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Kultur nach Corona: Im Gruseleum wird es noch gruseliger

31.03.2020

Hooksiel Wenn sich zwei Martinas auf Anhieb verstehen, beide theaterverrückt sind und die eine auch noch eine solch schräge Spielstätte wie das „Gruseleum“ ihr eigen nennt, denn muss dabei einfach etwas ganz Besonderes herauskommen.

Martina Minkner vom „Gruseleum“ in Hooksiel und Martina Brünjes, mit Ehemann Timo unter anderem Theatermacherin aus Ganderkesee, lernten sich während ihres ersten Ausbildungswochenendes bei Heike Scharf und Uwe Fischer in der Evangelischen Familienbildungsstätte Rastede kennen, wo sie ihre Fertigkeiten als Spiel- und Theaterpädagoginnen verfeinerten.

Vielfältige Erfahrungen können beide bereits aufweisen. So gründete Minkner einst in Sillenstede die Laienspielgruppe „Friesenspieler“, leitete sie 17 Jahre lang und führte auch bei zahlreichen Stücken Regie.

Brünjes kann ebenfalls auf allerhand Theatererfahrung vor allem als Regisseurin zurückblicken und das mit Ehemann Timo geschriebene Theaterstück „Dat Vermächtnis vun de Falkenburg“ wurde sogar beim Theaterfestival für niederdeutsche Dramaturgie ausgezeichnet. Seit letztem Sommer leitet sie im Übrigen wie schon seit Jahren in Delmenhorst auch die Theaterschule des Wilhelmshavener „Theaters am Meer“. Außerdem arbeitet sie beim kommenden Freilichttheater „Der Fischer und seine Frau“ in Dangast als Regieassistentin an der Seite von Regisseur Frank Düwel.

Grusel-Etablissement trägt sich mit viel familiärem Engagement

Schon beim Kennenlernen waren sich die beiden Frauen einig: wir machen etwas Gemeinsames. Wegen der Beschränkungen durch die Corona-Krise hat vor allem Martina Minkner dazu mehr Zeit, als ihr lieb ist, denn natürlich muss auch sie ihren Publikumsmagneten geschlossen halten. Entgegen allen Unkenrufen sei das ungewöhnliche Grusel-Etablissement in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche nach der Eröffnung vor fünf Jahren – übrigens damals auf Drängen von Sohn Elias – so erfolgreich geworden, dass es sich mit viel familiärem Engagement selber trägt.

Mit trotzigem Optimismus setzen die beiden Frauen nun auf die Zeit nach der Krise und ihre Idee entsprang den bisher sehr erfolgreichen „Grusel-Dinners“. Die hatten jeweils rund 40 Teilnehmer in die schaurig schön gestalteten Räume gelockt. Martina Brünjes schwebt nun eine Art Grusel-Krimödie vor, ein Mitmach-Theaterstück: „Schaurig ja, aber auch Amüsement soll dabei sein, jedoch kein Horror“, erklärt sie. Dazu ein Ambiente wie im Mittelalter mit Zauberei und Hexen.

Das Haus mit seinen vielen Türen und einer großen geschwungenen Treppe biete tolle Ansätze. Ein solches Stück müsse man dann allerdings häufig aufführen, da jeweils höchstens 30 Besucher teilnehmen können. In Heike Wessels von der Niederdeutschen Bühne Varel sowie dem Wilhelmshavener Laienspieler Mario Theiß haben bereits zwei Akteure ihre Mitwirkung fest zugesagt und Minkners Lebensgefährte York Kreiner sorgt am Piano für die stimmungsvolle musikalische Begleitung.

Das Stück soll direkt auf die Akteure und die räumlichen Gegebenheiten „maßgeschneidert“ werden und für „hausgemachtes Essen“ will Martina Minkner sorgen. So wie Brünjes derzeit mit dem Nachwuchs beim „Theater am Meer“ ihr plattdeutsches Stück „Hapen“ digital probt, soll auch die Arbeit für die Grusel-Krimödie unverzüglich beginnen in der Hoffnung auf eine Premiere zum Beispiel zu Halloween (31. Oktober).

Wolfgang A. NiemannFreie Mitarbeiterin

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