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Lokal26.de Wilhelmshaven Südstadt

Geschäftsidee: Gründerin: „Nähen ist ein bisschen wie Yoga“

23.09.2021

Wilhelmshaven /Südstadt Seit rund fünf Jahren führt sie ihr Herzensprojekt nun bereits am aktuellen Standort. „Ich hatte vorher einen kleineren Laden mit meiner Freundin Gabi“, erzählt sie. Als ihre Kinder noch kleiner waren, hat sie eher nebenbei genäht und kleinere Anfragen erfüllt. Die Kinder wurden groß und irgendwann wurde der erste Laden „durch die vielen Anfragen auch nach Nähkursen zu klein.“ Dann entdeckte sie ihren aktuellen Laden und fand schnell Gefallen an dem Charakter der Räumlichkeiten, mit den hohen Decken, den großen Fenstern und der Geschichte. „Ganz früher war es mal ein Blumenladen, dann das Büro eines Handwerkers.“

„Wie ein kleiner Kiez hier“

Vor dem Einzug der Nähwerkstatt gab erst mal „viel zu renovieren“. Die Mühe hat sich gelohnt: Inzwischen fühlt sich Petra Harnack pudelwohl. „Es ist wirklich wie ein kleiner Kiez hier“, erzählt sie. Viele ihrer Stammkunden kommen aus der Nachbarschaft. Auch mit den benachbarten Geschäften besteht eine „tolle“ Verbindung. „Da wird einander auch mal ausgeholfen“ oder sich nett ausgetauscht.

In ihrem Laden möchte Petra Harnack jedem die Möglichkeit geben, sich kreativ mit Stoff und Zubehör auszuprobieren.

„Kleine Wunder und andere Werke“ ist nicht nur Beiwerk im Namen der Nähwerkstatt, sondern Programm. Sie entstehen in den Nähkursen für Erwachsene und Kinder, die die Wilhelmshavenerin anbietet, durch Aufträge, die sie bekommt oder auf eine ihrer vielen Ideen hin.

„Die Kreativität ist einfach in meinem Kopf. Wenn ich einen Stoff sehe, habe ich direkt Ideen, was ich daraus machen kann“ erzählt sie. So kommt auch ihre zweite Leidenschaft zustande: Stoffe kaufen.

Förderung durch „Plug&Work“

Gerne nimmt sich die 52-Jährige auch zu Hause die Zeit, zu neuen Projekten zu recherchieren oder etwas auszuprobieren. „Nähen beziehungsweise textiles Gestalten war schon immer meine Option“ sagt sie.

Das Wissen dazu hat sie sich selbst beigebracht und erweitert es stetig. Manche Kniffe kennt sie auch noch aus ihrem Produktdesign-Studium. Demnächst zieht zusätzlich eine digitale Stickmaschine in ihren Laden ein. Damit können dann noch personalisiertere kleine Wunder entstehen. Vor einigen Monaten bewarb sich Harnack auf eine Förderung durch „Plug&Work“.

Das Projekt übernimmt 80 Prozent der Anschaffungskosten für die Stickmaschine und hilft ihr auch dabei, ihre Website und ihren Social-Media-Auftritt zu überarbeiten, ihr Lädchen ein wenig digitaler zu machen.

So kann sie ihre Leidenschaft auch in schwierigen Zeiten mit Zwangs-Pausen wie durch die Corona-Pandemie mit anderen teilen.

Denn während der Krise mussten Nähkurse zwar weitestgehend ausfallen, Petra Harnack aber hörte nicht auf, dennoch weiterhin Lieblingskuscheltiere von Kunden zu retten oder an anderen Aufträgen, Projekten oder Ideen zu werkeln – statt zum Sportkurs zu gehen, der ausfiel. Denn „Nähen ist auch ein bisschen wie Yoga“, sagt Petra Harnack und lacht.

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