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Stefan Jürgens präsentiert Briefmarkenkunst in der Hohenkirchener Volksbank

03.12.2019

Hohenkirchen „Eigentlich wollte ich nur ein paar Batterien kaufen“, berichtet Matthias Hänke, Filialbereichsleiter der Volksbank in Hohenkirchen. Jedoch wurde er beim Einkauf im gegenüberliegenden Elektrofachgeschäft auf die hier ausgestellte Briefmarkenkunst des Inhabers Stefan Jürgens aufmerksam – und schnell stand fest: Diese Werke müssen in der Volksbank ausgestellt werden.

Am vergangenen Donnerstag war es dann so weit: Stefan Jürgens hatte zur Ausstellungseröffnung eingeladen, nachdem er im Vorfeld Plakate verteilt und in den sozialen Netzwerken ordentlich die Werbetrommel gerührt hatte. Viele Besucher fanden schließlich den Weg in die Bank, um die beeindruckenden Kunstwerke und die Geschichten dahinter kennenzulernen. „Die Technik, Bilder mit Briefmarken anzufertigen, habe ich mir über Jahre hinweg selbst beigebracht. Diese handwerkliche Technik gibt es so noch nicht und ist somit einzigartig“, verriet Stefan Jürgens in seiner Begrüßungsansprache. Alle Briefmarken-Kunstwerke sollen eine Botschaft transportieren, deren Interpretation der Künstler gerne jedem einzelnen Betrachter selbst überlässt. „Die Briefmarken als Werkstoff dienen mir als Medium für diese Art der Kommunikation, indem sie durch das Licht die Betrachtungsweise ändern und Dinge hervorheben können“, so Jürgens, der sich im Gespräch vor der Ausstellungseröffnung bei seiner Familie und bei der Volksbank für die wertvolle Unterstützung bedankte.

Auf die Frage, woher er denn die abertausenden Briefmarken für seine Kunstwerke herbekomme, berichtete Stefan Jürgens unter anderem von einer großen Reisetasche voller Briefmarken, die aus dem Nachlass eines Steuerberaters stammen. Es habe sich herumgesprochen, dass er Postwertzeichen ein „Nachleben“ verleihe, und er habe noch genügend „Material“ für künftige Projekte vorrätig.

Der begeisterte Fan der Band Pink Floyd kam vor einigen Jahren auf die Idee, ein „Remake“ des Covers der LP „Wish you were here“ zu kreieren – aus Briefmarken. In monatelanger Kleinarbeit schuf er das großformatige Werk, auf das Stefan Jürgens besonders stolz ist. „Das ist unverkäuflich“, betont er. Doch Jürgens fand großen Gefallen an dieser besonderen Kunstnische, und im Laufe der Jahre entstanden immer mehr Werke, die stets eine tiefgründige Botschaft in sich tragen. Sein neuestes Werk „Der leere Koffer“, welches im Mittelpunkt der Ausstellung steht, erörtert das Thema unerfüllter Wünsche oder Hoffnungen, die einem fehlen, dessen Bestandteile aber andere Menschen in sich tragen und die zum Greifen nahe sind. „Das Kunstwerk ,Die Bewegungssprache der Welt’ stellt uns die Frage, wer uns im Leben begleitet und wie lange“, sagt Jürgens. Dieses Bild zeigt ein Riesenrad, das praktisch das Leben darstellt, bei dem man ja auch nie wisse, wer ein- oder aussteigt.

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