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Lokal26.de Nordsee Wangerooge

Wangerooger Bahnhof wird barrierefrei

11.02.2020

Wangerooge Die Deutsche Bahn investiert auf Wangerooge. Jüngst wurde der Bahnhofsvorplatz neu gepflastert, derzeit werden weitere Umbaumaßnahmen im Bahnhof vorgenommen, und das nächste große Vorhaben ist bereits für Herbst/Winter geplant.

„Der Bahnhofsvorplatz wurde für die neue Gepäcklogistik vergrößert und bietet mehr Platz für die Abwicklung des An- und Abreisegepäcks“, teilte eine Bahnsprecherin mit. Die bisherige Lösung sei kapazitätsmäßig an ihre Grenzen gekommen. Darum habe es bei einer Ortsbegehung aus den Reihen des Rates der Gemeinde Wangerooge den Verbesserungsvorschlag gegeben, die Gepäcklogistik auf den Bahnhofsvorplatz zu verlegen, um damit mehr Raum für die Gäste zu schaffen. „Wir haben die Idee aufgenommen und weiterentwickelt“, erläuterte die Sprecherin.

Die neue Gepäcklogistik umfasse neue Container für das Gepäck, die Umschlagtechnik auf den Schiffen mit leistungsfähigeren Kränen, interne Prozesse sowie die Anpassung der Vertriebswege, denn die Gepäcktickets können mittlerweile bereits von zu Hause aus online gebucht werden.

Die neuen Gepäckcontainer werden künftig vom Zug direkt bis auf den Bahnhofsvorplatz befördert, sodass sie deutlich besser zugänglich für die Gäste sind. „Die neuen Behälter werden von den Gästen gut angenommen“, lautete ein erstes Fazit der Bahn. Grund für die derzeitigen Bauarbeiten im Bahnhof sei ebenfalls die neue Gepäcklogistik.

Außerdem plant die Deutsche Bahn den barrierefreien Ausbau des Inselbahnhofes, um unter anderem gehbehinderten Menschen und Familien die An- und Abreise zu erleichtern. Die Deutsche Bahn Fernverkehr AG beziffert die voraussichtlichen Gesamtkosten mit rund 1, 150  Millionen Euro. Das Land Niedersachsen fördert den Umbau zu 75 Prozent.

Zunächst ist für Herbst/Winter der Bau eines Bahnsteiges geplant, teilte die Bahnsprecherin mit: „Die Bauarbeiten werden mit Ende der Herbstferien beginnen und planmäßig mit der Anreise zu den Weihnachtsfeiertagen beendet sein.“ Errichtet werden soll der Bahnsteig zwischen dem denkmalgeschützten Empfangsgebäude und dem Gleis. Der barrierefreie Zugang wird über den Bahnhofsvorplatz gewährleistet. Die Reisezugwagen werden parallel angepasst. Im Anschluss soll bis zum Saisonbeginn 2021 der Bau des Bahnsteiges im Westen folgen. Der Bau des Bahnsteiges im Hafen stehe hingegen in Abhängigkeit von Küstenschutzmaßnahmen und werde voraussichtlich erst 2023 begonnen.

Einschränkungen bei der An- und Abreise soll es während der Bauarbeiten nicht geben: „Alle Bauarbeiten sind so geplant, dass keine Einschränkungen zu erwarten sind“, sagte die Bahnsprecherin.

„Tag der offenen Tür“ am Samstag gibt Infos

Wer sich näher über die Baupläne für die Infrastrukturmaßnahmen – insbesondere den barrierefreien Umbau – informieren möchte, hat dazu am Samstag, 22. Februar, von 11 bis 16 Uhr bei einem Tag der offenen Tür die Möglichkeit. Es werden aktuelle Planungsunterlagen vorgestellt, und es gibt einen Ausblick auf weitere Projekte der Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge. Besichtigt werden können die Büroräume, die Werkstatt und die Güterrampe. Für Musik sorgt der Gospelchor Wangerooge.

An diesem Tag wird die neue Gepäcklogistik vorgestellt. Dazu werden unter anderem Alfred Onken (Leiter Inselverkehr Wangerooge), Umweltminister Olaf Lies und Bärbel Herfel (Stellvertretende Bürgermeisterin) erwartet.

Angeboten wird auch eine Sonderfahrt vom Inselbahnhof zum Westanleger ab 14 Uhr in Begleitung von Silke Schmidt (Nationalpark-Haus Wangerooge). Sie fährt im letzten Waggon mit und gibt Erklärungen zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Am Westanleger besteht die Chance, einen Blick auf die Brücke und in den Maschinenraum des Fährschiffes, der MS „Harlingerland“, zu werfen. Auch gibt es Informationen zu den Umbauplänen der Schiffe. Die Rückfahrt zum Bahnhof erfolgt ab 15 Uhr.

Tagesgäste können um 9.30 Uhr mit der Fähre ab Harlesiel zur Insel übersetzen und um 19.30 Uhr zurückreisen. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung auf der Güterrampe statt.

Anna GraalfsLokalredaktion

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