sich nicht festlegen.

Trump: Pandemie beendete „wahrscheinlich“ den Zweiten Weltkrieg

US-Präsident Donald Trump hat mit einer gleich mehrfach falschen Behauptung über den vermeintlichen Einfluss einer Pandemie auf den Zweiten Weltkrieg für Spott gesorgt. Trump versprach sich vermutlich, als er am Montag bei einer Pressekonferenz sagte: „1917, so heißt es, war die große Pandemie sicherlich eine schreckliche Sache, bei der sie zwischen 50 und 100 Millionen Menschen verloren haben - sie beendete wahrscheinlich den Zweiten Weltkrieg, alle Soldaten waren krank.“

Die Aussage Trumps ist nicht nur deswegen falsch, weil er sich auf den Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 zu beziehen scheint, sondern auch, weil die Spanische Grippe erst im Jahr 1918 ausbrach, wie viele User in den Sozialen Netzwerken anmerkten. Tatsächlich befiel die Seuche aber zahlreiche Soldaten auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges. Der Zweite Weltkrieg folgte erst mehr als 20 Jahre später - die Pandemie war da schon lange vorbei.

Experten warnen vor hoher Arbeitslosigkeit in Großbritannien

Großbritannien steht Experten zufolge in diesem Jahr ein erheblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit infolge der Corona-Krise bevor. In den offiziellen Zahlen des Statistikamts ONS (Office for National Statistics) für Juni, die am Dienstag veröffentlicht werden, dürfte sich das aber noch nicht oder nur teilweise niederschlagen.

Bislang hat das Land die Folgen der Pandemie mit einem Programm abgefedert, das der deutschen Kurzarbeit nachempfunden ist, dem Job Retention Scheme. Insgesamt 9,6 Millionen Menschen profitierten davon, „furloughed“, also freigestellt zu sein, während der Staat zahlte. Doch das läuft nun phasenweise bis Ende Oktober aus - mit möglicherweise drastischen Folgen für viele Arbeitnehmer.

Tony Wilson, der Direktor des Institute for Employment Studies, befürchtet, dass die Arbeitslosenquote bis Ende des Jahres auf etwa 10 Prozent ansteigen könnte. Die Bank of England schätzt die Lage mit 7,5 Prozent zum Jahresende etwas positiver ein. Trotzdem wäre das ein großer Sprung von den 3,9 Prozent, die noch für Mai vermeldet wurden.

Schon mehr als 20 Millionen Corona-Infektionen weltweit

Die Zahl der weltweit bekannten Corona-Infektionen ist innerhalb von weniger als drei Wochen von 15 Millionen auf über 20 Millionen gestiegen. Das ging am Montag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Etwa die Hälfte der bestätigten Infektionen entfielen demnach auf nur drei Länder: die USA mit mehr als fünf Millionen Infektionen, Brasilien mit über drei Millionen und gut zwei Millionen in Indien.

Die Zahl der weltweit bestätigten Infektionen stand Ende Juni noch bei zehn Millionen und hat sich damit innerhalb von rund sechs Wochen verdoppelt. Neben den am meisten betroffenen Staaten breitete sich die Coronavirus-Pandemie auch in Russland, Südafrika, Mexiko und mehreren Ländern Südamerikas weiter rasch aus.

Weltweit sind laut Johns Hopkins bislang mehr als 730 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Opfer stieg zuletzt unter anderem infolge besserer Behandlungsmöglichkeiten deutlich langsamer an als die Zahl der Neuinfektionen. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Lungenerkrankung Covid-19 auslösen, die vor allem für ältere und immungeschwächte Menschen lebensgefährlich sein kann.

+++ Ticker von Montag, 10. August +++

Gesundheitsminister: Rückkehr der Fans in Stadien hat keine Priorität

Die mögliche Rückkehr von Fußball-Fans in die Stadien hat aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder keine Priorität. Darin bestehe Einigkeit, verlautete aus Teilnehmerkreisen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am Montag. Die GMK-Vorsitzende, Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci, hatte in der „Berliner Morgenpost“ vor den Beratungen über das Rückkehrkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) bereits gesagt, die Idee, dass unter anderem alle Besucherinnen und Besucher nach Testungen wieder ins Stadion kommen könnten, werde von der Mehrheit der Minister kritisch gesehen. „Ganz besonders, weil vor und nach dem Spiel niemand große Menschenansammlungen und Alkoholkonsum ausschließen und kontrollieren kann“. (Quelle: dpa)

Einreise: Landkreis Wittmund erleichtert Meldung

Seit Samstag sind gemäß einer Verordnung des Bundesministerium für Gesundheit Einreisende aus Risikogebieten verpflichtet, sich beim Gesundheitsamt ihres Wohnortes zu melden. Dort müssen sie ein ärztliches Zeugnis darüber vorlegen, dass bei ihnen keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus vorhanden sind. Darüber hinaus gilt bereits seit Wochen eine Pflicht zur Meldung beim Gesundheitsamt, wenn man aus einem der rund 130 Ländern, die vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft wurden, in den Landkreis Wittmund einreist.

Diese Meldung hat der Kreis nun vereinfacht – sie kann jetzt auch online über dieses Formular erfolgen.

Giffey will erneute Kita-Schließungen verhindern

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will erneute coronabedingte Schließungen von Kitas unbedingt vermeiden. „Die komplette Schließung ist das allerletzte Mittel“, sagte die SPD-Politikerin am Montag im ZDF-“Morgenmagazin“. Dafür müssten jedoch alle nötigen Maßnahmen ergriffen werden. Die Ministerin gab dazu in Berlin Empfehlungen ab. Vorschriften machen kann sie nicht, da Kitas wie auch Schulen in der Zuständigkeit der Bundesländer liegen. Giffey kündigte zudem an, die Rolle von Kindern und Kitas in der Pandemie stärker zu erforschen und den bundesweiten Informationsaustausch dazu zu verbessern.

35 Infizierte im Landkreis Aurich

Erst 9, dann 16, dann 28 Nachweise von Covid-19 meldete der Landkreis Aurich in der vergangenen Woche. Heute teilte die Pressestelle mit, dass die aktuelle Zahl auf 35 angestiegen ist, 85 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Bayern plant flächendeckend Corona-Testzentren

In ganz Bayern soll es in Kürze flächendeckend Corona-Testzentren geben. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt sollen solche Zentren eingerichtet werden, also rund 100 an der Zahl. Das hat das Kabinett am Montag in einer Videokonferenz beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte anschließend in Nürnberg, die Menschen sollten sich schnell und unbürokratisch testen lassen können und dafür nicht mehr zum Arzt gehen müssen.

Ausbildung in der Corona-Krise: Portal eröffnet

Das Bundesbildungsministerium will die duale Berufsausbildung in der Corona-Pandemie durch ein neues Informationsportal stärken.

Auf der Internetseite www.die-duale.de sollen unter anderem Bewerber und deren Familien Informationen zum Thema Aus- und Fortbildung und zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die berufliche Bildung finden.

„Das neue Ausbildungsjahr bleibt von der weiterhin aktuellen Corona-Pandemie nicht unberührt“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Die Wirtschaft verzeichne in vielen Branchen Einbußen, und auch der Ausbildungsmarkt sei unter Druck. „Die Corona-Krise darf aber nicht zu einer Ausbildungskrise werden“, so Karliczek.

Corona wirft Berlin-Tourismus zurück

Die Corona-Krise hat dem Berlin-Tourismus einen schweren Schlag versetzt. Im ersten Halbjahr kamen nicht einmal mehr halb so viele Besucher wie im Vorjahreszeitraum. Wie das Amt für Statistik mitteilte, waren es 2,7 Millionen Gäste, ein Minus von 59 Prozent. So wenig Besucher kamen zuletzt 2004. Bei ausländischen Urlaubern war der Rückgang noch stärker: Zwei Drittel blieben weg. In ähnlichem Maße sanken jeweils die Übernachtungszahlen: Sie erreichten insgesamt noch 6,5 Millionen. Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Berlins und war in den vergangenen Jahren stark gewachsen.

Israel will Zahl der Schüler nach den Ferien deckeln

Israel will in der Corona-Krise seine Schulen und Kindergärten am 1. September mit einer Obergrenze für Kinder und Jugendliche wieder öffnen. Das israelische Bildungsministerium veröffentlichte am Montag einen entsprechenden Plan. Demnach sollen nicht mehr als 18 Kinder in einer Gruppe lernen. Israelische Schulklassen sind normalerweise mit 30 bis 40 Kindern sehr groß. „Das Schulsystem soll am 1. September geöffnet werden und die Stabilität der israelischen Wirtschaft gewährleisten“, sagte Bildungminister Joav Galant. Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Professor Chesi Levy, äußerte sich jedoch skeptisch. „Es kann sein, dass die höheren Klassen - von der vierten Klasse an - am 1. September nicht den Schulunterricht beginnen“, sagte er der Nachrichtenseite ynet. Alles hänge von den Corona-Infektionszahlen ab.

Nach dem Plan des Bildungsministeriums soll von der vierten Klasse an eine Maskenpflicht gelten, auch in den Klassenräumen. Von der fünften Klasse an sollen die Schüler an mindestens zwei Tagen in der Woche in der Schule lernen, den Rest der Woche von zuhause über den Videokonferenzdienst Zoom. (Quelle: dpa)

Sorge nach zwei Corona-Fällen bei Leipzig-Gegner Atlético Madrid

Nach der Bekanntgabe zweier Coronavirus-Fälle beim spanischen Fußball-Erstligisten Atlético Madrid ist weiter unklar, ob es sich dabei um Spieler handelt. Der Club hatte am Sonntagabend, vier Tage vor dem Champions-League-Viertelfinale in Lissabon gegen RB Leipzig, keine Namen genannt. Spanische Medien wollen jedoch erfahren haben, dass es zwei Profis sind. Dies berichteten am Montag die Sportzeitungen „As“ und „Marca“ in ihren Online-Ausgaben sowie der Rundfunksender Cadena Ser. Eine Bestätigung dafür gab es nicht. Befürchtet werde, dass es weitere Fälle geben könne, hieß es weiter.

Der Club hatte im Zuge der Bekanntgabe der positiven Corona-Tests am Sonntagabend mitgeteilt, man werde am Montag die gesamte 93-köpfige Delegation, die zum Miniturnier der Königsklasse nach Portugal fahren soll, erneut testen. Nach spanischen Medienberichten droht im Falle von positiven Tests bei Spielern gar eine Verschiebung der Partie. Atlético soll am Donnerstag (21.00 Uhr) gegen Leipzig spielen. (Quelle: dpa)

Kritik an kostenlosen Corona-Tests wächst

Die Kritik an kostenlosen Corona-Test für Reisende aus Risikogebieten wächst. Aus Sicht von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil und Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sollten Urlauber aus Risikogebieten Corona-Pflichttests selbst zahlen. Innenstaatssekretär Günter Krings von der CDU schlägt die Einführung einer Anzeigepflicht vor geplanten Reisen in Risikogebiete vor.

Klingbeil hat nach eigenen Worten „ein Gerechtigkeitsproblem damit, dass man in Risikogebiete fährt und dann auch noch den Test vom Staat bezahlt bekommt“. Auf „Bild live“ sagte er zur Entscheidung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wonach für die Kosten der Pflichttests die Allgemeinheit aufkommt: „Das ist noch nicht zu Ende diskutiert.“ Tschentscher sagte den Angaben zufolge: „Ich halte es für sehr vertretbar, wenn es die bezahlen, die ganz bewusst diese Reisen in Risikogebiete machen. Man kann auch woanders Urlaub machen.“ Nach einer rechtzeitigen Ansage sollten in Zukunft Tests wie Flug und Flughafengebühr zu den Reisekosten zählen. Anderenfalls müssten Krankenkassen-Beitragszahler oder Steuerzahler dafür zahlen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hält es zwar zunächst für richtig, dass die Tests für Rückkehrer kostenlos sind. „Für eine dauerhafte Lösung muss aber über Alternativen nachgedacht werden, zum Beispiel, ob die Kosten für die Tests auf die entsprechenden Flugtickets umgelegt werden“, hatte der CDU-Politiker zuvor dem „Spiegel“ gesagt. (Quelle: dpa)

Weniger Übernachtungen – Inlandstourismus weiter im Minus

Die Geschäfte von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben in Deutschland laufen nach den Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen nur zögerlich an. Die Zahl der Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienunterkünften und auf Campingplätzen lag im Juni bei 29,5 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das war ein Rückgang von 41,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Mai hatte es aufgrund zeitweiliger Schließungen ein Minus von 74,9 Prozent gegeben.

Seit Mitte März galt wegen der Pandemie ein Übernachtungsverbot für privatreisende Gäste. Das Verbot wurde je nach Bundesland ab Mai aufgehoben. Bei den Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland gab es im Juni ein Minus von 79,0 Prozent auf 1,7 Millionen. Besser sah es bei Reisenden aus dem Inland aus. Mit 27,8 Millionen Übernachtungen lagen die Zahlen um 34,4 Prozent niedriger als im Juni 2019. Im ersten Halbjahr 2020 verbuchten die Beherbergungsbetriebe insgesamt einen Rückgang um 47,1 Prozent auf 117,5 Millionen Übernachtungen. Die Zahlen beziehen sich auf Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten. (Quelle: dpa)

Verbraucherschützer fordern mehr Druck auf Lufthansa

Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller hat wegen schleppender Rückzahlung von Tickets mehr Druck von der Bundesregierung auf die Lufthansa gefordert. „Es kann nicht sein, dass die Lufthansa Hilfszahlungen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern erhält und trotzdem Kunden zu illegalen Zwangsdarlehen zwingt“, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Montag). Die Airline müsse bis Ende August alle ausgefallenen Flugtickets vollständig erstatten.

Nach den massenhaften Flugausfällen in der Corona-Krise warten zahlreiche Verbraucher auch Wochen und Monate später noch auf die rechtlich verbindliche Erstattung ihrer Tickets. Dabei müssen die Gesellschaften eigentlich den Ticketpreis grundsätzlich innerhalb von sieben Tagen erstatten. „Wir stehen zu dem Thema Erstattungen in bestem Kontakt zur deutschen Bundesregierung“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Wochenende. Insgesamt seien im Jahr 2020 für die gesamte Lufthansa-Gruppe bisher mehr als 2 Milliarden Euro ausbezahlt worden. Flüge aus den Monaten März und April seien bereits weitestgehend abgearbeitet. Weniger als eine Milliarde Euro an Erstattungen stünden noch aus. (Quelle: dpa)

Städtetag: Hitzefrei bei Maskenpflicht an Schulen großzügiger regeln

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen unterstützt grundsätzlich die Maskenpflicht zum Schuljahresbeginn, fordert aber praxistaugliche Erleichterungen. „An heißen Sommertagen brauchen wir dann großzügigere Hitze-Freie-Entscheidungen“, sagte der Vorsitzende des Städtetags, Pit Clausen, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Auch die Landesschülervertretung fordert, dass Hitzefrei in Zeiten coronabedingter Maskenpflicht nun auch für Oberstufenschüler gelten müsste. Die Hitze setze schließlich nicht nur Schülern der Sekundarstufe I zu, argumentieren sie.

Bislang sieht der Hitzefrei-Erlass der Landesregierung hitzefrei für die Oberstufe nicht vor. In Grundschulen und in der Sekundarstufe I entscheiden die Schulleiter über die Befreiung. Im Erlass heißt es: „Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius auszugehen. Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 Grad Celsius, darf Hitzefrei nicht erteilt werden.“ Zum Schulstart gilt in NRW ab Mittwoch Maskenpflicht in allen Schulgebäuden und auf dem Gelände - in weiterführenden und berufsbildenden Schulen sogar im Unterricht. Diese strenge Regelung gibt es bislang nur in NRW. Schule mit Maske sei in jedem Fall besser als gar keine Schule, unterstrich der Städtetagsvorsitzende und Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen. „Wir sind in den Städten auf den Schulstart gut vorbereitet. Die Schulträger haben sich um den Infektionsschutz in den Schulen gekümmert.“ (Quelle: dpa)

Weil sorgt sich um Autozulieferer und Industrieunternehmen

In der Corona-Krise macht Niedersachsens Ministerpräsident und Volkswagen-Aufsichtsrat Stephan Weil sich mehr Sorgen um Zulieferer als um den Autobauer selber. „Meiner Einschätzung nach könnte Volkswagen zu denjenigen Unternehmen gehören, die aus dieser Corona-Krise stärker herausgehen werden, als sie hereingegangen sind - nicht zuletzt auch deshalb, weil zahlreiche Konkurrenten noch deutlich größere Probleme haben“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

„Um Volkswagen mache ich mir trotz der großen Probleme durch die Corona-Krise vergleichsweise weniger Sorgen“, sagte Weil. „Erstens, weil Volkswagen insgesamt wirtschaftlich sehr stark ist. Zweitens, weil der Konzern international aufgestellt ist und dadurch Umsatzeinbußen auf einem Kontinent durch bessere Zahlen auf einem anderen Kontinent zumindest teilweise ausgleichen kann, Stichwort Europa und China. Und drittens ist es ein Unternehmen, das sehr, sehr gute Perspektiven hat.“ Weil betonte: „Ich mache mir vor allem um die kleineren und mittleren Betriebe Sorgen.“ Viele dieser Autozulieferer habe die Krise mitten im ohnehin schwierigen Transformationsprozess hin zu alternativen Antrieben erwischt. Die weiterhin erschreckend niedrige Nachfrage treffe die Zulieferindustrie besonders hart. „Ich befürchte, dass wir uns bis zum Herbst auf viele schlechte Nachrichten einstellen müssen, dieses Thema wird uns noch massiv beschäftigen.“ (Quelle: dpa)

Mehr Anfragen bei Hamburger Verbraucherzentrale wegen Corona

Ratlose Kunden haben in der Corona-Pandemie deutlich öfter die Verbraucherzentrale Hamburg kontaktiert. Besonders viel Unmut erzeuge vor allem die schlechte Erreichbarkeit von Reiseunternehmen, Fluggesellschaften und Telefonanbietern, sagte die Pressesprecherin der Hamburger Verbraucherzentrale, Susanne Lehmann, der Deutschen Presse-Agentur. Auch Mitarbeiter von Banken waren den Kundenanfragen zufolge nicht immer gut erreichbar.

Im Zentrum vieler Beschwerden stehen aktuell vermehrt Inkassounternehmen, die laut Lehmann Mahnungen verschicken ohne dann telefonisch erreichbar zu sein. Zusätzlich fehle den Geldeintreibern in einzelnen Fällen der Zugriff auf die entsprechenden Akten, weil im Homeoffice gearbeitet werde. Viele Firmen haben in Zeiten von Corona ihren Kundenservice zurückgefahren, was sich schließlich bei den Verbraucherschützern bemerkbar gemacht hat - wenn auch nicht übermäßig, wie Lehmann ergänzte. „Viele Menschen suchten unseren Rat, weil die Situation einfach besonders war und sich aus den Umständen bestimmte Probleme ergaben“, so Lehmann. (Quelle: dpa)

436 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 436 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 216 327 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen im Internet meldete (Datenstand 10.8., 0.00 Uhr). Seit dem Vortag wurde ein neuer Todesfall gemeldet.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9197. Bis Sonntagmorgen hatten 197 400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit nur halb so hoch wie die Werte in der vergangenen Woche. Am Samstag waren 1122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch am Freitag und Donnerstag lagen die Zahlen erstmals seit Anfang Mai wieder über der Schwelle von 1000 Fällen. Die am Montag bekannt gegebenen Zahlen der Neuinfektionen sind aber meist vergleichsweise niedrig, weil am Sonntag nicht alle Gesundheitsämter ihre Werte übermitteln. (Quelle: dpa)

+++ Ticker von Sonntag, 9. August +++

Knapp 2800 Teilnehmer bei Corona-Demo in Dortmund

Knapp 2800 Menschen haben nach Polizeiangaben am Sonntagnachmittag in der Dortmunder Innenstadt gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Die Kundgebung verlief zunächst friedlich. Nach Appellen der Polizei wurden auch die Abstandsregeln eingehalten, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Die meisten Teilnehmer der Demo trugen keine Mund-Nasen-Schutzmaske. Die Organisation „Querdenken-231“ hatte die Veranstaltung angemeldet.

Am Samstag hatten sich in Stuttgart einige Hundert Menschen zu einer „Querdenken“-Demo gegen die Corona-Einschränkungen versammelt. In Berlin hatten am vergangenen Wochenende Tausende gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Weil viele von ihnen weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei die Kundgebung auf. (Quelle: dpa)

Das leisten die Arztpraxen in der Coronakrise

Niedergelassene Ärzte stehen in Sachen Corona an erster Front. Wir haben mit Klaus-Peter Schaps, dem KVN-Vorsitzenden der Kreisstelle Wilhelmshaven, über die Probleme in Krisenzeiten gesprochen.

Ansturm auf die Strände im Harlingerland verläuft weitgehend problemlos

Temperaturen an und über 30 Grad. Da zog es an diesem Wochenende viele Urlauber und Einheimische an die Strände der Küstenorte und Inseln. Während die ersten an der Ostsee in Schleswig Holstein wegen des massenhaften Andrangs und Sorge vor der erneut wachsenden Ausbreitung des Corona-Virus vereinzelt schon wieder abgeriegelt wurden, verliefen Sandburgenbau, Sonnenbad und Badespaß zur Abkühlung an den Stränden des Harlingerlandes weitestgehend problemlos.

Schutzmasken: 48 Lieferanten klagen gegen Bundesregierung

Bei der Beschaffung von knapp sechs Milliarden Schutzmasken in der Corona-Pandemie drohen der Bundesregierung einem Bericht zufolge Rückzahlungsforderungen in dreistelliger Millionenhöhe. 48 Lieferanten, die vom Bundesgesundheitsministerium nicht oder nur teilweise für gelieferte Ware bezahlt worden seien, hätten bisher Zivilklagen am zuständigen Bonner Landgericht eingereicht, berichtete die „Welt am Sonntag“.

EU-Gesundheitskommissarin: Hinweise auf Corona-Impstoff für Ende 2020

Nach Einschätzung von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides könnte ein erster Impfstoff gegen Covid-19 bereits zum Jahresende zur Verfügung stehen. „Auch wenn Vorhersagen zum jetzigen Zeitpunkt noch riskant sind, haben wir doch gute Hinweise, dass der erste Impfstoff gegen Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres verfügbar sein wird“, sagte Kyriakides dem „Handelsblatt“ (Online/Sonntag).

Der Impfstoff könne zwar nicht auf Anhieb alle Probleme lösen, sagte die EU-Kommissarin. Aber er werde es „schrittweise erlauben, zur Normalität zurückzukehren“, wenn eine „kritische Masse von Bürgern insbesondere in den Risikogruppen“ geimpft worden sei.

Unter Wissenschaftlern ist unklar, wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte. Theoretisch könnte eine Entwicklung auch noch Jahre dauern oder sogar ganz scheitern. (Quelle: dpa)

Forscher: Mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen in den USA

In den USA haben die Behörden seit Beginn der Pandemie bereits fünf Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen in den USA, vor allem in Bundesstaaten im Süden und im Westen des Landes, wieder stark angestiegen. Die Schwelle von vier Millionen bekannten Infektionen war erst vor zweieinhalb Wochen überschritten worden.

Bislang sind in den USA mehr als 162 000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben, wie die Daten von Johns Hopkins zeigten. Pro Tag meldeten die Behörden zuletzt im Schnitt gut 1000 Todesfälle und rund 60 000 Neuinfektionen. In keinem Staat der Welt gibt es in absoluten Zahlen gesehen so viele bekannte Infektionen und Todesfälle wie in den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern. (Quelle: dpa)

Petition für weniger Tagesgäste auf Baltrum

Tagestouristen sind auf der Insel Baltrum wichtig. Das findet auch Keya Hinrichs. Da will sie nicht missverstanden werden – man habe diese Menschen in Zeiten des Lockdowns vermisst. Aber jetzt, in den Sommermonaten, „überrennen täglich Hunderte von Tagestouristen die Insel“, ärgert sich die Baltrumerin. Zu viele für sie.

Deshalb hat Keya Hinrichs auf der Online-Plattform openpetition eine Unterschriftenaktion gestartet. Sie fordert vom Landkreis Aurich und der Reederei Baltrum-Linie, in diesen Monaten die Anzahl der Tagesgäste auf 200 bis 500 zu beschränken. Besonders an den Wochenenden sei dies dringend notwendig, so Hinrichs.

In der Petition wird die Reederei Baltrum-Linie heftig kritisiert. Ihre „Profitgier“ bringe Insulaner, Tagesgäste und auch die eigene Besatzung in „massive Gefahr“ heißt es in der Bittschrift. Die Reederei sei die einzige, die von diesem „Übertourismus“ profitiere. Beide Fähren, die MS Baltrum I und III, würden mit voller Auslastung fahren. Nun reagierte die Reederei auf diese Forderungen. ->

Beschwerdeflut bei Flugtickets - Kritik an Lufthansa

Die Lufthansa stößt wegen noch ausstehender Ticket-Rückerstattungen in der Corona-Krise auf Kritik aus dem Wirtschaftsministerium. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Lufthansa trotz der massiven staatlichen Hilfen ihren gesetzlichen Verpflichtungen bislang nicht nachkommt und den Kunden ihre Gelder nicht unverzüglich zurückzahlt“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nussbaum dem „Spiegel“ (Online). Es sei eine „Frage des Vertrauens“. Schon bei den Verhandlungen über das Lufthansa-Hilfspaket habe man darüber gesprochen, der Bundesregierung sei das Thema „sehr wichtig“.

Zahl der Corona-Toten in Brasilien steigt auf über 100.000

Die Zahl der Todesopfer des Coronavirus ist in Brasilien auf mehr als 100.000 gestiegen. Das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas überschritt diese Marke in der offiziellen Statistik des Gesundheitsministeriums am Samstag. Im Vergleich zum Vortag waren demnach 905 Todesfälle hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 100.477 stieg. Es kamen zudem 49.970 Neuinfektionen hinzu - seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar steckten sich demnach 3.012.412 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 an.

Schulen vor Herausforderungen - Warnung vor Wettbewerb über Regeln

Am Montag startet in Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein die Schule nach den Sommerferien - die Diskussionen um Maskenpflicht und Hygienekonzepte reißen jedoch nicht ab. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert dazu auf, „dass in der Schule Mund- und Nasenbedeckungen getragen werden sollten, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können“. Das sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.Angesichts der Corona-Pandemie sieht sie die Schulen vor Herausforderungen, wie es sie „vielleicht noch nie“ gab. „Jetzt wünschen sich verständlicherweise viele die Rückkehr zum Präsenzunterricht. (Quelle: dpa)

Trump regiert durch: US-Präsident ordnet Corona-Hilfen einfach an

Mehr Geld für Arbeitslose, weniger Zwangsräumungen zahlungsunfähiger Mieter und weniger Sozialversicherungsabgaben: Diese Teile eines Corona-Konjunkturpakets hat US-Präsident Donald Trump am Samstag (Ortszeit) per Verfügung angeordnet, einen Tag nachdem die Verhandlungen darüber im US-Kongress gescheitert waren. Es war allerdings so gut wie sicher, dass es schon bald Klagen gegen Trumps politischen Alleingang geben würde. Nach Meinung von Kritikern stehen Teile seiner Verfügungen auf sehr dünnem Eis, denn alle Maßnahmen, die neue Finanzmittel erfordern, bedürfen der Zustimmung des US-Kongresses. Dort wären Trumps Republikaner aber auf einen Kompromiss mit den Demokraten angewiesen. Trump will das Problem nun umgehen, indem er einfach bestehende Mittel umwidmet, zum Teil aus vorigen Konjunkturpaketen. (Quelle: dpa)

+++ Ticker von Samstag, 8. August +++

Drei neue Coronafälle in Wilhelmshaven

Drei neue bestätigte Corona-Fälle sind dem Wilhelmshavener Gesundheitsamt am Samstagabend gemeldet worden. Damit beträgt die Gesamtzahl der Personen mit Erstwohnsitz in Wilhelmshaven, die mit Covid-19 infiziert sind bzw. waren, nun 35. Sieben Personen gelten als sogenannte aktive Fälle, 27 Personen sind bereits wieder genesen, eine Person ist verstorben. Das teilte die Stadt am Samstagabend mit.

Volle Strände an Nord- und Ostsee - Badeorte raten von Anreise ab

Wegen eines starken Urlauberandrangs an den Nord- und Ostseestränden Schleswig-Holsteins haben viele Kur- und Badeorte am Samstagmittag dringend von weiteren Anreisen abgeraten. Gerade an der Ostsee seien bereits mittags viele Strände an ihrer maximalen Kapazität angelangt, teilten die Tourismus- und Kurdirektionen mit. In der Lübecker Bucht sei es dabei besonders voll. Scharbeutz’ Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos) riet dringend von einer Anreise ab. Die Kurdirektion am Timmendorfer Strand empfahl, ebenfalls von einer Fahrt in die Lübecker Bucht abzusehen. (Quelle: dpa)

Demo gegen Corona-Beschränkungen zieht durch Stuttgart

Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen haben sich am Samstag in Stuttgart zu einer „Querdenken“-Demo versammelt. Die Polizei sprach am Nachmittag von mehreren Hundert Teilnehmern, die Veranstalter nannten die Zahl 5000. Zunächst hatten sich die Teilnehmer bei großer Hitze auf dem Marienplatz versammelt und zogen dann Richtung Innenstadt. Demonstranten zeigten Transparente mit Aufschriften wie „Mit Maske - Ohne Mich“ oder „Wir haben Euch durchschaut“. Sie skandierten „Freiheit, Freiheit“. Organisiert wurde die Demonstration von der Initiative „Querdenken 711“. (Quelle: dpa)

Corona-Testpflicht an Flughäfen weitgehend reibungslos angelaufen

Die seit Samstag geltende Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten hat an vielen deutschen Flughäfen zunächst keine Probleme verursacht. Am größten deutschen Airport in Frankfurt ließen zahlreiche Rückkehrer am ersten Tag der Testpflicht Abstriche machen. Probleme sehen die Betreiber der Testzentren nicht. „Das ist minimal mehr als in den vergangenen Tagen“, sagte Benedikt Hart, Leiter des vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betriebenen Testzentrums am Flughafen, der Deutschen Presse-Agentur. (Quelle: dpa)

Teil-Reisewarnung für Bulgarien und Rumänien

Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem bei deutschen Party-Touristen beliebten Urlaubsort Goldstrand, der oft mit dem Ballermann auf Mallorca verglichen wird. In Warna liegt auch einer der beiden wichtigsten Flughäfen an der bulgarischen Schwarzmeerküste.

Start der Corona-Testpflicht: Kosten, Kontrolle, Kapazitäten

Im Kampf gegen das Coronavirus gilt ab Samstag eine Testpflicht für alle Urlauber, die aus Ländern mit vielen Infizierten zurückkommen. Wer kein negatives Test-Ergebnis von kurz vor der Abreise dabei hat, muss sich nach der Ankunft in Deutschland testen lassen. Dies ist bis zu drei Tage nach der Einreise kostenlos möglich, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) festlegt. Die Tests sollen direkt an Flughäfen zu machen sein oder später in anderen Testzentren und Praxen. Freiwillig können sich schon seit vergangenem Samstag alle Urlauber kostenlos testen lassen.

Umfrage: Klare Mehrheit lehnt Demos gegen Corona-Maßnahmen ab

Die Demonstrationen gegen die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus werden nach einer Umfrage von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. In einer am Samstag veröffentlichten Befragung des Forsa-Instituts im Auftrag der Mediengruppe RTL gaben 91 Prozent an, kein Verständnis für die Proteste zu haben. Nur 9 Prozent äußerten sich dem „RTL/ntv-Trendbarometer“ zufolge zustimmend. Eine klare Mehrheit (87%) war auch der Meinung, dass die Menschen, die gegen die Maßnahmen auf die Straße gehen, nur eine Minderheit der Bevölkerung repräsentieren. (Quelle: dpa)

Fiebermessen und Coronatests für „Tatort“-Schauspieler

Dreharbeiten in Corona-Zeiten - da hat sich einiges im Vergleich zu früher geändert. Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär schildern, wie sich das anfühlt.

Schule beginnt in weiteren Bundesländern

In Mecklenburg-Vorpommern ist gleich in der ersten Woche des neuen Schuljahres passiert, was mit Blick auf die Rückkehr in den sogenannten Regelbetrieb befürchtet wurde. Wegen Corona-Infektionen wurden zwei Schulen wieder geschlossen. Nun richtet sich der Blick auf weitere Bundesländer. In Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein geht die Schule am Montag wieder los, in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch. Nach Angaben aus den Ländern sind die Schulen inzwischen digital besser aufgestellt, sollte es wieder Schließungen und Fernunterricht geben. (Quelle: dpa)

Deutlich weniger Teilnehmer bei „Querdenken“-Demo erwartet

Nach der großen Berliner Demonstration gegen die Corona-Auflagen rechnet die Initiative „Querdenken 711“ mit deutlich weniger Zuspruch bei einem neuen Protest in Stuttgart. Für eine Demonstration und eine Kundgebung am Samstag wurden jeweils 500 Teilnehmer angemeldet, wie ein Stadtsprecher sagte.

Börner: Folgen der Corona-Krise werden Export noch 2021 beschäftigen

Trotz anziehender Geschäfte wird die Corona-Krise die Exportwirtschaft nach Einschätzung des Außenhandelsverbands BGA noch länger in Atem halten. „Auch im kommenden Jahr werden wir noch massiv mit den Folgen der Krise beschäftigt sein“, sagte der designierte BGA-Präsident Anton Börner der Deutschen Presse-Agentur. Eine Export-Prognose für das laufende Jahr wagte der Verband nicht. „Wir fahren auf Sicht“, sagte Börner. Die Exporte waren im Juni im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen. (Quelle: dpa)

+++ Ticker von Freitag, 7. August +++

Niedersachsen plant Maskenkontrollen in Bus und Bahn

Niedersachsen plant angesichts der Corona-Pandemie Schwerpunktkontrollen zur Überwachung der Maskenpflicht in Bus und Bahn. Polizei und kommunale Ordnungsämter sollen in Absprache mit den Verkehrsunternehmen für wirksame Kontrollen sorgen, wie Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) am Freitag in Hannover ankündigte. „Wir können es nicht hinnehmen, dass im ÖPNV Gesundheit gefährdet und das Sicherheitsbedürfnis vieler Fahrgäste missachtet wird.“ Immer wieder hatten sich Fahrgäste über einen laxen Umgang mit der Maske durch einzelne Mitreisende oder bestimmte Gruppen beklagt. Das gelte insbesondere in den Ballungsräumen, stellte Althusmann fest. Die Durchsetzung der Maskenpflicht sei in der Praxis schwierig und könne nicht Busfahrern und Fahrkartenkontrolleuren allein überlassen werden. (Quelle: dpa)

Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten startet

Für Urlauber aus internationalen Risikogebieten greift am Samstag eine Testpflicht auf das Coronavirus bei der Heimkehr nach Deutschland. Wer nicht schon ein negatives Test-Ergebnis von kurz vor der Abreise dabei hat, muss sich nach der Einreise testen lassen. Dies ist bis zu drei Tage nach der Ankunft kostenlos möglich, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht. Die Tests sollen direkt an Flughäfen zu machen sein, aber auch in Testzentren oder Arztpraxen in Städten. Freiwillig können sich schon seit vergangenem Samstag alle Einreisenden kostenlos testen lassen. Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor - aktuell stehen darauf etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA. (Quelle: dpa)

Zwölf neue Coronafälle im Landkreis Aurich

Weitere zwölf Covid-19-Nachweise meldet der Landkreis Aurich. Damit sind dort aktuell 28 Personen mit dem Virus infiziert. Neun Betroffene kommen aus der Stadt Aurich, neun aus Hage, zwei aus Krummhörn und acht aus der Gemeinde Südbrookmerland.

Ein Coronafall im Landkreis Friesland

Im Landkreis Friesland ist heute bei einer weiteren Person das Coronavirus nachgewiesen worden. Die Person befindet sich in Quarantäne, die Infektionskette wird geprüft. Dies ist aktuell der einzige Fall in Friesland, insgesamt sind bei 40 Personen das Virus nachgewiesen worden, zwei Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Wieder Maskenpflicht in der Nordseepassage

Die Nordseepassage führt wieder eine Maskenpflicht auf allen allgemeinen Centerflächen ein. Dafür gibt es laut Center Manager Norbert Fels mehrere Gründe. Als Hauptgrund nennt er die neue Entwicklung der Fallzahlen in Deutschland. Schon mehrere Tage in Folge infizierten sich täglich mehr als 1000 Personen mit dem Coronavirus. Auch in Wilhelmshaven sind aktuell wieder aktive Fälle bekannt.

Ebenfalls haben die Gespräche mit den Besuchern, die dem Centermanagement ihre Ansichten zur Aufhebung der Pflicht schilderten, zum Entscheidungsprozess beigetragen. In Abstimmung mit den Mietpartnern, der Stadtverwaltung und der Eigentümervertretung wurde entschieden, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ab Montag, 10. August, wieder durchzusetzen.

Aberdeen nach Corona-Ausbruch zurück im Lockdown

Aberdeen ist zurück im Lockdown. Nachdem am Mittwoch 54 Corona-Fälle in der schottischen Universitätsstadt gemeldet wurden, ordnete die Erste Ministerin des Landes, Nicola Surgeon, die Einschränkungen an. Wie die BBC berichtet, ist die Zahl der Infizierten seit dem auf 79 gestiegen.

Die mehr als 228.000 Einwohner Aberdeens sind angehalten, sich nicht gegenseitig in ihren Haushalten zu besuchen und sich nicht weiter als fünf Kilometer von ihrer eigenen Wohnung zu entfernen. Der Lockdown gilt auch für Urlaubsreisen.

Der Ausbruch der Infektionen wird auf Pubs und Restaurants in der Innenstadt zurückgeführt, die nun für mindestens sieben Tage schließen müssen. Die Stadt plant jedoch weiterhin, in der nächsten Woche die Schulen wieder zu öffnen. (Quelle: bbc)

Indien hat als drittes Land mehr als 2 Millionen Corona-Fälle

Indien hat als drittes Land der Erde mehr als zwei Millionen registrierte Corona-Infektionen. Wie Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore zeigen, stieg die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in nur knapp drei Wochen von einer auf zwei Millionen Fälle. In Indien nehmen die bekannten Neuinfektionen damit schneller zu als in anderen Ländern der Erde - auch als in Brasilien oder den USA, die beide bislang deutlich mehr Infektionen verzeichnen.

Trotzdem lockert das Land seine Schutzmaßnahmen zusehends. Wegen des anfangs sehr strikten Lockdowns verloren Millionen Tagelöhner ihre Arbeit und drohten zu verhungern. Mit mehr als 41 000 Toten durch die Krankheit Covid-19 ist die offizielle Sterberate in Indien aber deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern. (Quelle: dpa)

Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona geschlossen

Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen Corona geschlossen worden. Betroffen sind das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust, wo eine Lehrerin positiv getestet worden ist und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz, wie aus Mitteilungen der beiden Landkreise vom Freitag hervorgeht. An der Grundschule ist demnach ein Schüler infiziert. (Quelle: dpa)

Export bricht im ersten Halbjahr ein – Juni-Zahlen machen Hoffnung

Die Corona-Krise hat tiefe Löcher in die deutsche Exportbilanz des ersten Halbjahres gerissen. Der Wert der Warenausfuhren brach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,4 Prozent auf 576,8 Milliarden Euro ein, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im Juni setzte sich die im Mai begonnene Erholung fort. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Exporte kräftig um 14,9 Prozent. Es war der stärkste Anstieg im Vormonatsvergleich seit Beginn der Zeitreihe 1990. Dennoch liegen die Ausfuhren noch 16,0 Prozent unter dem Vorkrisenniveau im Februar 2020. Im Vergleich zum Juni 2019 verringerten sich die Ausfuhren um 9,4 Prozent auf 96,1 Milliarden Euro. Die Importe sanken um 10,0 Prozent auf 80,5 Milliarden Euro.

Der April hatte bislang den Tiefpunkt markiert. Zeitweise Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten hinterließen tiefe Spuren. Zuletzt spürten die deutschen Exporteure die Erholung der Wirtschaft in vielen Ländern. In der Branche machte sich nach einer Umfrage des Ifo-Instituts im Juli vorsichtiger Optimismus breit. (Quelle: dpa)

Deutsche Industrie erholt sich weiter von Corona-Einbruch

Die deutsche Industrie hat sich auch im Juni von dem drastischen Produktionseinbruch in der Corona-Krise erholt. Im verarbeitenden Gewerbes sei die Fertigung im Monatsvergleich um 8,9 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten mit einem etwas schwächeren Zuwachs um 8,2 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Juni war der zweite in Folge. In den Monaten März und April war die Produktion wegen der Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie stark gefallen.

Dass die Krise immer noch schwer wiegt, zeigt der Jahresvergleich. Gegenüber dem Vorjahresmonat war die Gesamtherstellung im Juni um 11,7 Prozent rückläufig. Das Vorkrisenniveau wird immer noch klar unterschritten: Im Vergleich zu Februar liegt die Gesamtproduktion 12,1 Prozent niedriger. In der Automobilindustrie ist die Produktion im Juni laut Bundesamt mit 54,7 Prozent zum Vormonat weiter stark angestiegen. Sie liegt in der deutschen Schlüsselindustrie aber noch gut 20 Prozent niedriger als im Februar. Im Februar waren die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie noch nicht in Kraft. (Quelle: dpa)

Chinas Außenhandel legt trotz Corona-Krise weiter zu

Trotz der globalen Corona-Pandemie sind Chinas Exporte im vergangenen Monat unerwartet stark gestiegen. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft legten im Juli im Vergleich zum Vormonat um 7,2 Prozent zu, wie die Pekinger Zollverwaltung am Freitag berichtete. Leicht schwächer fielen dagegen die Importe aus, die um 1,4 Prozent schrumpften. Unterm Strich legte der Außenhandel damit um 3,4 Prozent auf einen Wert von rund 413 Milliarden US-Dollar zu. Zwar laufen die Geschäfte wieder an, seit Januar gerechnet muss China aber noch immer ein Minus beim Außenhandel von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. (Quelle: dpa)

Gouverneur von Ohio nach positivem Befund negativ getestet

Wenige Stunden nach einem positiven Corona-Befund ist der Gouverneur des US-Bundesstaats Ohio, Mike DeWine, zum zweiten Mal getestet worden - mit negativem Ergebnis. Bei dem letzteren Test habe es sich um einen hochempfindlichen Polymerasekettenreaktionstest gehandelt, beim ersteren um einen Anti-Gen-Test, teilte DeWine am späten Donnerstagabend (Ortszeit) auf Twitter mit. Kurz vor einem Besuch von Präsident Donald Trump in Ohio habe der Anti-Gen-Test das positive Ergebnis gebracht. Solche Untersuchungen seien vor einem Kontakt mit dem Präsidenten vorgeschrieben. Man habe in Ohio nicht viel Erfahrung mit Anti-Gen-Tests, erklärte der Republikaner DeWine weiter. „Wir werden mit dem Hersteller zusammenarbeiten, um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, wie es zu der Diskrepanz zwischen diesen beiden Tests gekommen sein könnte.“ DeWine hätte Trump, der in Ohio unter anderem ein Unternehmen besuchte, auf dem Flughafen in Cleveland begrüßen sollen. Die Termine mit dem Präsidenten sagte der 73-Jährige nach dem positiven Befund jedoch ab.

Ein falsches positives Ergebnis sei „ungewöhnlich“, twitterte der Direktor des Globalen Gesundheitsinstituts der Elite-Universität Harvard, Ashish Jha. Es sei zwar unklar, welcher Test genau durchgeführt worden sei, Anti-Gen-Tests seien üblicherweise aber präzise. (Quelle: dpa)

Forscher befürchten fast 300 000 Corona-Tote in den USA

Bis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären rund 140.000 Tote mehr als derzeit. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle am Donnerstag. Das Modell des Instituts befürchtet nun bis 1. Dezember 295.000 Tote. Vor der jüngsten starken Zunahme der Neuinfektionen in den USA hatte das Modell bis 1. November noch mit rund 230.000 Toten gerechnet. Mehr zu diesem Thema gibt es hier.

Spahn: Gesundheitswesen kann mit 1000 Neuinfektionen umgehen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht.Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann“, sagte der CDU-Politiker dem ZDF-“Heute Journal“.

„Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten und eben weitere Maßnahmen tatsächlich auch nicht nötig zu machen. Mehr dazu lesen Abonnenten hier.

1147 Neuinfektionen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 214 214 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 7.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Sie war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9183. Bis Freitagmorgen hatten 195 900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: dpa)

Das passierte in dieser Woche

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