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Drogen verkauft: Vareler bekommt für fünf Kilo Rauschgift über drei Jahre Gefängnis

22.05.2020

Varel /Oldenburg Wegen Drogenhandels hat das Landgericht Oldenburg einen 39-jährigen Vareler jetzt zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Darüber hinaus ordnete die 4. Große Strafkammer des Landgerichtes unter Vorsitz von Richterin Judith Blohm die Unterbringung des drogenabhängigen Angeklagten in der geschlossenen Entziehungsanstalt an.

Nach eigenen Angaben konsumiert der Angeklagte seit seinem 13. Lebensjahr Rauschgift. Um seine Sucht finanzieren zu können, verkaufte er gewinnbringend massenhaft Drogen. Das Rauschgift, das es in Varel gegeben habe, sei von schlechter Qualität gewesen, sagte er. Deswegen hatte er sich nach einem Lieferanten umgesehen, der eine bessere Qualität bieten sollte.

Kokain, Gras und Amphetamine

Dabei erinnerte er sich an einen Großdealer (36) aus Delmenhorst, den er einst im Gefängnis kennen gelernt hatte. Von diesem bezog der Angeklagte fortan das Rauschgift: Insgesamt rund fünf Kilogramm, darunter Marihuana, Haschisch, Amphetamine und Kokain. Der Angeklagte hatte einen Geschäftspartner, der die Drogengeschäfte organisierte. Und er hatte Helfer, die auch mal nach Delmenhorst fuhren, um dort Nachschub zu holen.

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Am 10. Dezember 2019 war einer der Helfer des Angeklagten das letzte Mal nach Delmenhorst gefahren und zwar just zu der Zeit, als der Delmenhorster festgenommen wurde. So flog auch der Angeklagte auf. Er legte ein umfassendes Geständnis ab. Laut Anklage hatte der 39-Jährige auch an einen 17-Jährigen Rauschgift verkauft. Da will er aber nicht gewusst haben, dass es sich um einen Minderjährigen gehandelt hatte. Ansonsten waren die Angaben des Angeklagten so intensiv, dass sie als Ermittlungshilfe gewertet wurden. Deswegen ist der 39-Jährige auch in den Genuss der Kronzeugenregelung gekommen, was die zu erwartende Strafe erheblich reduzierte.

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