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Lokal26.de Friesland Sande

„Grobe Fehlplanung“ beim Umbau des Bahnhofs

10.02.2020

Sande Der Umbau des Bahnhofs Sande, der gerade vorgenommen wird, ist nach Ansicht des Regionalverbands Ems-Jade des Fahrgastverbands „Pro Bahn“ eine grobe Fehlplanung. Grund dafür ist der fehlende Mittelbahnsteig. Das sagte der Vorsitzende Hans-Joachim Zschiesche am Sonnabend im Bürgerhaus Schortens bei der Mitglieder-Hauptversammlung, die im zweijährigen Rhythmus stattfindet. Zugleich wurde das 30-jährige Bestehen des Verbands gefeiert.

Der Verband, in dem aktuell 52 Mitglieder engagiert sind, setzt sich für die Interessen der Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs ein und war in den vergangenen beiden Jahren wieder sehr aktiv. Zschiesche berichtete von zahlreichen Besuchen an unterschiedlichen entscheidenden Stellen, wie zum Beispiel im Verkehrsausschuss des niedersächsischen Landtags und bei der Landesnahverkehrsgesellschaft, sowie von verschiedenen Informationsveranstaltungen und Fahrten.

Die Umgestaltung des Bahnhofs Sande sowie die Streckenführung in Richtung Esens ist nach Meinung des Regionalverbands von gravierenden Fehlern gekennzeichnet. Neben dem fehlenden Mittelbahnsteig rügte Zschiesche die Planung des Tunnels für Fahrradfahrer und Fußgänger, weil hier eine Anbindung an den Bahnhof fehlt. Vielmehr führt der Tunnel in eine ganz andere Richtung. Darüber hinaus halte man es auch für eine Fehlplanung, dass Zugkreuzungen zwischen Sande und Heidmühle nur in Heidmühle stattfinden können. Eine weitere Möglichkeit beim „Weißen Floh“ einzurichten sei im Zuge der Baumaßnahmen unkompliziert und werde später zu einer besseren Termingenauigkeit der Züge führen, so der Vorsitzende. Leider halte die Bahn aber am bisherigen Planungsstand fest. Grund dafür seien wohl die Finanzen.

Weitere Themen waren unter anderem die „Friesenbrücke“ in Weener, die Nahverkehrsplanung in den Landkreisen Friesland und Wittmund, an denen sich „Pro Bahn“ aktiv beteiligt, sowie die Forderung einer schnellen Verbindung zwischen Wilhelmshaven und Hannover sowie in Richtung Osnabrück / Münster.

Und selbstverständlich ging es auch um die Zugausfälle der Nordwest-Bahn. Bis 2014 sei der Verkehr reibungslos gelaufen, so Zschiesche. Gespräche mit Mitarbeitern hätten ergeben, dass diese Ausfälle wohl hausgemacht seien, aufgrund eines neuen Tarifabschlusses sei es den Lokführern ermöglicht worden, mehr Urlaubstage zu erhalten. Dabei sei es versäumt worden, die Konsequenzen rechtzeitig zu bedenken, so dass es nun zu den Zugausfällen komme. Zschische sprach von zum Teil „dramatischen Zuständen“.

Bei den Vorstandswahlen gab es keine Veränderungen, neben Zschiesche als Vorsitzender wurden Jens-Uwe Carstens und Horst Waleczek als Stellvertreter gewählt, Hannelore Zschiesche wurde als Schatzmeisterin bestätigt. Eine große Ehre wurde Manfred Terhardt zuteil, der frühere langjährige Vorsitzende wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Annette KellinFreier Mitarbeiter

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