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Lokal26.de Ostfriesland

Coronavirus-Ticker: 23 Menschen in Friesland derzeit sind mit dem Virus infiziert – Erste Infektion am Mariengymnasium in Jever

19.09.2020

Ostfriesland /Wilhelmshaven /Friesland Zahlen der Corona-Infizierten:

In Wilhelmshaven sind nach letzter erfolgter Meldung der Stadt aktuell sechs Personen infiziert. (Stand: 24. September, 12.34 Uhr)

Derzeit sind 23 Personen aus dem Landkreis Friesland mit dem Coronavirus infiziert. (Stand: 24. September, 16.11 Uhr)

Im Landkreis Wittmund sind aktuell sechs Personen mit dem Coronavirus infiziert. (Stand: 24. September, 12.33 Uhr)

Im Landkreis Aurich sind fünf Personen an Corona erkrankt. (Stand: 23. September, 15.04 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland 278.070 Infektionen und 9428 Todesfälle. (Stand: 24. September, 7.40 Uhr).

+++Ticker von Donnerstag, 24. September +++

23 Menschen in Friesland derzeit sind mit dem Virus infiziert

Wie der Landkreis Friesland auf seiner Homepage mittlerweile, sind mittlerweile 23 Menschen mit dem Virus infiziert. 22 Personen befinden sich dabei in häuslicher Quarantäne in Friesland, ein Infizierter wird stationär behandelt.

Eingeschränkter Publikumsverkehr für das Rathaus in Hohenkirchen

Aufgrund des sich aktuell ändernden Infektionsgeschehens wird rein vorsorglich das Rathaus der Gemeinde Wangerland ab Freitag, 25. September, vorübergehend für den öffentlichen Publikumsverkehr eingeschränkt. Es wird ausschließlich mit Terminen gearbeitet.

Diese Vorgehensweise hat sich in der Vergangenheit bewährt. Primär geht es darum, die Besucherzahlen zu steuern und für möglichst wenige Begegnungen auf den Fluren zu sorgen.

Termine können jederzeit telefonisch, unter 04463/ 989-0, oder per Email gemeinde@wangerland.org, mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgestimmt werden.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist weiterhin erforderlich.

Corona-Fall am MG in Jever – Jahrgang nach Hause geschickt worden

Das Mariengymnasium in Jever informiert Eltern derzeit, dass es einen Corona-Fall an der Schule gab. So schreibt Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck: „Heute wurden wir vom Gesundheitsamt darüber informiert, dass eine Person aus dem 12. Jahrgang (Q1) positiv auf COVID-19 getestet wurde. Wir haben daraufhin vorsorglich den gesamten Jahrgang sofort nach Hause geschickt. Wir haben Sitzpläne und die Anwesenheit der Schüler*innen des Jahrgangs an das Gesundheitsamt übermittelt, damit eine Kontaktverfolgung umgehend gestartet werden konnte. Ob der Jahrgang in Gänze für die nächsten Tage im Homeoffice unterrichtet werden muss oder vielleicht nur eine Teilgruppe, klärt sich in den kommenden Stunden, wenn das Gesundheitsamt mit den Kontaktverfolgungen vorangekommen ist. Über das weitere Vorgehen werde ich Euch und Sie auf dem Laufenden halten. Dieser Vorfall zeigt uns noch einmal, wie wichtig es ist, unsere Hygieneregeln nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern immer alles dafür zu tun, dass sich das Virus bei uns am MG nicht ausbreitet.“

Regionen in elf EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat Regionen in elf Ländern der Europäischen Union wegen steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter sind auch Gebiete in den Nachbarländern Dänemark, Tschechien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Das geht aus der am Mittwochabend aktualisierten Liste des Robert-Koch-Instituts hervor. Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten wieder ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete ausgewiesen.

Neu hinzugekommen sind am Mittwoch Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien. Zudem wurden weitere Regionen in Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Österreich und Ungarn als Risikogebiete ausgewiesen. Es wird erwartet, dass das Auswärtige Amt für alle diese Gebiete noch im Laufe des Abends eine Reisewarnung ausspricht.

Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie hatte das Auswärtige Amt am 17. März erstmals eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Für mehr als 30 europäische Länder wurde sie Mitte Juni zunächst wieder aufgehoben. Schon nach wenigen Wochen mussten die Reisewarnungen für die ersten Länder aber wegen steigender Infektionszahlen wieder reaktiviert werden. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der EU-Länder betroffen. Spanien ist aber weiterhin der einzige Mitgliedstaat, der ganz zum Risikogebiet erklärt wurde.

Die Einstufung erfolgt in der Regel, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Bei der Reisewarnung kann es bisher auch noch andere Gründe wie Einreisesperren oder fehlende Hygienemaßnahmen geben. (Quelle: dpa)

Ärztevertreter halten Corona-Warn-App für wenig wirksam

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Deutschland schätzen Ärztevertreter die Wirksamkeit der Warn-App als äußerst gering ein. „Da die Daten der App nicht automatisch an die Gesundheitsämter weitergeleitet werden, ist dieses Instrument in seiner derzeitigen Form für uns keine große Unterstützung bei der schnellen Bekämpfung und Eindämmung von Corona-Ausbrüchen“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Die App spiele „in der alltäglichen Arbeit der deutschen Gesundheitsämter so gut wie keine Rolle.“

Es komme „äußerst selten vor, dass sich ein App-Nutzer wegen eines entsprechenden Warnhinweises bei uns meldet“, sagte Teichert. Die Politik habe entschieden, „den Datenschutz über den Pandemieschutz zu stellen“. Dies müsse man so akzeptieren.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte die App am Mittwoch 100 Tage nach ihrem Start als „große Erfolgsgeschichte“ bezeichnet. Mit rund 18 Millionen Downloads sei sie öfter heruntergeladen worden als alle anderen Corona-Apps in Europa. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn haben fast 5000 Nutzer eigene Kontakte damit gewarnt.

Aus Teicherts Sicht wäre es hilfreich, wenn die App eine Funktion hätte, mit der die Nutzer eine direkte Weitergabe von Warnhinweisen an das Gesundheitsamt zumindest freiwillig zulassen könnten. Damit würden die zuständigen Behörden „wesentlich schneller über Infektionsfälle informiert und könnten zügig Maßnahmen ergreifen, um einen Corona-Ausbruch einzudämmen. Dies ist ein entscheidender Punkt“, sagte Teichert. Derzeit bleibe es dagegen den App-Nutzern überlassen, ob sie sich nach einem registrierten Kontakt mit einem Infizierten bei den Gesundheitsämtern meldeten. „Ob sie es tatsächlich tun, lässt sich nicht überprüfen“, sagte Teichert. (Quelle: dpa)

Minister Maas und Altmaier nach möglichen Kontakten in Quarantäne

Bundesaußenminister Heiko Maas und Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben sich nach möglichen Kontakten mit Corona-Infizierten vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Anlass bei Maas (SPD) war die Corona-Infektion eines seiner Personenschützer, während ein beim Handelsministerrat anwesender Mitarbeiter eines EU-Ministers, der positiv auf Corona getestet wurde, für Altmaiers (CDU) Auszeit sorgte.

Ein erster Test bei Maas auf eine Covid-19-Erkrankung sei am Mittwoch aber negativ ausgefallen, teilte das Auswärtige Amt mit. Es werde nun geklärt, ob weitere Personen betroffen und welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen seien.

Altmaier teilte am späten Mittwochabend auf Twitter mit, dass ein Mitarbeiter eines EU-Ministers beim Handelsministerrat in Berlin positiv auf Corona getestet worden sei. „Ich habe mich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben“, twitterte der Minister. „Ich wurde am Freitag negativ getestet, es geht mir sehr gut.“

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich im März wegen einer Corona-Infektion ihres Impfarztes für zwei Wochen in Quarantäne begeben und von zu Hause aus gearbeitet. Sie hatte damals drei Tests in Abständen von mehreren Tagen machen lassen, um sicher zu gehen, dass sie sich nicht angesteckt hat.

Wie lange Maas in seiner Wohnung in Berlin bleiben muss, war zunächst unklar. Man werde sich bei der Länge der Quarantäne an die Regeln des Infektionsschutzgesetzes halten, hieß es dazu aus dem Auswärtigen Amt. Auch bei Altmaier stand zunächst nicht fest, wie lange er von zu Hause arbeiten muss.

Eigentlich wollte Maas am Mittwochnachmittag in die jordanische Hauptstadt Amman zu einem Treffen mit den Außenministern Jordaniens, Ägyptens und Frankreichs abfliegen, bei dem es am Donnerstag um den Nahost-Konflikt gehen soll. Diese Reise wurde kurzfristig abgesagt.

Merkel nahm während ihrer Quarantäne von ihrer Wohnung in Berlin aus an diversen Video- und Telefonkonferenzen zum Beispiel mit den Ministerpräsidenten teil. Das dürfte nun auch bei Maas so sein.

Erst am Mittwoch hatte EU-Ratspräsident Charles Michel den für Donnerstag und Freitag in Brüssel geplanten Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs auf Anfang Oktober verschoben. Grund war auch hier eine Corona-Infektion bei einem Sicherheitsbeamten und die deswegen erforderliche Quarantäne. (Quelle: dpa)

Bars und Restaurants in Marseille müssen wegen Corona schließen

Frankreich schließt im Kampf gegen das Coronavirus Bars und Restaurants in Teilen des Landes. Für die südfranzösische Hafenmetropole und das Überseegebiet Guadeloupe sei die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen worden, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran am Mittwoch. Dort müssten ab Samstag alle Bars und Restaurants komplett schließen. In der Hauptstadt Paris und weiteren Großstädten wie Lille oder Rennes müssten Bars ab Montag um 22.00 Uhr schließen.

Dort gelte nun eine „hohe Alarmstufe“, es gebe daher eine Obergrenze von zehn Personen bei Treffen in der Öffentlichkeit, erklärte Véran. Für Großveranstaltungen werde in diesen Städten ab Montag die Obergrenze für Besucher auf 1000 gesenkt, bisher waren 5000 Menschen erlaubt. Außerdem sollten Fitnessstudios und Mehrzweckräume geschlossen bleiben.

Im stark betroffenen Marseille würden zudem alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen geschlossen, sofern sie kein „strenges Gesundheitsprotokoll“ eingeführt hätten, sagte Véran. Theater und Kinos seien davon nicht betroffen. Ziel sei es, dass die Bars und Restaurants in der Hafenstadt nicht länger als zwei Wochen geschlossen sein müssten.

In Paris ist die Corona-Lage angespannt. Innerhalb einer Woche haben sich rund 180 von 100.000 Menschen in der Hauptstadt mit dem Coronavirus infiziert. In anderen Regionen des Landes ist dieser Wert aber durchaus noch höher. Frankreich ist von der Pandemie schwer getroffen, mehr als 31 000 Menschen sind bisher gestorben. Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen liegt regelmäßig bei mehr als 10.000. (Quelle: dpa)

Britischer Oppositionsführer: Regierung in Pandemie „gescheitert“

Der britische Oppositionsführer Keir Starmer hat den Umgang der Regierung mit der Corona-Pandemie scharf kritisiert. Die aktuelle Corona-Situation des Landes sei auf ein „Scheitern der Regierung“ zurückzuführen, sagte der Chef der Labour-Partei am Mittwochabend in einer Fernsehansprache im Sender BBC. Mit mehr als 6000 Fällen zählte Großbritannien am Mittwoch den höchsten Stand an täglichen Neuinfektionen seit Anfang Mai. Premierminister Boris Johnson hatte zu Beginn der Woche wieder schärfere Corona-Maßnahmen eingeführt und die Briten am Dienstag in einer Fernsehansprache darauf eingeschworen, sich daran zu halten.

Die Labour-Partei unterstütze zwar die neuen Corona-Maßnahmen, sehe aber gleichzeitig die Notwendigkeit für eine weitere Unterstützung der Wirtschaft. Das aktuelle Programm, mit dem die Regierung Zuschüsse zu ausfallenden Gehältern zahlt, läuft Ende Oktober aus. Finanzminister Rishi Sunak will am Donnerstag erklären, wie es danach weiter gehen soll.

Zudem kritisierte Starmer, dass Großbritannien noch immer nicht über ein funktionierendes Test- und Nachverfolgungssystem verfüge und Menschen teilweise Hunderte Kilometer weit für einen Test fahren müssten. „Es sollte so nicht sein“, sagte Starmer. „Wir sollten nicht eine der höchsten Todesraten in Europa haben“. Mit mehr als 40.000 Toten nach einer Infektion mit dem Virus ist Großbritannien das am schwersten getroffene Land Europas. (Quelle: dpa)

2143 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Erneut liegt die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Deutschland über der Schwelle von 2000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2143 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen bekanntgab. Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Allerdings hatte damals die Zahl der Tests noch deutlich niedriger gelegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen mindestens 278.070 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 24.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9428. Das sind 19 mehr als am Vortag. Rund 246.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Zuletzt fiel ein größerer Anteil Corona-Tests positiv aus. Die sogenannte Positivenquote lag in Kalenderwoche 38 bei 1,19 Prozent (Vorwoche: 0,86), wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Lagebericht von Mittwochabend schrieb. Das ist der höchste Wert seit mehr als zehn Wochen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Mittwoch bei 0,79 (Vortag: 0,92). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (Quelle: dpa)

+++Ticker von Mittwoch, 23. September +++

Pflegebutler-Mitarbeiterin positiv auf Virus getestet

Heute wurde im Wohnpark Wangerland, einer Einrichtung der Unternehmensgruppe Pflegebutler, eine Mitarbeiterin positiv auf das COVID-19-Virus getestet und das Gesundheitsamt des Landkreises leitete heute in enger Zusammenarbeit mit der Pflegeeinrichtung umgehend erforderliche Maßnahmen ein:

- Von insgesamt 14 Bewohnerinnen und Bewohnern, die mit der Mitarbeiterin Kontakt hatten, hat das Gesundheitsamt des Landkreises heute Abstriche genommen. Morgen werden weitere 9 Personen des Personals getestet.

- Ab sofort bis zum Vorliegen der Testergebnisse gilt ein Besuchs- und Aufnahmestopp

Die betroffene Mitarbeiterin befand sich zuletzt am Dienstag, 15.9.2020 in der Einrichtung. „An diesem Tag wurde uns mitgeteilt, dass bei einer Person aus dem engen familiären Umfeld unserer Mitarbeiterin ein Verdacht auf das Coronavirus vorliegt und ein Test erfolgt. Aus vorsorglichen Gründen haben wir deswegen bereits zu diesem Zeitpunkt unsere Mitarbeiterin informiert, den Wohnpark bis auf Weiteres nicht mehr zu betreten. Alle unsere Mitarbeiter und Bewohner zeigen seit dem 16.9. keine Symptome“, so Heiko Friedrich, Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Pflegebutler.

Die Angehörigen der insgesamt 53 Bewohnerinnen und Bewohner wurden durch die Einrichtung informiert.

Quarantäne für Klasse der BBS Jever angeordnet

Für eine Klasse der BBS Jever hat das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland bis auf Weiteres Quarantäne angeordnet. Ein Schüler der Klasse wurde positiv auf das Coronavirus getestet, sodass sich 17 Mitschüler sowie Lehrkräfte, die mit der Klasse Kontakt hatten, nun in Quarantäne begeben haben und in Kürze getestet werden. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregelungen können alle weiteren Kinder und Lehrkräfte der Schule weiterhin den Unterricht vor Ort wahrnehmen.

Kein Präsenzunterricht für die Klasse 9c der Oberschule Bockhorn

Das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland hat veranlasst, dass für die Klasse 9c bis auf Weiteres kein Präsenzunterricht stattfindet. Es handelt sich hierbei um eine vorsorgliche Maßnahme, da ein Kind der Klasse ein Kontakt ersten Grades ist und somit als Verdachtsfall gilt. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses findet für 20 Schülerinnen und Schüler vorsorglich kein Präsenzunterricht statt. Für die Kinder wird derzeit eine Quarantäne empfohlen, eine Quarantäneanordnung erfolgt nicht, da die Kinder nicht direkten Kontakt mit der infizierten Person hatten. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregelungen können alle weiteren Kinder und Lehrkräfte der Schule weiterhin den Unterricht vor Ort wahrnehmen.

Sportwettkämpfe sind ab Freitag im Landkreis Leer wieder möglich

Im gesamten Landkreis Leer sind von diesem Freitag an wieder Sportwettkämpfe möglich. Das kündigt der Landkreis in einer Presseerklärung an. „Wir sind froh, dass der Sportbetrieb nach nur wenigen Tagen Unterbrechung vorerst wieder aufgenommen werden kann“, so Landrat Mattias Groote. Die Freigabe gilt für alle Sportarten. Angesichts gestiegener Coronazahlen und der Betroffenheit von Sportlern war in der vorigen Woche die Entscheidung gefallen, Wettkampfspiele im Landkreis Leer für die Dauer von sieben Tagen auszusetzen. Diese Regelung zum vorbeugenden Gesundheitsschutz gilt noch bis einschließlich Donnerstag, 24. September.

Nach sorgfältiger Abwägung ist der Krisenstab der Ansicht, dass ab diesem Freitag auch Wettkampfspiele wieder stattfinden können. Landrat Matthias Groote, der Kreissportbund-Vorsitzende Jörg Kromminga und der Vorsitzende des Niedersächsischen Fußball-Verbandes Kreis Ostfriesland, Winfried Neumann, appellieren jedoch aufgrund des nach wie vor erhöhten Infektionsgeschehens im Landkreis Leer gemeinsam an die Sportlerinnen und Sportler, weiterhin vorsichtig zu sein: Sie sollen sich zu Hause umziehen und duschen, Umkleidekabinen und Duschen an den Sportstätten dagegen meiden – sowohl für Wettkämpfe wie fürs Training.

Darüber hinaus wird empfohlen, möglichst keine Fahrgemeinschaften zu nutzen oder aber während der Fahrt Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Weiterhin wird an die Vereine appelliert, auf den Ausschank von Alkohol auf dem Sportplatz gänzlich zu verzichten. Dies gilt sowohl für den Ausschank an Zuschauer als auch für das „gemeinsame Bier“ von Sportlern im Anschluss an das Training oder eine Sport-Veranstaltung. Diese Maßnahmen können helfen, das Infektionsgeschehen einzudämmen und den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten.

Landrat Matthias Groote bittet darum, diese Empfehlungen zu befolgen: „Das dient dem Gesundheitsschutz der Sportlerinnen und Sportler ebenso wie dem Gesundheitsschutz der Allgemeinheit.“

Sieben weitere Menschen in Friesland mit Corona infiziert

Im Landkreis Friesland sind sieben weitere Person positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden. Fünf dieser Personen waren bereits als Kontaktpersonen in Quarantäne. Bei den anderen beiden Personen wird die Infektionskette noch geprüft. Insgesamt sind 19 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilt der Landkreis Friesland mit.

Drosten: „Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen“ - besser wappnen

Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht Deutschland in der Corona-Pandemie noch nicht ausreichend für die kommende Zeit gewappnet. „Wir müssen, um die Situation in den kommenden Monaten zu beherrschen, Dinge ändern“, sagte er im Vorfeld der im Oktober anstehenden Gesundheitskonferenz World Health Summit in Berlin. „Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen. Auch bei uns.“

Pragmatische Entscheidungen seien nötig, sagte Drosten dem World Health Summit zufolge. „Es werden schon Festtagsreden auf den deutschen Erfolg gehalten, aber man macht sich nicht ganz klar, woher er kam.“ Er gehe schlichtweg darauf zurück, dass Deutschland ungefähr vier Wochen früher reagiert habe als andere Länder. „Wir haben mit genau den gleichen Mitteln reagiert wie andere. Wir haben nichts besonders gut gemacht. Wir haben es nur früher gemacht“, erklärte der Leiter des Instituts für Virologie der Charité.

„Wir waren nicht deshalb erfolgreich, weil unsere Gesundheitsämter besser waren als die französischen, oder weil unsere Krankenhäuser besser ausgestattet sind als die italienischen“, so Drosten weiter. „Wenn man das jetzt überträgt in den Herbst, dann muss man sich natürlich klarmachen, dass wir auch weiterhin nichts besser machen als andere.“ Deutschland müsse viel differenzierter und genauer auf die Entwicklungen im Ausland schauen. „Wir müssen aufhören, uns über so Dinge wie Fußballstadien zu unterhalten. Das ist wirklich komplett irreführend.“

Im Moment wisse niemand genau, wie die Pandemie weiter verlaufen wird. Es gebe die Möglichkeit, dass das Ganze nicht mehr so gut zu beherrschen sei und „dass die Wissenschaft beispielsweise mit der Verfügbarkeit von Impfstoffen einfach zu langsam gewesen ist“. Erst am Ende werde klar sein, wie sich die Wissenschaft geschlagen habe. „Denn diese Pandemie ist ja erst mal kein wissenschaftliches Phänomen, es ist eine Naturkatastrophe.“

Eine wichtige Lektion aus der Pandemie für die Zukunft sei, dass Gesundheit das Wichtigste für den Einzelnen und die Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft sei, sagte Detlev Ganten, Präsident und Gründer des World Health Summit, bei dem Doppelinterview. „Wirtschaft, Kultur und all das funktioniert eben nicht mehr, wenn das, was wir als garantiert ansehen, nicht mehr da ist. Ich bin nicht sicher, ob das allen wirklich so klar ist.“

Klar müsse auch sein, dass die Zulassung eines Impfstoffs nicht sofort die Lösung des Problems bedeute, sagte Drosten. Zunächst müsse die Priorität bei Risikogruppen liegen. „Neben der zu erwartenden Verteilungskompetition ist es auch gar nicht so einfach, so viele Vakzinedosen in Flaschen abzufüllen und die dann auch zu verimpfen“, erklärte er. „Deswegen ist das schon eine Unternehmung fürs ganze Jahr 2021.“

Experten beleuchten Schulschließungen wegen Corona kritisch

Europäische Experten haben sich kritisch mit Schulschließungen während der Corona-Pandemie auseinandergesetzt. „Kinder haben mit größerer Wahrscheinlichkeit eine leichte oder asymptomatische Infektion“, sagte Jonathan Suk vom Europäischen Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (ECDC) laut einer Mitteilung. Die Krankheit verlaufe in der Regel sehr mild oder breche gar nicht erst aus. Deshalb sei die Schließung von Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen als Einzelmaßnahme wahrscheinlich nicht gerechtfertigt.

Ob Schulschließungen eine wirksame Maßnahme zur Bekämpfung des Coronavirus sind, war am Mittwoch Thema einer internationalen Konferenz, die von der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ESCMID) und vom ECDC veranstaltet wurde.

Nur vier Prozent der in den europäischen Ländern registrierten Fälle von Covid-19 betrafen demnach Kinder bis 18 Jahren. 44 Prozent davon waren zwischen 12 und 18 Jahre alt.

Chiara Reno von der Universität Bologna in Italien appellierte an die politischen Entscheidungsträger, die Vor- und Nachteile bei der Strategie zur Wiedereröffnung von Schulen abzuwägen und die psychologischen, erzieherischen und sozialen Folgen für Kinder und ihre Familien zu berücksichtigen.

Schulschließungen könnten sich auf Kinder sehr negativ auswirken, so Reno. Einigen Berichten zufolge seien Kinder und Jugendliche einem hohen Risiko für Depressionen und Angstzuständen ausgesetzt, wenn sie von der Schule und ihren Freunden isoliert sind.

Reno sprach sich dafür aus, die Vorgehensweise an die Altersgruppen anzupassen. Die Umsetzung strenger Maßnahmen zur Infektionskontrolle, wie Händewaschen, Abstandhalten und die Lüftung von Räumen, sei von entscheidender Bedeutung. „Es gibt keine einzige vollständig wirksame Maßnahme, sondern eine Mischung aus Maßnahmen, die unterschiedlich kombiniert und kontextualisiert werden müssen.“

Grüne und Linke: Gegen AfD-Maskenverweigerer im Bundestag vorgehen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen fordern Grüne und Linke schärfere Regeln, um im Bundestag gegen Maskenverweigerer in der AfD-Fraktion vorgehen zu können. „Wir werden anregen, die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes festzuschreiben“, sagte Britta Haßelmann, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Jan Korte von der Linken-Fraktion sagte den Blättern, wenn es notwendig sei, werde man „auch über die Hausordnung sprechen“.

Korte betonte: „Bei der AfD denken sie offenbar, dass für sie nicht dieselben Regeln gelten wie für die normale Bevölkerung, nur weil sie Abgeordnete sind.“ Es gelte, dafür zu sorgen, „dass Abgeordnete aus Risikogruppen ihr Mandat sicher wahrnehmen können, ohne von AfD-Angehörigen in Gefahr gebracht zu werden“. Haßelmann kritisierte ebenfalls die AfD-Abgeordneten: „Sie tragen demonstrativ keinen Mund-Nase-Schutz, halten keinen Abstand oder stehen bei namentlichen Abstimmung ohne Maske eng zusammen.“

Auch SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider monierte bei Funke, viele AfD-Abgeordnete gefährdeten „nicht nur die Gesundheit anderer im Parlamentsbetrieb, sondern scheitern auch daran, einer Vorbildfunktion gerecht zu werden“.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hatte vergangene Woche alle Mitglieder des Parlaments „mit Nachdruck“ zum konsequenten Maskentragen in den Räumlichkeiten des Bundestags ermahnt. Die AfD-Fraktion stellt es nach eigenen Angaben ihren Abgeordneten frei, selbst über das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu entscheiden.

100 Tage Corona-Warn-App: SAP und Telekom ziehen positive Bilanz

Die Macher der deutschen Corona-Warn-App, SAP und Deutsche Telekom, haben 100 Tage nach dem Start der Anwendung eine positive Bilanz gezogen. „Die App funktioniert und wir arbeiten weiter an Verbesserungen“, sagte Peter Lorenz, Chefentwickler bei der Telekom-Tochter T-Systems. Das sei auch der Grund, warum sich inzwischen mehrere Länder an dem Open-Source-Code des deutschen Projektes bedienen würden. Die im internationalen Vergleich sehr hohen Download-Zahlen für die deutsche App wertete Lorenz als ein „Vertrauensbeweis der Bevölkerung“. Die Akzeptanz der App sage viel darüber aus, dass die Menschen in der Stimmung seien, solche Tools als einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung zu nutzen.

Die App wurde in den vergangenen 100 Tagen 18,2 Millionen Mal heruntergeladen. Da aber auch einige Anwender die App deinstalliert oder deaktiviert haben, gehen Experten von rund 15 Millionen aktiven Nutzern aus.

Michael Schuster, „Co-Lead“ des Projektes bei SAP, verwies auf eine sehr gute Zusammenarbeit mit den US-Technologiekonzernen Apple und Google, die die technisch notwendigen Schnittstellen bereitstellen. Zusammen mit Apple habe man auch die jüngsten Probleme auf dem iPhone-Betriebssystem iOS lösen können. Schuster betonte, es wäre gut, wenn man noch mehr Menschen in Deutschland dazu motivieren könnten, sich die App herunterzuladen.

Manuel Höferlin (FDP), Vorsitzender des Digitalausschusses im Bundestag, sagte, die Corona-Warn-App sei „technisch sehr gut gemacht“. Er bemängelte aber, dass die App nach wie vor erst ab 17 Jahren heruntergeladen werden könne. Anke Domscheit-Berg, die Digitalexpertin der Linken-Fraktion im Bundestag, lobte „die Kombination aus transparenter Entwicklung und Datensparsamkeit“. Aus ihrer Sicht sollten aber mehr Menschen die App nutzen. Sie sieht die Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in der Pflicht, besser über den Nutzen der App zu informieren.

GEW-Chefin für Maskenpflicht im Unterricht

Im Kampf gegen eine Verbreitung des Coronavirus hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eine generelle Maskenpflicht in Schulen gefordert. „Die meisten Lehrkräfte finden eine Maskenpflicht auch im Unterricht eher hilfreich. Diesen Schutz muss man ihnen bieten“, forderte die Vorsitzende Marlis Tepe in der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). Pädagogisch sei dies zwar nicht sinnvoll, „aber es schützt Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern“.

Derzeit gibt es in den meisten Bundesländern eine Maskenpflicht in Schulgebäuden, nicht aber im Unterricht. Die Kultusministerkonferenz hatte Anfang September festgestellt, dass die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung von den Ländern in Abhängigkeit vom jeweiligen Infektionsgeschehen ausgesprochen und bei Bedarf in Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden auf den Unterricht ausgeweitet werden könne.

Tepe forderte weiter Gefährdungsbeurteilungen für jede Schule und ein bundesweit einheitliches Konzept für das Lüften der Unterrichtsräume. „Es gibt marode Schulen, in denen nicht einmal die Fenster geöffnet werden können. Da muss es Alternativlösungen geben“, sagte die GEW-Chefin der Zeitung.

1769 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1769 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen mindestens 275.927 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 23.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9409. Das sind 13 mehr als am Vortag. Rund 245.400 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. „Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstag.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Dienstag bei 0,92 (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,99 (Vortag: 1,04). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

+++Ticker von Dienstag, 22. September +++

Vorsorglich kein Präsenzunterricht für die Klasse 3d der Grundschule Zetel

Das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland hat heute veranlasst, dass der Präsenzunterricht für die Klasse 3d der Grundschule Zetel bis auf Weiteres vorsorglich entfällt.

Eine Lehrkraft, die in der 3d unterrichtet hat, wird derzeit als Kontaktperson auf das Coronavirus getestet. Das Ergebnis liegt noch nicht vor. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses findet für die Schülerinnen und Schüler der 3d kein Präsenzunterricht statt. Hierbei handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme. Die betroffene Lehrkraft befindet sich in Quarantäne. Der Kontakt zwischen den Lehrkräften wird noch geprüft.

Die Eltern der Schülerinnen und Schüler wurden durch die Schule informiert.

Zwei Corona-Erkrankte an den BBS in Aurich

Zwei Schülerinnnen aus dem Landkreis Friesland an den Berufsbildenden Schulen 2 (BBS 2) in Aurich sind an Covid-19 erkrankt. Vor diesem Hintergrund hat sich das Gesundheitsamt des Landkreises in Absprache mit der Schulleitung dazu entschlossen, den Unterricht der PTA-Klassen für die gesamte Woche abzusagen, um mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln. Das teilt der Landkreis Wittmund mit.

Die Schulklassen der BBS werden von Schülern aus den Landkreisen Aurich, Leer, Wittmund, Friesland und der Stadt Wilhelmshaven besucht.

Verdienstorden für Christian Drosten und Thomas Hitzlsperger

Der Virologe Christian Drosten, Ex-Fußball-Profi Thomas Hitzlsperger und die Schauspielerin Sandra Hüller werden mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Außerdem ehrt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 1. Oktober 12 weitere Bürgerinnen und Bürger. „Die sieben Frauen und acht Männer haben sich durch außerordentliche Leistungen verdient gemacht: Sie helfen, die Corona-Pandemie zu bewältigen, fördern das Zusammenwachsen von Ost und West und tragen dazu bei, Vorurteile in unserer Gesellschaft abzubauen“, teilte das Bundespräsidialamt am Dienstag mit.

Zu den Geehrten gehören die für ihren Youtube-Kanal bekannte Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen-Kim, der Schriftsteller Ingo Schulze sowie der Pianist Igor Levit. Das Motto der Verleihung zum Tag der Deutschen Einheit lautet „Vereint und füreinander da“.

Brüssel: Deutsche Weitergabe von Passagierdaten „nicht vorgesehen“

Die EU-Kommission sieht die in Deutschland praktizierte Weitergabe von Passagierdaten an die örtlichen Gesundheitsbehörden kritisch. Daten aus der „Passenger Name Record“-Datenbank (PNR) sollten nicht aus gesundheitlichen Gründen genutzt werden, sagte ein Kommissionsvertreter im Innenausschuss des EU-Parlaments in Brüssel. Der FDP-Europaparlamentarier Moritz Körner warnte die Bundesregierung vor Konsequenzen.

„Die Bundesregierung sollte das Gesetz zur Durchführung der internationalen Gesundheitsvorschriften sofort nachjustieren, um ein peinliches Vertragsverletzungsverfahren gerade während der deutschen Ratspräsidentschaft zu verhindern“, sagte Körner am Dienstag der Deutschen Presseagentur.

Am Vortag hatte der Kommissionsvertreter im Innenausschuss betont: „Der Wirkungsbereich der PNR-Richtlinie ist natürlich die Bekämpfung von schwerwiegendem organisierten Verbrechen beziehungsweise Terrorismus. Die öffentliche Gesundheit fällt nicht darunter.“ EU-Staaten seien darauf hingewiesen worden, „dass dies nicht der vorgesehene Wirkungs- oder Anwendungsbereich dieser Richtlinie ist“. Die Kommission sehe keine Notwendigkeit, daran etwas zu ändern.

Die Bundesregierung hatte das Gesetz zur Durchführung der Internationalen Gesundheitsvorschriften im Frühling so geändert, dass Fluggastdaten wie Adresse und Sitzplatznummer an Gesundheitsämter übermittelt werden dürfen. Damit sollen die Behörden bei einem Coronaverdacht schneller Passagiere ausfindig machen können. Bisher wurde dies in einigen Dutzend Fällen umgesetzt. Die Daten werden laut Bundesregierung nicht für die Überwachung von Quarantäne und Meldepflicht verarbeitet.

Körner betonte nun: „Im EU-Recht festgelegte Zweckbindungen dürfen nicht einfach national anlassbezogen ausgehebelt werden.“ Die EU-Kommission habe klar gemacht, dass trotz der notwendigen Bekämpfung des Coronavirus die rechtsstaatlichen Prinzipien der EU eingehalten werden müssten.

DFL: Umweltbewusstsein der Bundesligaclubs wächst weiter

Das Umweltbewusstsein der Clubs in der 1. und 2. Bundesliga ist nach einer Umfrage der Deutschen Fußball Liga weiter gestiegen. Für mehr als 90 Prozent der 36 Vereine habe die ökologische Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert, dieser sei seit Ausbruch der Corona-Pandemie nochmals gestiegen. Das teilte die DFL am Dienstag in Frankfurt/Main mit.

Bei etwa 70 Prozent der Clubs gibt es demnach Maßnahmen zur Senkung des Energie-und Wasserverbrauchs sowie der Abfallmengen. Zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen betreiben 56 Prozent der Clubs eigene Photovoltaikanlagen. Vereinzelt kommen auch Erdwärme, Solarthermie sowie Luft- und Gaswärmepumpen zum Einsatz. Ein Viertel der Clubs hat nach DFL-Angaben ein zertifiziertes Umweltmanagement-System eingeführt.

Johnson: Militäreinsatz zur Kontrolle von Corona-Regeln möglich

Der britische Premier Boris Johnson will zur Kontrolle schärferer Corona-Maßnahmen in England möglicherweise auch das Militär einsetzen. Man werde die schärferen Corona-Maßnahmen streng überprüfen und Geldstrafen verhängen, verkündete Johnson am Dienstag im Londoner Parlament. Die Polizei werde dabei präsenter in den Straßen des Landes sein, gegebenenfalls könne zur Verstärkung auch das Militär eingesetzt werden.

Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise in Großbritannien verschärft Johnson für England erneut die Schutzvorkehrungen. Pubs und Restaurants sollen von Donnerstag an spätestens um 22 Uhr schließen. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein.

Die Regierung weitet zudem die Maskenpflicht aus: Auch in Taxis oder Geschäften soll das Maskentragen künftig verpflichtend sein, genauso wie in Pubs oder Restaurants, wenn man sich gerade nicht an seinem Sitzplatz befindet. Hochzeiten sind nur noch mit 15 Teilnehmern erlaubt. Außerdem forderte Johnson Arbeitnehmer wieder auf, wenn möglich von zuhause zu arbeiten - eine Kehrtwende, nachdem er wochenlang eine große „Back to Office“-Kampagne („Zurück ins Büro“) propagiert hatte.

Das Land befinde sich an einem „gefährlichen Wendepunkt“, sagte der Premier. In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4400 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50.000 Fälle pro Tag zählen, warnen führende Gesundheitsexperten.

Die neuen Vorgaben sollen voraussichtlich sechs Monate lang gelten. „Diese Regeln werden nur funktionieren, wenn sich alle daran halten“, betonte Johnson. Für den Fall, dass die Infektionszahlen weiter ansteigen, stellte der konservative Politiker eine Verschärfung der Maßnahmen in Aussicht.

Die neuen Maßnahmen gelten für England, da in Schottland, Nordirland und Wales die regionalen Regierungen darüber bestimmen. Nach einem Treffen mit den Ministern der anderen Landesteile kündigte Johnson jedoch an, dort würden ähnliche Maßnahmen getroffen. In Nordirland gelten allerdings bereits deutlich schärfere Regeln.

Coronatests in Schortenser Altenwohnheim negativ

Wie der Landkreis Friesland am vergangenen Freitag meldete, sind 20 Bewohner sowie 14 Mitarbeiter des Altenwohnzentrums Schortens auf das Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse liegen dem Gesundheitsamt des Landkreises Friesland nun vor. Alle Tests sind negativ. Zuvor war das Testergebnis für einen der Bewohner positiv ausgefallen.

Wie am 19. September vermeldet, war bei einem zweiten Test im Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch das Ergebnis des Bewohners negativ. Vorsorglich wurde im Krankenhaus ein weiterer Test vorgenommen. Auch dieser Test ist negativ.

Corona-Auflage: Frühe Sperrstunde für britische Pubs und Restaurants

Aufgrund der sich zuspitzenden Coronakrise in Großbritannien hat Premierminister Boris Johnson verschärfte Schutzvorkehrungen angekündigt. Pubs und Restaurants sollen ab Donnerstag um spätestens 22 Uhr schließen, wie die Regierung am Montagabend mitteilte. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein. Johnson wollte sich am Dienstag mit einer Rede an die Briten wenden, um ihnen den Ernst der Lage bewusst zu machen und an geltende Abstands- und Hygieneregeln zu erinnern.

In ganz Großbritannien steigen die Infektionszahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50.000 Fälle pro Tag zählen, warnen führende Gesundheitsexperten.

Die Regierung denkt deshalb auch über ein temporäres Herunterfahren des öffentlichen Lebens nach, eine Art Zwangspause von zwei bis drei Wochen, während der Restaurants und Pubs wieder ganz geschlossen werden könnten. Große Landesteile im Nordosten Englands, Nordirland und Wales leben bereits jetzt mit härteren Maßnahmen.

„Niemand unterschätzt die Herausforderungen, die die neuen Maßnahmen für Unternehmen und Einzelne bedeuten“, teilte die Regierung mit. Allerdings müsse man alles tun, um das Gesundheitssystem zu stabilisieren.

Marburger Bund unterstützt Spahns Fieberambulanzen

Der Ärzteverband Marburger Bund unterstützt die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ins Spiel gebrachten Pläne zu sogenannten Fieberambulanzen. Sie seien „sehr sinnvoll“, sagte die Vorsitzende Susanne Johna. „Es gilt unbedingt zu vermeiden, dass Patienten mit anderen Erkrankungen sich scheuen, zum Arzt oder in die Klinik zu gehen. Je klarer wir die Wege für mögliche Covid-19-Patienten bahnen, desto eher trauen sich andere, wieder den Hausarzt aufzusuchen.“

Spahn hatte am Montag die Pläne zur Einrichtung der Fieberambulanzen mit Blick auf einen befürchteten Anstieg der Corona-Zahlen konkretisiert. „Es geht darum, eine Infrastruktur zu haben, die sicherstellt, dass nicht im Wartezimmer sich die Menschen untereinander anstecken. Das macht Sinn für Corona und auch bei der Grippe und einer möglichen Grippewelle“, sagte Spahn am Montag in Berlin. Der CDU-Politiker sprach von „Schwerpunktsprechstunden“, „Schwerpunktpraxen“ und „regionalen Fieberambulanzen“, an die sich Patienten mit entsprechenden Symptomen künftig wenden können sollen.

Mit Blick auf die steigenden Corona-Infektionszahlen sagte Johna: „Ich bin weniger besorgt, als ich es im Frühjahr war. Wir wissen mittlerweile viel mehr über das Virus.“ Es gebe genug Schutzkleidung und Masken. Nun gehe es darum, bei den Schutzmaßnahmen nicht nachzulassen.

Auch Spahn hält Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus für besser gerüstet als noch im Frühjahr. „Wir wissen zum Beispiel besser, wie wir die Intensivkapazitäten in den Kliniken genauer, zielgenauer auch steuern können“, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in einem ARD-„Extra“

1821 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1821 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen mindestens 274.158 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 22.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9396. Das sind zehn mehr als am Vortag. Rund 243.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. „Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Montag.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Montag bei 1,06 (Vortag: 1,22). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 1,17). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

+++Ticker von Montag, 21. September +++

Keine weiteren positiven Testergebnisse an der Realschule Esens

An der Realschule Esens gibt es Entwarnung – es gibt keine weiteren positiven Corona-Testergebnisse. Schüler der beiden fünften Klassen und neun Lehrer müssen allerdings bis zum Ende des Monats in Quarantäne bleiben. Ob die von der Quarantäne betroffenen Personen einen weiteren Test machen müssen, hängt auch davon ab, ob sie entsprechende Krankheitssymptome zeigen. Mehr ist hier zu lesen.

Kein Präsenzunterricht für eine weitere Klasse der BBS Jever

Das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland hat gestern veranlasst, dass der Präsenzunterricht für eine Klasse der Berufsbildenden Schule Jever ab heute bis zunächst einschließlich 28.September untersagt ist und für die Schüler Quarantäne angeordnet. Eine Person aus der Schulklasse wurde positiv auf das COVID-19-Virus getestet.

In einer Pressemittelung schreibt der Landkreis: „Die Mitschülerinnen und Mitschüler der Klasse gelten nun als Kontaktperson ersten Grades, sodass häusliche Quarantäne angeordnet wurde. Quarantäne wurde auch für Lehrkräfte, die mit der Klasse Kontakt hatten angeordnet sowie für einzelne weitere Mitschülerinnen und Mitschüler, die Kontakt zur betroffenen Person hatten. Die Kontaktpersonen wurden gestern informiert und werden in Kürze auf das Coronavirus getestet.“

Das Vorgehen des Gesundheitsamtes entspräche in diesem Fall dem Szenario C des Niedersächsischen Kultusministeriums, bei dem unter anderem einzelne Klassenverbände unter Quarantäne gestellt werden, der Schulbetrieb darüber hinaus jedoch aufrechterhalten wird. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregelungen, könnten alle weiteren Kinder und Lehrkräfte der Schule weiterhin den Unterricht vor Ort wahrnehmen.

Kartoffelfest in Hohenkirchen fällt aus

Das für kommenden Samstag, 26. September, geplante Kartoffelfest am internationalen Garten am Wangermeer musste coronabedingt abgesagt werden - es darf nichts zum dortigen Verzehr verkauft werden. Stattdessen werden von 14 bis 17 Uhr auf dem Parplatz/Wohnmobilstellplatz Jelliestede die frisch geernteten Wangermeer-Kartoffeln verkauft.

Außerdem sind zusätzliche Aktionen geplant: Maiskörner schätzen, das von der Projektgruppe selbst geschrieben Kochbuch wird vorgestellt, es gibt eine Tombola und wer möchte, kann den Internationalen Garten mit einer Baum- oder Lattenpatenschaft unterstützen. Am Samstag gelten die aktuellen Corona-Regeln. Ein Mund-nasen-Schutz ist mitzubringen, außerdem wird es ein Einbahnstraßensystem geben.

Kommende Woche neue Merkel-Runde mit Ministerpräsidenten über Corona

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will kommende Woche mit den Bundesländern über Maßnahmen gegen die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen beraten. Kanzleramtschef Helge Braun habe am Montag in seiner Besprechung mit den Chefs der Staatskanzleien eine Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten für den 29. September um 14.00 Uhr angekündigt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin aus Teilnehmerkreisen.

Hintergrund sei der besorgniserregende Umstand, dass mehrere große Städte den wichtigen Grenzwert von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten hätten. Zudem komme es an mehreren Stellen in Deutschland zu einer diffusen Ausbreitung von Corona, ohne dass ein klarer Ausbruchsort erkennbar sei. Braun habe demnach auch auf den Beschluss der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz verwiesen, nach dem Öffnungssignale derzeit nicht angebracht seien. Am Sonntag hatten etwa die Corona-Zahlen in München den Wert von 55,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner erreicht.

Karl Lauterbach für Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt den Vorschlag einer Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen zur Eindämmung des Coronavirus. „An Plätzen wie dem Stachus in München, der Hasenheide in Berlin oder dem Brüsseler Platz in Köln ist das Infektionsrisiko hoch“, sagte er der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag). An solchen öffentlichen Plätzen könnten die Abstände nicht eingehalten werden, und es werde laut gesprochen. „Und wenn man laut spricht und ist infektiös, überträgt man per Tröpfchen das Virus. “Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ins Spiel gebracht, wo Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Dem Vernehmen nach will sein Kabinett eine entsprechende Vorschrift für alle Kommunen beschließen, in denen die Neuinfektionszahl bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt. Die Stadt München will eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen der Innenstadt erlassen, falls die Neuinfektionszahlen weiterhin auf hohem Niveau bleiben.

Emmys: Hannoveranerin Maria Schrader gewinnt – Viel Kritik an Trump

Am Ende saßen sie doch fast alle im schicken Abendkleid da - nur eben meistens daheim statt im Staples Center in Los Angeles. Und von dort gab es dann bei den Emmy Awards am Sonntagabend sechs Wochen vor den US-Wahlen viel Kritik an Präsident Donald Trump.

Die drei großen Abräumer des Abends waren das Drama „Succession“ um die kaputte Familie eines Medienmoguls, die freundliche Toleranz-Comedy „Schitt’s Creek“ und die auf einem realen Massaker an Schwarzen im US-Süden beruhende Comicverfilmung „Watchmen“. Der Emmy Award ist der bedeutendste Fernsehpreis der USA.

Er wolle einigen „Nichtdank“ aussprechen, sagte Produzent und Drehbuchautor Jesse Armstrong bei der Bekanntgabe des Preises für die beste Dramaserie an „Succession“. Ein „Nichtdank“ gehe an das Virus und an Donald Trump und Boris Johnson für deren „lausige und unkoordinierte Antwort“ darauf, sagte er. Ein „Nichtdank“ gehe auch an alle Nationalisten auf der Welt und „an alle Medienmogule, die sie an der Macht halten“, erklärte der Brite.

Seine opulent ausgestattete Serie handelt vom alternden Patriarchen Logan Roy und wie dessen Kinder um die Nachfolge in seinem Medienkonzern kämpfen. Sie wurde mit sieben Preisen ausgezeichnet, darunter auch Emmys für Jeremy Strong als bester Hauptdarsteller und Andrij Parekh als bester Regisseur. Dass während der Verleihung des Hauptpreises kurz im Hintergrund das Telefon klingelte, blieb eine der wenigen Pannen - „Zimmerservice, vermutlich“, witzelte Armstrong.

Ansonsten war deutlich häufiger der US-Präsident das Thema vieler Gags und ernster Anspielungen. Zu Beginn sprach Moderator Jimmy Kimmel zunächst vor applaudierenden Stars, gab dann aber preis, dass dies Aufnahmen der Vorjahre waren und er nahezu allein auf der Bühne im Staples Center stehen werde. „Natürlich haben wir kein Publikum“, sagte der Komiker. „Das hier ist keine MAGA-Rally“, ergänzte Kimmel als Seitenhieb auf die „Make America Great Again“-Wahlkampfreden, die US-Präsident Donald Trump trotz Infektionsrisikos während der Corona-Pandemie vor tausenden Anhängern hält.

Danach ging Kimmel hinter die Bühne in einen Raum voller Monitore mit Schalten zu rund 100 Nominierten. Mit der Vergabe des ersten Preises begann dann der beeindruckende Siegeszug von „Schitt’s Creek“ in den Comedy-Kategorien - über 70 Minuten dauerte es, bis überhaupt irgendeine andere Sendung einen Preis erhielt. Bis dahin gewann in allen sieben wichtigen Sparten die warmherzige Serie über die extravagante Familie Rose, die nach Problemen mit den Steuerbehörden in ein kleines Dorf zieht, das der Vater einst als Spaß dem Sohn geschenkt hatte.

„Im Kern handelt unsere Serie davon, welche Veränderungen Liebe und Akzeptanz auslösen“, sagte Daniel Levy, der Preise als Regisseur, Autor und Nebendarsteller erhielt. „Und das ist etwas, das wir heute mehr als je zuvor brauchen“, ergänzte er bevor er die Zuschauer engagiert aufrief, am 3. November wählen zu gehen. Außer ihm wurden auch Catherine O’Hara und Eugene Levy für ihre Hauptrollen und Annie Murphy für die beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet. Inklusive der Preise für die beste Comedyserie, sowie für bereits an den Vorabenden vergebenen Preisen für Casting und Kostüme kam „Schitt’s Creek“ auf neun Awards.

Bei den Emmys für Fernsehfilme und Miniserien war „Watchmen“ mit insgesamt elf Preisen der große Abräumer. In ihren Reden am Sonntag erinnerten die Macher hier an ein dunkles Kapitel der US-Geschichte, das der Serie zugrunde liegt: Beim Massaker von Tulsa waren laut mancher Schätzungen im Jahr 1921 bis zu 300 Schwarze umgebracht worden. „Dieses Land vernachlässigt seine eigene Geschichte oft zum eigenen Nachteil“, sagten die Drehbuchautoren Damon Lindelof und Cord Jefferson.

Bei den Preisen für die Miniserien gab es aus deutscher Sicht den überraschendsten Moment des Abends: Die Hannoveranerin Maria Schrader bekam die Auszeichnung als beste Regisseurin für die vierteilige Serie „Unorthodox“ beim Streaminganbieter Netflix. Sie erzählt darin die Geschichte der ultra-orthodoxen Jüdin Esther, die vor ihrem Ehemann aus New York nach Berlin flüchtet. „Ich bin sprachlos“, sagte die auch als Schauspielerin bekannte 54-Jährige in der Live-Schalte, umgeben von einigen Mitgliedern des Teams.

CDU-Politiker Merz über Bayern-Chefetage: „Dummheit oder Arroganz“

Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat die Chefetage des FC Bayern München für das enge Beieinandersitzen beim Bundesliga-Aufakt scharf kritisiert. „Mein Gedanke, bei dem, was ich da gesehen habe: Dummheit oder Arroganz“, sagte der Kandidat für den Bundesvorsitz der Partei der „Bild“-Zeitung (Montag). Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte sich am Sonntag bereits reumütig gezeigt und mit Blick auf die geltenden Einschränkungen in der Corona-Krise ein angemesseneres Verhalten versprochen. „Wir sind uns alle einig, dass das Bild nicht vorbildlich war. Wir werden das ändern“, sagte er in der TV-Sendung „Sky90“.

Auch Bayern-Präsident Herbert Hainer äußerte sich im „Kicker“ entsprechend: „In Zukunft werden wir uns absolut regelkonform verhalten.“ Beim 8:0 zum Bundesliga-Auftakt gegen den FC Schalke 04 am Freitagabend in der Allianz Arena hatten die Vereinsvertreter der Bayern und auch der Gäste aus Gelsenkirchen ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz auf der Ehrentribüne eng zusammengesessen.

Rummenigge sprach auch von einem Missverständnis in der Auslegung der Corona-Vorgaben. Der 64-Jährige berief sich wie schon sein Vorstandskollege Oliver Kahn auf Bestimmungen in der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die grundsätzlich einen Aufenthalt im öffentlichen Raum in Gruppen von bis zu zehn Personen gestattet. Aber er ergänzte einsichtig: „Beim nächsten Spiel werden wir den notwendigen Abstand halten, wenn das gewünscht ist.“

922 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut am Montag eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Demnach hatten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 922 Fälle übermittelt, wie das RKI bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. „Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Sonntag.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Coronakrise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 272.337 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 21.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben wie am Vortag bei 9386. Rund 242.200 Menschen hatten die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Sonntag bei 1,22 (Vortag: 1,27). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,17 (Vortag: 1,24). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

+++Ticker von Sonntag, 20. September +++

Grundschule Hohenkirchen: Präsenzunterricht für 3. und 4. Klasse fallen aus

In einer gemeinsame Pressemeldung des Landkreises Friesland und der Gemeinde Wangerland teilen diese mit, dass das Gesundheitsamt heute veranlasst hat, dass für die 3. und 4. Klasse der Grundschule Hohenkirchen bis zunächst einschließlich Mittwoch kein Präsenzunterricht stattfindet. Es handelt sich hierbei um eine vorsorgliche Maßnahme, da bei jeweils einem Elternteil eines Kindes in der 3. und eines Kindes in der 4. Klasse das Coronavirus nachgewiesen wurde. Die beiden Kinder gelten als Kontakt ersten Grades, werden nun getestet und befinden sich in Quarantäne.

Bis zum Vorliegen der Testergebnisse findet vorsorglich für die gesamte 3. und 4. Klasse kein Präsenzunterricht statt. Für die Kinder wird derzeit eine Quarantäne empfohlen, eine Quarantäneanordnung erfolgt nicht, da die Kinder nicht direkten Kontakt mit der infizierten Person hatten. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregelungen können alle weiteren Kinder und Lehrkräfte der Schule weiterhin den Unterricht vor Ort wahrnehmen. Die Eltern wurden durch die Schule informiert.

Coronafall im AWO Schortens: Infizierte Person gilt als geheilt

Der Landkreis Friesland hat mitgeteilt, dass die infizierte Person in Zusammenhang mit dem AWO Schortens als geheilt gilt. „Wie mitgeteilt, wurde am Freitag, 18.9.2020 bei einem Bewohner der Einrichtung das Coronavirus nachgewiesen. Die Person wurde deswegen umgehend auf die Isolierstation des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch verlegt, wo erneut ein Test auf das Virus erfolgt ist. Dieser Test konnte das Virus nicht mehr nachweisen, sodass die Person als genesen gilt. Die Person befindet sich dennoch weiterhin im NWK Sanderbusch und als weitere vorsorgliche Maßnahme wird erst nach einem erneuten negativen Test, die Rückverlegung in die Pflegeeinrichtung erfolgen.“

Bis zum Vorliegen der Testergebnisse der Kontaktpersonen (Bewohner und Personal) hat das AWO Schortens unter anderem entschieden, als vorsorgliche Maßnahme den Besuchs- und Aufnahmestopp aufrechtzuerhalten. Die Testergebnisse werden am Montag erwartet.

1345 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 1345 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 271.415 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 20.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9386 - das sind zwei Todesfälle mehr als am Vortag. Bis Sonntagmorgen hatten rund 240.700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Narren planen Karneval wegen Corona „völlig anders, völlig neu“

Nach der Absage von klassischen Karnevalssitzungen und -Zügen wollen die rheinischen Narren ihr Fest während der Corona-Pandemie auf neue Art feiern. „Die Absage bezieht sich auf die Formate, wie wir sie kennen“, sagte der oberste Kölner Karnevalist Christoph Kuckelkorn am Samstag. „Ab jetzt planen wir völlig anders, völlig neu.“

Der Karneval, so wie man ihn kenne, sei dieses Mal nicht möglich. „Wir haben in den letzten Wochen immer gesagt, dass Feiern um jeden Preis nicht unser Karneval sein kann“, betonte Kuckelkorn. Mit dem Karneval sei es aber wie mit Weihnachten: „Weihnachten findet statt - auch wenn kein Weihnachtsmarkt stattfindet.“ Es gehe jetzt darum, „kreativ zu werden und das Herz des Fastelovends herauszuarbeiten“. „Fastelovend“ ist der traditionelle Kölner Begriff für Karneval. Gefragt seien kleine und sichere Veranstaltungen, sagte Kuckelkorn.

So soll am 11.11., dem Beginn der Karnevalszeit, sowohl die traditionelle Eröffnungsveranstaltung in Düsseldorf - Hoppeditz’ Erwachen - stattfinden als auch die Auftaktfeier in Köln.

Weniger Schiffsverkehr: Rosa Delfine kehren nach Hongkong zurück

Rosafarbene Delfine kommen wegen des reduzierten Schiffsverkehrs in der Corona-Krise zurück in die Gewässer um Hongkong. Rund um die chinesische Sonderverwaltungsregion drängen sich normalerweise Containerschiffe und Fähren. Nun wird der in der Region selten gewordene Meeresbewohner immer häufiger gesichtet.

Die Säugetiere, auch als chinesischer weißer Delfin bekannt, kehren allmählich nach Hongkong zurück, nachdem die Covid-19-Beschränkungen die Lärmbelastung verringert und die Lebensraumbedingungen für die Tiere verbessert haben, wie Wissenschaftler der Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ berichteten.

Zwei Chinesische Weiße Delfine (Sousa chinensis) in der Sanniangwan Scenic Area. Foto: Zhang Ailin/XinHua/dpa

Die Delfine, die ihren rosa Farbton von sichtbaren Blutgefäßen erhalten, sind in der Mündung des Pearl River westlich von Hongkong beheimatet und kommen auch in den Gewässern um Macao, Taiwan und Singapur vor. Wegen des immer dichteren Schiffsverkehrs nahmen ihre Sichtungen im Laufe der Jahre ab.

Meeresforscher der St. Andrews University in Großbritannien sagten der Hongkonger Zeitung, dass Sichtungen der seltenen Delfine um 30 Prozent gestiegen seien. Den Forschern zufolge ermöglichten die ruhigeren Gewässer den Delfinen, sich in größeren Gruppen zu versammeln und mehr Kontakte zu knüpfen, was eine genauere Untersuchung des Verhaltens der Säugetiere ermögliche.

Kliniken blocken immer weniger Betten für Corona-Patienten

Trotz steigender Infektionszahlen halten deutsche Kliniken einem Bericht zufolge auf ihren Intensivstationen weit weniger Betten für Corona-Patienten frei als noch vor einigen Wochen und Monaten. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält das auch für richtig: „Trotz leicht angestiegener Infektionszahlen gab es keine erhebliche Belastung der Intensivstationen“, sagte Reinhardt der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Dass zuletzt etwa Baden-Württemberg entschieden habe, die Quote der für Intensivpatienten mit Covid-19 freigehaltenen Betten von 35 auf 10 Prozent zu senken, halte er für angemessen. Eine Mindestquote sei zwar nötig. Die Kliniken hätten aber genügend Zeit und Erfahrung, um ihre Kapazitäten hochzufahren, wenn es wieder mehr Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf geben sollte, so Reinhardt.

+++Ticker von Samstag, 19. September +++

AWO in Schortens: Gesundheitsamt testet weitere Bewohner, ab sofort Besuchs- und Aufnahmestopp

Nachdem gestern bei einem Bewohner des Altenwohnzentrums in Schortens das COVID-19-Virus nachgewiesen, leitet das Gesundheitsamt des Landkreises mit der Pflegeeinrichtung Maßnahmen ein und nahm bereits gestern Abend bei den möglichen Kontaktpersonen in der Einrichtung Abstriche.

In einer Pressemitteilung teilt der Landkreises Friesland mit: „Bei einem Bewohner der 3. Etage des AWO Schortens wurde gestern Nachmittag das Coronavirus nachgewiesen, die Person wurde umgehend auf die speziell für Coronapatienten eingerichtete Station im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch verlegt. Da die Person erst am Vortag in der Einrichtung unter den aktuell gültigen Regelungen aufgenommen wurde, wird derzeit davon ausgegangen, dass die Ansteckung außerhalb erfolgte – die Infektionskette wird noch weiter geprüft.“

Das Gesundheitsamt des Landkreises soll noch gestern Abend bei 20 weiteren Bewohnerinnen und Bewohnern sowie 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtung Abstriche genommen haben – die Testergebnisse dieser Kontaktpersonen werden Anfang nächster Woche erwartet. In 5 bis 7 Tagen erfolgt ein zweiter Test. Im AWO Schortens gelten seit Monaten strenge Hygiene- und Abstandsregelungen, sodass das Personal nur mit Schutzkleidung engen Kontakt zu Bewohnerinnen und Bewohnern hat.

Gemäß Vorgaben des RKI wurde für das Personal, das als Kontaktperson gilt, häusliche Isolation angeordnet, so dass sich dieses nur zu Hause und auf der betroffenen Station in der Einrichtung aufhalten dürfen.

In enger Abstimmung mit der Einrichtung hat der Landkreis ab sofort ein Besuchs- und Aufnahmestopp für das AWO Schortens ausgesprochen. Bis auf Weiteres sind keine Besuche vor Ort möglich, Bewohner außerhalb der betroffenen Station gelten nicht als Kontaktpersonen und dürfen die Einrichtung verlassen. Sobald die Testergebnisse vorliegen, wird über weitere Maßnahmen entschieden.

Die Angehörigen der insgesamt 82 Bewohnerinnen und Bewohner im AWO Schortens wurden durch die Einrichtung informiert.

Höchster Tageswert an Corona-Neuinfektionen in Dänemark

Dänemark hat den höchsten Tageswert an Corona-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie registriert. Wie am Samstag aus Zahlen des dänischen Gesundheitsinstituts SSI hervorging, wurden seit dem Vortag 589 neue Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt - das ist der höchste Tageswert, seit das Virus Ende Februar erstmals im nördlichsten deutschen Nachbarland nachgewiesen worden war. Die heutigen Zahlen lassen sich allerdings nur schwer mit denjenigen der ersten Hochphase der Corona-Krise im Frühjahr vergleichen, weil in Dänemark wie in zahlreichen anderen Ländern heute viel mehr auf Corona getestet wird.

Handwerk hat noch 29.000 Ausbildungsplätze zu vergeben

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat an Schulabgänger appelliert, noch in diesem Jahr eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen. „Wir haben noch Kapazitäten: Zurzeit sind allein im Handwerk noch 29 000 Ausbildungsplätze frei“, sagte Wollseifer der „Rheinischen Post“ (Montag) anlässlich des Tags des deutschen Handwerks am Samstag.„Unsere Betriebe können weiter ausbilden, und sie wollen es auch. Ich kann alle Jugendlichen nur ermuntern, die Chancen im Handwerk auch tatsächlich zu nutzen und eine Ausbildung auch jetzt noch zu starten“, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Viele Jugendliche seien wegen der Corona-Krise verunsichert, weil sie nicht genügend Informationen erhalten konnten.

Zweiter Corona-Lockdown in Israel wird weitgehend befolgt

In Israel wird der zweite landesweite Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus’ weitgehend befolgt. Auf den Straßen in Tel Aviv etwa waren am Samstag nur vereinzelt Autos zu sehen. Auch Menschen waren kaum unterwegs. Nach Medienberichten gab es allerdings am Strand der Küstenstadt einen kleineren Protest. Dem Nachrichtenportal ynet zufolge demonstrierten dort etwa 100 Menschen gegen die neuen Vorschriften wie etwa die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Strandbesuche sind eigentlich untersagt.

Die Restriktionen gelten seit Freitagnachmittag für drei Wochen. Die Menschen dürfen sich nur in Ausnahmefällen - wie etwa dem Weg zur Arbeit oder zu Demonstrationen - weiter als 1000 Meter von ihrem Zuhause entfernen, Fahrten zwischen einzelnen Städten sind verboten.

Polizei löst Feiern in Berliner Parks auf

Sie hörten laute Musik, feierten ohne Corona-Sicherheitsabstand und prügelten sich auch: Die Polizei hat in Berlin Freitagnacht mehrere Feiern mit Hunderten Teilnehmern beendet. Die Einsatzkräfte seien von Bundespolizisten unterstützt worden, teilte die Behörde am Samstag mit. Rund 100 Beamte waren im Einsatz.

Im James-Simon-Park im Bezirk Mitte löste die Polizei etwa eine Party mit bis zu 600 Teilnehmern auf. Partyteilnehmer hätten gegrölt und sich nicht an die Mindestabstände wegen der Pandemie gehalten, hieß es. Nach Angaben von Zeugen sollen aus einer etwa 300-köpfigen Gruppe heraus einige mit Stühlen von nahen Gaststätten aufeinander losgegangen sein. Auch an anderen Orten in der Hauptstadt beendete die Polizei Feiern im öffentlichen Raum. Ein Polizist sei verletzt und ambulant behandelt worden.

Insgesamt wurden laut Polizei sieben Tatverdächtige festgenommen. Es seien Strafermittlungen wegen tätlichen Angriffs, versuchter Gefangenenbefreiung und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet worden.

Ferres: „Müssen nicht unserer Maß Bier nachtrauern“

„Es ist gut, dass wir dieses Jahr nicht auf den Tischen tanzen können“: TV-Star Veronica Ferres (55) trauert um das abgesagte Oktoberfest 2020, zeigt sich aber überzeugt von der Richtigkeit der Maßnahme. „Heute wäre Wiesn-Start gewesen! Normalerweise ein Muss in meinem Kalender, dieses Jahr bleibt nur ein Blick in meine Fotos“, schrieb sie am Samstag bei Facebook. Doch: „Wir sind in einer nie dagewesenen Situation, da müssen wir nicht unserer Maß Bier nachtrauern“, fügte sie hinzu. „Die schmeckt auch beim nächsten Mal gut.“

Polen verzeichnet Höchstwert bei nachgewiesenen Neuinfektionen

Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden 1002 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der Schwerpunkt der nachgewiesenen Neuinfektionen lag mit 149 Fällen in Kleinpolen im Süden des Landes, aber auch die Region um Lublin im Osten (122) und Pommern (96) waren stark betroffen. Der bisherige Rekordwert wurde am 21. August erfasst, er betrug 903 Neuinfektionen.

Impfstoff-Zulassung Ende 2020 oder Anfang 2021

Das Paul-Ehrlich-Institut rechnet weiterhin mit einer Zulassung von Corona-Impfstoffen für Ende 2020 oder Anfang 2021. Derzeit befänden sich neun Impfstoff-Kandidaten in der abschließenden klinischen Phase III, sagte Instituts-Chef Klaus Cichutek den Sendern RTL und ntv. Zwar sei der Zeitpunkt Spekulation, „aber rechnen wir mal Ende diesen Jahres, mit Beginn des nächsten Jahres mit den ersten Zulassungen.“ Diese Einschätzung vertritt das Paul-Ehrlich-Institut - das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe - unverändert seit längerer Zeit.

Auch bei einer Zulassung von Impfstoffen zu diesem Zeitpunkt werde es noch mehrere Monate dauern, bis in Deutschland ein Impfstoff flächendeckend zu Verfügung stehe. Dann sei es Aufgabe des Robert Koch-Instituts, für Deutschland zu entscheiden, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden sollten. „Ich nehme an, dass noch einige Monate im nächsten Jahr ins Land gehen, bis wir von flächendeckender Verfügbarkeit reden. Weltweit kann das den größten Teil des nächsten Jahres, wenn nicht das gesamte nächste Jahr in Anspruch nehmen“, sagte Cichutek.

Spahn: Gesundheitssystem trotz Corona-Anstiegs noch nicht überlastet

Das deutsche Gesundheitssystem ist derzeit trotz steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht überlastet. Mit fast 2300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag bei Twitter.

Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten am Freitag 2297 neue Corona-Infektionen registriert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekanntgab. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und ab Juli wieder gestiegen. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen hängt auch davon ab, wie viele Menschen getestet werden.

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hatte in der vergangenen Woche im Interview mit dem „Handelsblatt“ erklärt, Deutschland sei derzeit in der Lage, die Pandemie „vergleichbar gut zu managen“.

Coronafall im Altenheim in Schortens

Im AWO-Altenwohnzentrum Schortens gibt es einen Corona-Fall. Darüber informierte die AWO. Die Person sollte vom Krankenhaus in Varel als neuer Bewohner in das Heim verlegt werden. Ein erster Corona-Test vor der Aufnahme war negativ, ein zweiter, dessen Ergebnis erst gestern vorlag, positiv. Der Person gehe es gut, sie hat keine Symptome und befindet sich wieder im Krankenhaus. Die AWO fordert nun einen Reihentest aller Bewohner und Mitarbeiter.

Emilia Romagna erlaubt Zuschauer – 13.000 Fans bei Formel 1 möglich

Beim Formel-1-Rennen im italienischen Imola Anfang November könnten 13.147 Zuschauer dabei sein. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung unterschrieb der Präsident der Emilia Romagna, Stefano Bonaccini, am Freitagabend laut Nachrichtenagentur Ansa. Zuvor hatte Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora bekanntgegeben, dass ab sofort bei Sportveranstaltungen im Freien wieder Zuschauer erlaubt sind. Auch die Serie-A-Partien in der Emilia-Romagna können demnach ab sofort wieder vor bis zu 1000 Zuschauern stattfinden.

Rios Bürgermeister kündigt Rückkehr der Zuschauer ins Maracanã an

Inmitten der Corona-Pandemie will die Stadtverwaltung der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro wieder Fußball-Zuschauer ins berühmte Maracanã-Stadion lassen. „Am 4. Oktober werden wir das erste Spiel der brasilianischen Meisterschaft nach der Pandemie mit Fans haben“, sagte Rios Bürgermeister Marcelo Crivella in einer Pressekonferenz am Freitag (Ortszeit).Laut Spielplan findet an dem Tag die Partie zwischen Flamengo Rio de Janeiro und Athletico Paranaense statt. Bürgermeister Crivella zufolge sollen 20 000 Zuschauer, ein Drittel der vollen Auslastung des Maracanã, zugelassen werden.

Fast 2300 Corona-Neuinfektionen – höchster Wert seit Ende April

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat erneut deutlich die Schwelle von 2000 übersprungen und den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2297 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Städte stecken noch in Silvesterplanung

Viele deutsche Städte stecken noch in den Planungen zu den Feierlichkeiten für den Jahreswechsel. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Rathäusern in 16 Großstädten. Einige davon wollen über die auf Bundesebene geregelten Vorschriften hinaus lokale Verbotszonen für das Böllern einrichten. Entsprechende Überlegungen begründet aber bislang nur Rostock ausdrücklich mit der Coronavirus-Pandemie.

In Berlin sollen nach Angaben der Senatsverwaltung für Inneres Feuerwerks-Verbotszonen rund um das Brandenburger Tor und zusätzlich in zwei weiteren Teilen der Stadt ausgewiesen werden. Auch Hannover werde „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ in bestimmten Bereichen der Innenstadt ein Mitführ- und Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern erlassen, hieß es.

In Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Wiesbaden und München haben Behörden derweil noch nicht abschließend geklärt, ob das Böllern zusätzlich eingeschränkt wird.

Corona-Sorgen vor Münchner „Wirtshaus-Wiesn“

Ungeachtet großer Sorge um ein weiteres Anschwellen des Corona-Infektionsgeschehens in München feiern am Samstag Oktoberfest-Fans den Bieranstich für ihre Ersatz-Wiesn. In unzähligen Münchner Wirtshäusern heißt es pünktlich um 12.00 Uhr, teils untermalt von Blasmusik: „Ozapft is!“. Auch Alt-Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) - für zahlreiche Fassanstiche auf der Wiesn verantwortlich - will diesmal ein kleines Bierfass in einem Lokal anstechen.

Aus Angst um mögliche wilde Wiesn-Partys gilt auf der Theresienwiese selbst am Samstag ein Alkoholverbot. Zahlreiche Feierwillige hatten sich im Vorfeld via Social Media zu Partys auf der Theresienwiese verabredet. Die Stadtspitze richtete einen eindringlichen Appell an die Münchner, dem Wiesn-Areal fernzubleiben.

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