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Lokal26.de Nordsee Wangerooge

Kindergarten-Neubau: Zwei Varianten stehen auf Wangerooge zur Auswahl

20.05.2020

Wangerooge /Friesland Nach dem Grundsatzbeschluss im Dezember 2019 zum Bau eines neuen Wangerooger Kindergartens hat der Kreis-Bauausschuss am Montag im wahrsten Sinne des Wortes „noch einen drauf gesetzt“. Entgegen der ursprünglichen Planung sollen im vorderen Gebäudeteil außerdem noch zwei „Wohneinheiten für Dauerwohnen“ entstehen (wir berichteten), und zwar vorzugsweise für eine Vermietung an das Kita-Personal. Denn, so ein Hintergedanke von Landkreis und Inselgemeinde: Angesichts des „größten Angebotsmangels“ an Wohnungen auf Wangerooge seien solche Dienstwohnungen „ein wichtiger Personalgewinnungsfaktor“.

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Mehr Wohn- und Nutzfläche auf einer unverändert großen Grundstücksfläche von 1114 Quadratmetern bedeutet jedoch: Das Team von Kapels Architekten (Varel) musste bei seinen Planungen – zumindest im vorderen Gebäudeteil – noch ein Stockwerk hinzufügen.

Dem Ausschuss präsentierte Marika Rütters zwei Varianten, und zwar erstens eine Walmdachlösung, die sich von der „städtebaulichen Wirkung“ her an die Bebauung des benachbarten Inselschul-Geländes anlehnt – und zweitens eine Giebeldach-Variante, die der gegenüberliegenden Bebauung an der Charlottenstraße architektonisch Rechnung tragen soll. Die Architektin selbst befürwortet die Walmdach-Variante, die etwas höhere Giebeldach-Variante bezeichnete sie als „etwa bunter“. Entscheiden muss nun die Inselgemeinde.

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Abgesehen vom Fassadenstil gleichen sich die beiden Varianten weitgehend. In beiden Fällen sind im Erdgeschoss des vorderen Gebäudebereichs Kita-Verwaltung, Küche und Cafeteria untergebracht. Im Obergeschoss soll es eine Zwei- sowie eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 53 und 70 Quadratmetern Wohnfläche geben. Im hinteren Flachdachbau befinden sich zwei Gruppenräume. Bei Bedarf kann im vorderen Gebäude ein zusätzlicher Gruppenraum geschaffen werden. Die Büro- und Personalräume würden dann in die kleine Wohnung ins Obergeschoss umziehen.

Zwei Millionen Euro reichen nicht aus

Der Bau von zwei Wohnungen kostet natürlich Geld, sodass der Landkreis mit den ursprünglich veranschlagten zwei Millionen Euro nicht mehr auskommt. „Die Wohnungen waren erst nicht vorgesehen – wir benötigen deshalb zusätzliche Haushaltsmittel“, brachte Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch die Sache auf den Punkt. Der Ausschuss empfahl deshalb einstimmig, für die Maßnahme rund 890.000 Euro zusätzlich im Haushalt 2021 bereitzustellen. Rund 600.000 Euro hat der Landkreis für den Posten „Aufstockung Mietwohnungen“ veranschlagt. Davon werden 75 (unter Umständen 85) Prozent mit einem Förderkredit der N-Bank „zur Unterstützung beim Neubau vom Mietwohnungen (sozialer Wohnungsbau) auf den Ostfriesischen Inseln“ finanziert. Dabei gewährt die N-Bank nach Ablauf von 20 Jahren einen satten Tilgungsnachlass von 30 Prozent des Darlehensbetrages.

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