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Waren im Netz bestellt und nicht bezahlt

13.02.2020

Wilhelmshaven /Oldenburg Im Prozess gegen die 25-Jährige aus Wilhelmshaven, die sich wegen Internet-Betrügereien vor dem Oldenburger Landgericht verantworten musste, ist die Angeklagte gestern zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Damit reduzierte die Berufungskammer ein früheres Urteil des Amtsgerichtes in Wilhelmshaven um ein Jahr.

Wie berichtet, hatte das Amtsgericht in einem ersten Prozess die 25-Jährige nach einem Geständnis wegen 21 Taten schuldig gesprochen und zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nach dem Urteil hatte die Angeklagte ihr Geständnis aber widerrufen.

In der jetzigen Berufungsverhandlung mussten deswegen alle Taten noch einmal genau geprüft und bei einem Schuldspruch der Beschuldigten im Einzelnen angelastet werden.

Das aber war nicht möglich. Nur zwei der vielen Taten konnten der vorbestraften Frau in der jetzigen Berufungsverhandlung zugerechnet werden. Deswegen wurde die frühere Strafe stark reduziert. Nach der ursprünglichen Anklage soll die 25-Jährige gemeinsam mit ihrer gesondert verfolgten früheren Lebensgefährtin gehandelt haben.

Nach dem Widerruf ihres Geständnisses hatte die Wilhelmshavenerin behauptet, in Wahrheit sei ihre frühere Lebensgefährtin die alleinige treibende Kraft bei den Betrügereien gewesen.

Das hat die frühere Lebensgefährtin der Angeklagten in der jetzigen Berufungsverhandlung sogar genauso bestätigt. Sie hat quasi alle Schuld auf sich genommen. Für die 25-Jährige selbst blieben nur noch zwei Taten übrig. Insgesamt ging es um 40 Betrugsfälle.

Unter falschem Namen und mit Mail-Anschriften anderer Personen waren im Internet massenhaft Konsumgüter bestellt, nichts davon aber bezahlt worden. Hat sie auch eine starke Reduzierung der früheren Strafe erreicht, verliert sie dennoch die Freiheit. Die Vollstreckung der sechs Monate Haft wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt.

Franz-Josef HöffmannFreier Mitarbeiter

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