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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Aurich Wiesmoor

1,05 Millionen Euro für neuen Hallenbad-Eingang

23.01.2020

Wiesmoor In den vergangenen Jahren ist immer wieder in das 1964 eröffnete Wiesmoorer Hallenbad investiert, sogar ein Therapiebecken angebaut worden. „Nur der Eingangsbereich ist noch im ursprünglichen Zustand“, kritisierte in der von Klaus-Dieter Reder (CDU) geleiteten Bauausschusssitzung SPD-Ratsherr Jens Peter Grohn. Insbesondere monierte er die eingeschränkte Barrierefreiheit und sprach sich für eine Investition in diese Einrichtung aus.

Die mögliche Verbesserung des Bad-Entrees hatte die Verwaltung selbst ins Spiel gebracht. Aus gutem Grund. „Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport fördert bis 2022 die Sanierung kommunaler Sportstätten mit zusätzlichen 100 Millionen Euro“, berichtete Fachbereichsleiter Sven Lübbers. Das Wiesmoorer Hallenbad, in dem jährlich 105.000 Besucher gezählt werden, entspreche den Kriterien und könne mit einer Finanzspritze zwischen 40 und 80 Prozent rechnen. Ein Antrag, so Lübbers, müsse bis zum 31. März gestellt werden, wenn man Aussicht auf Erfolg bei dem überzeichneten „Fördertopf“ haben möchte.

„Aus Sicht der Verwaltung ist es dringend geboten, bauliche Missstände am Hallenbadvorbau zu beseitigen, die Barrierefreiheit zu verbessern und auch zeitgemäße Personalräume zu schaffen“, unterstrich der Fachbereichsleiter und stellte Gesamtkosten von 1,05 Millionen Euro für Maßnahmen in den Raum, die seine Bauamts-Kollegin Heidrun Engelbrecht erläuterte. Risse im Außenmauerwerk machten deutlich, dass die Gründung dieses Trakts wegen des Moorbodens unzureichend ist und der Vorbau durch einen Neubau ersetzt werden sollte.

Anhand von Fotos machte Engelbrecht deutlich, dass insbesondere in den 15 Quadratmeter großen Personal- und Aufsichtsräumen die Zeit stehengeblieben ist. Umkleidemöglichkeiten für die Mitarbeiter existieren im Keller im Aufenthaltsraum beziehungsweise hinter einem Vorhang. Die Referentin stellte die Grobplanung eines neuen Entree-Gebäudes vor, in dem der ebenerdige Zugang mittig vorgesehen ist, wobei das Mosaik in der Fassade erhalten werden soll. Im linken Teil sind Kasse, Aufsicht und die neuen, großzügigeren Personalräume eingeplant; in der Mitte ein offener Aufenthaltsbereich mit Blick auf die Wasserfläche und rechts entweder ein Kiosk mit Badanbindung oder alternativ zwei vom Hallenbad aus erreichbare Sauna-Kabinen und Automatenangebot – neben Getränken könnte es hier Pommes frites geben.

Der Flur zu den Umkleiden soll breiter, eine Behindertentoilette installiert werden. Die Stadt Wiesmoor, so Heidrun Engelbrecht, könne Zuschüsse über 630.000 Euro erhalten. Die Gastronomie indes könne nicht gefördert werden, sie würde die Bausumme um 80.000 Euro erhöhen.

Im Rathaus und in den Fraktionen soll das Vorhaben nun konkretisiert und im Ausschuss alsbald erneut diskutiert werden. Offen ist insbesondere die Frage eines künftigen gastronomischen Angebots. Klaus-Dieter Reder warnte schließlich vor unvorhersehbaren baulichen Überraschungen.

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