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Lokal26.de Nordsee Wangerooge

Von Wangerooge in die USA

06.12.2019

Pennsylvania /Wangerooge Sie haben schon ganz besondere Auftritte hinter sich: Sie wurden für „Fokkis Weidenfest“ in Oldenburg engagiert, traten als Vorband von Torfrock auf, sie fuhren für die Casting-Show „X-Faktor“ nach Hamburg. Nun kam wohl einer der außergewöhnlichsten Auftritte hinzu: Die Inselcombo von Wangerooge spielte in Amerika.

Die Inselcombo – das sind Alexandra und Burkhard Büchen, Armin Kubiak, Lothar Mengedoth und Klaus Brüggerhoff. Schon seit sieben Jahren musizieren sie gemeinsam auf der Insel, bei Veranstaltungen, auf Hochzeiten, im Rahmen ihrer Reihe „Schön war die Zeit“. Doch schon oft sind auch Gäste auf die Band aufmerksam geworden – und es kam zu Auftritten auf dem Festland.

Im vergangenen Jahr reisten die Wangerooger sogar extra nach Hamburg: Sie hatten eine Einladung von „X-Faktor“ bekommen. Alexandra Büchen hatte zufällig über die Casting-Show gelesen, die Band schickte ein Demo mit ihren Coversongs, überwiegend Musik der 1960er- und 1970er-Jahre im maritimen Stil – und schon kamen die fünf Musiker in die erste Vorrunde.

Bis in die Fernsehshows haben sie es leider nicht geschafft. Aber trotzdem: Es war eine tolle Erfahrung – und die Combo hat, so das Fazit der Jury damals, ordentlich Stimmung gemacht. Genauso wie jetzt in Amerika.

Der Kontakt entstand durch Klaus Buschan, ein alter Schulfreund von Klaus Brüggerhoff. Er ist vor 40 Jahren nach Amerika ausgewandert. Zuvor gingen beide auf Wangerooge zur Schule, auch heute noch besucht Buschan regelmäßig die Nordseeinsel, wo er schließlich auch auf die Inselcombo aufmerksam wurde. „Ihr müsst unbedingt in meinem Club spielen“, rief er begeistert aus.

Denn: Buschan ist Mitglied im „Reading Liederkranz“, einem Club für Amerikaner mit deutschen Wurzeln, der schon seit 1885 besteht. Der Liederkranz richtet nicht nur jährlich ein Oktoberfest aus, sondern auch ein Schnitzelfest, einen Maifest und im Winter gibt es einen Weihnachtsmarkt. „Und auf dem haben wir jetzt gespielt“, berichtete Alexandra Büchen.

Die Instrumente sollten die Combo-Mitglieder vor Ort bekommen – doch das war gar nicht so leicht. „Das Akkordeon zum Beispiel ist da gar nicht so verbreitet. Und ein Cajon kannten sie gar nicht“, so Alexandra Büchen. Dass die Wangerooger ihre Instrumente von ihrer Insel mitbringen, das wollten die Gastgeber aber auch nicht – deshalb bauten sie extra ein Cajon aus einem Bausatz zusammen. Sie haben sich sehr bemüht, damit die Inselcombo sich wohlfühlt und für sie musizieren kann.

Das Akkordeon, das ursprünglich für den Auftritt gedacht war, war zwar etwas verstimmt und kaputt. „Doch ganz spontan kam jemand auf dem Weihnachtsmarkt zu uns und erzählte, dass er Akkordeons repariere – und brachte uns noch ein neues und größeres Instrument auf die Bühne.“

Und das Fazit der Zuschauer? „Sie waren begeistert“, so Alexandra Büchen. Zwar waren wegen des plötzlichen Wetterumschwungs nicht so viele Menschen wie geplant zum Auftritt gekommen. Es begann zu frieren und ein heftiger Schneesturm war angekündigt. Auch die Wangerooger hatten während ihrer Fahrt schon einige Bedenken wegen des Wetters.

Doch diejenigen, die da waren, haben sich riesig über die deutschen Gäste, die Unterhaltungen mit ihnen und vor allem über die deutschen Lieder gefreut – und sie luden die fünf Musiker von der Insel sogar gleich fürs nächste Jahr wieder ein.

Antje BrüggerhoffLokalredaktion

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