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Lokal26.de Friesland Schortens

Kommentar zum Impfskandal in Roffhausen: „Schalten wir einen Gang runter“

27.04.2021

Schortens Niemand möchte gern nach seinem Impftermin daran zweifeln müssen, dass er wirklich das Vakzin erhalten hat, dass ihm Gesundheit und Leben erhalten soll. Der Schaden ist groß, die DRK-Mitarbeiterin hat nach dem Verlust des Impfstoffs beim Mischen eine falsche Entscheidung getroffen und steht dafür jetzt öffentlich in der Kritik und mit einem Fuß vor dem Richter. Inzwischen wird sie in den sozialen Medien bereits kriminalisiert. In der Betrachtung des Vorfalls sollten wir jetzt einen Gang zurückschalten. Auch wenn die Polizei in der Angelegenheit ermittelt, was absolut erforderlich ist, macht dies die mittlerweile ehemalige DRK-Mitarbeiterin noch nicht zu einer Verbrecherin.

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Sie hatte zu wenig Vertrauen, sie hat den Vorfall verschwiegen, der sonst nur ein Unfall gewesen wäre. Sie hat vertuscht, indem sie ersatzweise Kochsalzlösung aufzog. Die ersten Konsequenzen: Sie ist ihren Job los, im engeren Umfeld ist ihre berufliche Reputation dahin, und es könnte sie eine Strafe erwarten. Bundesweit wird über ihr Fehlverhalten berichtet. Dabei hat sie als Krankenschwester fraglos gewusst, dass die Kochsalzlösung nicht krank macht. Sie hat kein Gift in Spritzen gemischt, wollte vermutlich keinem etwas Böses antun. Bevor sie am vergangenen Mittwochmorgen zur Arbeit ins Impfzentrum kam, hatte sie wahrscheinlich nur Gutes im Sinn. Das zählt jetzt nicht mehr. Die Angelegenheit wird aufgeklärt und vielleicht auch strafrechtlich verfolgt – vielleicht aber auch nicht. Machen wir die Frau nicht ohne Not und tieferes Wissen zum Unmenschen! Sie ist ja schon gestraft.

Christoph HinzLokalredaktion

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