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Lokal26.de Region

Newsticker zum Coronavirus: Landkreis Aurich verschärft Auflagen für Norderney, Juist und Baltrum - Ausgangssperren auf den Inseln

18.03.2020

Nordseeküste In Zeiten des Coronavirus gibt es viele Fragen und stündlich kommen neue Nachrichten oder Entwicklungen an die Öffentlichkeit. Damit Sie gut informiert sind, hier eine Übersicht zu den aktuellsten Erkenntnisse:

Landkreis Aurich verschärft Auflagen für Norderney, Juist und Baltrum

Sonntag, 22. März (18.19 Uhr): Um die Bewohner der Inseln Norderney, Juist und Baltrum stärker vor dem Coronavirus zu schützen, hat der Landkreis Aurich eine weitere Allgemeinverfügung erlassen. So ist es Fährbetrieben ab Montag, 23. März untersagt, Menschen aufs Festland zu befördern, die ihren ersten Wohnsitz auf der Insel haben. Das gleiche gilt für private Boote und den Flugverkehr. Ausgenommen seien Personen, die zur Sicherstellung der „kritischen Infrastruktur“ auf die Inseln kommen sowie Personen in der Verantwortung für medizinische, pflegerische und medizinische Versorgung oder der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Vertreter des Baugewerbes und des sonstigen Handelsgewerbes müssen ebenso wie alle anderen Personen, für die die Ausnahmen nicht gelten, abreisen. Die Verfügung gelte bis zum 18. April. Eine Verlängerung sei möglich. Für die Inseln wurde eine Ausgangsbeschränkung verhängt. Das Verlassen der eigenen Wohnung, von Hotelzimmern oder Ferienwohnungen ist auf Baltrum, Juist und Norderney nur unter Angabe „triftiger Gründe“ erlaubt.

Grund für die stärkeren Auflagen sei die Tatsache, dass innerhalb einer Woche die Fallzahlen auf Norderney von einem Fall auf sechs Fälle gestiegen sind. Die Polizei werde die Einhaltung kontrollieren.

Ansammlung über zwei Personen sollen verboten werden

Sonntag, 22. März (17.37 Uhr): Zur Eindämmung der Corona-Krise sollen Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich in ganz Deutschland verboten werden.

Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Telefonkonferenz in Berlin. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Eine Gruppe von zwölf Ländern hatte sich bereits vor der Schaltkonferenz im Grundsatz auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. Dazu gehörten Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen. Demnach sollte es sich ausdrücklich nicht um eine Ausgangssperre, sondern um eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus handeln.

Friseure, Massagesalons, Tattoostudios, Stylisten und ähnliche Dienstleistungs-Betriebe sollen ebenfalls geschlossen werden. Zudem werden bundesweit Gastronomie-Betriebe geschlossen - es sei denn, sie bieten einen Lieferdienst an. Das Land Sachsen erlässt hingegen eine Ausgangssperre. Ab 0 Uhr ist es untersagt, „ohne triftigen Grund“ das Haus zu verlassen.

Fünf geheilte Fälle im Kreis Aurich - Neuer Fall im Kreis Friesland - Fall im Klinikum Emden

Sonntag, 22. März (17.37 Uhr): Insgesamt gab es bislang 32 bestätigte Infektionen, davon gelten fünf inzwischen als geheilt, sodass die aktuelle Zahl der positiven Nachweise 27 beträgt. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 155 Menschen, davon der größte Teil in Aurich mit 46 Personen. Aus der Quarantäne entlassen wurden inzwischen 65 Personen.Friesland hat einen neuen bestätigten Fall, damit sind es jetzt insgesamt sechs Erkrankungen.

Kliniken Aurich-Emden-Norden: Die Isolierstationen sind in allen drei Standorten in Betrieb. Es gibt seit Samstag einen bestätigten Corona-Fall auf der Station im Klinikum Emden, eine Behandlung auf der Intensivstation ist dabei im Moment nicht erforderlich.

Wangerooge fordert Handwerker zum Reiseverzicht auf

Sonntag, 22. März (17.07 Uhr): Der Rat der Gemeinde Wangerland richtet einen Appell an Unternehmer und Investoren, die Bauvorhaben auf Wangerooge realisieren, um einen Reiseverzicht für Handwerker, die auf der Insel arbeiten, zu erreichen. In der Bevölkerung rege sich der Unmut, dass trotz aller Beschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie weiterhin wöchentlich Handwerker zwischen der Insel und dem Festland hin- und herreisen. Man befürchte, dass die Möglichkeit, das Virus auf die Insel zu tragen, dadurch erhöht wird. Der Rat sei sich einig, dass man versuchen solle, dies zu unterbinden.

Landkreis Aurich schränkt soziale Kontakte ein

Sonntag, 22. März (16.16 Uhr): Der Landkreis Aurich hat soziale Kontakte angesichts der Corona-Krise noch weiter eingeschränkt und hierzu eine Allgemeinverfügung neu gefasst. Demnach sind nicht nur alle öffentlichen Veranstaltungen ab sofort verboten, sondern auch alle Ansammlungen im Freien sowie private Zusammenkünfte aller Art – abgesehen von privaten Treffen im engsten Familienkreis. Die Verschärfung erfolgt, da nach der aktuellen Erkenntnislage davon ausgegangen werden muss, dass die bisher getroffenen Maßnahmen und Auflagen nicht mehr ausreichend sind, um die Ausbreitungsdynamik in dem erforderlichen Umfang einzudämmen.

Polizei: Wenige Verstöße in Wilhelmshaven und Friesland

Sonntag, 22. März (15.08 Uhr): Die Polizei hat am Wochenende kontrolliert, ob die bislang von den Kommunen umgesetzten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus’ eingehalten wurden. Dabei kamen laut Mitteilung nur wenige Verstöße zu Tage. Bei den Kontrollen wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt.

So hielten sich mehrere Wassersportler am Strand von Hooksiel auf - 35 Autos parkten Samstag zeitweise auf einem eigentlich abgesperrten Parkplatz an der Bäderstraße. Auch in Jever und Wilhelmshaven wurden Platzverweise an Jugendliche ausgesprochen. Ein Autofahrer in Wilhelmshaven ist sein Auto los: Er und sein Beifahrer wollten vor einer möglichen Ausgangssperre „noch ein bisschen Spaß haben“ und fuhren mit ihrem Audi störend auf dem Börsenplatz umher.

Amt für Bevölkerungsschutz: Lebensmittelversorgung sicher

Sonntag, 22. März (14.24 Uhr): Trotz Hamsterkäufen wegen der Coronavirus-Krise ist die Lebensmittelversorgung in Deutschland aus Sicht des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nicht gefährdet. Es gebe im Moment auch „keine Planung, die staatlichen Nahrungsmittelreserven in irgendeiner Form anzutasten“, sagte der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unger, dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Auch die Wasser- und die Stromversorgung seien nicht gefährdet.

Unger riet von Hamsterkäufen ab. „Vorratshaltung ist gut, Hamstern ist unsinnig“, sagte er der Zeitung - auch wenn es natürlich mal vorkommen könne, dass es keine Backhefe oder kein Mehl gebe.

Die staatlichen Notreserven bestehen nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums aus Weizen, Roggen und Hafer zur Mehl-Produktion sowie Reis, Erbsen, Linsen und Kondensmilch. Die Nahrungsmittel sollen im Krisenfall vor allem an Verbraucher in den Ballungsregionen abgegeben werden, um die dortige Bevölkerung zumindest mit einer warmen Mahlzeit am Tag verpflegen zu können.

Zahl der Betroffenen in Spanien steigt rasant

Sonntag, 22. März (13.55 Uhr): Im von der Corona-Krise besonders schwer betroffenen Spanien steigt die Zahl der Fälle weiter rasant an. Die Zahl der Infizierten sei auf mehr als 28.500 geklettert, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid in seiner täglichen Bilanz mit. Das sind 3500 Fälle mehr als am Vortag.

Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf 1720. Am Samstag waren es in ganz Spanien noch 1326 gewesen. Das ist ein Anstieg der Todesopfer um fast 30 Prozent innerhalb von 24 Stunden.

Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo den amtlichen Angaben zufolge knapp 10.000 Fälle und bereits 1021 Todesopfer verzeichnet wurden. Die Region Madrid funktionierte das Messegelände Ifema am nördlichen Stadtrand der Hauptstadt in ein provisorisches Krankenhaus mit 5500 Betten um. Dort sollen auch Intensivpatienten betreut werden können. Die ersten mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten wurden dort am Sonntag in Empfang genommen.

Bundesregierung will Kreditprogramm nachbessern

Sonntag, 22. März (13.39 Uhr): Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen.

Demnach soll die staatliche Förderbank KfW bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr.

Wirtschaftsverbände hatten zuvor angesichts einer drohenden Pleitewelle Kritik an zu komplizierten Programmen zu Notkrediten geäußert und Nachbesserungen gefordert. Hilfen müssten nun schnellstmöglich bei den Firmen ankommen, um Liquidität sicherzustellen.

Italien: Über 800 Tote an einem Tag - Drastische Maßnahmen

Sonntag, 22. März (13.02 Uhr): Fast 800 Tote an einem einzigen Tag. So viele wie seit dem Ausbruch der Corona-Krise nicht. Die Italiener müssen verzweifelt zusehen, wie alle noch so drastischen Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus keine Erfolge bringen.„Es ist die schwerste Krise für das Land seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte in einer Ansprache via Facebook um kurz vor Mitternacht. Angesichts immer neuer Rekordwerte bei den Toten und Infizierten geht das Land einen weiteren, extremen Schritt: Die gesamte nicht-lebenswichtige Produktion wird geschlossen. Bis zum 3. April sollen in der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone alle Firmen und Fabriken dichtbleiben, die nicht essenziell wichtig für das tägliche Leben sind.

Virologen: Keine vollen Stadien bis nächstes Jahr

Sonntag, 22. März (12.43 Uhr): Renommierte Virologen rechnen angesichts der Coronavirus-Krise nicht mehr mit einem regulären Sportbetrieb mit Zuschauern in diesem Jahr.

Er glaube „überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig“, sagte der Berliner Virologe Christian Drosten von der Charité dem Nachrichtenmagazin „Stern“. „Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben. Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten.“

Zuvor hatte auch Virologe Alexander Kekulé den Sportfans wenig Hoffnung auf einen Sommer mit Olympischen Spielen oder Fußballspielen vor vollen Rängen gemacht. „Ich halte das für ausgeschlossen, dass wir in Tokio dieses Jahr die Olympischen Spiele austragen können“, sagte der Experte der ARD-“Sportschau“.

Aktuelle Zahlen aus Wittmund

Sonntag, 22. März (12.31 Uhr): Der Landkreis Wittmund teilt aktuelle Fallzahlen aus dem Kreisgebiet mit. So gebe es aktuell drei registrierte Coronavirus-Infektionen. Eine Person ist inzwischen genesen. 69 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne.

Strandzugänge im Wangerland gesperrt

Sonntag, 22. März (11.40 Uhr): An den Wangerlnänder Stränden in Horumersiel/Schillig und Hooksiel hat die Gemeinde am diesem Wochenende zahlreiche Parkplätze gesperrt und so auf ein Minimum reduziert. Zudem sind die Zufahrten in Schillig und an der Bäderstraße in Hooksiel gesperrt. Passieren dürfen nur Anwohner. Mitarbeiter der Gemeinde weisen an zwei Stellen auch darauf hin. Die Maßnahme soll zunächst nur an diesem Wochenende durchgeführt werden und ist laut Mühlena mit der Polizei abgesprochen.Ziel ist es, Tagesgäste und somit große Menschenansammlungen von den Stränden fernzuhalten.

Landgericht Oldenburg setzt keine neuen Termine an

Sonntag, 22. März (11.09 Uhr): Wie am Sonntag mitgeteilt wurde, wird das Landgericht Oldenburg in der 13. Kalenderwoche im Zuge der Bemühungen, der Ausbreitung des Coronavirus’ entgegenzuwirken, keine neuen Termine in Strafsachen angesetzt. Sämtliche Termine, die bereits anberaumt waren, sind aufgehoben worden. Die laufenden Verfahren sollen allerdings fortgesetzt werden.

Tag der Entscheidung: Wird es Ausgangssperren geben?

Sonntag, 22. März (10.54 Uhr): Vor dem geplanten Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird intensiv über weitere Ausgangsbeschränkungen diskutiert. Mehrere Politiker haben sich diesbezüglich skeptisch geäußert, andere fordern einheitliche Regelungen und die Einhaltung der Schutzmaßnahmen.

So will Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil will in der Krise möglichst auf Ausgangssperren verzichten, auch wenn man nichts ausschließen dürfe. Gegenüber der „Welt am Sonntag“ sagte der SPD-Politiker: „Stellen Sie sich einmal vor, dass Familien mit mehreren Kindern in engen Wohnungen ohne Balkon und Garten gar nicht mehr an die frische Luft gehen könnten. Das ist über einen längeren Zeitraum kaum vorstellbar.“

Bundesinnenminister Seehofer (CDSU mahnte, die Corona-Schutzmaßnahmen strikt einzuhalten. „Wer sich jetzt unvernünftig und dadurch grob rücksichtslos verhält, riskiert Tausende Tote. Wir sind entschlossen, das zu verhindern“, sagte Seehofer der „Welt am Sonntag“.

Hoher finanzieller Schaden für deutsche Profi-Ligen befürchtet

Sonntag, 22. März (10.17 Uhr): Die Liga-Chefs im deutschen Handball, Basketball und Eishockey rechnen zusammen mit einem hohen Millionenschaden durch den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie. So kalkuliere die Basketball-Bundesliga mit einem Verlust von 25 Millionen Euro. Im Eishockey geht man von einem Umsatzausfall von rund 15 Millionen Euro aus.

Coronavirus lässt Stromverbrauch sinken

Sonntag, 22. März (9.37 Uhr): Die Coronavirus-Krise setzt der Wirtschaft schwer zu. Dadurch geht der Energieverbrauch zurück. An der Strombörse sinken bereits die Preise. Der meiste in Deutschland verbrauchte Strom wird allerdings über längerfristige Verträge und damit zu festgeschriebenen Preisen verkauft. Ob die Pressenkungen auch bei den Verbrauchern ankommen, scheint ungewiss. Im Gegenteil: Laut Vergleichsportalen haben die Strompreise für Verbraucher zum Jahresanfang ein neues Hoch erreicht.

Trump will Malaria-Medizin gegen Covid-19 einsetzen

Sonntag, 22. März (8.21 Uhr): US-Präsident Donald Trump wirbt mit Nachdruck für den Einsatz eines Malaria-Medikaments bei der Behandlung von Covid-19-Erkrankten.

Der Wirkstoff Chloroquin könne in Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin „einer der größten Durchbrüche der Geschichte der Medizin sein“, warb Trump. Die Kombination solle „SOFORT“ eingesetzt werden, forderte er über Twitter. „Was haben wir zu verlieren?“ fragte er im Anschluss bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Kritiker warnten jedoch, dass der Einsatz eines Medikaments für einen neuen Zweck nie ohne Risiken sei.

Kreativ Handeln in Zeiten von Corona

Sonntag, 22. März (7.33 Uhr): Viele Händler und kleine Unternehmen fürchten derzeit um ihre Existenz. Die Läden sind geschlossen, nur noch Anbieter lebenswichtiger Waren wie Apotheken, Lebensmittelgeschäfte und bestimmte Dienstleister haben geöffnet. Die übrigen Händler müssen auf die von Bund und Ländern angebotenen Nothilfen setzen oder kreativ werden, um ihren Unterhalt zu sichern.

Die „Bücherstube“ in Schortens und die „Spiel Welt“ in Jever haben ihrerseits Lösungen gefunden, um die Krise zu durchstehen und ihre Kunden zu erreichen. Die Redaktion hat mit den Betreibern gesprochen.

Von vorgezogenen Ostern keine Spur

Samstag, 22. März (18.33 Uhr): Die Schließung von Schulen und Kindergärten stellt viele Eltern vor Herausforderungen. Mehr Hürden kommen hinzu, wenn von zu Hause gearbeitet werden muss. Wie lassen sich das „Home Office“ und die Betreuung der Kinder unter einen Hut bringen? Wie wird die Grenze zwischen Arbeit, Spielen und Schulaufgaben gezogen? Die Redaktion hat mit Betroffenen - sowohl Eltern als auch Kinder - über ihre persönlichen Erfahrungen gesprochen.

Erster Todesfall im Landkreis Leer gemeldet

Samstag, 21. März (17.40 Uhr): Im Landkreis Leer ist erstmals im Zusammenhang mit dem Coronavirus ein Todesfall zu beklagen. Demnach ist ein 66-Jähriger aus dem Kreisgebiet am Samstag im Krankenhaus an den Folgen der Lungenkrankheit CoVid-19 gestorben. Er hatte eine schwere Vorerkrankung.

Die Zahl der Infizierten im Landkreis Leer war im Laufe des Samstags auf insgesamt 13 Fälle gestiegen (davon eine Person geheilt, eine verstorben). Es gab einen neuen Fall in der Gemeinde Westoverledingen. Im Kreisgebiet befinden sich insgesamt 214 Menschen in Quarantäne.

Zwei weitere Infektionen im Landkreis Friesland

Samstag, 21. März (17.38 Uhr): Bei zwei weiteren Personen im Kreis Friesland wurde am Samstag das Coronavirus nachgewiesen. Beide Personen befinden sich derzeit in Quarantäne. Bei einem der Betroffenen handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Er befand sich seit der Rückkehr in Quarantäne. Die andere Person wurde als Drittkontakt einer betroffenen Person ermittelt und befindet sich ebenfalls seitdem in Quarantäne. Die Ansteckung erfolgte außerhalb des Landkreises Friesland.

Marinesoldaten helfen Wilhelmshavener Senioren

Samstag, 21. März (17.27 Uhr): Der Kommandeur der Einsatzflottille 2, Flottillenadmiral Ralf Kuchler, hat älteren Mitbürgern in Wilhelmshaven Unterstützung zugesagt. In Zusammenarbeit mit Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist hat Kuchler eine Initiative ins Leben gerufen. Die Stadt stellt Handgeld bereit und freiwillige Helfer der Einsatzflottille 2 erledigen mit zunächst sechs Fahrzeugen Einkäufe für ältere Menschen, die wegen des Corona-Virus’ zu Hause bleiben sollten. Dafür werde die Hotline der Stadt 04421-161616, bei der die älteren Mitbürger anrufen können, genutzt. Am Montagmorgen, 23. März, geht es los.

IOC-Präsident Bach lehnt Olympia-Absage ab

Samstag, 21. März (16.36 Uhr): IOC-Präsident Thomas Bach hält das Festhalten an der planmäßigen Austragung der Olympischen Spiele trotz der Coronavirus-Pandemie vor allem im Interesse der Sportler für gerechtfertigt.

Die Absage würde den olympischen Traum von 11.000 Athleten aus 206 Nationalen Olympischen Komitees und dem IOC-Flüchtlingsteam zerstören“, sagte der 66-jährige Tauberbischofsheimer im Interview des Südwestdeutschen Rundfunks am Samstag. „Eine solche Absage wäre die am wenigsten faire Lösung.

Außerdem betonte er, dass man die Spiele nicht so einfach wie Spieltage im Fußball auf einen anderen Termin verlegen könne. „Olympische Spiele können Sie nicht verschieben wie ein Fußballspiel am nächsten Samstag“, erklärte Bach, der wegen der Schließung des „Olympic House“ in Lausanne im Home-Office arbeitet. „Das ist ein sehr komplexes Unternehmen, bei dem Sie nur verantwortlich handeln können, wenn sie verlässliche und klare Entscheidungsgrundlagen haben und die beobachten wir tagtäglich, 24 Stunden.“

Inzwischen 31 Fälle im Landkreis Aurich

Samstag, 21. März (15.56 Uhr): Die Gesamtzahl der Infektionen mit den Erregern für CoVid-19 ist laut Mitteilung der Kreisverwaltung im Kreis Aurich inwischen auf 31 angestiegen - zwei Personen, zwei Auricher, gelten inzwischen als geheilt. Aktuell sind demnach noch immer 29 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Zehn davon kommen aus Aurich, zwei aus Großefehn, eine Person aus Hage, zwei Personen aus Hinte, sechs Personen aus Norden, fünf Personen von Norderney, zwei Personen aus Wiesmoor, eine weitere Person stammt nicht aus dem Landkreis. 188 Menschen sind in häuslicher Quarantäne, 59 Menschen wurden inzwischen aus der Quarantäne entlassen.

Großbritannien: Experten befürchten mehr Tote als in Italien

Samstag, 21. März (15.34 Uhr): Großbritannien ist höchst alarmiert: Das Coronavirus könnte im Königreich besonders viele Menschenleben fordern - möglicherweise mehr als in Italien, wie ein Mediziner eines Londoner Klinikums dem Fernsehsender Sky zufolge befürchtet. Es mangele an Kapazitäten und Ausstattung. Er und seine Kollegne müssten demnach künftig Entscheidungen über Leben und Tod treffen. In Großbritannien ist insbesondere London vom Virus betroffen. Im ganzen Land gibt es gerade einmal 4000 Beatmungsgeräte für Erwachsene und 900 für Kinder. Damit belegt das vereinigte Königreich einen der letzten Plätze in der europäischen Statistik, wenn man diese Zahlen auf 100.000 Einwohner umlegt.

Bundesregierung plant Nachtragshaushalt von 150 Milliarden

Samstag, 21. März (15.12 Uhr): Auch die Bundesregierung muss in der Krise umplanen. Zur Linderung der Folgen der Corona-Pandemie ist ein Nachtragshaushalt von 150 Milliarden Euro vorgesehen. Dies berichten die Deutsche Presse-Agentur und Deutschlandfunk. In den 150 Milliarden ist auch Geld für einen Unternehmensrettungsschirm enthalten. Die Bundesregierung will auch die Notfallregelung in der Schuldenbremse ziehen und damit ermöglichen, dass sich der Bund in der Corona-Krise deutlich höher verschuldet als bisher erlaubt.

Am Montag soll dem Bundeskabinett ein Gesetzesentwurf vorgelegt werden, wonach kleine Unternehmen und Selbstständige eine Krisen-Soforthilfe in Höhe von bis zu 15.000 Euro erhalten können. Über den Entwurf, der der dpa vorliegt, berichtete zunächst das „Handelsblatt“. Der Entwurf soll in der selben Woche vom Bundesrat und Bundestag beschlossen werden. Voraussetzung für die Soforthilfe ist, dass das Unternehmen in Folge der Coronavirus-Krise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt.

Beeinflusst die Corona-Krise Luft und Klima?

Samstag, 21. März (14.41 Uhr): Die Covid-19-Pandemie und die dazugehörigen Vorsichtsmaßnahmen sorgen für viele negative Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche. Doch könnte der Virus-Ausbruch auch positive Folgen haben? Die Luft in den Städten wird durch ausbleibende Emissionen sauberer, weil weniger produziert und gefahren wird. Das helfe womöglich dem Klima. Satellitenbilder zeigen, dass in der Metropole Wuhan nach dem ersten Ausbruch von Sars-CoV-2 im Januar und der einberufenen Quarantäne der Ausstoß von Stickstoffdioxid zurückgegangen ist.

Virusgefahr wird unterschätzt: Auch Jüngere auf Intensivstation

Samstag, 21. März, (14.23 Uhr): Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und „das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt“, sagt der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. „Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation.“ Wendtner hatte in der Schwabinger Klinik Ende Januar bereits die ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten in Deutschland behandelt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appellierte an junge Menschen, sich während der Corona-Krise an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten.

Volksbank Esens beschränkt ihre Öffnungszeiten

Samstag, 21. März (14.07 Uhr): Auch die Volksbank Esens ergreift laut einer Pressemitteilung Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und passt ihre Öffnungszeiten an. Alle Bankstellen sind ab Montag, 23. März, von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die SB-Bereiche mit Geldautomaten, Kontoauszugsdrucker und weiteren Angeboten sind weiterhin von 6 Uhr bis 24 Uhr geöffnet. Online-Angebote und die VR-Banking-App funktionieren weiterhin rund um die Uhr. Kunden werden gebeten, die Service-Stellen nur noch in dringenden Fällen aufzusuchen. DIe Kontaktaufnahme soll insbesondere telefonisch oder per E-Mail an mail@vbesens.de erfolgen. Telefonisch seien die Bankmitarbeiter weiterhin von 8.30 Uhr bis 17 Uhr erreichbar. „Diese Maßnahmen dienen zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter und erfolgen vor allem vor dem Hintergrund, dass soziale Kontakte soweit wie möglich eingeschränkt werden sollen. Auf der anderen Seite wird die Versorgung der Kunden mit Bargeld und Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs damit aber weiterhin sichergestellt.“, heißt es weiter in der Mitteilung. Für Unternehmen und Gewerbetreibende werde kurzfristige Unterstützung eingeräumt. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Bank.

Deutsche zahlen in der Corona-Krise lieber kontaktlos

Samstag, 21. März (13.43 Uhr): Die Bankkunden in Deutschland nutzen in der Corona-Krise verstärkt die Möglichkeit, an der Supermarkt-Kasse, der Tankstelle oder bei sonstigen Einkäufen kontaktlos zu bezahlen.In den vergangenen Tagen sei mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durchgeführt wurden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) der Deutschen Presse-Agentur. Im Dezember habe dieser Anteil noch bei 35 Prozent gelegen.

Tschernobyl-Hilfsaktion steht vor großen Problemen

Samstag, 21. März, (13.21 Uhr): Seit 1991 besuchen Kinder aus Tschernobyl das ostfriesische Dornum. Den Betroffenen aus dem von den Folgen der Kernschmelze von 1986 betroffenen Gebiet soll ein Ausgleich geboten werden. Doch die Corona-Pandemie macht den Besuch in diesem Jahr aber unmöglich. Generell laufen die Aktivitäten des Vereins derzeit auf Sparflamme. Auch der Hilfstransport zu Weihnachten nach Weißrussland ist stark gefährdet. Die Sorgen der Betreuer sind vielfältig.

Obdachlosenhilfe Wilhelmshaven muss kreativ werden

Samstag, 21. März, (12.44 Uhr): Das Coronavirus macht vor niemandem Halt, auch nicht vor der Obdachlosenhilfe. Um die Ehrenamtlichen, die mit ihrem Alter zwischen 60 und 80 Jahren zur Risikogruppe gehören, zu schützen, hat auch die Wohltätigkeitsorganisation Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehört, dass Lebensmittelspende nur noch samstags, zwischen 13 und 14 Uhr, abgeholt werden können. Vorgepackte Tüten werden dann an der Tür einzeln an Obdachlose, Bedürftige und von Altersarmut betroffene Rentner ausgegeben.

Wird es bundesweite Ausgangssperren geben? Entscheidendes Wochenende

Samstag, 21. März (12.13 Uhr): Die Menschen in Deutschland halten umfassende Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie weitgehend ein. Seit heute gelten in mehreren Bundesländern verschärfte Regelungen.Die Straßen waren bundesweit leer. Am Sonntag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beraten, ob es bundesweit einheitliche Auflagen geben sollen.

Glaube in Zeiten von Corona - Kerzen werden online angezündet

Samstag, 21. März, (11.05 Uhr): Für die Menschen da sein, ohne sie zu besuchen oder Gottesdienste zu feiern: Vor dieser Herausforderung stehen aktuell die Kirchengemeinden in der Region. Die Ideen, dennoch Beistand zu bieten, sind vielfältig. Viele Kirchengemeinden rufen zu Gemeinschaftsaktionen auf oder bieten inzwischen digitale Lösungen an. Die Redaktion hat Angebote aus der Region zusammengestellt.

Mietern soll in Krise nicht gekündigt werden dürfen

Samstag, 21. März, (10.33 Uhr): Mit einem umfassenden Schutzprogramm für Mieter und Schuldner will die Regierung soziale Härten in der Corona-Krise abfedern. Umfassende rechtliche Erleichterungen soll es auch für Firmen und Vereine geben.

Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Schon in der kommenden Woche sollen die Krisenregeln beschlossen werden.

Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen. Heute kann dem Mieter bereits gekündigt werden, wenn er zwei Monate die Miete nicht zahle.

Wilhelmshavens Oberbürgermeister im Interview

Samstag, 21. März, (8.43 Uhr): Sperrungen, Schließungen, Verbote: Die Reihe von Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus’ scheint kein Ende zu nehmen. Auch in Wilhelmshaven gibt es inzwischen viele Einschränkungen und Regeln, die das öffentliche Leben stark verändert haben.

Im Interview mit der Redaktion erklärt Oberbürgermeister Carsten Feist, warum er alle Maßnahmen für richtig hält.

Polizeipräsident Kühme: Bleiben Sie bitte, wo Sie wohnen

Freitag, 20. März (16.07 Uhr): Polizeipräsident Johann Kühme hat sich in einer Pressemitteilung an die Bürger gewendet. Mit Blick auf das bevorstehende Wochenende weist die Polizeidirektion Oldenburg erneut auf die geltenden Einschränkungen hin, die helfen sollen, die Ausbreitung des Coronavirus möglichst zu verringern.

Johann Kühme sendet einen eindringlichen Appell an die Bürger, auf den Besuch sonst beliebter Ausflugsorte zu verzichten: „Bitte fahren Sie nicht an die Küste, z.B. nach Schillig, an den Südstrand oder nach Cuxhaven. Auch nicht nach Dangast oder ans Zwischenahner Meer. Fahren Sie nirgendwo hin. Bleiben Sie bitte, wo Sie wohnen.“

Polizei bereitet Räumungs-Einsatz auf Norderney vor

Freitag, 20. März (15.43 Uhr): Zusätzliche Polizeikräfte sollen die Inselpolizei Norderney ab Sonntag dabei unterstützen, Touristen von der Insel zu befördern. Diese müssen laut Verfügung Norderney, Baltrum und Juist bis zum 22. März verlassen haben. „Wir haben deutliche Hinweise darauf, dass sich einige Besucher nicht daran halten wollen und dass einige Vermieter sich darüber hinwegsetzen könnten.“ Diese könnten sich ab Montag strafbar machen.

Der Polizei liegen zudem Informationen vor, dass sich Personen mit falschen Bescheinigungen – oder als berechtigte Handwerker getarnt – Zutritt zu den Fähren verschafft haben könnten. Jetzt gehe es darum, die Bevölkerung und das Gesundheitssystem auf der Insel zu schützen.

Restaurants werden ab Samstagabend für Gäste geschlossen

Freitag, 20. März (15.21 Uhr): Die CoVid-19-Epidemie hat weitere Auswirkungen auf das öffentliche Leben im Land Niedersachsen. Wie Freitag auf einer Pressekonferenz verkündet wurde, bleiben ab Samstag, 18 Uhr, Restaurants und weitere Gastronomie-Betriebe bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Ein Außerhaus-Verkauf ist demnach weiter möglich, wie Ministerpräsident Stephan Weil betont.

Belastungsprobe für Medienhäuser

Freitag, 20. März (14.26 Uhr): Medien in Deutschland verzeichnen in der Corona-Krise eine deutlich erhöhte Nachfrage nach News-Angeboten. Die Zugriffszahlen auf Online-Angebote von überregionalen Zeitungen und Nachrichtenmagazinen schnellen derzeit nach oben, wie der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Freitag in Berlin mitteilte.

Er hat die Zahlen von mehreren überregionalen Medien zusammengetragen: Insgesamt liege die Nutzung in der ersten Märzhälfte um 46 Prozent über den Visit-Zahlen des entsprechenden Vergleichzeitraums im Februar. Zugleich seien bereits fast 80 Prozent des Visit-Volumens des gesamten März 2019 erreicht worden.

McDonald’s-Mitarbeiter helfen bei Aldi aus

Freitag, 20. März (13.48 Uhr): Ungewöhnliche Partnerschaft: Mitarbeiter von McDonald’s werden in den nächsten Wochen beim Discounter Aldi dabei helfen, den durch die Corona-Krise ausgelösten Kundenansturm zu bewältigen.
Das kündigten die Unternehmen am Freitag in München an. Der Hintergrund: Wegen des eingeschränkten Restaurantbetriebs werden viele Beschäftigte des Hamburger-Imperiums derzeit nicht benötigt. Gleichzeitig sucht der Discounter händeringend Mitarbeiter für den Verkauf und das Auffüllen der Regale.

Corona-Prävention: Verstärkte Kontrollen in Wilhelmshaven

Freitag, 20. März (13.27 Uhr): Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Tage werden die Stadt Wilhelmshaven und die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland auch in den kommenden Tagen überprüfen, ob sich alle an die Regeln halten.

„Geschäftsschließungen, Abstandsregelungen, Versammlungsverbote“, zählt Oberbürgermeister Carsten Feist auf, „unser Alltag ist momentan stark eingeschränkt und deswegen für uns alle außergewöhnlich. Die Coronakrise macht diese drastischen Einschnitte aber erforderlich. Denn nur so können wir die schwächsten Teile unserer Gemeinschaft schützen.“ Leider hat sich seit Erlass der ersten Allgemeinverfügung gezeigt, dass die Notwendigkeit solcher Maßnahmen nicht von allen erkannt wird. „Einige wenige suchen gezielt die Hintertür, weil sie offenbar immer noch nicht den Ernst der Lage verstanden haben. Es geht um Kontaktvermeidung.“

Kirchengemeinde Jever bietet Gottesdienste per YouTube

Freitag, 20. März (13.20 Uhr): Wenn es überhaupt positive Aspekte gibt, die der Corona-Krise abzugewinnen sind, dann wohl der massive Schub, den die Digitalisierung momentan erfährt. Not macht bekanntlich erfinderisch. Und so sah sich auch die katholische Kirchengemeinde in Jever mit dem Problem konfrontiert, Gottesdienste vor leeren Kirchenbänken feiern zu müssen. Initiiert von Bruder Gereon hat Pfarrer Walter Albers jetzt eine Möglichkeit gefunden, gemeinsam mit den Gläubigen die Heilige Messe zu feiern und gleichzeitig dem behördlich angeordneten Infektionsschutz gerecht zu werden. „KirchenNetzJever” heißt der eiligst ins Leben gerufene YouTube-Kanal, auf dem die beiden am Freitagmorgen einen ersten Gottesdienst live übertrugen.

Laufen ist Entspannung für den Geist

Freitag, 20. März (12.17 Uhr): Angelika Helmers spult ihre Kilometer zur Zeit allein und auf einsamen Strecken ab. Auch in Zeiten der Corona-Krise ist der Zusammenhalt nach wie vor groß. Allerdings haben sich der Austausch und die Unterstützung der Sportler in die sozialen Medien verlagert.

Ein Desaster für Touristiker

Freitag, 20. März (12.15 Uhr): Als Tourismusexperten sind Armin Kanning, Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH, und Reinhard Thomssen, Vorsitzender des Tourismusausschusses der Gemeinde Wangerland und selbstständiger Tourismusberater, nicht nur in der Küstengemeinde und an der Nordsee tief im Thema.

Physiotherapiepraxen haben weiter geöffnet

Freitag, 20. März (12.11 Uhr): Physiotherapiepraxen arbeiten trotz der Corona-Krise weiter. Darauf weist Helgard Schodde hin, die in Heppens eine Praxis für Krankengymnastik, Ergotherapie und heilpädagogische Frühförderung betreibt. „Die krankheitsbedingten Einzelbehandlungen sind für die Patienten unverzichtbar.“
Die Anordnung, wonach Geschäfte, Sport- und Freizeitanlagen, Fitnessstudios und Saunen vorerst geschlossen sind, hat hier und da zu gewissen Verunsicherungen geführt.

Landwirtschaft gehört zu kritischen Infrastruktur

Freitag, 20. März (12.08 Uhr): Das Coronavirus ist auch für Landwirte in Friesland ein großes Thema. Zwar haben sie berufsbedingt in der Regel weniger Sozialkontakte als Mitarbeiter in Arztpraxen oder Supermärkten und können daher einfacher die empfohlenen Verhaltensregeln umsetzen und Abstand zu ihren Mitmenschen halten. Sollten sie jedoch erkranken, wäre das besonders problematisch: Die Tiere müssen ja trotzdem weiter versorgt werden, und eine Ersatzarbeitskraft ist oft nur schwer zu organisieren.

Wochenmärkte mit strikten Regeln

Freitag, 20. März (12.01 Uhr): Die regulären Wochenmärkte in der Region wie in Esens und Wittmund sind weiterhin gut besucht. „Aktuell verzeichnen wir sogar ein Umsatzplus von zehn bis 15 Prozent“, sagt Marktbeschicker Alfred Iken auf Nachfrage.
Nicht erst seit der Ansprache der Kanzlerin sind die meisten Leute sehr vernünftig und halten Abstand sowie sich an die empfohlenen Regeln. „Auffällig ist, dass jetzt auch mehr jüngere Menschen auf den Wochenmarkt kommen“, so Iken.

Jade Hochschule schließt alle Gebäude

Freitag, 20. März (11.58 Uhr): Die Jade Hochschule kündigt weitere Maßnahmen am, um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus’ einzudämmen. Nach Abstimmung der Hochschulen mit dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur verfügt die Hochschulleitung daher die Schließung der Gebäude von Freitag, 20. März, ab 16 Uhr bis einschließlich 19. April 2020, um direkte persönliche Kontakte noch weiter zu reduzieren. Der Zugang wird nur für Beschäftigte erlaubt sein, die für den Betrieb der Hochschule (etwa unter Sicherheitsaspekten) unbedingt Zugang haben müssen.

Tiernotruf weiterhin im Einsatz

Freitag, 20 März (11.36 Uhr): Der Tiernotruf ist zunächst für für den Raum Wilhelmshaven, Friesland und Ostfriesland da. Auf Facebook erklärt die Einrichtung, dass der Tier-Rettungswagen auch weiterhin für tierische Notfälle zur Verfügung stehe.

Außerdem erklärt der Tiernotruf das Vorgehen für den Fall einer Ausgangssperre: „Sollte es zu einer Ausgangssperre kommen so bieten wir für Haustierbesitzern, die dann zu dringenden Untersuchungen und Behandlungen zum Tierarzt müssen und selbst nicht raus können/dürfen oder wollen einen entsprechenden Transportdienst an.“

Exponentieller Anstieg der Infizierten

Freitag, 20. März (11.23 Uhr): In der Pressekonferenz des Robert-Koch-Institutes erklärte der Präsident Prof. Dr. Lothar H. Wieler, dass sich die Zahlen der Infizierten exponentiell steigere und mahnte in diesem Zusammenhang noch einmal alle Menschen, Abstand zu halten, vernünftig zu sein und zu Hause zu bleiben. Vor allem die jüngeren Menschen in der Gesellschaft seien derzeit am unvernünftigsten und hielten sich oft nicht an den Erlass, Sozialkontakte einzuschränken. Bis zum heutigen Freitag (Stand: 0 Uhr) habe es in Deutschland 31 Todesfälle bedingt durch das Coronavirus gegeben.

Auswärtiges Amt konkretisiert Reisewarnung

Freitag, 20. März (10.48 Uhr): Bundesaußenminister Heiko Maas hat auf seinem Twitter-Profil eine Klarstellung zur Reisewarnung des auswärtigen Amtes ausgesprochen. Die Warnung vor touristischen Auslandsreisen gelte vorerst bis Ende April, umfasse also auch die Osterferien. „Das ist für viele schmerzlich, aber absolut notwendig. Bleiben Sie zu Hause! Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen!“, fügte der Außenminister hinzu. Am Dienstag, 17. März, wurde die Reisewarnung für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland angekündigt sowie ein Rückholprogramm für deutsche Reisende, die sich in besonders betroffenen Gebieten befinden, gestartet.

Zeichen der Solidarität im Wangerland und in Jever

Freitag, 20. März (10.20 Uhr): In Zeiten des „Social Distancing“ soll auch der Zusammenhalt nicht zu kurz kommen. In der Gemeinde Wangerland und in Jever gibt es dazu gleich mehrere besondere Aktionen.

So ruft Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena alle Bürger zur „Wangerländer Stunde“ auf. Gegen 11 Uhr sollen sie kurz vor die Tür treten, ihren Nachbarn zuwinken und so zeigen, dass die Bürger bei der Bewältigung der Krise zusammen stehen. Es wird gebeten, weiterhin den nötigen Sicherheitsabstand einzuhalten.

Gegen 11 Uhr werden die Kirchenglocken der Kirchen im Wangerland läuten. Auch die Ev.-luth. Kirchengemeinde Jever und die Ev.-luth. Kirchengemeinde Cleverns-Sandel schließen sich täglich der Aktion an und rufen auch die Jeveraner dazu, auf, vor die Tür zu treten und ihren Nachbarn zuzuwinken, wie es in einer Mitteilung des Kirchenbüros heißt.

Umfrage: Jeder Zweite in Sorge vor Corona-Infektion

Freitag, 20. März (10.02 Uhr): Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten ist einer aktuellen Umfrage zufolge besorgt, dass sie oder ein Familienangehöriger sich mit dem neuartigen Coronavirus infizieren.
Wie aus dem am Freitag veröffentlichten „Deutschlandtrend“ im ARD-“Morgenmagazin“ hervorgeht, machen sich 29 Prozent große und 19 Prozent sehr große Sorgen. Das seien fast doppelt so viele wie am 5. März. Damals gaben lediglich 23 Prozent der Befragten an, dass sie sich Sorgen um eine Infektion machen. 31 Prozent der Bürger sorgen sich der aktuellen Umfrage zufolge wenig, 20 Prozent seien sorglos.

US-Republikaner bringen riesiges Hilfspaket auf den Weg

Freitag, 20. März (8.22 Uhr): Die Republikaner im US-Senat wollen mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie stemmen.
Die meisten Steuerzahler sollen unter anderem einen Scheck über 1200 US-Dollar bekommen, pro Kind soll es zusätzlich noch 500 US-Dollar geben, wie aus einem am Donnerstagabend (Ortszeit) vorgestellten Gesetzespaket hervorging.

Bürgertelefon in Wilhelmshaven ist auch am Wochenende erreichbar

Freitag, 20. März (8.18 Uhr): Das Bürgertelefon der Stadt Wilhelmshaven ist auch am Wochenende für Fragen rund um das Coronavirus zu erreichen. Unter der Nummer 161616 sind die Mitarbeitenden am Samstag und Sonntag jeweils zwischen 11 und 15 Uhr telefonisch für die Bürger da. Von Montag bis Freitag ist das Bürgertelefon von 9 bis 17 Uhr zu erreichen. Das teilte die Presseabteilung der Stadt am Freitagmorgen mit.

Uwe Seeler sorgt sich um Fortbestand der Fußballvereine

Freitag, 20. März (8.13 Uhr): Fußball-Idol Uwe Seeler fehlt in der Corona-Zwangspause das rollende Leder. „Ich vermisse den Fußball sehr. Ich mache mir zudem große Sorgen um den Fortbestand der Vereine“, sagte der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft der „Bild“-Zeitung.

Mega-Staus an den Grenzen

Auf der Autobahn 4 zwischen Dresden und Görlitz staute sich der Verkehr. Foto: Robert Michael/dpa

Freitag, 20. März (8.03 Uhr): EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zeigt sich besorgt über die Mega-Staus wegen der neuen Grenzkontrollen in Europa. Tausende Menschen seien gestrandet, sagte von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.
„Insbesondere der Stau im Güterverkehr führt dazu, dass Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter viel zu spät ihr Ziel erreichen.“ Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock warnte davor, die Errungenschaften des Schengenraums aufs Spiel zu setzen.


Auch Siemtje Möller arbeitet im Home-Office

Freitag, 20. März (7.25 Uhr): Politiker des Bundestages sind positiv auf das Virus getestet worden. Was das für ihre Arbeit als Abgeordnete bedeutet, hat Siemtje Möller im Telefoninterview erzählt.

Was Arbeitgeber in der Krise tun können

Freitag, 20. März (7.10 Uhr): Das Coronavirus stellt Wirtschaft und Arbeitsmarkt vor große Herausforderungen. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung das „Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld“ verabschiedet; die Regelungen treten rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft. Auch in Wilhelmshaven und Friesland denken Betriebe darüber nach, durch Kurzarbeit die Krisenzeit zu überbrücken.

Zwischen leeren Regalen und Rücksichtnahme im Supermarkt

Freitag, 20. März (7.03 Uhr): Leere Regale, volle Einkaufswagen und viele Menschen. Das ist das Bild, das sich zurzeit in den Lebensmittelmärkten bietet. Toilettenpapier, Seife, Nudeln, Mehl – all das sind Waren, die derzeit sehr stark nachgefragt sind. Während viele Einzelhandelsgeschäfte geschlossen sind, bleiben Supermärkte offen. Viele Menschen kaufen in großen Mengen ein, um angesichts des Coronavirus vorzusorgen. Jeden Tag stehen Inhaber und Mitarbeiter vor einem großen Ansturm. Wir haben uns in Märkten in der Region umgehört, was die Situation für sie bedeutet.

Polizei kündigt konsequente Kontrollen an

Donnerstag, 19. März (20.06 Uhr): Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und die Ordnungsbehörden haben angekündigt, die gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassenen Verbote und Regeln „ab sofort und ohne jede Diskussion“ durchsetzen zu wollen. „Wer nicht kapiert oder ignoriert, dass dies eine brenzlige Situation für uns alle ist, dem wird es spätestens jetzt sehr deutlich mitgeteilt!“, betont der stellvertretende PI-Leiter Peter Beer.

Die Polizei will mit den Ordnungsbehörden mit Kontrollen und gegebenenfalls mit Sanktionen gegen Bürger vorgehen, die die beschlossenen Verfügungen ablehnen oder gar dagegen verstoßen. Darauf werde man „sehr konsequent“ reagieren, hieß es gestern. Überprüft werden sollen zum Beispiel die Einhaltung des Mindestabstandes in Restaurants, die Schließungen von Geschäften sowie größere Ansammlungen von Menschen im Freien.

Urlauber müssen Landkreis Aurich bis Sonntag verlassen

Donnerstag, 19. März (18.20 Uhr): Alle Urlauber werden aufgefordert, den Landkreis Aurich unverzüglich, spätestens aber bis Sonntag, 22. März, zu verlassen. Das hat die Kreisverwaltung am Donnerstag mit einer Allgemeinverfügung angeordnet und damit eine ursprünglich gesetzte Frist um drei Tage verkürzt. Bislang war der 25. März Stichtag für die Abreise gewesen. Die neue Regelung gilt sowohl für die Inseln als auch das Binnenland und ist auch für Zweitwohnungsbesitzer bindend.

Klinikum Wilhelmshaven gründet „TaskForce“

Donnerstag, 19. März (18.15 Uhr): Das Klinikum Wilhelmshaven bereitet sich nach eigenen Angaben mit verschiedenen Maßnahmen auf die Versorgung von Corona-Patienten. Seit dem 14. März bestehe bereits ein grundsätzliches Besuchsverbot, um sowohl die Patienten, aber auch die Mitarbeiter des Klinikums bestmöglich zu schützen, steht in einer Pressemitteilung des Klinikums.

In dringenden Fällen, etwa in Bezug auf die Geburtshilfe, Kinder- oder Palliativstation können Ausnahmen nach vorheriger telefonischer Anmeldung gemacht werden. Alle Besucher werden bei Betreten des Klinikums gefragt, ob sie aus Risikogebieten kommen oder Symptome einer Erkrankung zeigen. Nur noch wenige Eingänge des Klinikums sind geöffnet und werden von Wachleuten kontrolliert. „Bedauerlicherweise müssen wir uns auch mit dem Thema Diebstahl von Desinfektionsmitteln und medizinischer Ausstattung beschäftigen“, berichtet der Geschäftsführer Reinhold Keil. Das Klinikum hat eine „Taskforce Coronavirus“ unter Leitung der Geschäftsführung und unter Beteiligung vieler Fachleute aus allen Berufsgruppen gebildet, die jeden Morgen tagt und den Maßnahmenplan zum Umgang mit dem Coronavirus den aktuellen Entwicklungen anpasst. Diese Taskforce arbeitet eng mit dem Gesundheitsamt der Stadt zusammen.

Sollte es zu schwereren Krankheitsverläufen bei Patienten kommen, stehen 24 Intensivbetten bereit, die nach Bedarf separiert werden können. Weitere zwölf Intensivbetten können darüber hinaus kurzfristig bereitgestellt werden. Hier ist das Klinikum in der Abstimmung mit dem Land Niedersachsen bezüglich der Ausstattung mit Beatmungsgeräten. Auch werden Mitarbeiter im Ruhestand angefragt, ob sie im Bedarfsfall zur Verfügung stehen. Die Resonanz auf diese Aufrage war sehr groß und sehr positiv. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, uns vorzubereiten. Wichtig ist aber natürlich auch, dass wir unsere anderen Patienten, die bereits im Klinikum sind oder die als Notfälle zu uns kommen, mit unseren gewohnt hohen Standards versorgen“, ergänzt Reinhold Keil.

Insgesamt 27 Infizierte im Landkreis Aurich

Donnerstag, 19. März, (17.40 Uhr): Der Landkreis Aurich meldet eine neue Zahl von Betroffenen. Insgesamt sind demnach 27 Menschen im Kreisgebiet mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. 12 Betroffene kommen aus der Stadt Aurich, sechs aus Norden, jeweils zwei aus Norderney, Wiesmoor, Hinte und Großefehn, einen weiteren Fall gibt es in Hage. Derzeit befinden sich 183 Personen in häuslicher Quarantäne, elf Personen wurden bislang aus der Quarantäne entlassen.

Krankenhäuser in Aurich, Nordenun und Emden sind vorbereitet

Krankenhäuser der Region zeigen sich vorbereitet. Die Krankenhäuser in Norden, Emden und Aurich weisen darauf hin, dass es keine laborbestätigten Erkrankungen mit CoVid-19 in ihren Kliniken gibt. Im Klinikum Emden und der UEK in Aurich sind die ausgewiesenen Corona-Stationen betriebsbereit, in Norden ist dies ab Freitag der Fall. Da alle nicht zeitkritischen Operationen abgesagt wurden, steigt die Zahl der freien Bettenkapazitäten. Demnach stehen in den drei Kliniken etwa 700 somatische Betten zur Verfügung, weitere 200 Betten für die stationäre Versorgung von psychiatrischen Patienten. Die 2400 Beschäftigten der Kliniken werden kontinuierlich für den Umgang mit möglichen Corona-Patienten, die beatmet werden müssen, geschult.

Minister Lies sagt schnelle Hilfe zu

Donnerstag, 19.März (17 Uhr): Die Landesregierung sagt kleineren und mittleren Unternehmen, die unter der Corona-Krise leiden, schnelle Hilfe zu. Im Nachtragshaushalt des Landes, der nächste Woche beschlossen werden soll, wird die Investitions- und Förderbank des Landes (NBank) das geplante Kreditprogramm für kleine und mittlere Unternehmen als schnelle Liquiditätshilfe starten, teilte Umweltminister Olaf Lies (SPD) an diesem Donnerstag mit.

Ergänzt werde das Darlehen mit einem Zuschuss des Landes für kleine Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten in Höhe von 20.000 Euro. „Wir werden ganz erheblich wirtschaftliche Auswirkungen in den nächsten Monaten erleben“, so Lies, und: „Mit Hilfe der im Nachtragshaushalt mobilisierten 4,4 Milliarden Euro werden wir akute Liquiditätsengpässe auffangen.“

Minister kündigt Hilfe für regionale Unternehmen an

Donnerstag, 19. März (16.15 Uhr): Ihr gemeinsames Telefonat zur „Task Force Wilhelmshaven“ nahmen Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist zum Anlass, um auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise für die Unternehmen der Region anzusprechen. Feist gab die Sorgen der hiesigen Wirtschaft weiter, die in der derzeitigen Lage mit Auftragsrückgängen und Umsatzeinbußen in erheblichen Maße betroffen sind. „Wenn jetzt nicht umgehend durch das Auflegen von Hilfsprogrammen reagiert wird, werden uns die Folgen gesamtgesellschaftlich schon in Kürze gewaltig treffen.“

Carsten Feist appellierte an das Land, sehr schnell Zuschüsse für betroffene Betriebe zur Verfügung zu stellen und auch die kommunalen Kliniken mit Liquidität zu versorgen. Insbesondere sprach er die klein- und mittelständischen Firmen und die betroffenen Bereiche im Tourismus – auch in den Landkreisen Wittmund und Friesland – an. Der Minister sicherte zu, dass das Thema im Wirtschaftsministerium bereits oberste Priorität besitze. Nach dem Haushaltsbeschluss des Landtages in der kommenden Woche solle es schnelle und unbürokratische Hilfen geben.

Dr. Althusmann: „Wir befinden uns aktuell in einer Ausnahmesituation, die sich in bisher ungekannter Weise auf unser gesellschaftliches Leben und auf unsere Wirtschaft auswirkt. Für mich ist daher ganz klar, dass der Wirtschaft in allen Regionen Niedersachsens jetzt schnell und unkompliziert geholfen werden muss. Daher wird in meinem Ministerium gerade ein Kreditprogramm für mittlere und kleine Unternehmen als schnelle Liquiditätshilfe vorbereitet. Hiermit wollen wir insbesondere die Unternehmen unterstützen, die von den angekündigten Bundesprogrammen nicht profitieren werden.“ Feist: „Dass das Ministerium so schnell reagieren will, ist ein sehr wichtiges Signal an die Wirtschaft.“

Erste Diebstähle von Desinfektionsmitteln in Jever

Donnerstag, 19. März (15.42 Uhr): In einem Supermarkt in Jever fangen die Menschen schon an, Desinfektionsmitteln zu stehlen. Im „Famila“-Markt wurden wiederholt die Spenderdosen für Desinfektionstücher gestohlen. Mit den Tüchern werden normalerweise die Griffe der Einkaufswagen abgewischt und somit desinfiziert. Die Dosen wurden wohl aus der Verankerung gerissen. Das „Famila-Jever-Team“ mahnt auf einem Zettel zur Besonnenheit, auch in Zeiten des Corona-Virus: „Leider wurden uns nun mehrmals die Spenderdosen für die Desinfektionstücher entwendet. Desinfektionstücher um die Griffe der Einkaufswagen zu reinigen, bekommen Sie an Kasse 9 und an der Information!“. Nach den Diebstählen gibt es die Tücher nun nur noch auf Nachfrage.

Ministerpräsidenten halten Ausgangssperre für möglich

Donnerstag, 19. März (15.24 Uhr): Mehrere Ministerpräsidenten haben sich zu möglichen Ausgangssperren geäußert. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagt: „Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein.“ Auch Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) appelliert an seine Mitbürger: „Es kann nicht sein, dass jetzt junge Leute zu Corona-Partys rennen. Wenn nicht alle ihr Verhalten grundlegend umstellen, dann kommen wir um härtere Maßnahmen und Sanktionen nicht herum.“ Und auch Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlands, hält eine Ausgangssperre möglicherweise für unvermeidlich. Die Lage sei ernst, die Menschen müssten ihr Leben einschränken, so Hans.

Vierter Corona-Fall im Landkreis Wittmund

Donnerstag, 19. März (14.33 Uhr): Im Landkreis Wittmund wurde eine weitere Corona-Infektion bestätigt. Ein Mann aus Esens im Alter zwischen 60 und 70 Jahren soll sich in Süddeutschland mit dem Virus angesteckt haben. Das ist der vierte Corona-Fall im Landkreis. Der Mann befindet sich nun in Quarantäne. Das teilte der Landkreis Wittmund am Donnerstagnachmittag mit.

Bahnunternehmen wollen Verbindungen sichern

Donnerstag, 19. März (14.19 Uhr): Wie die Landesnahverkehrsgesellschaft mitteilt, wird es auch in den Fahrplänen Anpassungen zur Eindämmung von CoVid-19 geben. Nach Rücksprache mit den Bahnunternehmen hat die Gesellschaft jetzt Eckpunkte vorgegeben.

So sollen insbesondere Verbindungen im Berufsverkehr aufrecht erhalten werden, damit Pendler ihre Arbeitsplätze erhalten können. Auf Hauptstrecken soll mindestens ein Grundangebot im Stundentakt verkehren. Die einzelnen Bahnunternehmen würden auf Veränderungen in den Fahrplänen hinweisen. HDa viele Beschäftigte von Zuhause aus arbeiten würden und viele Destinationen geschlossen sind, sei es möglich, Züge zu streichen. Die Auswahl, welche Verbindungen wegfielen, sei den Bahnunternehmen überlassen. Umsteigemöglichkeiten und der Berufsverkehr müssten allerdings gegeben sein.

Auf den Hauptstrecken soll der Regionalverkehr möglichst von 5 bis 20 Uhr im Stundentakt verkehren und einmal pro Stunde an jeder Station halten. Auf übrigen Strecken soll montags bis freitag zwischen 5 und 9 Uhr und zwischen 15 und 19 Uhr ein Stundentakt bestehen, zu übrigen Zeiten mindestens ein Zweistundentakt angeboten werden. Die Bahnunternehmen könnten auch Busse einsetzen. Durch die Anpassungen werde das Anbebot auf den Schienen 30 Prozent verringert. Dadurch werde weniger Personal benötigt und die Flexibilität der Bahnunternehmen bei weiteren Krankenständen und Ausfällen verringert.

Die Änderungen betreffen die Strecken Leer-Hannover, Hamburg-Bremen, Hamburg-Hannover, Bremerhaven-Osnabrück, Osnabrück-Münster, Hannover-Göttingen, Hannover-Löhne, Hannover-Goslar, Hamburg-Cuxhaven, Wilhelmshaven-Osnabrück, Emden-Rheine, Hannover-Braunschweig, Hannover-Wolfsburg, Hannover-Wolfsburg, Hildesheim-Wolfsburg und die S-Bahn-Strecken um Hannover und Bremen.

Friesland-Kliniken verschärfen Maßnahmen gegen Corona-Infektionen

Donnerstag, 19. März (14.13 Uhr): Weil sich viele Menschen nicht an das Zugangsverbot der Friesland-Kliniken halten, werden die Krankenhäuser in Sande und Varel ab Montag, den 23. März, alle Zugänge in die Gebäude verschließen. Diese Türen werden lediglich im Notfall von innen zu öffnen sein. In Sanderbusch ist der Eingang bei der Notaufnahme und in Varel nur noch der Haupteingang geöffnet.
Externes Sicherheitspersonal wird jeden kontrollieren, der eines der Häuser betreten möchte und Unbefugte abweisen. Auch die Mitarbeiter der Kliniken müssen diese Schleuse passieren, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Dafür werden sie mit einem Berechtigungsausweis ausgestattet. Darüber hinaus werden alle Termine, die verschoben werden können, abgesagt. Das betrifft auch die angegliederten Praxen. Diese Regelung gilt bis auf weiteres. Das teilte die Pressestelle der Friesland-Kliniken am Donnerstagnachmittag mit.

Bundesregierung plant milliardenschweres Hilfspaket

Donnerstag, 19. März (14.02 Uhr): Die Bundesregierung plant in der Coronakrise ein Hilfspaket von über 40 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige und andere Kleinstfirmen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Zuvor war in den Regierungskreisen die Rede von einem Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro gewesen.

Welche Geschäfte liefern in Krisenzeiten?

Donnerstag, 19. März (13.46 Uhr): Zu Hause bleiben ist derzeit in vielen Haushalten angesagt, vor allem für die Risikogruppe kann es bei einer Ansteckung mit dem Corona-Virus gefährlich werden. In dieser Liste haben wir die Geschäfte aufgelistet, die in Zeiten der Krise das gewünschte Produkt bis vor die Tür liefern.

Südkorea hilft kleinen Unternehmen mit Milliardenprogramm

Donnerstag, 19. März (13.39 Uhr): Südkoreas Präsident Moon Jae In hat wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise ein 50 Billionen Won (36 Milliarden Euro) schweres Notfallpaket angekündigt. Wichtigster Zweck sei es, ausreichend Finanzhilfen für kleine und mittlere Unternehmen, Kleinhändler und Selbstständige zur Verfügung zu stellen, um diese vor einer Insolvenz zu bewahren, sagte Moon am Donnerstag in Seoul bei der ersten Sitzung eines wegen der Krise geschaffenen „Notfall-Wirtschaftsrats“. Das Programm zur Stabilisierung der Existenzgrundlage der Menschen sei „beispiellos in seiner Größe und Ausrichtung“ wurde Moon von seinem Büro zitiert.

Volksbank Wilhelmshaven schließt vier Filialen

Donnerstag, 19. März (12.27 Uhr): Die Volksbank Wilhelmshaven schließt vorübergehend vier Filialen. DIe Finanz-Treff’s Altengroden, Neuende und Voslapp und das Finanz-Zentrum Bismarck-Center bieten ab Montag keinen mitarbeiterbedienten Service an. Beratungsgespräche können nach telefonischer Terminvereinbarung stattfinden. In allen Filialen bleiben die Geldautomaten, Kontauszugsdrucke und SB–Terminals weiter im Betrieb. Die Volksbank Jever informiert auf ihrer Website, in ihren Social Media-Kanälen und über Aushänge ihre Kunden, sollte es weitere Änderungen geben.Das Kunden-Dialog-Center ist von Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 18 Uhr und am Freitag von 8 Uhr bis 13 Uhr telefonisch und via WhatsApp unter Tel. 04421/406-0 erreichbar. Die Volksbank stelle die Bargeldversorgung sicher und empfehle darüber hinaus das kontaktlose Bezahlen mit der Giro Card, einer Kreditkarte oder per Smartphone. Dem Mittelstand stünde man mit Beratungsangeboten zu öffentlichen Mitteln zur Seite. Kunden können per Mail an info@voba-whv.de ihren Liquiditätsbedarf mitteilen und sich auf der Website der Volksbank über Möglichkeiten informieren.

Metropolen gleichen Geisterstädten

Donnerstag, 19. März (12.13 Uhr): Straßen und Plätze: leer. Geschäfte und Lokale: geschlossen. In der Corona-Krise gleichen Deutschlands Metropolen Geisterstädten. Die Menschen kapseln sich ein. Was macht das mit ihnen?

Kurzarbeit bei Tui Deutschland

Donnerstag, 19. März (12.10 Uhr): Bei Tui Deutschland sollen die Beschäftigten wegen der schwierigen Geschäftslage durch die Coronakrise für ein halbes Jahr in Kurzarbeit gehen.Die mit dem Management vereinbarte Regelung greife für die Zeit vom 1. April bis zum 30. September, hieß es in einer Information von Konzernbetriebsratschef Frank Jakobi an die Mitarbeiter.

Virus bestimmt Sitzung: Frieslands Kreistag geht auf Abstand

Donnerstag, 19. März (12.08 Uhr): Wer sich von der einzigen öffentlichen Veranstaltung dieser Tage, der Kreistagssitzung in Horumersiel, am Mittwoch einen Funken Normalität inmitten des Corona-Ausnahmezustands erhoffte, täuschte sich. Schon am Eingang gab es einen ordentlichen Schuss Desinfektionsmittel von einem Landkreismitarbeiter in die Hände geschüttet. Ohne dies gab es keinen Einlass in das Haus des Gastes. Auch im Inneren war nichts, wie es sonst ist: Statt geschlossener Tischreihen in U-Form, wo die Kreispolitiker in ihren Fraktionen dicht nebeneinander und fraktionsweise einander gegenüber sitzen, gab es lange Tischreihen hintereinander mit Abständen von mindestens zwei Metern zueinander.

Gerichte heben Verhandlungstermine auf

Donnerstag, 19. März (12.06 Uhr): Die Maßnahmen, die Bund, Länder und Kommunen zur Eindämmung der Infektionen mit dem Coronavirus ergriffen oder empfohlen haben, finden nun auch ihren Niederschlag in den ostfriesischen Gerichten. Der Dienstbetrieb läuft überall weiter, doch es kann zu Beeinträchtigungen und Einschränkungen kommen. Die Maßnahmen, die die einzelnen Gerichte bislang vorsehen, sind unterschiedlich. Alle haben aber ein gemeinsames Ziel: Mitarbeiter und Bürger sollen bestmöglich vor dem Coronavirus geschützt werden.

Kaum Hoffnung auf eine Saisonfortsetzung für Sportler

Donnerstag, 19. März (11.58 Uhr): Der Sport ruht, der Ligaspielbetrieb wurde unter- oder in einigen Sportarten (z.B. Eishockey oder Volleyball) sogar komplett abgebrochen. Verbände empfehlen, auch das Mannschaftstraining auszusetzen, um damit eine weitere rasche Ausbreitung des Coronavirus zu erschweren. Wir haben uns bei höherklassigen Vereinen in der Region und in der Fußball-Bezirksliga umgehört, wie sie mit den erschwerten Bedingungen umgehen, welche Alternativen es im Trainingsbetrieb gibt und wie die Perspektiven für die kommenden Wochen (oder Monate) aussehen.

Zeitungen sind in der Krise unverzichtbar

Donnerstag, 19. März (11.14 Uhr): Gerade in der Corona-Krise erweisen sich Zeitungen als unverzichtbare Informationsquelle für die Bürger. Der Verband Deutscher Lokalzeitungen hat alle Bundesländer aufgefordert, sich der Linie Bayerns anzuschließen und die Medien als „kritische Infrastruktur“ einzustufen. Das würde bedeuten, dass die Kinder der Presse-Angehörigen in die Notbetreuung an Kitas und Schulen aufgenommen werden, sagte VDL-Geschäftsführer Martin Wieske in Berlin. So könne gerade auf dem Land der wichtige Informationsauftrag der Lokalzeitungen aufrecht erhalten werden. Zahlreiche Redakteure arbeiten inzwischen aus Sicherheitsgründen im Homeoffice.

Musikfestival für Zuhause

Donnerstag, 19. März (10.09 Uhr): Am Sonntag startet das erste Musikfestival für die eigenen vier Wände. Das „wirbleibenzuhause“-Festival wird ab 18 Uhr live auf den Instagramseiten der jeweiligen Künstler übertragen. Mit dabei sind Max Giesinger, Nico Santos und Johannes Oerding.

Spanier in Jevers Partnerstadt jubeln für das Gesundheitspersonal

Donnerstag, 19. März (9.56 Uhr): Spanier jubeln in Zeiten von Corona jeden Tag vom Balkon aus für das Gesundheitspersonal und die Mitarbeiter in Geschäften. „Sie sind für uns die Helden“, sagt Ruth Palomero aus Cullera. Dort herrscht derzeit eine Ausgangssperre.

Deutsche Urlauber sitzen im Ausland fest

Donnerstag, 19. März (9.24 Uhr): Eine große Rückholaktion für Deutsche aus dem Ausland hat inzwischen begonnen - in einigen Ländern stecken jedoch zahlreiche Deutsche in ungewissen Situationen fest. Das betrifft etwa das mittelamerikanische Panama, wo inzwischen 109 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und ein Todesfall bestätigt wurden. Panama hat alle Flüge aus und nach Europa gestrichen.

China meldet erstmals keine inländischen Neuinfektionen

Donnerstag, 19. März (8.54 Uhr): Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet. Allerdings stieg die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen.

Pastorin gibt in schweren Zeiten Hoffnung

Donnerstag, 19. März (8.12 Uhr): Pastorin Martina Stecher hatte eine wunderbare Idee: Sie betet für die Menschen in der geschlossenen Kirche. Es sind Zeiten, die hat es so noch nie gegeben. Vor allem für Angehörige, die jetzt einen Menschen verloren haben, bedeutet die Corona-Pandemie schmerzliche Einschränkungen. Auch Kirchen und Bestatter haben mit sich fast täglich ändernden Vorschriften zu tun.

Wall Street stellt wegen des Virus auf elektronischen Handel um

Donnerstag, 19. März (7.54 Uhr): Die New Yorker Börse stellt wegen der Corona-Pandemie von kommendem Montag an voll auf elektronischen Handel um. Es handele sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutze der Mitarbeiter, hieß es in einer Mitteilung der weltweit größten Wertpapierbörse am Mittwochabend (Ortszeit).

Friesland-Kliniken sind gut auf die Krise vorbereitet

Donnerstag, 19. März (7.48 Uhr): Die Friesland-Kliniken mit dem Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch (NWK) und dem St. Johannes-Stift in Varel bereiten sich auf den Ansturm durch Corona-Patienten vor. Bereits am Freitag hatten sie ein absolutes Besucherverbot verhängt, damit nicht unbeabsichtigt Viren eingeschleppt werden, mittlerweile ist das Verbot auch von Seiten der Landesregierung als Anweisung erfolgt. Patienten und Angehörige zeigten größtenteils Verständnis, berichtete Geschäftsführer Frank Germeroth auf Nachfrage. Gleichwohl müsse noch nachgebessert werden, denn vor allem beim NWK mit 14 Zugängen sei es problematisch, das Verbot konsequent zu kontrollieren. „Möglichst wenig Kontakte“, das sei zurzeit die wichtigste Prämisse, um Patienten und Mitarbeiter zu schützen.

Wilhelmshavener Tafel schließt alle Ausgabestellen

Donnerstag, 19. März (7.38 Uhr): Die Wilhelmshavener Tafel hat ihren Betrieb eingestellt. „Wir machen für mindestens 14 Tage Schicht“, sagt Ulla Krieger vom Vorstand. Es könne aber durchaus auch für einen längeren Zeitraum sein. In der Ausgabestelle Weichselstraße in Fedderwardergroden konnten gestern noch die letzten Lebensmittel verteilt werden. In der Ulmenstraße und in Sande sind die Pforten schon länger verschlossen.

Friesische Vereine helfen

Mittwoch (19.26 Uhr): Ab sofort gibt es für alle, die Hilfe bei Einkäufen von Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs benötigen, ehrenamtliche Unterstützung: Der „Verein Menschenkinder“ bietet in der Zeit der Corona-Krise eine unkomplizierte und unbürokratische Einkaufshilfe an. „Wir koordinieren, dass diejenigen, die Hilfe benötigen, und die, die in dieser schwierigen Zeit helfen möchten, zusammenkommen“, sagte Christina Haartje-Graalfs, Vorsitzende des Vereins.

Und so geht’s: Wer Hilfe benötigt und wer Hilfe anbieten möchte, ruft einfach bei „Menschenkinder“ an. Dort wird geschaut, wie die Unterstützung logistisch sinnhaft erfolgen kann. Der Einkauf erfolgt nur mit Bargeld, das die Helfer dann gegen einen Kassenbeleg direkt von den zu beliefernden Personen zurückbekommen. Neben Helfern sucht der Verein deshalb auch Menschen, die mit einer kleinen Spende dieses Hilfsangebot unterstützen, um zum Beispiel den Ehrenamtlichen das Spritgeld zahlen zu können. Der Verein kann Spendenquittungen ausstellen.

Eingekauft werden nur haushaltsübliche Mengen, die Supermärkte werden zu den Randzeiten aufgesucht, um die Zeit der großen Kundenansammlungen zu meiden. „Wir können natürlich nur so viele Anfragen bedienen, wie wir ehrenamtliche Einkäufer haben. Deshalb meine Bitte: Melden Sie sich!“, sagte Christina Haartje-Graalfs. Vielleicht ist auch der eine oder andere Schüler dabei, der mit dem Fahrrad oder dem eigenen Auto kleine Botendienste übernehmen würde.
Kontakt „Menschenkinder“: 04461/5535

Das Taxi-Unternehmen Rücker aus Schortens hat ebenfalls eine Initaitive gestartet, um älteren Menschen zu helfen. „Wir kaufen ein für Senioren und andere, die eben jetzt soziale Kontakte meiden sollen. Wir besorgen alles, von der Kiste Wasser bis zu Kartoffeln. Die Zeit zum Einkaufen geben wir als Bonus, der Kunde muss lediglich die Waren und unsere einfache Fahrt vom Supermarkt zu ihm nach Hause bezahlen“, berichtete Taxifahrer Marcus Bredow. Der Einkaufsservice sei in diesen Zeiten als Zeichen der Solidarität zu werten. Kontakt: 0162/7860905

Die A-Jugend-Handballmannschaft der HG Jever/Schortens möchte helfen und bietet einen konkreten Einkaufsdienst für ältere Menschen an. „Wir haben uns als Mannschaft überlegt, den Senioren aus der Umgebung den Gang zum Supermarkt zu ersparen“, teilen die Handballer mit. Und so geht’s: 1. Telefonisch durchgeben, welche Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs benötigt werden, 2. Die A-Jugend geht in die gewünschten Supermärkte, kauft ein und bezahlt im Voraus (Hygienevorschriften werden streng eingehalten). 3. Die Lebensmittel werden nach Hause gebracht, das Geld wird gegen Vorlage des Kassenbons zurückerstattet. Kontakt: 01575/8554483 oder 01522/1912153

Merkel ruft zur Solidarität auf

Mittwoch (18.53 Uhr) Mit einem eindringlichen Appell hat Bundeskanzlerin Angela Merkel alle Bürgerinnen und Bürger zu Solidarität und Disziplin im Kampf gegen das Coronavirus gemahnt. „Das ist eine historische Aufgabe, und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen“, sagte Merkel am Mittwoch in einer Fernsehansprache zur Coronakrise. „Es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen und damit auf uns alle an“, machte die Kanzlerin den überaus großen Ernst der Lage deutlich. Es sei dringend notwendig, dass die sozialen Kontakte auf ein Minimum heruntergefahren werden, damit sich das Virus nicht zu schnell ausbreite.

Diese Situation erfordere ein hohes Maß an Disziplin jedes Einzelnen. Die Lage „ist ernst, und sie ist offen. Das heißt: Es wird nicht nur, aber auch davon abhängen, wie diszipliniert jeder und jede die Regeln befolgt und umsetzt“, sagte die Kanzlerin nach einem vorab verbreiteten Redetext der Ansprache, die am Abend von mehreren Sendern ausgestrahlt werden sollte.

Zusätzliche, noch drastischere Maßnahmen wie eine allgemeine Ausgangssperre verkündete die Kanzlerin nicht. Sie sagte aber auch: „Halten Sie sich an die Regeln. ... Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch: was womöglich noch nötig ist.“

Merkel stellte in ihrer Rede Wirtschaft und Arbeitnehmer auf harte Wochen im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus ein. „Für die Wirtschaft, die großen Unternehmen genau wie die kleinen Betriebe, für Geschäfte, Restaurants, Freiberufler ist es jetzt schon sehr schwer. Die nächsten Wochen werden noch schwerer“, sagte die Kanzlerin. Sie versichere: „Die Bundesregierung tut alles, was sie kann, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern - und vor allem um Arbeitsplätze zu bewahren.“

Die Kanzlerin nutzte die Ansprache außerdem, um sich bei dem in diesen Zeiten besonders belasteten medizinischen und pflegerischen Personal zu bedanken. „Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit zuallererst an alle wenden, die als Ärzte oder Ärztinnen, im Pflegedienst oder in einer sonstigen Funktion in unseren Krankenhäusern und überhaupt im Gesundheitswesen arbeiten. Sie stehen für uns in diesem Kampf in der vordersten Linie“, sagte sie.

Neue Allgemeinverfügung in Wilhelmshaven

Mittwoch, 18. März (18.37 Uhr): Die Stadt Wilhelmshaven setzt eine weitere fachliche Weisung der Landesregierung um und macht am Donnerstag, 19. März, die sogenannte „Allgemeinverfügung zur Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich II“ bekannt.

In Ergänzung zu der am Vortag veröffentlichten Allgemeinverfügung konkretisiert diese neue Verfügung die Vorgaben, unter denen die von der verfügten Schließung ausgenommenen Geschäfte weiterhin öffnen dürfen. So wird beispielsweise die Einhaltung eines Mindestabstands in Warteschlangen durch Anbringung von Markierungen auf dem Boden ebenso gefordert wie geeignete Zugangsbeschränkungen zu den Geschäften, damit sich erst gar keine Warteschlangen bilden.

Zusätzlich regelt die Verfügung, dass Restaurants, Speisegaststätten und Mensen von 6 bis 18 Uhr öffnen dürfen, wenn sie zwischen den mit höchstens vier Personen besetzten Tischen einen Abstand von mindestens zwei Metern einhalten und die Gäste außerdem mit ausreichend Abstand zueinander sitzen.

Hotels, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze dürfen keine Touristen mehr beherbergen. Touristen, die bereits angereist sind, müssen ihre Rückreise bis Donnerstag, 19. März, spätestens aber bis zum 25. März antreten. Behinderten-Werkstätten, Tagesförderstätten und vergleichbare ambulante und teilstationäre Angebote der Eingliederungshilfe werden geschlossen.

„Diese Allgemeinverfügung ist der weitere Schritt, den die Landesregierung in enger Abstimmung mit dem Bund und den anderen Ländern bereits am Montag angekündigt hatte“, führt Oberbürgermeister Carsten Feist aus. „Sie kommt nicht überraschend, sodass wir davon ausgehen, dass sich alle Betroffenen umgehend an diese Regelung halten werden. Und damit ihren solidarischen Beitrag leisten, dass wir die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen.“ Eines ist ihm besonders wichtig: „Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es kein Kavaliersdelikt ist, die Verfügungen zu umgehen und vermeintliche Nischen zu suchen. Zuwiderhandlungen können strafbar sein.“ Die Stadt führt, zum Teil mit Unterstützung der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland, Kontrollen durch und wird Vergehen konsequent ahnden.

Finanzieller Schaden für das Wangerland enorm

Mittwoch, 18. März (18.18 Uhr): Für die touristisch geprägte Gemeinde Wangerland ist die neueste Maßnahme (Touristen müssen abreisen) ein weiterer herber Schlag in Zeiten der Corona-Krise. Zuvor stand bereits fest, dass touristische Übernachtungen in ganz Deutschland zum derzeitigen Zeitpunkt nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden sollen. Diese Regelung wurde zwischen der Bundesregierung und dem Bundesland Niedersachsen vereinbart, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen.

Hotels und Vermietern wird untersagt, Gäste aufzunehmen. Dies gilt auch für Betreiber von Kureinrichtungen und präventiven Reha-Einrichtungen. Sogenannte Zweitwohnungen dürfen ebenfalls nicht genutzt werden. Es sei denn, die Nutzung ist „aus zwingenden beruflichen sowie aus ehe-, sorge- und betreuungsrechtlichen Gründen notwendig“, heißt es in der Allgemeinverfügung.

Wann die Saisoneröffnung nachgeholt werden kann? „Wir wissen es nicht“, sagt Bornholdt-Haack. Das stellt WTG und Vermieter insbesondere bei Anfragen und möglichen Umbuchungen vor Herausforderungen. Mindestens bis zum 18. April gelten die Maßnahmen, müssen alle Gäste wegbleiben.

Schon jetzt ist absehbar: Für die Touristenregion ist die Corona-Krise eine wirtschaftliche Katastrophe. Und das nicht erst seit den jüngsten Maßnahmen. „Seit Wochen verzeichnen wir einen deutlichen Rückgang bei den Buchungen“, sagt Bornholdt-Haack und blickt auf die vergangene Ostersaison zurück – an den Feiertagen mit teilweise Auslastungen von 90 Prozent.

Diese Ausfälle im Sommer wieder aufzufangen, werde viele Vermieter vor eine große Herausforderung stellen. Ebenso die Gastronomie und touristischen Einrichtungen. Private ebenso wie die der WTG und der Gemeinde.“

20 Infektionen im Landkreis Aurich

Im Landkreis Aurich ist die Zahl der Corona-Infektionen auf 20 gestiegen, wie die Kreisverwaltung mitteilt. Davon kommen elf Fälle aus der Stadt Aurich und fünf aus der Stadt Norden. Eine Person kommt aus der Gemeinde Hinte, eine weitere aus der Stadt Wiesmoor. Auf der Insel Norderney gibt es derzeit zwei bestätigte Corona-Fälle. Aktuell befinden sich im Landkreis Aurich 138 Menschen in häuslicher Quarantäne. Sechs Menschen konnten inzwischen wieder aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden.

GPS schließt Werkstätten

Mittwoch, 18. März (16.43 Uhr): Die Werkstätten der Gemeinnützigen Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit (GPS) Wilhelmshaven bleiben bis zum 18. April geschlossen. Betroffen sind die Standorte in Wilhelmshaven, Jever, Barkel, Roffhausen, Jeringhave, Liethe, Edewecht und Westerscheps. Dasselbe gilt für die Zentren für Beratung, Bildung und Vermittlung (BBV) in Roffhausen und Edewecht sowie die Tagesstätten für psychisch erkrankte Menschen in Wilhelmshaven, Jever, Varel und Westerstede.

Menschen mit Behinderung, die eine Betreuung während des Tages benötigen und deren Betreuung anderweitig nicht sichergestellt werden kann, können eine Notbetreuung in Anspruch nehmen. Angehörige werden gebeten, sich in diesem Fall direkt mit den Werkstätten in Verbindung zu setzen.

Landkreise an der Küste verbieten Unterbringung von Urlaubern

Mittwoch, 18. März (15.29 Uhr): Die Kommunen an der Küste reagieren auf die entsprechende Weisung des Sozialministeriums vom Dienstagabend, 17. März, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verlangsamen.
Die Kreisverwaltung im Landkreis Aurich und die Verwaltung im Kreis Wittmund haben gleichlautende Verfügungen erlassen, wonach die Beherbergung von Urlaubsgästen mit sofortiger Wirkung verboten ist. Betreibern von Beherbergunsstätten, Camping- und Wohnmobilstellplätzen, Ferienwohnungen und Ferienzimmern und vergleichbaren Angeboten, ist es untersagt, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen. Betreiber von Kureinrichtungen und präventiven Reha-Einrichtungen dürfen Patienten nur noch für medizinisch notwendige Anschlussbehandlungen im Sinne des SGB V aufnehmen. Urlauber und Kurgäste in der Region müssen bis zum 19. März 2020, spätestens bis zum 25. März, antreten. Die Weisung gilt bis einschließlich Sonnabend, 18. April. Eine Verlängerung ist möglich.

Zwei weitere Corona-Infektionen in Wilhelmshaven

Mittwoch, 18. März (14.08 Uhr): Die Zahl der Personen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, ist in Wilhelmshaven auf fünf gestiegen: Am Mittwoch, 18. März, wurden dem Gesundheitsamt der Stadt zwei weitere positive Laborbefunde mitgeteilt.

Merkel will in Fernsehansprache über Maßnahmen informieren

Mittwoch, 18. März (13.21 Uhr): Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Bevölkerung heute Abend in einer Fernsehansprache über die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Coronakrise informieren. Die aufgezeichnete Ansprache soll im ZDF nach der „heute“-Sendung gegen 19.20 Uhr und in der ARD nach der „Tagesschau“ gegen 20.15 Uhr ausgestrahlt werden.

Hauskonzert mit Pianist Igor Levit

Mittwoch, 18. März (13.06 Uhr): Der russisch-deutsche Pianist Igor Levit gilt als einer der besten Pianisten unserer Zeit. Nun in der Coronavirus-Krise streamt er jeden Tag um 19 Uhr auf Twitter live ein Lied. Unter diesem Link gibt es das Hauskonzert von Dienstagabend: Beethovens Mondscheinsonate.

Bayern verschiebt Abiturprüfungen

Mittwoch, 18. März (12.17 Uhr): Wegen des Coronavirus wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch in München mit.

„Trotz der Corona-Krise wollen wir faire Bedingungen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten sicherstellen“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Wegen der Einstellung des Unterrichts bis nach den Osterferien hätten die Schüler ohne eine Änderung des Terminplans nicht genügend Vorbereitungszeit.

Wangerland schickt Touristen in die Heimat

Mittwoch, 18. März (12.09 Uhr) Saisoneröffnung verschoben, Campingplätze im Wangerland geschlossen – und jetzt das: Bereits beherbergte Gäste müssen möglichst bis heute ihre Rückreise antreten. „Für uns alle ist das ein schwerer Schritt, aber eine wichtige Maßnahme zum Schutze aller“, erklärt die Wangerland Touristik GmbH (WTG).

Zuvor stand bereits fest, dass touristische Übernachtungen in ganz Deutschland zum derzeitigen Zeitpunkt eingestellt werden. „Übernachtungsangebote im Inland dürfen aktuell nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden.“ Diese Regelung wurde zwischen der Bundesregierung und dem Bundesland Niedersachen vereinbart. Im Klartext: Bürger sollen auf Raten der Bundesregierung keine Urlaubsreisen mehr ins In- und Ausland unternehmen, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen.

Schwierige Lage bei den Zeitungen

Mittwoch, 18. März (11.40 Uhr):  Die Corona-Krise macht auch den Lokalzeitungen schwer zu schaffen; es kommt wegen der vielen Absagen von Veranstaltungen, Märkten und Messen und erst recht seit der Schließung der meisten Geschäfte zu zahlreichen Stornierungen gebuchter Anzeigen und Beilagen. Der Verband Deutscher Lokalzeitungen sieht die Situation als existenzbedrohend an, er hat wegen der drohenden wirtschaftlichen Schieflage der Verlage die Bundesregierung aufgefordert, die bereits im Bundeshaushalt eingestellten Mittel zur Vertriebsförderung unverzüglich zur Auszahlung freizugeben. Die Lokalpresse setze alles daran, Berichterstattung, Druck und Vertrieb in der Krise aufrechtzuerhalten.

Bau fürchtet Schwierigkeiten durch Corona-Krise

Mittwoch, 18. März (10.50 Uhr): Die Coronakrise könnte aus Branchensicht auch den Bau in Deutschland bremsen. „Besonders treffen die Unternehmen die aktuellen Grenzschließungen, da Personal aus EU-Nachbarländern nicht mehr auf die Baustellen kommt und Arbeitsausfall droht“, teilte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie der Deutschen Presse-Agentur mit. Insgesamt seien die Auswirkungen der Krise für die Branche aber noch schwer vorhersehbar. Noch seien sie verhältnismäßig gering, das könne sich aber von Tag zu Tag ändern.

US-Forscher: Coronavirus noch nach Stunden auf Oberflächen

Mittwoch, 18. März (10.45 Uhr): Das neuartige Coronavirus ist einer Studie zufolge auch noch nach Stunden auf Oberflächen auffindbar. Auf Kupfer seien lebensfähige Viren bei Tests bis zu vier Stunden, auf Pappe bis zu 24 Stunden und auf Plastik und rostfreiem Stahl bis zu drei Tage nachweisbar gewesen, teilten die Forscher unter anderem von der Universität Princeton und der University of California in Los Angeles am Dienstag (Ortszeit) mit. Allerdings reduzierte sich die sogenannte Infektionsdosis auf allen Oberflächen über diese Zeiträume deutlich.

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf unser Konsumverhalten

Mittwoch, 18. März (8.13 Uhr): Die Einkaufsgewohnheiten in Deutschland werden sich durch die Coronavirus-Krise nachhaltig verändern. Der größte Gewinner dürfte dabei der Online-Handel sein. Davon gehen der Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), Kai Hudetz, und der E-Commerce-Experte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein aus.

Urlauber verlassen die Inseln

Mittwoch, 18. März (8 Uhr): Corona lässt Urlaubsträume platzen. Die große Abreise von den Ostfriesischen Inseln hat Montag begonnen und sich am Dienstag fortgesetzt. Viele Gäste sind der Bitte der Landesregierung gefolgt, die Heimreise anzutreten. Diese hatte verfügt, dass zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus die Inseln vorübergehend nicht bereist werden dürfen.

Bundeswehr schickt Soldaten nach Hause

Mittwoch, 18. März (7.50 Uhr): Das Objektschutzregiment hat „den Betrieb auf das Notwendigste reduziert“. Die Soldaten seien teilweise nach Hause geschickt worden, um „gesund zu bleiben und sich fit zu halten“, berichtete am Dienstag Presseoffizier Mario Gerhardt.
Während eines Antretens des Regimentes habe Oberst Marc Vogt mehrfach auf die besonderen Vorsichts- und Hygienemaßnahmen hingewiesen. Ein Teil des Regimentes sei nach Hause geschickt worden, werde jedoch sofort wieder zurückbeordert, „falls wir gebraucht werden“, berichtete Presseoffizier Gerhardt.

Europa macht die Grenzen dicht

Mittwoch, 18. März (7.13 Uhr): Nach der Ankündigung der Europäischen Union, keine Einreisen von Nicht-EU-Bürgern mehr zu erlauben, sind erste Reisende abgewiesen worden. Am größten deutschen Airport in Frankfurt am Main war am Dienstagabend laut Bundespolizei ein Flug aus der Türkei betroffen. Die Europäische Union will mit sofortiger Wirkung für 30 Tage ein Einreiseverbot umsetzen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

Digitaler Austausch über Facebook-Gruppe – Neues Newsletter-Angebot

Dienstag, 17. März (22 Uhr): Wir starten ein tägliches Briefing per Mail zum Thema Coronavirus. Bereits mehr als 500 Mitglieder tauschen sich in Facebook-Gruppe für die ostfriesische Halbinsel aus.

Hier geht’s zur Anmeldung.

Die Corona-Krise aus Sicht der regionalen Unternehmer

Dienstag, 17. März (21:45 Uhr): Die Corona-Krise macht in wirtschaftlicher Hinsicht insbesondere Gastronomen und Hoteliers zu schaffen – seit heute zudem vielen Einzelhändlern.

Eine Artikelübersicht:

Viele Geschäftsleute fürchten in Wittmund deshalb um ihre Existenz.

Der Insel Wangerooge droht ebenso eine finanzielle Katastrophe – seit Montag bleiben die Touristen fern.

Wolfgang „Mozart“ Gerhard betreibt die Kult-Kneipe „Zur scharfen Ecke“ in Sand. Der Schankwirt muss aufgrund des Coronavirus nicht nur auf die große Feier zu seinem runden Geburtstag, sondern auch auf viele Einnahmen verzichten. Das Lokal ist zunächst geschlossen.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat unterdessen bereits schnelle Hilfen für die Gewerbetreibenden in Aussicht gestellt (kostenfreier Artikel).

Auch Landkreis Friesland reagiert

Dienstag, 17. März (16:55 Uhr): Mit einer weiteren Allgemeinverfügung hat auch der Landkreis Friesland die neuen von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen gegen das Coronavirus umgesetzt. Nunmehr sind Veranstaltungen aller Art verboten und nur bestimmte Geschäfte dürfen noch öffnen.

Aufgrund der unübersichtlichen Teilnehmerzahl finden im Landkreis keine Osterfeuer statt. Außerdem werden die Annahmestellen für private Anlieferungen in Wiefels, Varel und auf Wangerooge bis auf weiteres geschlossen. Gewerbliche Kleinanlieferungen sind im Abfallwirtschaftszentrum Wiefels weiterhin möglich, und zwar ausschließlich dienstags und donnerstags in der Zeit von 8 Uhr bis 17 Uhr. Auch das Rathaus in Sande schließt für den Publikumsverkehr.

Stadt Wilhelmshaven erlässt Allgemeinverfügung

Dienstag, 17. März (16.42 Uhr): Die Stadt Wilhelmshaven hat eine Allgemeinverfügung zur Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich bekannt gegeben, die bis einschließlich Samstag, 18. April, gültig ist.

Für den Publikumsverkehr geschlossen werden demnach: Bars, Clubs, Kulturzentren, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen, Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Bibliotheken und ähnliche Einrichtungen und unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen, Messen, Ausstellungen, Kinos, Zoos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen, der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios, Saunen und ähnliche Einrichtungen. Alle Spielplätze einschließlich Indoor-Spielplätze, alle Verkaufsstellen des Einzelhandels, insbesondere Outlet-Center, einschließlich der Verkaufsstellen in Einkaufscentern.

Verboten werden: Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen, Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften, einschließlich der Zusammenkünfte in Gemeindezentren. Alle öffentlichen Veranstaltungen; ausgenommen sind Sitzungen kommunaler Vertreter und Gremien sowie des Landtages und der dazugehörigen Ausschüsse und Gremien. Alle Ansammlungen im Freien (Richtgröße für Ansammlungen: mehr als 10 Personen). Alle privaten Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmenden. Nicht unter den Veranstaltungsbegriff fällt die Teilnahme am öffentlichen Personennahverkehr oder der Aufenthalt an der Arbeitsstätte.

Ausgenommen von der Schließung sind: der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, der Großhandel und Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich. Diesen Unternehmen wird außerdem erlaubt, an Sonntagen in der Zeit von 10 bis 18 Uhr zu öffnen.

Wie werden Coronaviren am ehesten übertragen?

Dienstag, 17. März (14.24 Uhr): Ein Schweizer Seuchenschützer warnt vor einer möglichen Corona-Infizierung über kontaminierte Banknoten. Die Wahrscheinlichkeit, sich an Geldscheinen oder Münzen mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, ist nach Einschätzung deutscher Experten allerdings sehr gering.

Ikea schließt alle Märkte in Deutschland

Dienstag, 17. März (14.17 Uhr): Der Möbelhändler Ikea schließt ab Dienstag alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland. Man wolle damit die Ausbreitung des Coronavirus hemmen und die Mitarbeiter schützen, erklärte das Unternehmen in Hofheim bei Frankfurt.

UEFA verlegt Fußball-EM ins Jahr 2021

Dienstag, 17. März (14.03 Uhr): Die Fußball-Europameisterschaft 2020 soll wegen des Coronavirus in den Sommer 2021 verschoben werden. Betroffen sind zwölf Gastgebernationen, 24 Teilnehmer und Millionen Fans. Noch ist unklar, wie der Modus aussehen soll.

Fußballspielbetrieb pausiert weiter - Friesensport-EM vertagt

Dienstag, 17. März (13.40 Uhr): Die Europameisterschaft der Friesensportler wird nicht wie geplant im Mai stattfinden. Die Verantwortlichen des Verbands Schleswig-Holsteinischer Boßler (VSHB) haben in Abstimmung mit den anderen Verbänden der International Bowlplaying Association (IBA) die Veranstaltung abgesagt. Die EM soll im kommenden Jahr, vom 13. bis 16. Mai, nachgeholt werden.

Das Coronavirus setzt auch der Welt der Fußballer weiter zu. Nachdem am Montag auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga beschlossen wurde, dass der Spielbetrieb in der Bundesliga und zweiten Liga nicht vor dem 2. April wieder aufgenommen wird, zog der Niedersächsische Fußballverband (NFV) am Dienstag nach und ordnete eine Corona-Pause bis mindestens zum 19. April an. Somit ruht der Spielbetrieb auch im Fußballkreis Ostfriesland weiterhin. „Die Entscheidung ist nur richtig. Es gibt weiß Gott schlimmere und andere Probleme auf der Welt“, sagt der Kreisvorsitzende Winfried Neumann.

Sorgen bei Spargelbauern und Kritik an Hamsterkäufen

Dienstag, 17. März (11.27 Uhr): Kunden räumen Supermarktregale leer, andere stehen kopfschüttelnd davor - und Spargelbauern bangen um Erntehelfer aus Osteuropa: Auswirkungen der Coronakrise bekommen zusehends auch Verbraucher und die Landwirtschaft zu spüren.

Tafeln im Harlingerland schließen

Dienstag, 17. März (11.20 Uhr): Die Tafeln in Wittmund, Esens, Friedeburg/Wiesmoor sowie die tafelähnliche Einrichtung mit „Leib und Seele“ Dornum-Neuschoo stellen mit sofortiger Wirkung ihre Arbeit ein. Das hat vor allem zwei Gründe: Einerseits ist durch die Corona-Krise die Menge der bereitgestellten Lebensmittel derart zusammengeschrumpft, dass eine Ausgabe keinen Sinn mehr macht. Andererseits sind viele der Kunden, aber insbesondere der ehrenamtlichen Mitarbeitenden älter als 65 Jahre und gehören somit zur Hochrisikogruppe.

Reaktion auf das Virus: Amazon schreibt 100.000 Stellen in den USA aus

Dienstag, 17. März (9.50 Uhr): Der weltgrößte Online-Händler Amazon will einem starken Anstieg der Bestellungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit einer Einstellungsoffensive begegnen. Das Unternehmen kündigte an, in den USA 100.000 zusätzliche Voll- und Teilzeitkräfte für Lager und Auslieferung anzuheuern, um die gestiegene Nachfrage bewältigen zu können.

Notbetreuung in Kitas und Schulen ist gestartet

Dienstag, 17. März (9.40 Uhr): Montag startete die Notbetreuung in vielen Städten. So auch in der Kita und Krippe an der Plaggestraße für die Stadt Schortens. Alles lief sehr diszipliniert, es gab keine Probleme. „Aber in ein paar Tagen oder Wochen wird das Problem sicherlich größer werden“, meinte Anja Müller. Die Schortenser Stadtverwaltung hatte mit etwa 60 Kindern für Schule, Kita und Krippe gerechnet. Am Morgen waren es sechs Grundschüler, drei Kita-Kinder und ein Krippen-Kind.

Teile des Einzelhandels bleiben geschlossen

Dienstag, 17. März (8.40 Uhr): Die Landesregierung hat am Montag weitere weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Angesichts der Entwicklung des Infektionsgeschehens in Europa, Deutschland und Niedersachsen kündigt Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann an: „Wir haben die Gesundheitsbehörden angewiesen, alle öffentlichen Veranstaltungen sowie private Versammlungen in Niedersachsen zu untersagen. Auch sämtliche Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind ab Dienstag zu schließen.

Das gleiche gilt für die Teile des Einzelhandels, die nicht für den täglichen Bedarf erforderlich sind.“ Ministerpräsident Stephan Weil erklärt dazu: „Wie angekündigt sind weitere Maßnahmen notwendig, mit denen wir die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen wollen. Damit verbunden sind auch weitere Einschränkungen für die Menschen in Niedersachsen, für die wir um Verständnis bitten müssen.“

Ausdrücklich nicht geschlossen werden der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel.

Werden Touristen an der Nordseeküste zur Corona-Gefahr?

Montag, 16. März (20.45 Uhr): Viele Menschen in der Region sorgen sich vor der Feriensaison. Die meisten Gäste an der Küste kommen wegen der Nähe aus Nordrhein-Westfalen, jenem Bundesland also, das mit Abstand die meisten Corona-Infizierten zählt. Die Kommentarspalten in den sozialen Netzwerken sind voll mit besorgten Einträgen.

Corona lähmt auch die Kirche im Harlingerland

Montag, 16. März (20 Uhr): Der Kirchenkreis Harlingerland und das Bistum Osnabrück leisten Beitrag in der Krisensituation: Konfirmationen, Hochzeiten und selbst größere Trauerfeiern sind wegen des Coronavirus gegenwärtig nicht möglich. Die Glocken zu den Gottesdienstzeiten sollen dennoch läuten.  

Regierung schlägt Schließung von Läden vor

Montag, 16. März (16.46 Uhr): Die Bundesregierung schlägt den Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor. Restaurants sollen schon am späten Nachmittag schließen, Gottesdienste verboten werden. Außerdem sollen auch die Spielplätze schließen.

Spielplätze und Restaurants werden mit Verboten belegt

Montag, 16. März (16.20 Uhr): Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus auch die Spielplätze in Deutschland schließen. In dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag heißt es, neben öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios seien auch Spielplätze für den Publikumsverkehr zu sperren.

Zudem sollen Restaurants in Deutschland demnächst spätestens um 18.00 Uhr schließen und frühestens um 06.00 Uhr öffnen.

Medizinisches Versorgungszentrum in Ostrhauderfehn geschlossen

Montag, 16. März (15.50 Uhr): Das MVZ Ostrhauderfehn ist geschlossen. Die Ostfriesen Zeitung berichtet, der Leiter der Einrichtung sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe rund 300 Patientenkontakte in der vergangenen Woche gehabt, habe der Chirurg berichtet.

Inseln abgeriegelt – Gravierende Folgen für Tourismus und Wirtschaft

Montag, 16. März (11.25 Uhr): Zwar ist auf Wangerooge noch niemand mit dem Coronavirus infiziert, aber dennoch wurden Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Urlauber dürfen vorerst nicht auf die Insel - das bedeutet massive Verluste für den Tourismusbetrieb.

Rats- und Ausschusssitzungen in Wilhelmshaven fallen aus

Montag, 16. März (11.20 Uhr): Die Sitzungen des Wilhelmshavener Stadtrats sowie die Ausschusssitzungen finden bis zu den Osterferien nicht statt. Darauf haben sich Ratsvorsitzender Stefan Becker und Oberbürgermeister Carsten Feist verständigt. „Auch wenn die Arbeit der politischen Gremien von hoher Bedeutung für die Stadt sind, haben wir im Einvernehmen mit der Politik beschlossen, dass es angebracht ist, im Moment auf die Sitzungen zu verzichten“, führt Feist aus.

Wirte befürchten extreme Verluste

Montag, 16. März (8.20 Uhr): Wirte in der Region befürchten, dass sie wegen der Verluste aufgrund des Coronavirus ihre Lokale schließen müssen. Bereits jetzt haben sie Umsatzeinbußen. „So eine Situation habe ich noch nie erlebt“, sagt Stefan Drewke, Geschäftsführer der „Residenz“ in Wittmund. Fast minütlich erreichen ihn Absagen. Ob Vorträge, Teetafeln nach Beerdigungen, Versammlungen oder Hotelbuchungen: Für die Residenz, so Drewke, ist Corona wie für viele andere Branchen ein finanzielle Katastrophe.

Mehr Informationen zum Coronavirus und die Entwicklungen in der vergangenen Woche finden Sie hier

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