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Lokal26.de Friesland Sande

Corona-Regelungen: Irritation beim Einkaufen

27.03.2020

Sande „Darf ich das hier eigentlich noch kaufen oder muss ich das im Regal lassen?“ Der Mann, der am Donnerstagmorgen in einem Discounter in Sande einkaufte, war zwar erfreut, die benötigten Auflagen für die Gartenmöbel zu entdecken, aber zugleich auch irritiert, weil er erfahren hatte, dass der Verkauf solcher Dinge in der Nachbargemeinde gerade nicht erlaubt ist. „Alles in Ordnung“, bestätigten die Mitarbeiter, das sei mit dem Ordnungsamt abgestimmt.

Auch in anderen Discountern wurde am Donnerstag noch fleißig aus dem Sonderpostenregal verkauft, etliche Kunden irritierte das. Ganz anders dagegen in der Papeterie Aden. In dem kleinen Geschäft für Schreibwaren, Zeitschriften, Spielwaren, Karten und Geschenkartikel waren weite Bereiche abgesperrt. Post, Zeitschriften und – seit Mittwoch wieder – Schreibwaren sind erlaubt, alles andere nicht. Auch wenn die Kunden an den Geburtstags- und Trauerkarten vorbeimussten, um eine Zeitschrift auszuwählen, so mussten sie die Karten dennoch liegen lassen.

Dass in den kleinen Läden ein großer Teil des Sortiments abgesperrt werden musste, während die großen Discounter munter weiter querbeet von Schuhen bis zur Blumenerde verkaufen durften, das verstand hier keiner.

Und das verstand auf Nachfrage auch der Landkreis Friesland nicht. „Die Allgemeinverfügungen regeln, welches Sortiment aktuell noch verkauft werden darf – dies gilt für den gesamten Landkreis. Grundsätzlich ist der Verkauf von Artikeln des dringenden, täglichen Bedarfs erlaubt – dies beinhaltet Lebensmittel und dringend notwendige Drogerieartikel. Hintergrund ist, dass sich möglichst wenige Personen in Geschäften aufhalten und somit nur Einkäufe für dringend notwendige Artikel erledigen. Um dies zu unterstützen, ist es erforderlich, dass nicht notwendige Artikel aus dem Sortiment genommen oder abgesperrt werden. Die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden prüfen vor Ort die Umsetzung der Verfügungen des Landkreises, auch mit Unterstützung der Polizei“, so die Auskunft von Landkreis-Sprecherin Nicola Karmires.

Man werde sich mit den Discountern erneut in Verbindung setzen und dafür sorgen, dass nun nicht ein unerwünschter Einkaufstourismus nach Sande entstehe, hieß es vonseiten der Gemeinde Sande. Übrigens: Auch die Lotto-Annahmestellen dürfen keine Tippscheine entgegennehmen.

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