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Lokal26.de Friesland Südkreis Varel

Protest: Eltern machen sich für Erhalt der Oberschule in Obenstrohe stark

12.11.2019

Varel /Friesland Gestern Abend kamen Vertreter des Kreiselternrates und verschiedener Schulelternräte zusammen, um sich in einem Pressegespräch für den Erhalt der Oberschule in Obenstrohe stark zu machen. Für diese Schule wird schon bald die Schließung befürchtet. Im Kreisschulausschuss soll das Thema heute Nachmittag diskutiert werden (Seite 1).

Lars Ulmke und Niksa Marusic (Kreiselternrat) sowie Marcus Dammann und Dörte Furken (Schulelternrat Oberschule Obenstrohe), außerdem Tina Goldmann und Katja Brandt (Schulelternrat Sande) traten vehement für den Erhalt aller bisherigen Oberschulen im Landkreis Friesland ein. Unterstützung erhielten sie von Martin Burkhart aus Wilhelmshaven.

Für die Oberschule Obenstrohe werden schon bald nicht mehr ausreichende Schülerzahlen vorausgesagt, um die Schule zweizügig zu führen. Das aber ist Voraussetzung zur Weiterführung der Schule. Auch die Oberschule in Sande hat zurückgehende Schülerzahlen, auch hier ist die Befürchtung groß, dass schon bald eine Schließung folgen könnte. Doch die Zahlen seien alles andere als seriös, so Ulmke.

Denn der Teufel steckt im Detail: Seit die Wahl der Schule allein vom Elternwunsch abhängig ist, wechseln die meisten Kinder zunächst aufs Gymnasium. Etliche der Schüler scheitern hier aber und kommen dann zurück auf die Oberschule.

„In Klasse 5 haben wir in Sande Mühe, auf die Zweizügigkeit zu kommen. In Klasse 7 sind wir dann aber schon wieder dreizügig“, berichtete Tina Goldmann. Ähnlich sei es auch in Obenstrohe, so Dammann. Er forderte, die qualitativ hochwertige Schule zu erhalten. Im Zusammenhang mit der Inklusion seien die kleineren Schulen ohnehin im Sinne des Schülerwohls den größeren Schulzentren vorzuziehen, sagte Ulmke.

Darüber hinaus sei es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sich für die Oberschulen stark zu machen, die den Pool für die dringend benötigten Handwerker und Kaufleute bildeten, die heute schon überall fehlten. „Es ist völlig verfehlt, diese Schulen zu schließen, längst nicht alle Schüler können und wollen Abitur machen. “

Annette KellinFreier Mitarbeiter

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