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Lokal26.de Ostfriesland

Frage der Woche: „Nach Mallorca, aber nicht an die Nordsee? Genau mein Humor!“

20.03.2021

Ostfriesland /Friesland /Wilhelmshaven Seit dem 1.November des vergangenen Jahres befinden sich die Ostfriesischen Inseln im Lockdown. „Noch immer ist keine Lockerung in Sicht – während gleichzeitig jeden Tag Deutsche ins Flugzeug steigen und ihren Urlaub im Ausland antreten“, heißt es in einer am Freitagmittag herausgeben Pressemitteilung der Ostfriesische Inseln GmbH. „Es ist klar, dass den Leuten hier der Kragen platzt, wenn sie das sehen“, wird Wilhelm Loth, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, darin zitiert.

In unserer via Facebook gestellten Frage der Woche wollten wir wissen: Sollten Osterurlaube stattfinden? Insgesamt haben sich 113 Nutzerinnen und Nutzer an der Umfrage beteiligt: 42,5 Prozent (48) votierten für Ja, 54,6 (62) Prozent für Nein, 2,6 Prozent (3) entfielen auf Sonstige.

Miriam H. verweist darauf, dass der Lockdown weitreichende wirtschaftliche Folgen hat. „Die ganze Küstenregion lebt vom Tourismus. Wenn die Regeln genauso eingehalten werden, wie letztes Jahr, sehe ich da überhaupt kein Problem. In Restaurants und Cafés kann man doch wie gewohnt reservieren und die ollen Coronazettel ausfüllen.“

Ähnlich argumentiert Nadine W. „Wenn wir hier keine Oster-Gäste bekommen, weil wir weder vermieten, noch bewirten dürfen und weil die Geschäfte nur terminlich betreten werden dürfen, dann sind wir bald alle kaputt und insolvent! Das müsste jedem mittlerweile klar sein, der unsere leeren Innenstädte sieht. Natürlich müssen wir alle aufeinander achtgeben und uns gegenseitig schützen, aber wir müssen lernen mit dem Virus zu leben, denn ewig weglaufen können wir davor nicht!“

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Ulrike Gabriele S. spricht sich unterdessen gegen Oster-Urlaub an der Nordsee aus. „Ich kann jeden verstehen, der gerne hier oben Urlaub machen möchte – wäre auch gut für den Tourismus. Aber jetzt ruck zuck zu öffnen, wäre nicht gut.“

„Wenn eine Familie mit Kind/ern eine Ferienwohnung - z.B. auf der Nordseeküste mietet – und sich selbst verpflet. Tagsüber erkunden sie Ostfriesland und lassen ihre Seelen baumeln (unter der Einhaltung der Kontaktbeschränkungen). Nach monatelangen Homescooling und Homeoffice wäre das verdient.“ Das schreibt Jurij I.

Henning L. kommentiert trocken: „Nach Mallorca darf man wieder fliegen – aber an die Nordseeküste nicht? Genau mein Humor!“

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Stephan L. plädiert für Osterurlaub „im eigenen Garten“. Zugleich hätte er sich zu Beginn der Rubrik eine coronafreie Frage gewünscht.

„Wir möchten keine Öffnung um jeden Preis“, ergänzt Loth, „die Sicherheit geht vor, aber es braucht Perspektiven und die Vorbereitung auf ein abgestimmtes Wiedereröffnungsszenario!“ Für die Fähren, die Restaurants, die Hotels, die Ferienwohnungen und den Handel gebe es Hygienekonzepte, die sicheren Tourismus ermöglichten. „Die Betreiberinnen und Betreiber nehmen die Vorgaben sehr ernst und haben schon gute Lösungen gefunden“, betont der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung. Die Erfahrungen des letzten Sommers hätten das belegt. „Wir würden uns ein verantwortungsvolles Krisenmanagement wünschen, das aus einer Hand kommt – mit verständlichen, sinnvollen und für alle nachvollziehbaren Regelungen.“

Wir danken für Ihre Teilnahme und Ihre Kommentare.

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