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Raupen des Buchsbaumzünslers: Stauden als Alternative zum kränkelnden Buchs

09.04.2020

Bonn(dpa/tmn) - Der Buchsbaum leidet unter zwei Plagen: Zum einen machen sich die Raupen des Buchsbaumzünslers über den immergrünen Busch her.

Der Befall ist anfangs nur schwer zu erkennen, denn die grünen, etwa fünf Zentimeter langen Raupen fressen sich tief im Inneren des Gehölzes satt - und diesen von innen her kahl. Das ist zwar ein rein optisches Problem, stört aber Gartenbesitzer.

Zum anderen befällt der Pilz namens Cylindrocladium buxicola die Pflanze. Er verfärbt die Blätter braun, die später abfallen. Man spricht hier vom Triebsterben. Erkennt man es früh, lässt sich die Pflanzen kräftig zurückschneiden. Allerdings ist in den meisten Fällen die Rodung nötig.

Viele Buchsbäume werden daher inzwischen von ihren Besitzern entfernt, und Gartenprofis raten oft von der Neubepflanzung ab. Als eine Alternative gelten neben anderen Immergrünen Stauden.

Ihr Nachteil: Die meisten sind im Winter nicht grün. Wenn Stauden verblüht sind, sterben in der Regel die oberflächlichen Teile ab. Aber der Wurzelstock bleibt erhalten, überwintert und treibt im Folgejahr wieder aus.

Joachim Trox vom Bund deutscher Staudengärtner rät hier, die abgestorbenen Triebe nicht schon im Herbst, sondern erst im Frühling abzuschneiden - kurz bevor die neuen sprießen. Die Triebe sind oft noch schön genug für den Winterschmuck, gerade wenn Frost sich auf ihnen absetzt. Außerdem dienen die trockenen Blätter und Triebe den Stauden als Winterschutz.

Der Vorteil der Stauden: Sie sind oft unkompliziert zu pflegen und blühen sogar - haben also einen höheren Zierwert für den Garten und bieten oft auch noch Insekten Nahrung.

Trox empfiehlt Gamander, Bergminze oder Katzenminze für sonnige Standorte, sie gedeihen in den meisten Gartenböden. Der Immergrüne Gamander verträgt aber auch Halbschatten. Besonders unkompliziert und langlebig ist der Storchschnabel. Er deckt von Sonne bis Schatten und von Sand- bis Lehmboden nahezu alle Gartensituationen ab. Für schattigere Lagen rät Trox zum Zwerg-Geißbart. Wer es exotisch mag, ist mit der Traubenlilie gut beraten.

Pro laufenden Meter Pflanzfläche genügten vier bis fünf Pflanzen im 9er- oder 11er-Vierecktopf, die 0,5 bis einen Liter Volumen haben.

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dpa | Bund

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