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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Aurich Wiesmoor

Infrastruktur in Wiesmoor: Kunststoffteile in Straße werden entfernt

29.06.2020

Wiesmoor Lose Kunststofffasern in der eingebauten Deckschicht von Straßen in Marcardsmoor sorgten vor einigen Monaten insbesondere in dieser Wiesmoorer Ortschaft für Diskussionen. Ratsherr Edgar Weiss von der Fraktion „Wiesmoorer Bündnis“ (WB), der diesen Missstand öffentlich gemacht hatte, sprach von einem Frevel an der Natur: Streckenabschnitte des Ebereschenwegs, aber in der Ersten Reihe, Bootsweg, Birkhahnweg und auf dem Lagerplatz in diesem Stadtteil waren mit einem offenbar nicht geeigneten Bitumen-Schreddermaterial versehen worden, in dem sich ein gehöriger Anteil von längeren faserigen Kunststoffsträngen befindet, die unter anderem Vögel zum Nestbau verwenden.

Das Thema stand nun auch auf der Tagesordnung der Wiesmoorer Wege- und Umweltschutzsitzung unter Vorsitz von Karl-Dieter Jelken (SPD). Dabei wurde festgestellt, dass der Einbau der Straßenbefestigung tatsächlich nicht sachgemäß war. „Daran hat so keiner gedacht; Recyclingmaterial ist nie 100-prozentig“, erklärte der zuständige Johann Burlager in seiner Funktion als Leiter des Baubetriebshofes. Die Kunststofffasern stammten von einem Vlies, das andernorts als Bewährung unterhalb einer aufgenommenen Bitumenstraße verlegt worden war. „Wir wollen künftig darauf achten, dass derartiges Material bei uns nicht mehr für Oberflächen verbaut wird“, versprach Burlager. Und die Straßen mit dem Mikroplastik im locker aufgebrachten Schreddergut? „Deren Oberfläche wird abgesucht und der Kunststoff entfernt“, erklärte Johann Burlager die Vorgehensweise. Man halte die betroffenen Abschnitte unter ständiger Beobachtung und wiederhole das Kunststoffsammeln gegebenenfalls. Für WB-Politikerin Frieda Dirks hat die Erste Reihe sogar einen historischen Wert und schützenswerten Status: Es handele sich um die erste Wegeführung bei der Besiedlung Marcardsmoors.

Da der Fachausschuss im Vorfeld wegen der Pandemie keine Bereisung durchführen konnte, hatte die Verwaltung eine Prioritätenliste für erforderliche Straßenbaumaßnahmen in diesem Jahr erarbeitet – das Papier wurde einstimmig beschlossen. Unter den Bitumenstraßen wurde am Hopelser Weg bereits mit dem dritten Bauabschnitt (Kosten: 100 000 Euro) begonnen. Weiter vorgesehen sind: neue Deckschicht für den Löwenmaulweg (80 000 Euro), Schulstraße (40 000 Euro) sowie Splittarbeiten unter anderem in der Rhododendronstraße, Pollerstraße, Dahlienstraße und Am Otttermeer (60 000 Euro).

Bei den Pflasterstraßen sollen Schäden in Ringelblumenstraße, Rhododendronstraße (Seitenraumbefestigung), Friedhofsweg, Jannburger Weg (im Bereich Türkeier Weg), Birkhahnweg (Bereich Drosselweg bis Bentstreeker Straße), Seitenweg, Zum Zeegenstreek und Kühler Weg behoben werden. Auch in die Verbesserung der Radwege will die Stadt investieren, wenn der Verwaltungsausschuss dazu grünes Licht gibt. Auf der Prioritätenliste stehen: Radweg Ems-Jade-Kanal, Mullberger Straße (Teilbereiche), Freilichtbühnenstraße (Teilbereiche) und Rhododendronstraße (Teil- bereiche).

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