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Riesenrad in Schillig: Wer auf den Rollstuhl angewiesen ist, kann nicht mitfahren

31.07.2020

Schillig Tag für Tag dreht das Riesenrad, das seit Mitte des Monats am Strand in Schillig steht, seine Runden. Und das kommt bei Einheimischen und Urlaubern an. „Die Gäste sind froh, dass sich was dreht“, sagt Betreiber Enrico Becker. Der Geschäftsführer der Firma „JB Events“, die das 38 Meter hohe Fahrgeschäft aufgestellt hat, ist zufrieden. Das gelte auch für die Fahrgäste, erklärt Becker und ergänzt: „Der Blick von oben aus der Gondel über das Wattenmeer ist einfach atemberaubend.“

Doch genießen kann diesen Blick nicht jeder. Eine Leserin, die im Rollstuhl sitzt und auf diesen angewiesen ist, hat sich in der Redaktion gemeldet und drauf hingewiesen, dass sie – entgegen der Ankündigung – nicht mit dem Riesenrad mitfahren könne. Voller Vorfreude sei sie nach Schillig gefahren, um „vor Ort dann die riesige Enttäuschung“ erleben zu müssen. „Von wegen barrierefrei. Ich kam nicht mal zur Kasse, geschweige in das Riesenrad“, schreibt die Leserin.

Geschäftsführer Enrico Becker hat dazu Stellung genommen. Er betont, dass er viel Wert auf Barrierefreiheit lege. So könnten etwa auch Menschen mit Handicap, unter anderem Rollstuhlfahrer, mit dem Riesenrad fahren. Allerdings gelte das für das Modell in Schillig nur zum Teil. Denn, so Becker, es gebe zwar eine extra Gondel, in die Rollstuhlfahrer mit Rollstuhl hineinkönnten, nur hänge diese leider nicht an dem Riesenrad in Schillig. Dort bestehe für Rollstuhlfahrer nur die Option, dass sie über eine Rampe oder mit Hilfe der Mitarbeiter bis zum Kassen- und Einstiegsbereich gelangen und – sofern überhaupt möglich – von ihrem Rollstuhl in eine Gondel umgesetzt werden. Noch bis zum 13. September steht das Riesenrad in Schillig. Neben den normalen Fahrten gehören zum Angebot auch ein „Frühstück in der Gondel“ oder die „Genussvolle Fahrt“, ein romantischer Abend mit Wein und Brot.

Anna GraalfsLokalredaktion

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