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Lokal26.de Friesland Wangerland

Ausstellung im Künstlerhaus Hooksiel: Wenn nicht analog, dann doch digital

02.04.2020

Hooksiel Auch die Eröffnung der diesjährigen Reihe der Ausstellungen im Künstlerhaus Hooksiel fand wegen der Zwänge durch die Coronavirus-Krise nicht wie geplant statt: Sowohl die Vernissage wie auch die Präsentation der Aquarellbilder von Liliane Elmer unter dem Titel „Trau der Blumen süßem Schein“ mussten entfallen.

Mit großem Bedauern musste Künstlerhausleiterin Renate Janßen-Niemann bereits Anfang des Monats die Winterausstellung zur Überbrückung der Pause zwischen den Jahresprogrammen vorzeitig beenden. Darüber hinaus verfügte die Gemeinde Wangerland als Eignerin des Künstlerhauses auch, dass die farbenfrohen Kunstwerke Liliane Elmers jetzt nicht als Blickfang wenigstens in den Fenstern des Hauses gezeigt werden. Es soll unbedingt vermieden werden, dass eine derartige „Schaufenstergestaltung“ einen zusätzlichen Anreiz für Publikumsansammlungen bildet.

Über 300 Einladungen wurden noch vor dieser Notlage an Kunstinteressierte versandt und das Künstlerhaus hatte Dr. Ulrike Sachsenheimer aus Wilhelmshaven als langjährige Bekannte der Künstlerin für die Einführung gewinnen können. Die schon betagte Malerin wird nun nicht aus der Schweiz anreisen, ihre Bilder allerdings sind schon in Hooksiel.

Sie lagern bei Henning Gieseke, Mitglied des Künstlerhausbeirats und auch im Vorstand des „Vereins Kunst- und Erlebnispfad Hooksiel“, der auch als Förderverein des Künstlerhauses fungiert. Nachdem seine Idee der „Schaufenstergestaltung“ verworfen werden musste, möchte er jedoch zumindest nicht nur über das Schaffen der spätberufenen Künstlerin aufklären, sondern auch digital das Anschauen ihrer Werke ermöglichen.

Dazu sind die filigranen Pflanzen- und Landschaftsbilder auf Facebook unter der Adresse des Fördervereins einzusehen. Und man erfährt, dass Liliane Elmer einst eine künstlerische Ausbildung zur Modedesignerin absolvierte, um dann als technische und Textilzeichnerin sowie als Fotodesignerin zu arbeiten. Zudem wurde sie Mitgestalterin der schweizerischen Kulturzeitschrift „Du“. Mit Erreichen des Pensionsalters unterzog sie sich einer intensiven malerischen Ausbildung bei bekannten Züricher Künstlern.

Damit wandte sie sich auch zunehmend der Aquarellmalerei zu, wo sie mit akribischer malerischer Schilderung sowie viel Tiefenwirkung das Hintergründige des Sichtbaren in der Natur auslotet. Das Wesentliche ist ihr dabei „die Poesie des Lichts und der Farbe“ und der Betrachter entdeckt einen großen malerischen Reichtum in Einfachheit und Schönheit.

Renate Janßen-Niemann bedauert sehr, dass sie der breiten Öffentlichkeit diesen Bilderschatz vorenthalten muss. Obendrein sei sogar zu befürchten, dass auch die Ausstellung der nächsten Künstlerin, Trude Schumacher-Jansen mit großen kinetischen Gebilden auf Acryl, ab dem 17. Mai der Coronakrise zum Opfer fällt. Die jeweils mit einem Vorlauf von zwei Jahren festgelegten Programme seien im Übrigen so dicht getaktet, dass nennenswerte Verschiebungen nicht möglich seien.

Wolfgang A. NiemannFreie Mitarbeiterin

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