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Lokal26.de Nordsee Spiekeroog

Urlaub an der Nordsee: Erhöhung der Fährpreise schlägt hohe Wellen

18.05.2020

Spiekeroog Wer mit der Fähre nach Spiekeroog möchte, muss seit Freitag mehr zahlen. Eine Einzelfahrt ohne Rabatt kostet beispielsweise 26 statt wie bisher 17,40 Euro. In Facebook-Gruppen und auch auf der Facebook-Seite unserer Zeitung werden die Preiserhöhungen heftig diskutiert. Das war für Ansgar Ohmes Grund genug, sich mit einem offenen Brief in die Debatte einzuschalten.

Der Geschäftsführer der Nordseebad Spiekeroog GmbH wendet sich in dem Schreiben an die „Gäste und Freunde der Insel Spiekeroog“. In dem Brief wirbt er um Verständnis für die Fährpreiserhöhungen. Die Nordseebad Spiekeroog GmbH als Betreiberin des Fährbetriebes könne die Diskussionen durchaus nachvollziehen. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, schreibt Ohmes zu Beginn.

Durch die Corona-Pandemie hätten sich jedoch die Rahmenbedingungen für die Insel geändert. „Dadurch hatten wir von Mitte März bis Mitte Mai einen Umsatzrückgang von über 95 Prozent“, schreibt Ohmes. Trotz der Lockerungen sei die Umsatzprognose stark rückläufig. Ein Grund dafür sei die Mindestaufenthaltsdauer von sieben Tagen. Damit seien weniger Bettenwechsel und somit geringere Umsätze im Fährbetrieb verbunden. Tagesgäste und Gruppen sind von der Anreise ausgeschlossen, Ausflugsfahrten finden bis auf Weiteres nicht statt.

Um ein Infektionsrisiko an Bord zu reduzieren, werden nur noch halb so viele Fahrgäste wie sonst im Sommer üblich befördert. „Die Betriebskosten für Gesundheitsschutz- und Hygienemaßnahmen steigen zugleich erheblich an“, erklärt der Geschäftsführer weiter. Sämtliche Kosten für die Hafenpachten liefen weiter, ein Erlass oder eine Stundung seien abgelehnt worden. Zudem gebe es keine sonstige staatliche Unterstützung in der Coronakrise.

„Ohne die zeitlich befristete Erhöhung der Fahrpreise hätten wir in diesem Jahr einen Umsatzverlust in siebenstelliger Höhe verzeichnet. Das wäre für unsere Gesellschaft existenzbedrohend gewesen“, heißt es in dem Brief.

Ansgar Ohmes hofft, dass die Fahrpreiserhöhung „mindestens anteilig vor Dezember rückgängig gemacht werden kann.“


     www.spiekeroog.de 

Anke LaumannLokalredaktion

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