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Thema der Woche – Garten: In Wiesmoor wächst gegen alles ein Kraut

23.03.2020

Wiesmoor Volker Hesberg lobt sie in den höchsten Tönen. Die Kräuter in seinen Gewächshäusern sind wahre Alleskönner: Sie machen sich in der Küche gut, werten jede Hausapotheke auf und sind dazu noch echte Hingucker: Kräuter sind Hesbergs Ding. Und das seit 15 Jahren.

Volker Hesberg hat damals seinen Betrieb umgestellt. Von den Bäumen wechselte er zu den Kräutern. Stein des Anstoßes war eine Studienreise nach Norditalien. Er sah dort, wie Kräuter angebaut wurden und dachte sich: „Das können wir doch auch.“ Inzwischen baut er fast 400 Sorten an, darunter auch Gemüse: allein 20 Sorten Zucchini, an die 60 Sorten Tomaten und 40 Sorten Pfefferminz gedeihen in seien Gewächshäusern. Von Wiesmoor beliefert er Wochenmarkt-Beschicker, Einzelhändler und Privatleute. Hesberg mag jeden Kunden. Auch wer nichts kaufen möchte, ist bei ihm willkommen. „Jeder kann kommen und Fragen stellen“, sagt der 55-Jährige. „Ich habe bei der Kultivierung sehr viele Fehler gemacht. Aber aus Fehlern lernt man.“ Und so möchte der Wiesmoorer sein Wissen weitergeben.

Und wenn Volker Hesberg erst einmal anfängt, hat er eine Menge zu erzählen und erklären. „Ich könnte stundenlang über Kräuter sprechen“, sagt der Hobbykoch und lacht. Zunächst einmal nimmt er Zweifelnden die Scheu. Für ein paar Kräuter im Garten brauche es keinen grünen Daumen. Ein bisschen Interesse und ein gesunder Menschenverstand reichten aus, um die Pflanzen gut durchs Jahr zu bringen. Einige bekommt man sogar über den Winter, „dann hat man zwei, drei Jahre etwas davon“, wie Hesberg sagt.

Folgende Ratschläge sollten Gärtner beachten:

 Der Standort: Kräuter sind nichts für die Wohnung. „Kräuter sind keine Zimmerpflanzen. Dort ist es meist zu dunkel und zu trocken.“ Lieber raus an die frische Luft mit dem Grünzeug.

Das Wasser: Die meisten Kräuter sind anspruchslos. Sie kommen aus mediterranen Regionen und brauchen nicht viel Wasser. Im Zweifel gilt: Lieber trockener halten als zu feucht. „Die Ballen müssen eine leichte Handfeuchte haben und dürfen nicht klatschnass sein“.

Der Platz: Für den Anfang reichen zehn Pflanzen (siehe Artikel unten) und zwei Blumenkübel. Dann gelte es, die Kräuter nicht zu dicht zu pflanzen, schließlich wachsen sie noch. Auch sollten sie regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Der Dünger: Auch dafür hat der Wiesmoorer einen Tipp. Er empfiehlt naturnahen Dünger wie Guano. Mineralische Dünger gingen auch. Natürlicher Dünger wie Hühnermist eignet sich hingegen nicht. Kräuter übernehmen nämlich den Geschmack.

Der Zeitpunkt: Für Kräuter ist es nie zu spät, manchmal aber zu früh. Wer direkt loslegen möchte, sollte sich etwas gedulden und die Eisheiligen abwarten. Dann gedeihen auch die frostempfindlichen Sorten. Ab Mai kann nichts mehr schiefgehen.

Zum Schluss macht Volker Hesberg allen Hobbygärtnern noch einmal Mut. Für die Kräuter gelte eines; „Einfach anfangen und machen. Der Rest kommt von alleine.“


     www.kraeuter-hesberg.de/ 

Anke LaumannLokalredaktion

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