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Schritt für Schritt ins selbstständige Leben

Sande „Unser neues Angebot, in dem man das selbstständige Wohnen schon mal üben kann, ist ein riesiger Meilenstein“, sagte Bettina Werner gestern Mittag bei der offiziellen Einweihung des neuen Hauses für die Außenwohngruppe Sande in der Trägerschaft des Bezirksverbands Oldenburg (BVO). Insgesamt 1,08 Millionen Euro wurden investiert. Die Einrichtungsleiterin begrüßte zur Einweihung unter anderem Landrat Sven Ambrosy, der zugleich Vorsitzender des BVO ist, Frank Diekhoff und Karin Harms von der Geschäftsführung, die Bewohner sowie Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg.

Wie berichtet, entstanden zehn Plätze für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, deren Therapie bereits so weit fortgeschritten ist, dass sie nun Schritt für Schritt wieder zu einem selbstständigen Leben finden. In der Außenwohngruppe bekommen sie aber auf Wunsch immer noch Unterstützung durch Fachpersonal. Der Neubau steht in direkter Nachbarschaft zum Wohnheim, in dem es eine wesentlich engmaschigere Betreuung gibt.

Die Bewohner haben sich bereits gut in das neue Haus eingelebt, in dem bis auf ein Apartment alle Wohneinheiten belegt sind. „Ich fühle mich sehr wohl hier, vor allem die Gemeinschaft ist sehr schön“, sagte Matthias Krause. Gerne präsentierte der 41-Jährige sein Zimmer, in dem ein Keyboard und verschiedene Musikanlagen den Mittelpunkt bilden.

Auch das Zimmer von Anna-Lena Wlotzke spricht deutlich von ihren Hobbys: Sie liebt Sport, fährt gerne Rad und liebt Pferde. „Ich konnte hier in der Nähe sogar eine Pflegebeteiligung für zwei Ponys bekommen – auch wenn das natürlich nicht das Gleiche ist, wie das eigene Pferd zu Hause“, sagt sie.

In der Hausgemeinschaft finden sich beide schon gut zurecht, es gibt bereits Absprachen für die Versorgung: In der großen Küche essen alle gemeinsam, jeder ist mal dran mit dem Kochen. Dabei gilt es, Absprachen einzuhalten.

Für das Wohnheim und die Außenwohngruppe nebenan stehen neun Mitarbeiter zur Verfügung. Die Anforderungen seien in den vergangenen Jahren immens gestiegen, unter anderem nehme die Vermittlung von Medienkompetenz eine immer wichtigere Bedeutung ein, sagte Jochen Bleckmann, Mitarbeiter in der psychosozialen Betreuung.