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Lokal26.de Friesland Schortens

Idee für Fahrradstraßen: Freie Fahrt für Schortenser Radfahrer?

22.11.2019

Schortens Eine gut ausgebaute und asphaltierte Straße rund um Schortens – nur für Fahrradfahrer. Genau das wünscht sich ein Schortenser Bürger und hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Jetzt präsentierte der passionierte Rennradfahrer seine Vorschläge im Ausschuss für Planung, Bauen und Umwelt. Die Verwaltung soll nun prüfen, inwieweit Fahrradstraßen in Schortens sinnvoll und machbar sind. Dafür sprach sich der Ausschuss einstimmig aus.

Unter anderem hat der Bürger eine Rundstrecke ausgearbeitet, die teilweise an vorhandenen Straßen entlangläuft – mit möglichen Anbindungen umliegender Gemeinden. So könnte auf lange Sicht ein attraktives Fahrradstraßennetz entstehen. Sein Vorschlag: Schorterns soll mit gutem Beispiel vorangehen und bei anstehenden Straßensanierungen das Thema Fahrradstraßen im Blick behalten.

„Das ist auf jeden Fall eine sinnvolle Sache“, lobte Bürgermeister Gerhard Böhling die Ideen. Er verwies aber zugleich auf die Kosten. „Das lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen.“ Lob kommt auch von der Politik. Schortens könnte als fahrradfreundliche Kommune punkten, betonte zum Beispiel Martina Esser von den Grünen: „Das ist auch für die gesamte Touristenregion interessant – aus Umwelt- und Gesundheitsaspekten sowieso.“

Dem Bürger geht es nicht nur um freie Fahrt für Radfahrer, Gesundheit und Umweltschutz, sondern auch um die Sicherheit. „Unsere Fahrradwege sind teilweise mordsgefährlich“, sagte er im Ausschuss. Jetzt im Herbst werde die Fahrt auf den mit Laub bedeckten Radwegen zur Rutschpartie. Zudem kämen den Radfahrern häufig Fußgänger in die Quere. Schnell mit dem Rad zu fahren sei somit gar nicht möglich.

Die Stadt Schortens will jetzt zunächst klären, wie groß der Bedarf tatsächlich ist und welche vorhandenen Straßen für eine Ausweisung als Fahrradstraße überhaupt in Frage kommen. Dafür müssten verkehrsplanerische Daten erhoben werden, erklärte Bauamtsleiter Theodor Kramer. Aus Sicht der Verwaltung wäre es sinnvoll, ein Fachplanungsbüro damit zu beauftragen, ein Radverkehrskonzept zu erstellen – als Ergänzung zum bestehenden Verkehrsentwicklungsplan. In diesem Zusammenhang könnte die Idee der Anlegung von Fahrradstraßen mit beurteilt werden.

Fahrradstraßen werden entsprechend ausgeschildert und dürfen ausschließlich von Radfahrern genutzt werden. Es sei denn, Autos werden zusätzlich erlaubt. Entscheidend ist: Radfahrer haben auf diesen Straßen Vorrang, sie dürfen zum Beispiel auch nebeneinander fahren. Autos müssen sich in jedem Fall dem Radverkehr anpassen. Dennoch gelten für Radfahrer die üblichen Verkehrsregeln, beispielsweise „rechts vor links“, betonte Kramer: „Eine Fahrradstraße ist keine Autobahn – da kann man nicht einfach so losjuckeln.“

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