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Lokal26.de Ostfriesland

Ticker zum Coronavirus: Chinesische Investitionen in Europa gehen erneut zurück

07.04.2020

Ostfriesland /Friesland /Wilhelmshaven Das sind die aktuellen Zahlen der Corona-Infizierten in den Landkreisen WIttmund, Friesland, Aurich, der Stadt Wilhelmshaven und deutschlandweit:

Bislang gab es in Wilhelmshaven 11 Corona-Fälle, davon sind sechs Personen genesen. Bislang wurden in der Jadestadt 63 Personen in Quarantäne geschickt. Derzeit befinden sich noch 18 Menschen in Quarantäne. (Stand 7. April)

Im Kreis Friesland wurde bis zum 6. April bei 22 Personen das Coronavirus nachgewiesen, 12 davon sind inzwischen wieder genesen. Zum 3. April befanden sich 32 Menschen in Quarantäne.

Im Kreis Wittmund waren bislang insgesamt 10 Personen mit dem Virus infiziert. Neun davon sind inzwischen wieder genesen. Stand 7. April gibt es 39 Menschen in angeordneter Quarantäne.

Im Landkreis Aurich gibt es zum 6. April insgesamt 72 bestätigte Corona-Infektionen. 39 Betroffene gelten als geheilt. Drei Personen sind verstorben. Derzeit gelten 30 Personen als erkrankt. 131 Menschen befinden sich derzeit in Quarantäne, 337 Menschen wurden inzwischen aus der Quarantäne entlassen.

Laut Robert-Koch-Institut lagen die Zahlen in Deutschland am Dienstagmorgen bei 99.225 infizierten Personen und 1607 Todesfällen. Laut Johns Hopkins University gibt es weltweit etwa 1,35 Millionen Infizierte. Davon 285.000 Menschen gelten als genesen, 74.800 Menschen starben.

Laufend aktualisiert: Die derzeitigen Schlagzeilen und Entwicklungen.

Neue Podcast-Folge mit Hauptstadtjournalist Stefan Lange: „So still habe ich Berlin noch nie erlebt“

Mittwoch, 8. April, 8.30 Uhr: Der Journalist Stefan Lange leitet das Hauptstadtbüro der Augsburger Allgemeinen Zeitung und lernt Berlin zurzeit noch einmal gänzlich neu kennen. Seit mittlerweile fast 20 Jahren lebt und arbeitet der gebürtige Friese, der beim Jeverschen Wochenblatt volontierte und als Redakteur wirkte, mittlerweile in der Spree-Metropole. So still habe er sie noch nie erlebt, sagt Lange. Das gilt auch für den politischen Diskurs. In den kommenden Minuten präsentiert der Korrespondent einen ungetrübten Blick auf das Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung.

Alle weiteren Folgen des Podcasts können Sie hier nachhören.

Investoren aus China sehen sich strengeren Regeln ausgesetzt

Mittwoch, 8. April, 8.15 Uhr: Firmen aus China haben im vergangenen Jahr erneut weniger Geld für Übernahmen in der Europäischen Union in die Hand genommen.Die Direktinvestitionen in die 28 EU-Länder sanken 2019 um 33 Prozent auf zwölf Milliarden Euro, wie aus einer Analyse des Berliner Merics-Instituts und der US-Beratungsfirma Rhodium Group hervorgeht. Nach dem bisherigen Höchststand im Jahr 2016 ist es der dritte Rückgang chinesischer Investitionen in Folge.

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Premier Boris Johnson in „stabilem Zustand“

Dienstag, 7. April, 19.33 Uhr: Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson auf der Intensivstation hat sich nach Regierungsangaben stabilisiert. Der 55-Jährige musste auch nicht an eine Beatmungsmaschine angeschlossen werden, wie sein Sprecher mitteilte. Dem Premier werde zwar Sauerstoff zugeführt, aber er „atmet selbstständig ohne jegliche Unterstützung“. Johnson habe auch keine Lungenentzündung, berichtete der Sprecher.

Johnson war am Sonntag wegen lang anhaltender Corona-Beschwerden in das St. Thomas’ Hospital in London gebracht worden. Es hatte sich laut Downing Street nicht um eine Notaufnahme gehandelt. Im Laufe der Untersuchungen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand aber derart, dass er auf die Intensivstation verlegt werden musste.

Formel 1 dehnt Zwangspause für Teams auf fünf Wochen aus

Dienstag, 7. April, 18.28 Uhr: Die Formel 1 verlängert wegen der Coronavirus-Pandemie die zwangsweisen Werksferien um weitere zwei Wochen. Die verordnete Pause, in der keine Arbeiten an der Entwicklung der Rennwagen erlaubt sind, werde von 21 auf 35 Tage ausgedehnt, hieß es in einer Mitteilung des Weltverbands Fia am Dienstag. Wegen der Corona-Krise war die Sommerpause vorgezogen und verlängert worden. Die fünfwöchigen Werksferien müssen von den Rennställen und Motorenherstellern bis Ende Mai genommen werden.

Abonnenten lesen mehr: Formel 1 fährt Sparkurs – Zwangsferien verlängert

Trump: WHO hat Kampf gegen wegen Coronavirus „wirklich vermasselt“

Dienstag, 7. April, 18. 14 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Umgang mit dem Coronavirus Versagen und übermäßige China-Hörigkeit vorgeworfen. Die Organisation habe es „wirklich vermasselt“, schrieb Trump am Dienstag auf Twitter.

Im von Trump geschätzten konservativen Nachrichtensender Fox News kritisierten mehrere Experten zuletzt, dass die in Genf ansässige WHO im Bann Chinas stehe. Die Organisation hätte die Welt früher und drastischer warnen müssen, argumentierten sie. Zudem stieß ihnen übel auf, dass die WHO China wiederholt für den Umgang mit der eigenen Epidemie des neuartigen Coronavirus gelobt hatte.

731 neue Tote in New York - höchster Anstieg in Corona-Krise

Dienstag, 7. April, 18. 14 Uhr: Die Zahl der neuen Todesopfer in der Corona-Krise hat im Bundesstaat New York von Montag auf Dienstag einen weiteren Höchststand erreicht. In der Zeit seien 731 coronainfizierte Menschen gestorben, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. Insgesamt lag die Zahl der Toten in dem besonders heftig getroffenen Bundesstaat damit bei etwa 5500. In den Vortagen waren um die 600 Patienten gestorben. Insgesamt liegt die Zahl der positiv getesteten New Yorker bei über 138 000.

Cuomo bekräftige erneut, dass der Höhepunkt der Krise in New York scheinbar erreicht sei. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten sei zuletzt nicht mehr stark angestiegen.

Aktuelle Fallzahlen in der grafischen Übersicht

Dienstag, 7. April, 18. 00 Uhr: Um einen besseren Überblick über die Zahl der Corona-Infizierten in einem zeitlichen Kontext zu bekommen, gibt es hier die aktuellen Infografiken.

Take-away-Show der Kunsthalle Wilhelmshaven

Dienstag, 7. April, 17. 11 Uhr: Wenn das Publikum nicht zur Ausstellung darf, kommen die Objekte zum Betrachter. Das hat sich die Kunsthalle Wilhelmshaven gedacht. Statt einer Verlegung der Ausstellung ins Digitale, gehen Reiner Maria Matysik und die Kunsthalle Wilhelmshaven einen alternativen Weg und ermöglichen die direkte Begegnung zwischen Mensch und Werk im privaten Raum. Mit dem Verständnis, dass Kunst auch Lebensmittel ist, laden sie mit der Ausleihe zur echten Begegnung mit Objekten, Gebilden und Skulpturen. Alle Werke der Ausstellung KOMM, NIMM MICH können ab sofort unkompliziert entliehen werden.

Das Verzeichnis der auszuleihenden Objekte ist hier abrufbar.

Die Ausleihe erfolgt kostenlos mit Unterzeichnung eines Leihvertrags bis zu einer Rückrufaktion, wenn die Kunsthalle ihren regulären Ausstellungsbetrieb wieder aufnehmen kann. Die Objekte sind über die Kunsthalle Wilhelmshaven versichert.

Hamburger Ballett startet Videoserie mit eigenen Produktionen

Dienstag, 7. April, 16. 38 Uhr: Das Hamburger Ballett von John Neumeier will eine wöchentliche Videoserie mit eigenen Produktionen starten. Mit den Onlinevideos der Ballettfilme wolle er beim Publikum „die Hoffnung und Vorfreude auf ein Ende der weltweiten Krise wecken“.

Am Gründonnerstag beginnt die Serie mit der Einspielung der „Matthäus-Passion“ aus dem Jahr 2005. Ursprünglich stand die Passion am Gründonnerstag und am Karfreitag auf dem regulären Spielplan der Staatsoper.

Zu den weiteren Streaming-Episoden gehören die Aufführungen von „Die Kameliendame“ (16.4.), „Tod in Venedig“ (23.4.), „Beethoven-Projekt“ (30.4.) und „Illusionen - wie Schwanensee“ (7.5.). Videos dieser Produktionen werden jeweils für 48 Stunden kostenlos auf der Homepage des Hamburg Ballett zur Verfügung stehen. Neun Tage später werde die jeweilige Produktion ein zweites Mal für 48 Stunden verfügbar gemacht.

Schon jetzt finden Interessierte auf der Internetseite des Hamburger Balletts kurze Videos aus dem Trainingsalltag der Tänzer, Ausschnitte aus Produktionen und Fitnessanleitungen für daheim.

Elterngeld-Regeln werden in der Corona-Krise gelockert

Dienstag, 7. April, 16. 21 Uhr: Eltern sollen wegen der Corona-Krise keine Nachteile beim Elterngeld haben. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ist sich mit den Bundestagsfraktionen von Union und SPD einig, die Berechnungsgrundlage vorübergehend zu ändern, wie ihr Ministerium am Dienstag mitteilte. Grundlage für die Höhe des Elterngeldes ist normalerweise das durchschnittliche Nettoeinkommen der zwölf Monate vor der Geburt. Wenn jemand wegen der Krise gerade weniger verdient, sollen die betroffenen Monate nun nicht mitgerechnet werden.

Werder Bremen trainiert wieder

Dienstag, 7. April, 15. 56 Uhr: Werder Bremen hat am Dienstag das Training in Kleingruppen wieder aufgenommen. „Wir sind glücklich, dass wir nach Wochen des Individualtrainings den nächsten Schritt gehen können“, sagte der Geschäftsführer Fußball des Bundesliga-Vorletzten, Frank Baumann. Das Ordnungsamt der Stadt Bremen hatte Werder tags zuvor eine entsprechende Genehmigung unter strengen Auflagen erteilt. „Die Maßnahmen stellen uns nicht vor größere Herausforderungen, weil wir die allermeisten bereits seit Wochen umsetzen“, sagte Baumann.

„Eine Gruppe trainiert im Stadion, die andere auf Platz 11“, erläuterte der 44-Jährige. „Die Gruppen werden so klein wie möglich gehalten, damit die Berührungspunkte minimiert werden. Auf die Abstände wird geachtet, so wie wir es stets gemacht haben und zwar bereits vor der allgemeinen Kontaktsperre.“

Zur Zielsetzung der Übungseinheiten sagte Baumann: „Wenn es soweit kommt und wir weiterspielen sollten, wollen wir die Spieler auf einem guten Fitnessstand haben. Darüber hinaus wollen wir technisch-taktisch wieder in den Rhythmus kommen, was mit vier Leuten nicht leicht ist.“

Der Profifußball pausiert wegen der Coronavirus-Pandemie noch bis mindestens zum 30. April.

Neurologe: Covid-19 könnte auch das Hirn befallen

Dienstag, 7. April, 15. 33 Uhr: Das Coronavirus könnte nach Meinung von Neurologen auch im Gehirn Entzündungen auslösen. „Von früheren Coronaviren weiß man, dass der Hirnstamm von Viren mit einbezogen werden kann“, sagte Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Auch in der aktuellen Corona-Pandemie werde vielfach von neurologischen Symptomen berichtet. Eine durch die Sars-CoV-2-Infektion ausgelöste Entzündung im Hirnstamm könnte laut Berlit zum Beispiel einen Atemstillstand begünstigen. Für den Erreger der aktuellen Corona-Pandemie sei das aber noch nicht nachgewiesen.

Bei europäischen Covid-19-Patienten träten in bis zu 80 Prozent der Fälle Störungen von Geruchs- und Geschmackssinn auf. „Ein neurologisches Symptom als Indiz dafür, dass das Nervensystem mit einbezogen ist“, so Berlit.

„Pandemie überrollt Autoindustrie“

Dienstag, 7. April, 15. 04 Uhr: Die Unternehmensberatung Bain sieht die Autoindustrie „in ihrer wahrscheinlich schwersten Krise überhaupt“. Ohne staatliche Gegenmaßnahmen werde die weltweite Nachfrage dieses Jahr um 29 Prozent einbrechen, die Gewinne der Autoindustrie könnten um 70 bis 90 Prozent fallen - höhere Rabatte noch nicht mitgerechnet.

Der weltweite Absatz dürfte im April um zwei Drittel einbrechen und sich dann nur ganz langsam wieder erholen. In China gebe es schon erste Erholungstendenzen, im Gesamtjahr dürften dort 25 Prozent weniger Autos verkauft werden. „Deutlich stärker trifft die Corona-Rezession hingegen Europa. Mit 11 Millionen verkauften Pkw wird für 2020 ein Minus von 30 Prozent erwartet“, heißt es in der Studie.

Frieslands Landrat betont: Osterfeuer bleiben verboten

Dienstag, 7. April, 14 Uhr: Frieslands Landrat Sven Ambrosy steht einer möglichen Maskenpflicht kritisch gegenüber. „Masken senden ein falsches Zeichen von Sicherheit“, sagte der Verwaltungschef am Dienstagmittag. Würde man diese etwa falsch absetzen, könnte sich dadurch das Risiko einer Coronavirus-Infektion gar erhöhen. Zudem appellierte Ambrosy an die Bürger, keine medizinischen Masken zu kaufen. Hier müssten erst einmal Fachkräfte versorgt werden.

Außerdem stellte der Landrat klar, dass es im Landkreis Friesland keine Osterfeuer geben werde. „Wir werden allerdings einen Termin für Brauchtumsfeuer finden“, versprach er, „das ist dann auch hoffentlich das Zeichen, dass diese Krise zu Ende ist.

Premium Aerotec lässt Betrieb in Varel nach Ostern pausieren

Dienstag, 7. April, 12.46 Uhr: Der Airbus-Zulieferer Premium Aerotec in Varel lässt den Betrieb nach Ostern Ruhen. Nach Rücksprache mit Sozialpartnern wird es für das ganze Werk nach Ostern vier Tage Urlaub und bzw. Zeitausgleich geben. Dies erfuhr die „Wilhelmshavener Zeitung“ auf Anfrage von der Unternehmensführung in Augsburg. Danach müsse man weiterschauen.

Am Montagabend war ebenfalls bekannt geworden, dass der europäische Flugzeugbauer Airbus wegen der Corona-Krise die Produktion und Montage an den deutschen Standorten Bremen und Stade sowie sein amerikanisches Werk in der Stadt Mobile im US-Bundesstaat Alabama ruhen lässt. Die Fertigung in Bremen wird vom 6. April bis einschließlich 27. April eingestellt, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. In Stade soll die Pause bis zum 11. April andauern. Tageweise Unterbrechungen seien in einzelnen Produktionsabteilungen auch in folgenden Wochen geplant.

Polizei stoppt Grillparty in Varel

Dienstag, 7. April, 12.39 Uhr: Die Polizei in Varel stellte am Montagabend einen Verstoß gegen das derzeit geltende Kontaktverbot in Varel fest. Gegen 19 Uhr trafen Beamte im Knickweg auf vier Personen. Im Rahmen der Überprüfung stellte man fest, dass sie gemeinsam Grillen wollten und somit gegen die Allgemeinverfügung des Landkreises Friesland verstoßen haben. Die Beamten lösten das Treffen auf und leiteten gegen die vier Beteiligten ein Verfahren ein.

Sorgentelefon für Menschen im Harlingerland

Dienstag, 7. April, 12.07 Uhr: Die Einschränkungen des alltäglichen Lebens, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, haben weiterhin Bestand. Für viele Menschen bedeutet das ungewohnte Herausforderungen, Einsamkeit, Isolation in den eigenen vier Wänden oder immer größer werdende Sorgen um die Zukunft. Das Telefon ist darin oft der einzige Kontakt nach draußen und die einzige Möglichkeit, die eigene Not mit einem anderen zu teilen.

Darum hat der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Harlingerland auf Bitte des Landkreises Wittmund ein „Sorgentelefon“ geschaltet. Menschen aus dem Harlingerland mit Seelsorge- und Gesprächserfahrung haben ein offenes Ohr für Ängste, Sorgen und Nöte. Eva Hadem, Superintendentin des Kirchenkreises: „Wir hoffen, dass es uns auch auf diesem Wege gelingt, für Menschen da zu sein, ihre Not zu teilen und ihnen zu helfen.“Zu erreichen ist das Sorgentelefon täglich von 17.00 bis 21.00 Uhr unter der Nummer: 04462-869567. Selbstverständlich erfolgen diese Telefonate anonym und unterliegen der Schweigepflicht.

Aktuelle Zahlen aus dem Landkreis Wittmund

Dienstag, 7. April, 12.01 Uhr: Der Landkreis Wittmund hat aktuelle Zahlen zu Corona-Infektionen im Kreisgebiet veröffentlicht. Demnach liegt die Zahl der bestätigten Fälle weiter unverändert bei 10 Personen. Jeweils einen Fall gab es auf Spiekeroog und in der Samtgemeinde Esens, fünf Fälle in der Stadt Wittmund und drei Fälle in Friedeburg. Neun Personen gelten inzwischen als genesen. Derzeit befinden ich 39 Menschen in Quarantäne.

Über 230 Straftaten bezüglich Corona-Auflagen in Niedersachsen

Dienstag, 7. April, 11.48 Uhr: Die Polizei in Niedersachsen hat in den ersten zwei Wochen seit Beginn bundesweiten Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie landesweit 236 Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz gezählt. Dies berichtet der NDR und zitiert dabei eine Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zu den Taten zählen etwa die Öffnung von Geschäften und Bars oder die Missachtung der angeordneten häuslichen Quarantäne. In den vergangenen zwei Wochen zählte die Polizei zudem 2230 Ordnungswidrigkeiten. Das Land Niedersachsen erarbeitet einen Bußgeldkatalog.

Weiterer bestätigter Fall in Wilhelmshaven

Dienstag, 7. April, 11.27 Uhr: Wie die Stadt mitteilt, ist dem Gesundheitsamt am Dienstagvormittag ein weiterer bestätigter Fall gemeldet worden. Damit sind 11 Wilhelmshavener mit dem Coronavirus infiziert. Sechs Personen sind inzwischen wieder genesen, eine Person befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung. 18 Personen befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne.

Studie: Viele Startups in ihrer Existenz bedroht

Dienstag, 7. April, 11.03 Uhr: Nach Rekordjahren mit üppigen Finanzierungen könnte die Corona-Krise laut einer Studie viele Start-ups in ihrer Existenz bedrohen. Dies berichtet die deutsche Presse-Agentur. Investoren dürften bei der Finanzierung junger Firmen genauer hinschauen und Einnahmen bei Gründern wegbrechen, heißt es in einer Analyse der Beratungsgesellschaft EY.

„2019 dürfte vorerst das letzte Rekordjahr für das europäische Start-up-Ökosystem gewesen sein“, sagte Hubert Barth, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung Deutschland. Die Pandemie werde zu deutlich weniger Investitionen und massiven Umsatzausfällen führen. Trockne der Finanzierungsmarkt für Gründer aus, würde das den Technologiestandort Deutschland um Jahre zurückwerfen, warnte Barth. Er sprach von einer „existenziellen Herausforderung“ für die Branche.

Start-ups schreiben in der Regel keine Gewinne und sind auf Kapital von Investoren angewiesen. Viele Gründer bringen Privatvermögen in ihre Firmen ein und haben nur wenige Rücklagen - was sie nun verwundbar macht.

Aktuelle Zahlen aus Wilhelmshaven

Dienstag, 7. April, 10.39 Uhr: Im Vergleich zum Vortag bleiben die von der Stadt Wilhelmshaven vermeldeten Zahlen unverändert. Aktuell werden vier Wilhelmshavener gezählt, die mit dem Virus infiziert sind. Davon befindet sich eine Person derzeit außerhalb des Stadtgebiets, eine weitere ist in stationärer Behandlung. 6 Personen gelten als genesen, die Gesamtzahl der Fälle liegt bei 10. Derzeit befinden sich 10 Personen in angeordneter Quarantäne, insgesamt wurden 45 Menschen aus der Isolation entlassen.

Bürgeramt Wilhelmshaven bietet zusätzlichen Service an

Dienstag, 7. April, 8.20 Uhr: Die Stadt Wilhelmshaven informiert: „Auch wenn aufgrund der Corona-Pandemie vieles nicht mehr persönlich erledigt werden kann, muss es dennoch nicht liegen bleiben. Das gilt auch für all diejenigen, die gerade einen Umzug hinter sich haben und sich bei ihrer neuen Wohnadresse an-, und bei der alten ummelden wollen. Das Bürgeramt der Stadt Wilhelmshaven bietet zurzeit den Service der schriftlichen An- und Ummeldung an.

Dieser Service richtet sich an alle, die seit dem 17. März 2020 nach Wilhelmshaven zugezogen oder innerhalb Wilhelmshavens umgezogen sind und über deutsche Ausweisdokumente verfügen. Wer dieses Angebot nutzen möchten, kann sich unter Telefon 04421 16 32 77 oder per E-Mail an buergeramt@wilhelmshaven.de an das Bürgeramt werden. Informationen sind auch unter www.wilhelmshaven.de zu finden.“Hey

Maßnahmen bleiben weiter bestehen

Dienstag, 7. April, 8.15 Uhr: Politiker von Union und SPD sehen im Gegensatz zu Österreich und Dänemark noch keine Veranlassung für eine Lockerung der strengen Corona-Maßnahmen hierzulande. CSU-Chef Markus Söder mahnte zu Geduld wie zuvor Kanzlerin Angela Merkel.

Auch SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil nannte eine Debatte über Lockerungen zum jetzigen Zeitpunkt falsch. Sorgen macht sich unterdessen der Städtetag über die Finanzierbarkeit von Aufgaben in den Kommunen und forderte Hilfen vom Bund.

Österreich und Dänemark hatten am Montag erste Lockerungen der Maßnahmen in Aussicht gestellt. Das nördliche Nachbarland steigt nach Ostern in „die erste vorsichtige Phase der Öffnung“ ein, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte.

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Boris Johnson auf Intensivstation verlegt

Montag, 6. April, 21.43 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung auf die Intensivstation verlegt worden. Sein Zustand habe sich verschlechtert, bestätigte eine Regierungssprecherin am Montagabend der Deutschen Pesse-Agentur in London. Der 55-Jährige war am Sonntag in das St. Thomas’ Hospital gebracht worden. Er hatte seine Infektion mit dem neuartigen Erreger bereits am 27. März öffentlich gemacht.

Auch Dänemark lockert erste Corona-Maßnahmen

Montag, 6. April, 20.46 Uhr: Auch Dänemark hat eine erste Lockerung seiner in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen nach Ostern angekündigt. In einem ersten vorsichtigen Schritt sollten Kinderkrippen, Kindergärten sowie die unteren Jahrgangsstufen von Schulen am 15. April wieder geöffnet werden, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montagabend.

Ironman-EM im Triathlon in Frankfurt verschoben

Montag, 6. April, 19.54 Uhr: Die Ironman-EM der Triathleten in Frankfurt findet wegen der Corona-Krise nicht am 28. Juni statt. Das Top-Event in der hessischen Mainmetropole wurde am Montag wie 13 weitere im Juni geplante Wettbewerbe in Europa und Südafrika - darunter die deutschen Rennen im Kraichgau und in Hamburg - auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die EM-Veranstalter prüfen nun die Möglichkeit einer späteren Austragung des Traditionsrennens über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den Marathonlauf über 42,195 Kilometer. Als Ausweichtermin soll der 27. September im Gespräch sein.

Der späte Termin würde jedoch mit der WM auf Hawaii am 10. Oktober kollidieren und somit wohl dazu führen, dass die Veranstaltung ohne Profis über die Bühne gehen müsste. Zwei Starts innerhalb von zwei Wochen sind für die Athleten wegen der körperlichen Strapazen ausgeschlossen.

40 Prozent der Deutschen sind für „Corona-App“

Montag, 6. April, 19.43 Uhr: 40 Prozent der Befragten würden sich als Smartphone-Nutzer die derzeit diskutierte „Corona-App“ zur Nachverfolgung der Infektionsketten installieren. Insgesamt haben mit 50 Prozent die Hälfte der Deutschen generell großes Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem im Hinblick auf die Corona-Krise. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen forsa-Blitzumfrage anlässlich eines RTL-Spezials: „Wie Corona unser Leben verändert“ am Montag.

„One World: Together At Home“ - Megastars sammeln für WHO

Montag, 6. April, 18.39 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen Weltstars wie Elton John, Paul McCartney, Stevie Wonder, Lang Lang und Alanis Morissette bei einem TV-Konzert für Solidarität werben und Geld zugunsten eines Fonds der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einsammeln.

Das Ereignis unter dem Motto „One World: Together At Home“ werde am 18. April übertragen, teilte die US-Sängerin Lady Gaga als Mit-Organisatorin am Montag mit. Sie war als Gast einer der Pressekonferenzen der WHO zugeschaltet. Es gehe um einen riesigen Dank an die Helfer und Helferinnen im Gesundheitswesen in vielen Ländern, die oft ohne genügend Schutz vor einer Ansteckung arbeiteten. Es werde dringend mehr Geld für Schutzausrüstungen und Tests gebraucht, hieß es.

Gewerkschafter fürchten Aus für Lufthansa-Tochter Germanwings

Montag, 6. April, 18.25 Uhr: Gewerkschafter und Personalvertreter haben der Lufthansa vorgeworfen, die Coronakrise für einen rabiaten Konzernumbau nutzen zu wollen. Man gehe davon aus, dass noch in dieser Woche die Schließung der Lufthansa-Tochter Germanwings verkündet werden solle, heißt es in einer Petition, die von Vertretern der Gewerkschaften Ufo und Vereinigung Cockpit unterzeichnet ist. Die rund 1400 Beschäftigten und ihre Familien würden mit Arbeitslosigkeit und dem Entzug ihrer Existenzgrundlage bedroht.

Das Unternehmen bezeichnete die angeblichen Schließungspläne am Montag als „Spekulationen“, zu denen es keine Beschlussvorlage des Vorstands gebe. Derzeit würden die Optionen für Germanwings überprüft.

Der Konzern hatte in der vergangenen Woche die Zukunft des Flugbetriebs in einer Pressemitteilung zu den Verhandlungen um die Aufstockung des Kurzarbeitergelds in Frage gestellt. Bislang gibt es für die rund 1400 Beschäftigten der Germanwings anders als bei der Lufthansa-Mutter keine Vereinbarung beim Kurzarbeitergeld.

Kreisärzte-Vorsitzender fordert, weiterhin Abstand zu halten

Montag, 6. April, 18.14 Uhr: Mit einem offenen Brief wendet sich Dr. Wolfram Nagel (Esens), Vorsitzender der Kreisärzteschaft Wittmund, in der Corona-Krise an die Bevölkerung. Er möchte damit „ermutigen, danken, vorbereiten, erklären und darum bitten, Osterbesuche zu mindern“, schreibt Dr. Nagel. In dem Schreiben bedankt sich der Arzt zunächst dafür, dass die Bürger im Landkreis die aktuellen Einschränkungen „so verlässlich und geduldig ertragen“. Für die Älteren und chronisch Kranken seien diese Einschränkungen lebenswichtig.

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Zwei weitere Corona-Fälle in Friesland

Montag, 6. April, 16.54 Uhr: Im Landkreis Friesland wurde bei zwei weiteren Personen das Coronavirus nachgewiesen. Das teilt die Pressestelle des Landkreises am Montagnachmittag mit.

Eine Person wurde als Drittkontakt ermittelt, die andere Person soll sich außerhalb Frieslands angesteckt haben. Beide Personen befinden sich in Quarantäne. Zudem seien sechs weitere Personen genesen, sodass insgesamt nun zwölf Personen wieder gesund sind.

So haben sich die Zahlen in ganz Niedersachsen entwickelt:

Bundespräsident hält am Karsamstag Ansprache

Montag, 6. April, 16.45 Uhr: In Großbritannien hat sich die Königin in einer seltenen Ansprache die Briten zum Durchhalten in der Corona-Krise aufgerufen. Nun will Bundespräsident Steinmeier auch die Deutschen ermutigen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Karsamstag eine Fernsehansprache zur aktuellen Situation in der Corona-Pandemie halten.

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Hoffnung auf Besserung in der Krise treibt Dax hoch

Montag, 6. April, 16.30 Uhr: Der von der Corona-Krise schwer gebeutelte Dax hat zum Wochenauftakt den Erholungskurs wieder aufgenommen. Weltweit keimten am Wochenende Hoffnungen auf eine verlangsamte Ausbreitung des Coronavirus auf. Leicht sinkende Zahlen von Neuinfektionen und Todesfällen in Teilen der Europäischen Union und im US-Bundesstaat New York wurden am Sonntag gemeldet. Der Dax stieg am Montagnachmittag um 4,5 Prozent auf 9953 Punkte und lag damit in Reichweite der 10.000er-Marke.

Metro würde gerne alle Großmärkte für Endverbraucher öffnen

Montag, 6. April, 16.16 Uhr: Angesichts der Corona-Pandemie würde die Großhandelskette Metro gerne alle ihre 103 Großmärkte in Deutschland auch für Endverbraucher öffnen. Das Unternehmen könne damit einen Beitrag leisten, den erhöhten Bedarf an Grund- und Nahversorgungsangeboten bei den Verbrauchern in der Corona-Krise zu decken, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Voraussetzung für einen solchen Schritt sei allerdings, dass die Bundesländer grünes Licht dafür geben. Vorreiter ist Mecklenburg-Vorpommern. Dort stimmte das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung bereits vor einigen Tagen einer entsprechenden Nutzungsänderung zu.

Deutschland hat bisher 198 Patienten aus der EU aufgenommen

Montag, 6. April, 15.56 Uhr: Deutschland hat seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie 198 schwerkranke Patienten aus anderen EU-Staaten zur Behandlung aufgenommen. Derzeit gebe es noch Zusagen für 58 Behandlungsplätze, die nicht in Anspruch genommen worden seien, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin. Es seien 130 Patienten aus Frankreich, 44 Erkrankte aus Italien und 24 weitere aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht worden.

„Von der italienischen Seite ist es im Moment so, dass ein leichter Rückgang der Zahl der Corona-Intensivpatienten zu beobachten ist. Daher wird aus Italien zunächst kein weiterer Transfer nach Deutschland geplant“, sagte der Sprecher. Die Bundesländer seien zu weiterer Hilfe bereit. Auch die Luftwaffe hat sich mehrfach mit dem Spezialflugzeug Airbus A310 MedEvac beteiligt.

Langeoog macht das Licht aus

Montag, 6. April, 15.45 Uhr: Seit Samstag bleibt es nachts dunkel auf Langeoogs Straßen. Die Corona-Pandemie zwinge zu einer restriktiven Ausgabenpolitik, sagt Bürgermeisterin Heike Horn. Denn die Insel ist zu 100 Prozent abhängig vom Tourismus. Bleiben die Gäste weg, fehlen die Einnahmen. Um den Schuldenberg nicht zu groß werden zu lassen, wird jede Ausgabe überprüft, auch die Straßenbeleuchtung.

Da derzeit aufgrund von Schließungsverfügungen und Zugangsbeschränkungen nachts kaum Menschen unterwegs sind, beleuchteten die Lampen leere Straßen. Das muss nicht sein, waren sich Verwaltung und Politik einig. Deswegen bleiben die Lampen nun zunächst aus. Gleichzeitig wird geprüft, wie viel Straßenbeleuchtung künftig tatsächlich erforderlich ist. Aber natürlich sollen sich Insulaner und Gäste, die hoffentlich bald wiederkommen, sicher fühlen. „Dann heißt es wieder Licht an, wo es nötig ist und wir es uns leisten können“, so Horn.

Wie reagieren Festival-Veranstalter auf die Corona-Krise?

Montag, 6. April, 15.40 Uhr: Der 22. August liegt zwar noch etwas weiter in der Zukunft. Ob dann allerdings bereits wieder Musikveranstaltungen über die Bühnen gehen können, weiß zurzeit niemand. Im Interview erklärt der Pressesprecher des Pixxen-Festival in Neukamperfehn (Landkreis Leer), Holger Schneider, wie die Organisatoren mit den Unwägbarkeiten umgehen.

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14-Tage-Verordnung betrifft Klinik-Mitarbeiter aus Niederlanden

Montag, 6. April, 14.27 Uhr: Eine neue Verordnung des Landes im Zuge der Coronakrise hat auch Auswirkungen auf das medizinische Personal in den Kliniken. Darauf weist der Landkreis Leer in einer Pressemitteilung hin.

In der „Niedersächsischen Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie“ ist unter anderem geregelt: Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage im Ausland aufgehalten haben, dürfen bestimmte Einrichtungen für einen Zeitraum von ebenfalls 14 Tagen nicht mehr betreten – und darunter fallen auch Krankenhäuser, Tageskliniken und Pflegeheime. Die neue Verordnung ist am Samstag in Kraft getreten.

„Wir sind insofern betroffen, als dass in den Kliniken im Landkreis Leer auch Ärztinnen und Ärzte und Pflegekräfte aus den Niederlanden tätig sind“, erklärt Landrat Matthias Groote. Diese würden nun vor die Wahl gestellt, ab sofort in Deutschland zu bleiben und eine Karenzzeit von 14 Tagen in Kauf zu nehmen. Gingen sie nach Feierabend oder für längere Zeit zurück in die Niederlande, könnten sie nach dem Aufenthalt in ihrer Heimat zunächst nicht mehr in den Krankenhäusern im Landkreis Leer eingesetzt werden. „Dieses Personal würde uns schmerzlich fehlen“, so Groote.

Quarantäne in Sachsen-Anhalt wird aufgehoben

Montag, 6. April, 14.27 Uhr: Nach anderthalb Wochen wird die wegen eines Corona-Ausbruchs verhängte Quarantäne in zwei Ortsteilen der Kleinstadt Jessen in Sachsen-Anhalt wieder aufgehoben. Die Maßnahmen in den Ortsteilen Jessen und Schweinitz würden an diesem Montag um 20.00 Uhr außer Kraft gesetzt, teilte der Landkreis mit. Die Sperren auf den Ein- und Ausgangsstraßen sollen demnach in der Nacht zum Dienstag beseitigt werden.Als Grund für die Lockerung nannte der Landkreis stagnierende Infektionszahlen.

Bäckerhandwerk: Zahl der Betriebe könnte deutlich sinken

Montag, 6. April, 14.11 Uhr: Das Bäckerhandwerk in Deutschland befürchtet zahlreiche Betriebsaufgaben infolge der Corona-Krise, obwohl Bäckereien weiter Brot, Kuchen und andere Produkte verkaufen dürfen. „Wir erleben in diesen Krisenzeiten einen großen Zuspruch der Menschen in Deutschland. Der ist allerdings auch nötig, wenn wir bei der Zahl der Betriebe und der Beschäftigten im nächsten Jahr nicht zweistellige Minus-Zahlen sehen wollen“, warnte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, Michael Wippler, am Montag.

Hart trifft es dem Verband zufolge unter anderem Betriebe mit einem Café. Cafés sind wegen der Virus-Pandemie geschlossen. Ein Teil des Umsatzes fällt damit weg. Bäckereien in Tourismusregionen, an Flughäfen oder Bahnhöfen verzeichneten ebenfalls deutliche Umsatzrückgänge.

Weltweit bereits mehr als 70.000 Coronavirus-Tote

Montag, 6. April, 13.31 Uhr: Weltweit sind US-Experten zufolge bereits mehr als 70.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben.Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 stieg bis Montagmorgen (Ortszeit) weltweit auf rund 1,3 Millionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. In Italien starben demnach rund 16.000 Corona-Infizierte, in Spanien mehr als 13.000, in den USA knapp 10.000 und in Frankreich mehr als 8000.

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Aktuelle Zahlen aus dem Landkreis Wittmund

Montag, 6. April, 13.05 Uhr: Der Landkreis Wittmund hat eine Grafik mit aktuellen Zahlen zu Infektionsfällen und verordneten Quarantänen im Kreisgebiet veröffentlicht:

Aktuelle Zahlen aus Wilhelmshaven

Montag, 6. April, 12.44 Uhr: Die Stadt Wilhelmshaven hat aktuelle Zahlen zu Infektionsfällen und verordneten Quarantänen in Wilhelmshaven veröffentlicht.

Britischer Premier Boris Johnson in Londoner Klinik

Montag, 6. April, 12.32 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat wegen seiner Covid-19-Erkrankung die Nacht zum Montag in einem Londoner Krankenhaus verbracht.

Der 55-Jährige sollte dort genau untersucht werden. Johnson hatte trotz seiner Erkrankung in den vergangenen Tagen die Amtsgeschäfte in Isolation weiter geführt. Er wirkte aber auf Videos erschöpft und schien abgenommen zu haben.

Am Freitag hatte der Regierungschef noch mitgeteilt, dass er sich besser fühle, aber noch Fieber habe. Erwartet wird, dass nun seine Lungen mit verschiedenen Methoden untersucht werden. Auch Herz-, Leber- und Nierenfunktion werden sehr wahrscheinlich überprüft und ein Blutbild vorgenommen, wie britische Medien berichteten.

„Es handelt sich um einen vorsorglichen Schritt, da der Premierminister noch zehn Tage, nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet wurde, Symptome hat“, hieß es in einer Regierungsmitteilung vom Freitagabend. Die Maßnahme weckte Zweifel an seiner Fähigkeit, die Amtsgeschäfte trotz Erkrankung fortzuführen. Johnson hatte seine Infektion am 27. März bekannt gemacht und sich in Selbstisolation in seiner Dienstwohnung zurückgezogen.

Kanzleramt: Corona-App bald einsatzbereit

Montag, 6. April, 11.55 Uhr: Die geplante Handy-App zur Analyse der Corona-Infektionswege ist nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun sehr bald einsatzbereit - schon in den kommenden Tagen oder spätestens Wochen.

Weiter sagte der CDU-Politiker in der Sendung „Frühstart“ der RTL/ntv-Redaktion, eine solche Tracking-App sei Teil der Exit-Strategie der Bundesregierung, um die angeordneten Kontaktverbote und andere Beschränkungen schrittweise lockern zu können. Konkret werde darüber nach Ostern gesprochen.

Zu den Voraussetzungen für Lockerungen zählen nach seinen Worten mehr Intensivbetten, aber eben auch eine verbesserte Kontaktverfolgung von Infizierten. „Dabei spielt die Tracking-App, die dem EU-Datenschutz genügen muss, eine entscheidende Rolle - und mehr Personal für die Gesundheitsämter.“

Möller: Nutzung von Handy-Daten sinnvoll, aber mit Vorsicht

Montag, 6. April, 10.45 Uhr: Die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (Varel) begrüßt grundsätzlich die Nutzung von Handy-Daten, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Allerdings, so heißt es in einer am Montagvormittag herausgegebenen Pressemitteilung, müsse dies freiwilliger Basis passieren. „Wir dürfen nicht zulassen, dass wir durch diese Maßnahmen den Zugriff auf alle unsere Bewegungs- und Gesundheitsdaten erlauben“, betont die Politikerin, „auch ich möchte so nicht zum gläsernen Patienten werden.“

Die Bundesregierung setzt große Hoffnungen in eine App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten, die aktuell in Berlin getestet wird.Die Regierung suche „mit Hochdruck“ gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) nach einer Lösung, die für Deutschland funktionieren könne, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin.

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Weil: Lockerungen erst bei spürbar niedriger Infektionsrate

Montag, 6. April, 8.30 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht nach der Corona-Krise Veränderungen im gesellschaftlichen Leben auf die Menschen zukommen. Schutzmasken gehörten dann in Deutschland viel stärker zum öffentlichen Bild, sagte der 61-Jährige dem „Tagesspiegel“ (Montag). „Vielleicht nähern wir uns hier den asiatischen Verhältnissen an. Insgesamt scheinen manche asiatischen Gesellschaften besser vorbereitet gewesen zu sein auf diese Pandemie - auch aufgrund von vorangegangenen Erfahrungen – als das in den europäischen oder amerikanischen Gesellschaften der Fall gewesen ist.“ Der „gute alte Handschlag“ werde dagegen wohl in den Hintergrund treten.

In der Frage der geltenden Ausgangsbeschränkungen werde das Osterfest ein echter Stresstest. Weil warnte vor verfrühten Exit-Debatten, die Frage stehe erst nach Ostern an. „Eine Lockerung wird erst dann möglich sein, wenn wir tatsächlich erkennen können, dass der bisherige Kurs Früchte getragen hat“, betonte er. „Erst wenn wir spürbar niedrigere Infektionsraten und den Eindruck haben, dass unser Gesundheitswesen gewappnet ist für das, was da kommen wird, können wir Erleichterungen in Erwägung ziehen.“ Schwierig bleibe es für Autobauer wie VW und andere große Unternehmen, weil die Konsumstimmung im Keller sei.

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