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Lokal26.de Friesland Sande

Kita in Cäci wieder offen: Die Rückkehr auf die „Schatzinsel“

22.05.2020

Cäciliengroden Wenn die Fenster offen stehen, könnte man fast meinen, alles ist wie immer in der Kindertagesstätte „Schatzinsel“ in Cäciliengroden. Dass das nicht so ist, zeigt aber schon ein Blick auf die Hecke: „Wir vermissen euch“ steht dort in großen Buchstaben – und alle paar Tage gibt es neue Bilder zu bestaunen. Die Kampagne wurde gestartet, um die Verbindung zwischen Kindern und Erzieherinnen aufrecht zu erhalten.

Doch die traurigen ersten Tage sind zum Glück überwunden, die „Schatzinsel“ füllt sich langsam wieder mit Leben. Seit Montag sind nicht nur die Kinder der Notbetreuung in der Einrichtung, sondern auch die Mädchen und Jungen, die im Sommer eingeschult werden sollen.

Zeit ohne Kinder war gespenstisch ruhig

„Von eins fahren wir ganz langsam wieder auf volle Auslastung“, sagt Leiterin Stefanie Hentschel und erzählt von der Zeit, als es gespenstisch ruhig war. Als am 16. März alle Kindertagesstätten geschlossen wurden und nur die Notbetreuung für einen ganz kleinen Kreis zur Verfügung stand, besuchte lediglich noch ein Kind die Einrichtung. Anfang April steigerte sich die Zahl auf drei, aber seit Mai gebe es richtig viele Anträge für die Notbetreuung, so Stefanie Hentschel. Die Krippe ist mittlerweile ausgebucht, nur in den Regelgruppen gibt es noch wenige freie Plätze.

Von den 79 Kindern, die regulär die Einrichtung besuchen, sind inzwischen 37 wieder vor Ort. 16 davon sind Vorschulkinder. Viel mehr Platz gibt es nicht, die Belegungszahlen wurden gesenkt, denn im Kindergarten ist es nicht möglich, die sonst vorgeschriebenen Abstände einzuhalten. „Ein Kind hat sich gestoßen, es weint – da muss man es in den Arm nehmen, und das will man auch, denn es braucht ja Trost. Und den kann man über zwei Meter Entfernung nicht vermitteln“, sagt Hentschel.

Ausgiebig mit Seife und Schaum spielen

Klar gibt es auch in der „Schatzinsel“ vorgeschriebene Hygieneregeln, vor allem das Händewaschen spielt eine große Rolle. „Das kommt sogar dem Spieldrang der Kinder entgegen, sie sind gerne ausgiebig mit Seife und Schaum beschäftigt“, berichtet die Kindergartenleiterin. Erst nach dem Händewaschen geht es in den Gruppenraum. In Cäciliengroden sind übrigens alle Kinder in den Gruppen untergebracht, die sich auch vor der Coronakrise besucht haben. So kommen sie gleich wieder in ihre bekannte Umgebung.

„Es läuft alles gut, alles ist noch sehr ruhig“, betont Hentschel und berichtet, wie die Erzieherinnen in den vergangenen Wochen Kontakt zu den Familien gehalten haben. Durch Telefonate, Arbeitsaufgaben, die an die Tür gebracht wurden, und Tipps für die Eltern, wie sie ihre Kinder beim Erlernen von lebenspraktischen Kompetenzen unterstützen können. Hentschel freut sich, dass die Zusammenarbeit so gut geklappt hat.

Was sie allerdings ärgert, ist, dass das Kita-Personal auch in diesen Tagen wenig Aufmerksamkeit erhält. „An den Arbeitsschutz hat niemand gedacht. Wie sollen wir uns schützen? Wir können weder Handschuhe, Kittel oder einen Mundschutz tragen, das klappt mit kleinen Kindern einfach nicht. Wir haben die ganze Zeit mittendrin gestanden – ohne Schutz. Bisher ist das noch nicht einmal erwähnt worden.“

Annette KellinFreier Mitarbeiter

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