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Lokal26.de Friesland Sande

„Wogen haben sich mittlerweile geglättet“

27.01.2020

Neustadtgödens Ein hartes Stück Arbeit war im vergangenen Jahr in der Ortswehr Gödens der Freiwilligen Feuerwehr Sande zu bewältigen. Dabei ging es nicht um Brände und Hilfeleistungen, die wurden routiniert abgeleistet. Vielmehr ging es darum, die Strukturen der Kommunikation in der Wehr ganz neu zu ordnen. Mittlerweile hätten sich die Wogen geglättet, so Ortsbrandmeister Jens Onken am Freitag in der Jahreshauptversammlung.

In der Ortswehr Gödens hatte es im Frühjahr des vergangenen Jahres (ebenso wie zum Ende des Jahres in der Ortswehr Sande) viel Unmut gegeben. Schlussendlich hatte der damalige Ortsbrandmeister Frank Maaß die Brocken hingeworfen, mittlerweile ist er auch aus der Wehr ausgetreten. Im Amt folgte daraufhin Jens Onken, der bis dahin stellvertretender Ortsbrandmeister war. Ihm zur Seite steht Torsten Sölken als neuer Stellvertreter. Sowohl Onken als auch Sölken sind auch beruflich in der Feuerwehr tätig.

Um Verhaltensregeln klar zu definieren, wurde nun eine Agenda aufgestellt, an die man sich halte, erklärte Onken. Gemeindebrandmeister Peter Hoffbauer erklärte, eine neue positive Energie sei deutlich zu spüren. „Wenn dennoch Probleme auftauchen, immer offen und ehrlich ansprechen, nach vorne denken, im Gespräch Lösungen finden“, appellierte er.

Nach wie vor ein Problem ist die Tagesverfügbarkeit. Seit kurzem werden bei Einsätzen zwischen 7 und 17 Uhr immer gleich beide Ortswehren (Sande und Gödens) gemeinsam alarmiert, damit ausreichend Personal am Einsatzort ist.

Die Mitgliederzahl der Einsatzabteilung ist steigend, einem Austritt stehen drei Eintritte gegenüber. Bei der Jahreshauptversammlung wurde Gesine Wurm aus der Jugendabteilung zur Feuerwehrfrau-Anwärterin ernannt. Das Durchschnittsalter der Einsatzabteilung sei etwas hoch, daran arbeite man derzeit, sagte der Ortsbrandmeister in seinem Bericht. Technisch sei die Wehr gut ausgestattet, allerdings muss sich die Gemeinde Sande schon mal darauf einstellen, bald ein neues Löschfahrzeug zu beschaffen, da das bisherige „deutliche Alterserscheinungen“ aufweise, so Onken.

Der Um- und Anbau des Feuerwehrhauses habe im vergangenen Jahr ebenfalls Nerven gekostet, weil das Ganze etwas träge gelaufen sei. Auch jetzt fehlten noch einige Abnahmen, berichtete der Ortsbrandmeister. Gleichwohl sei der Hygienestandard im neuen Haus „top“. In diesem Jahr werde es auch darum gehen, den Arbeits- und Gesundheitsschutz in eine handlungsorientierte Ausbildung umzusetzen. Vor allem das Bewusstsein, dass Gase und Ruß nicht nur Schmutz seien sondern stark gesundheitsgefährdend und sogar krebserregend, müsse geschärft werden.

Im vergangenen Jahr hatte es drei kleine Unfälle in der Ortswehr gegeben. Hier springt eine Versicherung ein. Kompliziert werde es aber, wenn schwerere Unfälle passierten, die möglicherweise auch mit Invalidität einhergingen, wurde berichtet. Hier soll schnellstmöglich für Rechtssicherheit gesorgt werden.

Annette KellinFreier Mitarbeiter

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