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Lokal26.de Wilhelmshaven

Coronavirus-Ticker: Lies kritisiert Proteste gegen Castor-Transport

29.10.2020

Ostfriesland /Friesland /Wilhelmshaven In Wilhelmshaven gibt es aktuell 35 akute Fälle. Seit Beginn der Pandemie gab es in der Jadestadt 107 Fälle. (Stand: 2. November, 16.02 Uhr)

Im Landkreis Friesland sind zwei weitere Personen positiv getestet worden. Sechs weitere Personen sind genesen. Somit sind aktuell 42 Personen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Fünf dieser Personen befinden sich in stationärer Behandlung. Eine Person hält sich außerhalb des Landkreises Friesland auf. (Stand: 2. November, 17.20 Uhr)

Im Landkreis Wittmund gibt es derzeit 49 Personen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Der Inzidenzwert liegt somit bei 70,3. 87 Menschen gelten als genesen. Ein Mensch ist im Landkreis Wittmund infolge der Covid-Infektion verstorben. (Stand: 2. November, 11.50 Uhr)

Derzeit gibt es im Kreis Aurich positive Nachweise bei 152 Patienten. Insgesamt gab es bislang 564 positive Nachweise von Covid-19 im Kreisgebiet. Neun Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben, 403 Personen gelten inzwischen als genesen. 711 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. (Stand: 2. November, 16.44 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland insgesamt bis dato 560.379 (+15.352 zum Vortag) Infektionen und 10.661 Todesfälle. (Stand: 3. November, 7.20 Uhr).

Eine aktuelle Übersicht über Inzidenzen im Land Niedersachsen gibt es Coronavirus/aktuelle-inzidenz-ampel-193672.html">hier.

+++ Ticker vom Dienstag, 3. November +++

Lies kritisiert Proteste gegen Castor-Transport

Der Atommülltransport von der Nordsee nach Hessen rückt näher. Am Dienstag seien im Hafen Nordenham an der Weser die letzten zwei Castor-Behälter vom Schiff auf die Bahn geladen worden, sagte ein Sprecher der Transportfirma GNS gegen Mittag. Der Zug soll in ein Zwischenlager am stillgelegten Kernkraftwerk Biblis in Hessen rollen. Allerdings haben bislang weder die GNS noch die Polizei Angaben gemacht, wann der Transport abfahren soll. Atomkraftgegner sind in Nordenham vor Ort. Sie haben aber auch Proteste entlang der möglichen Fahrtstrecken nach Süden angekündigt.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) kritisierte die Proteste gegen den Castor-Transport. In der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ appellierte Lies mit Blick auf Corona an die Castor-Gegner, „doch einmal nachzudenken, ob es nicht sinnvoller wäre, auf mögliche Gegendemonstrationen zu verzichten - gerade weil wir eine pandemisch brenzlige Situation haben“. Lies betonte, der Atomausstieg sei beschlossen, deshalb mache es keinen Sinn, die alten ideologischen Kämpfe wieder aufleben zu lassen.

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Woidke mit Corona infiziert - Kontaktsuche auf Hochtouren

Nach dem Bekanntwerden einer Corona-Infektion von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) läuft die Suche nach Kontaktpersonen auf Hochtouren. Bisher sei nicht nachvollziehbar, wann und wo sich Woidke angesteckt habe, sagte Regierungssprecher Florian Engels am Dienstag in Potsdam. Es gehe bei der Rückverfolgung von Kontakten um Termine ab dem vergangenen Freitag. Eine Sitzung des Kabinetts an diesem Dienstag ist als Telefonkonferenz vorgesehen. Woidke erhielt dem Sprecher zufolge am Dienstag die Nachricht, dass sein Corona-Test positiv war.

Am Samstag war Woidke bei der Eröffnung des Flughafens BER dabei. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der auch dort war, geht laut einer Sprecherin in Quarantäne. Ein Schnelltest bei Scheuer sei negativ gewesen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) - ebenfalls bei der Eröffnung anwesend - verließ am Dienstag die laufende Senatssitzung. Er wollte sich nach Angaben aus Senatskreisen auf das Coronavirus testen lassen. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will sich ebenfalls testen lassen. Bis zum Ergebnis werde er sich in Quarantäne begeben, sagte Lütke Daldrup.

Mehrere dänische Kabinettsmitglieder wegen Corona-Fall in Quarantäne

Mehrere Mitglieder der dänischen Regierung haben sich wegen einer bestätigten Coronavirus-Infektion in ihrem Umfeld in häusliche Quarantäne begeben. Dazu zählten Umweltministerin Lea Wermelin, Bildungsministerin Pernille Rosenkrantz-Theil, Forschungsministerin Ane Halsboe-Jørgensen, Lebensmittelminister Mogens Jensen und Arbeitsminister Peter Hummelgaard. Sie alle schrieben am Dienstag in den sozialen Netzwerken, dass sie zuletzt Kontakt zu einem Kollegen gehabt hätten, der positiv getestet worden sei. Sie isolierten sich nun und arbeiteten weitgehend online.

Landkreistag: Personal in Gesundheitsämtern schneller aufstocken

Der Deutsche Landkreistag hat eine schnellere Aufstockung des Personals in Gesundheitsämtern gefordert. „Jeder Tag, der nun in der sich sehr dynamisch entwickelnden Situation verstreicht, ist in dieser Hinsicht verschenkt. Insofern müssen die Länder dringend einen Zahn zulegen“, sagte Hauptgeschäftsführer Hans-Günter Henneke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). Der Pakt von Bund und Ländern für den Öffentlichen Gesundheitsdienst sei inzwischen zwei Monate alt, „und wir können leider in den Ländern noch immer keine Umsetzung erkennen“, sagte Henneke.

Die Länder müssten zügig ihre Ausbaupläne abschließen, auf deren Grundlage dann die Landkreise neues Personal für die Gesundheitsämter einstellen könnten, sagte Henneke. „Es geht darum, dass die Länder ihre uns gegenüber eingegangen Verpflichtungen auch erfüllen, und zwar zügig.“

Nach einem Konzept von Bund und Ländern sollen bis Ende 2022 mindestens 5000 unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst neu entstehen - davon mindestens 1500 bis Ende kommenden Jahres. Der Bund will für die Umsetzung vier Milliarden Euro bis 2026 bereitstellen. Die Gesundheitsämter haben nach Verbandsangaben rund 17 000 Beschäftigte.

+++ Ticker vom Montag, 2. November +++

Maskenpflicht: Landkreis Friesland erlässt neue Allgemeinverfügung

Der Landkreis Friesland erlässt eine neue Allgemeinverfügung: Sie enthält Regelungen zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung und wird ab Mittwoch, 4. November, gelten.

„Die 7-Tage-Inzidenz in Friesland lag in den vergangenen Tagen immer um den Wert von 35 und durch die enge Kontaktnachverfolgung konnten wir die Fälle wieder schnell abgrenzen. Als vorsorgliche Maßnahme haben wir uns dennoch – unter Beteiligung der Bürgermeister der Städte und Gemeinden sowie der Vertreterinnen und Vertreter der Schulen unseres Arbeitskreises „Runder Tisch“ – für zusätzliche Regelungen in Friesland entschieden. Ziel ist, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und einzudämmen, bevor die Zahlen weiter steigen. Bitte helfen Sie alle mit, damit dies gelingt“, so der Appell von Landrat Sven Ambrosy.

An allen Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit, an der sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, wie Fußgängerzonen, Hafenbereiche oder Dorfplätze gilt die Pflicht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, im Zeitraum von 8 bis 20 Uhr – eine Übersicht der Örtlichkeiten je Kommune wird Dienstag in der Allgemeinverfügung veröffentlicht. Außerdem beinhaltet die Allgemeinverfügung eine Empfehlungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Schulen sowie in Kindertagesstätten für das Fach- und Betreuungspersonal.

Kinderkrippe Moorwarfen und Krippe Hohenkirchen geschlossen

Das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland hat veranlasst, dass die Kindertagesstätte Moorwarfen (Krippenbereich) der Stadt Jever ab heute geschlossen bleibt, da dort eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Für 15 Kleinkinder und je ein Elternteil sowie für fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde Quarantäne ausgesprochen, die Kontaktpersonen werden zudem getestet. Der Kindergarten bleibe aber geöffnet, teilte die Kita-Leiterin Birgit Rohlfs mit.

Auch die Krippe Hohenkirchen bleibt bis auf Weiteres geschlossen, da ein Elternteil eines Kleinkindes positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Gemeinde Wangerland und der Landkreis Friesland haben dies aus vorsorglichen Gründen veranlasst, so dass die Einrichtung bis zum Vorliegen des Testergebnisses des Kindes geschlossen bleibt.

Beschränkungen: Betroffene ziehen vor Gericht

Gegen die strengen Corona-Beschränkungen im November gibt es bereits in mehreren Bundesländern juristischen Widerstand. So sind beim Berliner Verwaltungsgericht bislang 32 Eilanträge eingegangen, wie ein Sprecher am Montag sagte. Überwiegend kamen sie von Gastronomen. Sie wenden sich dagegen, dass sie ihre Lokale im November für Gäste schließen müssen. Zu den Antragstellern zählten auch ein Fitnessstudio und ein Konzertveranstalter. Wann das Gericht über die Anträge entscheidet, ist noch offen. In ganz Deutschland hat am Montag ein vierwöchiger Teil-Lockdown begonnen, der die zweite Corona-Welle brechen soll. In allen Bundesländern gilt, dass Hotels und Restaurants, Kinos, Museen und Theater sowie andere Freizeiteinrichtungen weitestgehend geschlossen sind.

Auch in Brandenburg gehen die ersten Betriebe gegen die schärferen Beschränkungen vor. Zwei Eilanträge seien beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg eingetroffen, sagte Gerichtssprecherin Christiane Scheerhorn am Montag. Dabei handle es sich um ein Tattoo- und ein Sonnen-Studio. Gegen die neue Corona-Verordnung in Schleswig-Holstein sind drei Anträge beim Oberverwaltungsgericht eingegangen.

Neuer Corona-Fall in Wilhelmshaven

Einen weiteren Corona-Fall hat die Stadt Wilhelmshaven am Wochenende gemeldet. Eine weiter Person ist wieder genesen.

Erster Covid-Todesfall und Maskenpflicht im Landkreis Wittmund

Der Landkreis Wittmund hat am Montagmorgen den ersten Covid-Todesfall im Kreisgebiet gemeldet:

„Insgesamt sind über das Wochenende 28 neue positive Fälle hinzugekommen. Dazu sind drei Personen mittlerweile genesen. Durch die ermittelten Kontaktpersonen zu den neuen Fällen bestehen mittlerweile 250 häusliche Quarantänen. Das Gesundheitsamt hat, nebst der personellen Verstärkung aus weiteren Verwaltungsbereichen, das vergangene Wochenende durchgearbeitet, um die Infektionsketten umfassend zu verfolgen und zu durchbrechen.Leider hat der Landkreis Wittmund auch seinen ersten Todesfall im Zusammenhang mit Corona zu beklagen. Es handelt sich bei der verstorbenen Person um einen Mann der Altersklasse von 60-70 Jahren.“

Aufgrund der Überschreitung der Inzidenzschwelle von 50 gilt seit diesem Montag in den Sekundarbereichen I und II der Schulen im Landkreis Wittmund die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht.

Wegen Corona-Virus: Friesland Kliniken sprechen grundsätzliches Besuchsverbot aus

Wegen steigender Covid-19-Infektionszahlen gilt in den Friesland Kliniken für das Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch und das St. Johannes-Hospital in Varel ab Dienstag, den 3. November, ein grundsätzliches Besuchsverbot.

„Wir versuchen auf diese Weise, die Anzahl der Kontakte zu begrenzen, um das Risiko einer Infektion für unsere schwerkranken Patienten sowie Mitarbeiter zu verringern“, erklärt Frank Germeroth, Geschäftsführer der Friesland Kliniken.

Ausnahmen sind nach Absprache möglich. Diese betreffen Patienten, die im Sterben liegen oder werdende Väter, die bei der Geburt dabei sein möchten.

Teil-Lockdown soll möglichst am Monatsende gelockert werden

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat den Willen bekräftigt, die am Montag in Kraft getreten neuen Corona-Einschränkungen nach rund vier Wochen wieder zu lockern. „Unser erklärtes Ziel ist, dass wir Ende November die Maßnahmen in dieser Strenge beenden wollen“, sagte Braun am Montagmorgen im RBB-Inforadio. Es gehe auch darum, der deutschen Wirtschaft das Weihnachtsgeschäft und der Bevölkerung die Weihnachtsfeier im Familienkreis zu ermöglichen. In zwei Wochen sollen die strengen Maßnahmen erneut besprochen und unter Umständen angepasst werden.

In ganz Deutschland hat diese Woche ein vierwöchiger Teil-Lockdown begonnen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Bundesweit müssen beispielsweise Gastronomie, Kultur und Freizeiteinrichtungen weitestgehend schließen. Auch für persönliche Treffen gelten strengere Regeln: In den meisten Bundesländern dürfen nur noch zwei Haushalte zusammenkommen - teils gilt das sogar für Treffen im privaten Raum. (dpa)

Bundespolizei kontrolliert in Berlin Einhaltung von Corona-Regeln

Zu Beginn des Teil-Lockdowns hat die Bundespolizei am Montagmorgen verstärkt auf Umsteigebahnhöfen in Berlin und Potsdam kontrolliert. Damit solle die Einhaltung der aktuellen Corona-Schutzverordnungen überwacht werden, teilte die Bundespolizei auf Twitter mit. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird das öffentliche Leben in ganz Deutschland seit diesem Montag für vier Wochen teilweise heruntergefahren.

Weitreichende Beschränkungen gelten für die Bürger, für Gastronomie, Kultur und Sport. Gastronomiebetriebe, Theater, Opern, Museen, Konzerthäuser, Fitnessstudios, Kosmetiksalons, Freizeit- und Sportstätten müssen schließen. Die Bürger müssen sich an Kontaktbeschränkungen halten, die ebenfalls an die Anfangsphase der Pandemie im Frühjahr erinnern.

Die Politik hofft, mit dem Teil-Lockdown die rasant gestiegenen Corona-Infektionszahlen und den wachsenden Druck auf das Gesundheitswesen wieder in den Griff zu bekommen. (dpa)

Pflegebevollmächtigter fordert Entlastung der Intensivstationen

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung hat dazu aufgerufen, Intensivstationen durch Präventionsmaßnahmen und die Zurückstellung planbarer Operationen zu entlasten. „Die Situation ist ernst, aber zurzeit ja noch handelbar“, sagte Andreas Westerfellhaus am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Die Lage könne sich allerdings erheblich zuspitzen. Man müsse deshalb möglichst viele Aufnahmen auf die Intensivstationen verhindern und überprüfen, ob planbare Operationen zugunsten von Corona-Patienten zurückgestellt werden können.

Westerfellhaus schloss sich den Warnungen vor Personalmangel bei Pflegekräften an: „Beatmungsgeräte alleine können aber Menschen nicht versorgen.“ Man könne über Nacht keine Pflegekräfte backen. Für den Intensivbereich benötigten Pflegekräfte zusätzlich zur Ausbildung noch eine Weiterbildung. „Das ist eine hochkomplexe Aufgabe“, erklärte Westerfellhaus. „Ja, der Pflegepersonal-Notstand wird jetzt nochmal richtig unters Brennglas geschoben.“ Man müsse daraus für die Zukunft lernen und für die Menschen im Intensivbereich attraktive Arbeitsbedingungen schaffen. (dpa)

„Ostern ist die Pandemie nicht beendet“

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité erwartet trotz des Teil-Lockdowns zur Bekämpfung der Corona-Pandemie keine schnelle Normalisierung.

„Sicher ist: Ostern ist die Pandemie nicht beendet“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Aber spätestens im Sommer wird sich unser Leben deutlich zum Positiven verändern können – wenn wir jetzt die akut steigenden Ansteckungszahlen in den Griff bekommen.“ Für richtig hält er demnach die politische Entscheidung, Schulen in der Krise weiter geöffnet zu halten.Helfen im Kampf gegen die Pandemie könne die weitere Verbreitung von Schnelltests, sagte Drosten.

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12 097 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 12 097 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 8685 gelegen.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 532 930 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 01.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 29 auf insgesamt 10 481. Das RKI schätzt, dass rund 355 900 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,13 (Vortag: 1,13). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa elf weitere Menschen anstecken.

+++ Ticker vom Sonntag, 1. November +++

Vorerst keine Besucher bei der Tourismus GmbH in Dornum mehr

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen schließt die Tourismus GmbH der Gemeinde Dornum ab Montag, 2. November, sowohl das Reethaus am Meer als auch die Tourist-Information in Neßmersiel. Die Anlagen bleiben zunächst bis zum 23. Dezember für den Publikumsverkehr zu, wie die Tourismus GmbH bekanntgibt. Die Fitnesskurse sowie das Animationsprogramm entfallen auch.

Telefonisch, per E-Mail oder auf dem Postweg wird die Tourismus GmbH weiterhin ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen. Telefonische Auskünfte und Infos können montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter   04933 / 91110 oder per E-Mail gestellt und angefordert werden. In dringenden Fällen sind Termine nach vorheriger Absprache möglich. Infos, Flyer und Broschüren gibt es auf der Homepage.

Termin für Straßenverkehrs-Zulassungsstelle online buchen

Ab Montag können Kunden der Straßenverkehrs-Zulassungsstelle des Landkreises Wittmund längere Wartezeiten vermeiden, indem sie online einen Termin buchen. Zudem können darüber bis zu drei Anliegen an die Behörde ausgewählt werden. Der Kunde kann sich im nächsten Schritt für einen freien Termin entscheiden. Zur Bestätigung wird eine E-Mail versandt. Darin wird eine Kennung zugeteilt, mit der sich der Kunde am Ticketautomaten der Abteilung anmelden kann.

Online-Termine werden auch in der Führerscheinstelle angeboten. Fahrschulen werden gebeten, online einen Termin zur Abgabe der Fahrschülerunterlagen zu vereinbaren. Ebenso können Kunden, bei denen es um den Entzug der Fahrerlaubnis oder um eine Wiedererteilung geht, Termine vereinbaren. Pünktliches Erscheinen ist wichtig: Sofern fünf Minuten nach Termin keine Anmeldung erfolgt, wird dieser automatisch storniert.

42 Kinder und 14 Mitarbeiter in Quarantäne

Das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland hatte bereits am vergangenen Donnerstag für die 42 Kinder und 14 Mitarbeiter der Krippe der städtischen Kita am Wald in Varel Quarantäne angeordnet, da ein Kind positiv auf Covid-19 getestet worden war. Die Quarantäne gilt auch für je ein Elternteil der Kleinkinder. Der Kindergartenbereich der Einrichtung bleibt geöffnet, da sich dieser in einem separaten Gebäude befindet und kein Kontakt zu Kindern und Personal der Krippe besteht.

Klinikum Wilhelmshaven: Nur ein Besucher am Tag

Das Klinikum ändert seine Besuchsregeln: Ab Dienstag, 3. November, ist pro Patient nur ein Besucher am Tag erlaubt. Die Besuchsdauer beträgt eine Stunde. Die Besuchszeiten bleiben bestehen: täglich von 11 bis 19 Uhr (letzter Einlass). Besuchsverbot besteht weiter für die Infektionsstation sowie die Covid-19-Verdachtsstation. Der Besuch auf der Intensivstation kann nur nach telefonischer Absprache erfolgen. Besucher mit Erkältungssymptomen dürfen das Haus nicht betreten. Zusätzlich müssen alle Patienten und Besucher beim Betreten einen Fragebogen ausfüllen (auch gern vorab, um Warteschlangen zu vermeiden). Der Bogen ist (Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch) auf der Internet-Startseite des Klinikums zu finden.

Maskenpflicht an der BBS Wilhelmshaven

Nachdem am Wochenende Schüler der BBS Wilhelmshaven positiv auf Corona getestet worden sind, hat das Gesundheitsamt für die beiden betroffenen Kohorten Quarantäne angeordnet. Für die beiden Klassen gilt ab sofort Homeschooling. Für die gesamte BBS gilt zudem ab Montag für zwei Wochen eine Maskenpflicht im Unterricht. Betroffen sind beide Standorte der BBS.

DFB-Chef Keller: Verstehe Corona-Maßnahmen „nur zum Teil“

DFB-Präsident Fritz Keller hat sich erneut teilweise kritisch über die neuerlichen Einschränkungen für den Sport in der Corona-Krise geäußert. „Ich verstehe die Maßnahmen nur zum Teil“, sagte der 63 Jahre alte Chef des Deutschen Fußball-Bundes der „Bild am Sonntag“. „Beim Fußball etwa ist das Risiko einer Infektion auf dem Platz gering. Ist es also besser, die Kinder zu Hause zu lassen, wo sie nun mangels Alternativen möglicherweise Partys feiern, statt auf dem Platz zu trainieren?“

Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Keller wies darauf hin, dass Schulen und Kindergärten geöffnet bleiben würden, „obwohl sich die Kids in geschlossenen Räumen aufhalten“, Sport im Freien aber verboten sei. „Unsere Vereinsmitglieder haben sich in den vergangenen Monaten sehr verantwortungsvoll und diszipliniert verhalten.“

Sinkende Corona-Zahlen: Weitere Lockerungen in Israel

Eineinhalb Monate nach Beginn des zweiten Corona-Lockdowns in Israel sind am Sonntag weitere Lockerungen in Kraft getreten. Die Grundschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche wieder für rund eine halbe Million Schüler der ersten bis vierten Klasse. Für die Kinder gilt eine durchgängige Maskenpflicht im Unterricht und in den Pausen.

Auch Ferienwohnungen sowie Friseur- und Kosmetiksalons dürfen wieder geöffnet werden, Fahrunterricht ist ebenfalls wieder erlaubt. In Gebetshäusern können sich bis zu zehn Menschen versammeln und draußen bis zu 20. Erbitterung gab es unter Straßenhändlern, weil deren Geschäfte voraussichtlich erst in einer Woche geöffnet werden.

Nach einem glimpflichen Verlauf zu Beginn der Pandemie waren die Corona-Infektionszahlen in Israel nach ersten Lockerungen im Mai dramatisch angestiegen - ähnlich wie die gegenwärtige Lage in Europa. Ein seit dem 18. September geltender zweiter landesweiter Lockdown ließ die Zahlen dann wieder deutlich sinken. Diesmal sollen die Lockerungen vorsichtiger umgesetzt werden, damit die Infektionszahlen nicht wieder in die Höhe schnellen.

Weihnachtsmarkt-Absage trifft Schausteller hart

Der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg und viele andere Weihnachtsmärkte abgesagt, Veranstaltungen bis Ende November verboten - auf die Schausteller geht das von der Corona-Krise überschattete Jahr mit einer weiteren Hiobsbotschaft zu Ende. „Wir sind erschüttert“, sagte der Vizepräsident des Deutschen Schaustellerbunds, Lorenz Kalb, in Nürnberg. Die Weihnachtsmärkte seien eine wichtige Einnahmequelle für die Schaustellerfamilien - vor allem in diesem Jahr.

Holzindustrie kommt gut durch Corona-Krise

Die deutsche Holzindustrie ist bisher vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. „Noch lassen die Zahlen hoffen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDH, Denny Ohnesorge. Für das Jahr 2020 rechnet der Verband mit einem Umsatzminus von 2 bis 3 Prozent auf 35,2 Milliarden Euro. Damit zeige sich die Holzindustrie „im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen als eine größtenteils robuste Branche“. Die heimische Nachfrage sei noch intakt und wichtige Exportmärkte seien wieder angelaufen. Die gesamte Branche erzielt rund 70 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland.

14.177 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 14 177 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 532.930 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.481. Rund 355 900 Menschen waren von ihrer Infektion genesen.

Corona-Maßnahmen bremsen Atemwegserkrankungen

Nach einer Analyse der Barmer-Krankenkasse gibt es in diesem Spätsommer und Herbst deutlich weniger Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen als 2019. Die Kasse führt das auf weniger Ansteckungen zurück, weil viele Bundesbürger die Abstands-, Hygiene- und Maskenregeln in der Pandemie beherzigten, heißt es in der Analyse. Die deutlichen Abweichungen im Jahresvergleich könnten nicht allein durch unterschiedliche Witterungsbedingungen erklärt werden. „Die AHA-Regeln wirken nachweislich. Das ist kurz vor dem Beginn des zweiten Lockdowns eine wichtige Botschaft“, sagte Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Kasse. „Jeder Einzelne kann und muss etwas tun, um die sich zuspitzende Pandemie in den Griff zu bekommen.“

Konkret sei die Zahl der wegen Atemwegsinfekten krankgeschriebenen Barmer-Versicherten von Mitte August bis Anfang Oktober 2019 um 33 439 auf insgesamt 57 613 gestiegen. Das entspreche einem Plus von 138 Prozent, heißt es in der Analyse. In diesem Jahr liege der Zuwachs hingegen nur bei 101 Prozent - bei einem Plus von 18 975 auf insgesamt 37 777 Versicherte, die sich wegen Atemwegsproblemen krankschreiben ließen. Die Barmer hat bundesweit rund neun Millionen Versicherte.

Dass die Maßnahmen in der Corona-Pandemie positive Folgen für die Gesundheit haben könnten, war bereits im Frühjahr zu erahnen. Das Robert Koch-Institut stellte zum Beispiel ein schnelles Abklingen der Influenza-Aktivität und eine um mindestens zwei Wochen kürzere Dauer der Grippewelle fest. Influenza wird wie das Coronavirus über Tröpfcheninfektionen von Mensch zu Mensch verbreitet. Mit mehr Abstand kann sich das Risiko einer Ansteckung verringern.

Rote Zahlen und ungewisse Aussicht: Commerzbank legt Zahlen vor

Corona-Krise, Konzernumbau, Chefwechsel - die Commerzbank ist in einer schwierigen Phase. Das dritte Quartal dürfte der teilverstaatlichte Frankfurter MDax-Konzern nach Einschätzung von Analysten mit roten Zahlen abgeschlossen haben, für das Gesamtjahr 2020 hatte der Vorstand bereits auf einen Verlust eingestimmt. Die Zwischenbilanz für die Monate Juli bis einschließlich September veröffentlicht das Institut an diesem Donnerstag (5.11.).

Analysten gehen für das Vierteljahr im Schnitt von 62 Millionen Euro Verlust unter dem Strich aus. Ein Jahr zuvor hatte die Commerzbank ihren Quartalsgewinn überraschend stark um gut ein Drittel auf 294 Millionen Euro gesteigert - allerdings vor allem dank des Verkaufs der Tochter Ebase und weniger Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite. Im laufenden Jahr lässt die Corona-Pandemie die Risikovorsorge in der gesamten Branche nach oben schnellen. Auch im Firmenkundengeschäft sprudeln die Erträge in Folge der Krise nicht mehr so.

Seit Monaten sucht die Commerzbank nach Rezepten, um im Dauerzinstief profitabler zu werden. Doch die Strategiedebatte stockt. Konzernchef Martin Zielke schmiss nach deutlicher Kritik von Investoren hin und verlässt die Bank zum Jahresende, Privatkundenvorstand Michael Mandel ist bereits weg.

SPD-Fraktion will neue Grundlage für Corona-Maßnahmen

Die SPD-Fraktion will die Gesetzesgrundlage für die Anti-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern überarbeiten. „Der Bundestag kann und muss diese Leitplanken im Infektionsschutzgesetz differenzierter, als das bisher der Fall ist, vorgeben“, heißt es in einem Positionspapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es soll am Dienstag von der Fraktion verabschiedet werden. Die Neuregelung sei nötig, um einen „Regelungsflickenteppich der Länder“ zu verhindern und eine effektive Bekämpfung der Pandemie zu ermöglichen.

Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, sagte der dpa, über eine Reform der vagen Regelungen im Infektionsschutzgesetz, auf die sich viele Auflagen derzeit stützen, dürfe nicht erst nach der Bundestagswahl im Herbst 2021 beraten werden. „Die Zeit haben wir nicht. Es eilt.“ Fechner warnte: „Sonst gehen wir das ganz große Risiko ein, dass der Super-GAU eintritt und alle sinnvollen Corona-Maßnahmen von den Gerichten wegen mangelnder Rechtsgrundlagen gekippt werden.“

Mehr Alkoholkranke suchen Hilfe in der Pandemie

Suchtberatungsstellen melden in der Corona-Pandemie deutlich mehr Hilfesuchende, zugleich aber eine teils existenzgefährdende Unterfinanzierung. Viele der 1300 Suchtberatungsstellen bundesweit stehen finanziell wackelig da, betonte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). In der Corona-Krise verschärfe sich die Lage angesichts wachsender Nachfrage und zusätzlicher Kosten. „Es müssen teils größere Räume angemietet und Gruppen geteilt werden, was mehr Personal erfordert. Oft musste digitale Ausstattung aufgebaut werden, ohne dass refinanziert wurde“, schilderte DHS-Vizegeschäftsführerin Christina Rummel der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Ticker vom Samstag, 31. Oktober +++

Stockholm schließt wegen Corona-Lage städtische Museen

Die schwedische Hauptstadt Stockholm schließt wegen der zunehmenden Corona-Infektionen ab Sonntag vorübergehend alle städtischen Museen und Kunsthallen. Zudem wird Gruppentraining in den städtischen Schwimmbädern ebenso gestrichen wie am Wochenende das Schlittschuhlaufen in den Eishallen, wie die Stadt am Samstag mitteilte. Damit wolle man den Stockholmern helfen, den allgemeinen Empfehlungen der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten Folge zu leisten. Schwimmbäder und Sportanlagen blieben zwar offen, sollten jedoch nicht besucht werden. Die Maßnahmen gelten vorläufig bis zum 19. November.

Österreich ab Dienstag im Teil-Lockdown mit Ausgangsbeschränkung

Österreich schränkt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie große Teile des öffentlichen Lebens für vier Wochen ein. „Ab Dienstag, dem 3. November 0 Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Samstag in Wien. Ab Dienstag gelten landesweit Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr. In der Zeit ist das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur aus bestimmten Gründen erlaubt.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, mit Ausnahme von Beerdigungen finden keine Veranstaltungen mehr statt. Auch das Hotel- und Gastgewerbe schließen, nur Takeaway und Lieferung sind erlaubt. Spitzensport findet ohne Publikum statt, Sport ist nur im Freien ohne Körperkontakt erlaubt. Handel, Schulen und auch Dienstleister wie Friseure bleiben zunächst unter Auflagen offen.

Türkischer Innenminister mit Coronavirus infiziert

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch seine Frau und seine Tochter hätten sich infiziert, teilte er am Samstag auf Twitter mit. Sie würden alle im Krankenhaus behandelt. „Glücklicherweise geht es uns jetzt etwas besser“, ergänzte er. Soylu ist der höchste türkische Amtsträger, der sich bislang mit dem Virus angesteckt hat.

Die Türkei mit ihren etwa 83 Millionen Einwohnern hat seit Beginn der Pandemie nach offiziellen Zahlen rund 373 000 Infektionsfälle und 10 177 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Seit der Lockerung der Corona-Regeln von Juni an sind die Fallzahlen in den vergangenen Wochen wieder gestiegen.

Italiens Regierung erwägt Lockdowns für Hotspots

Italiens Regierung plant wegen der steil steigenden Corona-Zahlen eine weitere Verschärfung der Maßnahmen zum Gesundheitsschutz. Das bestätigten führende Kabinettsmitglieder am Samstag. Aktuell gebe es laufend neue Treffen in Rom für ein Dekret, „das mit Sicherheit noch restriktiver sein wird“, sagte Außenminister Luigi Di Maio der Zeitung „Il Foglio“.

Regierungschef Giuseppe Conte sagte bei derselben Veranstaltung in einem Videogespräch: „Die Regierung arbeitet daran, ob sie im Kampf gegen Covid-19 erneut eingreifen muss.“ Nach Medienberichten sind Lockdowns in Corona-Hotspots wie Mailand und in einigen Regionen im Gespräch. Losgehen könnte es nächste Woche.

Ein Streitpunkt sei, ob der Präsenzunterricht in Schulen eingestellt werden soll, schrieb die Zeitung „La Repubblica“. Schulministerin Lucia Azzolina betonte wiederholt, die Bildungsstätten seien „sicher“. Die südlichen Regionen Apulien und Kampanien haben dagegen beschlossen, den Präsenzunterricht auszusetzen.

Fünf neue Corona-Fälle am Samstag in Wilhelmshaven

Fünf neue bestätigte Corona-Fälle sind dem Gesundheitsamt der Stadt Wilhelmshaven heute mitgeteilt worden. Somit gelten derzeit 35 Personen als akute Fälle. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Wilhelmshaven steigt auf 107. 71 Personen sind bereits wieder genesen.

Neuer Höchstwert: 19.059 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19 059 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 18 681 Fällen.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 518.753 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 31.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 103 auf insgesamt 10.452.

Scholz weiter gegen Verlängerung von Mehrwertsteuersenkung

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat seine Position bekräftigt, die befristete Mehrwertsteuersenkung auch wirklich zum Jahresende auslaufen zu lassen. „Gerade weil diese Steuersenkung sowie die vorübergehende Einführung der degressiven Abschreibung befristet worden sind, zeigen sie Wirkung. Die Konsumenten und die Unternehmen sollen nicht alle auf bessere Zeiten warten. Das ist das ganze Geheimnis des Erfolgs“, sagte der Vizekanzler der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstag). „Frau Merkel und ich sind uns einig, dass die Mehrwertsteuersenkung zum Jahresende ausläuft.“

Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Steuersätze: 16 statt 19 Prozent beziehungsweise 5 statt 7 Prozent. Damit will die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln.

Wieder US-Tagesrekord: Fast 100 000 Corona-Neuinfektionen

Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den USA mit fast 100 000 kurz vor der Präsidentenwahl einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag wurden 99 321 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervorgeht. Das sind fast 11 000 mehr als noch am Vortag.

Covid-19-Intensivpatienten sollen deutschlandweit verteilt werden

Bund und Länder wollen an Covid-19 erkrankte Intensivpatienten bei knappen Kapazitäten künftig zwischen den Bundesländern verteilen. „Entwickelt sich eine Lage, die eine Verlegung über die Nachbarländer beziehungsweise angrenzende Regionen hinaus erforderlich macht, findet ein sogenanntes Kleeblattprinzip Anwendung“, heißt es im Konzept des Bundesinnenministeriums, das den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag) vorliegt.

Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD), sagte den Funke Zeitungen: „Deutschland ist hierfür in fünf Regionen aufgeteilt, welche sich sowohl innerhalb der Regionen als auch zwischen den Regionen über die Auslastung der klinischen Kapazitäten informieren und im Bedarfsfall freie klinische Kapazitäten zur Verfügung stellen. Sollte sich in einem Bundesland oder einer Region eine starke Beanspruchung abzeichnen oder sogar eine Überlastung eintreten, wird über zentral eingerichtete Stellen in den Regionen der überregionale Patiententransport in aufnahmefähige Regionen organisiert.“

Müntefering sieht in der Pandemie jeden in Verantwortung

Der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering sieht in der Corona-Pandemie jeden Einzelnen in Deutschland in der Verantwortung. „Die große Mehrheit der Bevölkerung vertraut darauf, dass die Politik sich nach besten Kräften bemüht, vernünftige Lösungen zu finden“, sagte Müntefering der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Politische Verantwortung entbinde aber nicht von der Verantwortung jedes Einzelnen.

Foto: Wolfgang Borrs/NDR/ARD/dpa

„Die Infizierungsgefahr endet nicht, wenn die Politik das beschließt, sondern wenn alle beitragen, sich nicht zu infizieren und andere auch nicht.“ Die Mehrheit, im Grunde alle, müssten den Mut haben, zu sagen: „Wir müssen das durchziehen, müssen die Pandemie eindämmen und Arbeit, Wirtschaft und Sozialstaat und Gesundheit eines jeden Menschen zu schützen versuchen.“

Schausteller erschüttert über Weihnachtsmarkt-Absage

Der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg und viele andere Weihnachtsmärkte abgesagt, Veranstaltungen bis Ende November verboten - auf die Schausteller geht das von der Corona-Krise überschattete Jahr mit einer weiteren Hiobsbotschaft zu Ende.

Nix Süßes oder Saures: Halloween fällt wohl nahezu aus

Millionen Familien in Deutschland sind am Samstag angehalten, Halloween wegen Corona in diesem Jahr anders zu feiern. Vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte kam wegen der Pandemie die Empfehlung, den Brauch des Um-die-Häuser-Ziehens 2020 ausfallen zu lassen.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey schloss sich diesem Rat an. „In Gruppen von Tür zu Tür zu laufen und Süßigkeiten zu sammeln – dafür ist aktuell nicht die Zeit“, sagte die SPD-Politikerin der „Welt“. Ganz ausfallen müsse das Fest aber nicht: Zu Hause in kleinem Kreis sei Verkleiden und Naschen auch ein Spaß.

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Linke befürchtet wegen Corona „knallharte Verteilungskämpfe“

Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping rechnet damit, dass in Folge der Corona-Krise soziale Themen wieder deutlich stärker in den Mittelpunkt rücken werden. „Uns stehen knallharte Verteilungskämpfe bevor. Es geht um die Frage, wer die Folgen der Corona-Krise bezahlen muss“, sagte Kipping der Deutschen Presse-Agentur. Im Bundestagswahlkampf im kommenden Jahr werde es nicht nur darum gehen, wer auf Angela Merkel (CDU) folge, sondern welchen Kurs das Land einschlage. „Ich denke, es gibt ein Comeback der sozialen Frage. Der Anlass dafür ist nicht schön“, sagte sie mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Österreich plant neue Corona-Maßnahmen - Slowakei beginnt Massentests

Zur Eindämmung der steil ansteigende Coronavirus-Infektionszahlen will Österreichs Regierung am Samstag neue Maßnahmen vorstellen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will die Öffentlichkeit bei einer Pressekonferenz (16.30 Uhr) in Wien informieren. In der Slowakei beginnt derweil die erste Runde landesweiter Corona-Massentests, um mit Schnelltests bisher unbekannten Ansteckungsherden auf die Spur zu kommen.

Touristen müssen Mecklenburg-Vorpommern bis 5. November verlassen

Touristen müssen spätestens bis zum 5. November aus Mecklenburg-Vorpommern abreisen. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitagabend in Schwerin nach einer Kabinettssitzung an. Grundsätzlich dürften vom 2. November an für den restlichen Monat keine Gäste mehr für touristische Zwecke aufgenommen werden.

„Natürlich gilt für die Gäste, die schon da sind, dass sie eine Zeit haben, auch wieder zurückzureisen“, sagte Schwesig. Dies gilt demnach für alle Buchungen, die bis einschließlich Freitag getätigt worden seien. Wer eine Unterkunft später buche, müsse bis zum kommenden Montag wieder abreisen.

Vom Montag an soll es bundesweit bis Ende November einen Teil-Lockdown geben. Hotels dürfen dann keine Touristen empfangen. Unter anderem damit sollen die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen werden. Darauf hatten sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt.

Das Nachbarbundesland Schleswig-Holstein hatte am Freitag eine ähnliche Regelung wie Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Grundsätzlich müssen Touristen dort bis zum 2. November abgereist sein, Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen bekommen wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie den Autozügen bis zum 5. November Zeit,wie die Landesregierung am Freitag in Kiel unter Verweis auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse mitteilte.

Johnson erwägt Verschärfung der Corona-Maßnahmen in England

Der britische Premierminister Boris Johnson erwägt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen neuen strengen Teil-Lockdown in England. Die „Times“ meldete, dass Johnson die neuen Corona-Maßnahmen am Montag in einer Pressekonferenz ankündigen werde. Demnach solle alles geschlossen werden - abgesehen von lebenswichtigen Geschäften und Bildungseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Universitäten. Die neuen Beschränkungen könnten ab Mittwoch bis 1. Dezember gelten. Die „Times“ zitierte eine hochrangige Regierungsquelle, nach der die Maßnahmen diskutiert, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen sei.

Jeder Landesteil in Großbritannien mit seinen insgesamt fast 67 Millionen Einwohnern entscheidet über seine eigenen Maßnahmen in der Corona-Krise. Bislang hatte Johnson sich Forderungen nach Wiedereinführung landesweit geltender Corona-Maßnahmen widersetzt. Nun allerdings wachsen angesichts sprunghaft steigender Fallzahlen die Sorgen, dass die Krankenhäuser überlastet sein könnten.

Den aktuellen Daten zufolge infizierten sich bis Ende vergangener Woche rund 570 000 Menschen in England mit dem Coronavirus, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. In der letzten Woche habe die Zahl der Todesfälle bei durchschnittlich 230 pro Tag gelegen.

Brinkhaus: Lockerungen zum Dezember kann niemand garantieren

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will nicht garantieren, dass der Teil-Lockdown zum Dezember hin endet. „Es ist der Plan, dass wir zum Dezember lockern. Garantieren kann das niemand“, sagte Brinkhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). „Fakt ist aber: Ohne etwas zu tun, werden wir sicher keinen guten Dezember haben. Wir müssen kämpfen.“

Mit Blick auf weitere Verschärfungen, bis hin zu Ausgangssperren sagte er: „Viel wird davon abhängen, ob alle mitziehen. Dann haben wir eine gute Chance, auf weitere Verschärfungen verzichten zu können. Wenn aber flächendeckend die Leute ihr Ding machen, dann kriegen wir ein Problem.“

Zudem forderte Brinkhaus mit Blick auf die Corona-Krise eine neue Föderalismusdebatte: „Ein Landkreis ist kein Maßstab für die Lösung nationaler oder europäischer Katastrophen - ein Bundesland ist es auch nicht. Wir sollten uns die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern im Licht der Pandemiebewältigung genau anschauen. Wenn es im Interesse der Menschen ist, mehr Zuständigkeiten beim Bund zu verorten, sollten wir diese Aufgabe ohne Scheuklappen angehen. Das föderale System sei 1949 zurechtgeschnitten worden, 2020 leben wir in einer anderen Welt.“

+++ Ticker vom Freitag, 30. Oktober +++

OHV Aurich sagt Spiel gegen TSV GWD Minden vorsorglich ab

Nachdem schon das für Samstag angesetzte Zweitliga-Spiel des Wilhelmshavener HV seitens des Gesundheitsamtes der Jadestadt abgesagt wurde (Grund war ein positiver Corona-Nachweis bei einem Spieler des WHV), werden auch die Drittligisten der Region am Wochenende nicht zum Spiel antreten.

Wie der OHV Aurich am Freitagabend mitteilte, wird das Spiel gegen TSV GWD Minden vorsorglich abgesagt.

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Corona-Infektion im Team des WHV – Spiel gegen Gummersbach fällt aus

Fünf neue Corona-Fälle in Wilhelmshaven

Fünf neue bestätigte Corona-Fälle sind dem Gesundheitsamt der Stadt Wilhelmshaven am Freitagabend, 30. Oktober, mitgeteilt worden. Somit gelten derzeit 30 Personen als akute Fälle. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Wilhelmshaven steigt auf 102. 71 Personen sind bereits wieder genesen.

Landkreis Aurich erlässt Allgemeinverfügung

Aufgrund des schnellen Anstiegs von neuen Corona-Fällen und der damit hohen 7-Tages-Inzidenzzahl hat der Landkreis Aurich eine neue Allgemeinverfügung erlassen. In verschiedenen Bereichen von Aurich, Norden, Norderney, Greetsiel und Norddeich gilt eine Maskenpflicht. Der Landkreis hat viele Informationen zu den Änderungen auf Facebook veröffentlicht.

Veränderte Besuchsregeln für Kliniken im Landkreis Leer

Auch in der Corona-Pandemie sollen im Landkreis Leer Krankenbesuche in den Kliniken möglich bleiben, soweit es das Infektionsgeschehen zulässt. Darauf haben sich die Krankenhäuser und das Gesundheitsamt geeinigt. In einer gemeinsamen Presseerklärung teilen das Klinikum Leer mit den angeschlossenen Krankenhäusern Rheiderland und Borkum, das Borromäus Hospital Leer und der Landkreis mit: „Soziale Kontakte zwischen Patienten und ihren Angehörigen sind wichtig und sollten deshalb aufrechterhalten werden, solange es in dieser Pandemie als vertretbar erscheint.“ Dennoch appellieren die Kliniken und der Landkreis an alle Bürgerinnen und Bürger, Besuche in den Einrichtungen auf das Notwendige zu beschränken.

Ab dem kommenden Montag, 2. November, gelten in allen Kliniken im Kreisgebiet folgende Regelungen:

Besuche sind täglich zwischen 13 und 19 Uhr möglich.

Patienten dürfen Besuch bekommen – aber es darf immer nur eine Person allein bei dem Patienten sein und für höchstens eine Stunde. Damit soll sichergestellt werden, dass sich maximal ein Besucher je Patient in den Kliniken aufhält.

Steigt der Inzidenzwert auf mehr als 75 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche, soll nur noch eine feste Person zu Besuch kommen dürfen.

Sonderregelungen gelten wie bisher für Patienten, die auf Intensiv-, Palliativ- oder Geriatriestationen liegen sowie für die Kinderstation und die Geburtshilfe.

Kreißsaal in Emden ab Montag wieder geöffnet

Der Kreißsaal in Emden wird am kommenden Montag, 2. November, um 8 Uhr wieder den Betrieb aufnehmen. Dies geschieht in Absprache mit dem Gesundheitsamt. Noch bis zum 2. November werden Schwangere, die normalerweise in Emden hätten entbinden wollen, weiterhin in der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich empfangen und versorgt. Ausschlaggebend für die Schließung des Kreißsaals war, dass am Samstag eine Mitarbeiterin positiv auf Covid-19 getestet worden war. Dies hatte zur Folge, dass eine Vielzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Quarantäne gestellt wurden, so dass der Betrieb im Emder Kreißsaal nicht aufrechterhalten werden konnte. Inzwischen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getestet worden. Weil es keine weiteren positiven Fälle gab, ist die Quarantäne nun verkürzt worden. Ab dem 2. November, 8 Uhr, können daher wieder Schwangere im Kreißsaal in Emden in einem sicheren Umfeld versorgt werden. Mit Blick auf die aktuelle Zahl der Corona-Infektion gibt es in den Häusern in Aurich, Emden und Norden einen leichten Rückgang. Aktuell werden zwölf Patienten mit einer Covid-19-Infektion behandelt.

Zwei neue Fälle im Kreis Wittmund – Inzidenzwert über 35

Von Donnerstag auf Freitag sind die Fallzahlen im Kreis Wittmund weiter angestiegen. Laut Mitteilung des Landkreises gab es zwei weitere neue Fälle. Demnach gibt es derzeit 25 akute Fälle, 133 Menschen befinden sich in Quarantäne. Laut der Internetseite des Niedersächsischen Landes-Gesundheitsamtes liegt der aktuelle 7-Tage-Inzidenzwert bei 36,9. Das Gesundheitsamt arbeite mit Hochdruck daran, die Kontaktpersonen und das Infektionsgeschehen zu verfolgen.

Inzidenzwert in Friesland steigt – Landrat spricht Empfehlungen aus

Wie der Landkreis Friesland mitteilt, sind im Kreisgebiet weitere zehn Personen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden. 2 Personen sind genesen. Somit sind aktuell 39 Personen im Landkreis Friesland positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Eine dieser Personen befindet sich in stationärer Behandlung. Eine Person hält sich außerhalb des Landkreises Friesland auf.

Der Inzidenzwert im Landkreis Friesland liegt gemäß dem Lagebericht des Landes Niedersachsen zu Covid-19 vom 30.Oktober um 9 Uhr bei einem Wert von 34,4. Wie vom Land mitgeteilt, hatte die Landesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden bei der aktuellen Neufassung der Corona-Verordnung vereinbart, dass für die Anwendung der verschärften Regelungen die Veröffentlichung der Inzidenzen unter www.niedersachsen.de/coronavirus maßgeblich ist. Dieser liegt in Friesland derzeit unter 35. Somit erfolgen keine weiteren Regelungen. veröffentlicht.

Wie die Kreisverwaltung mitteilt, seien derzeit auch keine weiteren anlassbezogenen Maßnahmen notwendig. Die aktuellen Fälle seien deutlich abgrenzbar. Im Vergleich zur Situation im September sei bei den akuten Fällen von „keiner weiteren Dynamik des Infektionsgeschehens“ auszugehen.

Landrat Sven Ambrosy appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Liebe Friesländerinnen und Friesländer, der Inzidenzwert hat nun auch in unserem Landkreis einen neuen Höchstwert erreicht und ich bitte Sie hiermit nochmals eindringlich darum: Halten Sie sich an die aktuellen Vorgaben, beachten Sie die AHAL-Regeln und helfen Sie so mit, dass wir das Coronavirus in Friesland wieder weiter eindämmen können. Reduzieren Sie Ihre Kontakte soweit möglich und leisten auch Sie somit Ihren Beitrag. Ich weiß, dass dies für uns alle Entbehrungen bedeutet, aber diese Maßnahmen sind notwendig – zum Schutz Ihrer Gesundheit und zum Schutz Ihrer Mitmenschen. Vielen Dank.“

Weitere Informationen zu den aktuellen Fallzahlen veröffentlicht der Landkreis im Dashboard unter www.friesland.de/coronavirus

Infotelefon des Landkreises Friesland am Wochenende

Das Infotelefon des Landkreises Friesland ist an diesem Wochenende (31. Oktober und 1. November) zu folgenden Zeiten besetzt:

Sa. und So. jeweils von 10 bis 13 Uhr

Das Infotelefon ist erreichbar unter der Nummer 04461 919 7000.

In der Woche gelten weiterhin folgende bekannte Zeiten:

Mo. bis Fr. 7 bis 12 Uhr und Mo. + Do. 14 bis 16 Uhr

Fragen können weiterhin auch jederzeit per E-Mail an infotelefon@friesland.de gesendet werden. Hier bitte Name und Telefonnummer angeben, der Landkreis behält sich eine telefonische Beantwortung vor. Die Beantwortung erfolgt innerhalb der oben genannten Zeiten des Infotelefons.

Neue Besuchsregelungen im Wilhelmshavener Klinikum

Das Wilhelmshavener Klinikum verschärft wieder die Besuchsregelungen. So ist ab Dienstag, 3. November, nur noch ein Besucher pro Patient pro Tag erlaubt. Die Besuchsdauer beträgt eine Stunde.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Auf der Grundlage der bundesweit geltenden strengeren Corona-Maßnahmen, ändert das Klinikum Wilhelmshaven die Besuchsregelung. Das A und O sind Kontaktbeschränkungen. Ab Dienstag, den 3. November, ist pro Patient nur ein Besucher am Tag erlaubt. Die Besuchsdauer beträgt eine Stunde. Die Besuchszeiten bleiben täglich von 11.00 bis 19.00 Uhr (letzter Einlass) wie bisher bestehen. Besuchsverbot besteht weiterhin für die Infektionsstation sowie die COVID 19Verdachtsstation. Der Besuch auf der Intensivstation kann nur nach vorheriger telefonischer Absprache erfolgen. Angehörige und Besucher mit Erkältungs- und Grippesymptomen sind vom Betreten des Klinikums prinzipiell ausgeschlossen. Zusätzlich werden alle Patienten und Besucher nach RKI-Kriterien gescreent und müssen bei Betreten des Klinikums einen Fragebogen ausfüllen. Um Wartezeiten zu verkürzen, können Patienten und Besucher den Fragebogen bereits vorab, am Tag des Betretens des Klinikums, ausfüllen. Der Bogen ist auf der Startseite der Homepage des Klinikums zu finden. Das Klinikum erfasst die Kontaktdaten und den Zeitpunkt aller Besuche, um eventuelle Infektionsketten nachvollziehen zu können. Ein Besuch ohne diese Dokumentation ist nicht möglich. Die geltenden Hygieneregeln sind strikt einzuhalten, auch in den Patientenzimmern. So schützen Sie Ihre Angehörigen und unsere Mitarbeiter.

Sterbefallzahlen im September fünf Prozent über dem Durchschnitt

Im September sind nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts fünf Prozent mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Die Erhöhung sei aber „offenbar nicht durch Covid-19-Todesfälle bedingt“, berichtete das Amt am Freitag. Der Sonderauswertung zufolge starben im September mindestens 73 010 Menschen - das waren 3221 mehr als im Durchschnitt der vier Jahre davor. „Die Daten zu bestätigten Covid-19-Todesfällen, die beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet werden, können die überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen nicht erklären.“ Im September 2020 starben laut RKI 192 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Personen. Im April gab es 6035 Covid-19-Todesfälle. Damals lagen die Sterbefallzahlen zehn Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre. Im April war den Statistikern zufolge ein Zusammenhang zwischen Covid-19-Toten und höheren Sterbefallzahlen „naheliegend“.

Die Sterbefallzahlen von Mai bis Juli lagen im Durchschnitt. Im August waren sie um sechs Prozent erhöht - „im Zuge der Hitzewelle“, wie Destatis berichtete. Und im September? Saisonale Einflüsse wie Grippe oder Hitze scheiden aus. „Ohne diese Effekte ist vor allem der steigende Anteil älterer Menschen als Hauptursache für die kontinuierliche Erhöhung der Sterbefallzahlen naheliegend“, hieß es am Freitag. Die Zahl der Über-80-Jährigen ist von 2015 bis 2019 von 4,7 Millionen auf 5,7 Millionen gestiegen. Die überdurchschnittlich hohen Sterbefallzahlen im September seien fast ausschließlich auf eine Zunahme von Sterbefällen in dieser Altersgruppe zurückzuführen.

Gündogan zu seiner Corona-Erkrankung: „Konnte mich kaum bewegen“

Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan nimmt die Coronavirus-Pandemie nach dem Verlauf seiner eigenen Erkrankung noch ernster als zuvor. Dies sagte der 30-Jährige in einem Interview von RTL und ntv. „Mir ging es wirklich die ersten drei, vier Tage richtig schlecht. Ich konnte mich kaum bewegen, hatte Glieder-, Kopf- und Halsschmerzen und ein leichtes Druckgefühl im Brustbereich, was ich vorher noch nie so wirklich hatte“, schilderte Gündogan. Der Mittelfeldspieler von Manchester City war im September positiv auf das Virus getestet worden.

Sein Denken sei „jetzt auch ein bisschen anders, denn vorher habe ich das Ganze auch nicht so hart wahrgenommen“, sagte Gündogan. Bei den meisten infizierten Fußballprofis berichten die Vereine von milden Verläufen ohne Symptome. Bei Gündogan war dies anders, wie er auch nach seiner Rückkehr ins Training noch einmal bemerkt habe.

„Gefühlt war ich nach den ersten 20 Minuten im Training schon platt und nachdem ich aus der Dusche kam, hat sich die Erschöpfung extrem angefühlt und als ich dann nach Hause kam nach den Trainingseinheiten, war es nicht unüblich, dass ich dann erstmal ein bis zwei Stunden geschlafen habe“, sagte der Nationalspieler. Der positive Corona-Test habe für Gündogan auch „eine psychische Belastung“ bedeutet.

Fluggesellschaften starten am BER mit verringertem Angebot

Viele Fluggäste werden zum Start des neuen Hauptstadtflughafens BER an diesem Samstag (31. Oktober) nicht erwartet - mit einem entsprechend verringerten Angebot stellen sich die Fluggesellschaften darauf ein. Der bislang größte Anbieter in Berlin etwa, das britische Luftfahrtunternehmen Easyjet, hat sich mit den Gewerkschaften darauf geeinigt, die in Berlin im vergangenen Jahr stationierte Flotte von 34 Flugzeugen auf 18 zu reduzieren. Die Fluggesellschaft bietet zum Auftakt 46 Strecken zu internationalen Zielen an, wie sie mitteilte. Im kommenden Jahr sollen es dann 70 Verbindungen sein. „Sollte die Nachfrage steigen, werden wir unser Flugangebot entsprechend ausweiten“, hieß es. Damit plant Easyjet für die Betriebsaufnahme am BER mit rund 180 Flügen pro Woche. Im Jahr 2019 waren es demnach von den Berliner Airports Tegel und Schönefeld aus rund 250 Flüge am Tag.

Die Lufthansa hat keine eigenen Flugzeuge am BER stationiert. Sie nutzt den Flughafen vor allem als Ausgangspunkt für Langstreckenflüge mit einmaligem Umstieg an den Drehkreuzen Frankfurt oder München. Für den Start am BER plant die größte deutsche Fluggesellschaft mit lediglich 30 Flügen täglich - etwa halb so viele wie vor der Krise.Die Lufthansa-Tochter Eurowings wiederum startet am 4. November erstmals vom BER, wie das Unternehmen mitteilte. 70 Flüge pro Woche will die Fluggesellschaft dann zunächst anbieten. Bei einem Großteil davon handelt es sich demnach um innerdeutsche Verbindungen. Von rund 300 geplanten Abflügen im Monat November gehen lediglich rund 16 ins Ausland. „Hier zeigt sich überdeutlich das Bild der Reiserestriktionen für die meisten Urlaubsländer Europas“, teilte ein Sprecher mit.

Auch die Billigfluggesellschaft Ryanair wird ihre Kapazitäten am BER für den Winterflugplan reduzieren, auf 40 Prozent des Vorjahres, wie das irische Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Rund 27 internationale Strecken will Ryanair dann noch bedienen. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte zuletzt mit insgesamt rund 5000 Fluggästen am Eröffnungstag des Flughafens am Hauptterminal T1 gerechnet. Mit der Tegel-Schließung eine Woche später würden am T1 dann rund 16 000 Passagiere abgefertigt. Weitere 8000 Fluggäste würden dann über den Flughafen Schönefeld reisen, der als Terminal 5 des BER dient. Das bereits fertiggestellte Terminal 2 wird angesichts dieser niedrigen Zahlen zunächst nicht gebraucht und soll deshalb erst im Frühjahr eröffnet werden.

Israel beschließt weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen

Knapp zwei Wochen nach ersten Lockerungen von Israels zweitem Corona-Lockdown sind weitere Erleichterungen geplant. Das sogenannte Corona-Kabinett beschloss in der Nacht zum Freitag die Öffnung der Grundschulen für die 1. bis 4. Klasse, allerdings unter Einschränkungen. Von Sonntag an dürfen auch Ferienwohnungen wieder geöffnet werden. In Gebetshäusern können sich bis zu zehn Menschen versammeln und draußen bis zu 20. Auch Friseur- und Kosmetiksalons dürfen dann wieder einzelne Kunden empfangen. Straßengeschäfte sollen aber erst eine Woche später geöffnet werden. Sollten die durchschnittlichen Corona-Fallzahlen schon vorher auf rund 500 am Tag fallen, wird schon früher geöffnet.

Auch nach den ersten Lockerungen in Israel waren die Infektionszahlen weiter gesunken. Am Freitag verzeichnete das Gesundheitsministerium 630 neue Fälle. Vor einem Monat waren es noch mehr als 9000 am Tag gewesen. Die Zahl der Schwerkranken sank binnen eines Monats um die Hälfte, auf 410. Der Anteil der positiven Tests war mit 1,8 Prozent deutlich geringer als vor und während des Lockdowns. Im September hatte er noch im zweistelligen Bereich gelegen. Im Vergleich: In Deutschland meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen 18 681 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Deutschland hat etwa neunmal so viel Einwohner wie Israel.

Nach einem glimpflichen Verlauf zu Beginn der Pandemie waren die Corona-Infektionszahlen in Israel nach ersten Lockerungen im Mai dramatisch angestiegen. Ein seit dem 18. September geltender zweiter landesweiter Lockdown ließ die Zahlen dann wieder deutlich sinken. Diesmal sollen die Lockerungen vorsichtiger umgesetzt werden, damit die Infektionszahlen nicht wieder in die Höhe schnellen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Israel mit seinen rund neun Millionen Einwohnern nach offiziellen Angaben mindestens 313 590 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. 2511 Menschen starben bisher in Verbindung mit einer Corona-Infektion

Rathausbesuche in Wittmund nur mit Termin

Das Rathaus der Stadt ist ab heute aufgrund der aktuellen Pandemielage für Bürger nur nach vorheriger Terminvereinbarung zugänglich. Diese werden gebeten, die Möglichkeit nur für den Fall wahrzunehmen, dass das jeweilige Anliegen die persönliche Anwesenheit erfordert. Ansonsten stehen Mitarbeiter der Verwaltung telefonisch, 04462 / 983-0, oder per E-Mail (rathaus@stadt.wittmund.de) zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung.Beim Betreten des Rathauses muss eine geeignete Mund-Nasenbedeckung getragen werden; die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern ist verbindlich.

Japan erstattet Eintrittskarten für verschobene Olympische Spiele

Nach der coronabedingten Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio aufs nächste Jahr beginnt Japan in Kürze mit dem Verfahren für die Rückerstattung von Eintrittskarten. Bereits gekaufte Tickets bleiben zwar auch für das nächste Jahr gültig. Doch wer die Spiele dann nicht besuchen kann, kann zwischen dem 10. und 30. November die Rückerstattung der Eintrittskarten beantragen, wie Japans Olympia-Macher am Freitag bekanntgaben. Die Rückgabe der Tickets für die Paralympics kann zwischen dem 1. und 21. Dezember beantragt werden.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatten Japan und das IOC Ende März nach langem Zögern die Spiele um ein Jahr verschoben. Sie sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden, und zwar in den gleichen Arenen und mit dem gleichen Wettkampfprogramm wie ursprünglich geplant. Vorgesehen sind 339 Entscheidungen in 33 Sportarten. Sollten wegen der Corona-Krise Restriktionen hinsichtlich der Zuschauerzahlen nötig werden, so werde es eine weitere Möglichkeit geben, eine Rückerstattung der Tickets zu beantragen. Unterdessen überschritt die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Japan die Marke von 100 000. Das Land zählt bisher über 1700 Tote. Damit steht Japan im Vergleich zu anderen Ländern aber noch gut da.

Tages-Anzeiger: Corona-Leugner hören nicht auf rationale Argumente

Der Zürcher „Tages-Anzeiger“ beschäftigt sich am Freitag mit den Verharmlosern der Corona-Pandemie: „Die Diskussion mit Klimaleugnern und Corona-Verharmlosern wird sehr schnell unergiebig, weil sie den Vertretern der Wissenschaftlichkeit spiegelbildlich genau jene Realitätsverweigerung vorwerfen, die sie selber betreiben. Und weil bei ihnen rationale Argumente oft eine zusätzliche Radikalisierung verursachen, werden solche inmitten der zweiten Corona-Welle nur sehr begrenzt wirksam sein.

Einer offenen Gesellschaft bleibt nichts anderes, als mit demokratisch legitimierten Mitteln Zustände zu verhindern, die wohl auch einen großen Teil der Verleugner zum Umdenken veranlassten: wenn sie sich nämlich nicht mehr mit wissenschaftlich-rationalen Gegenargumenten, sondern mit den am eigenen Leib erfahrbaren Folgen ihrer Unvernunft konfrontiert sähen. Bricht das Gesundheitssystem zusammen und wird der eigenen Großmutter die Einlieferung ins Spital verwehrt - spätestens dann ist wohl flächendeckend Schluss mit der Verharmlosung von Corona zur Grippe. Bloß ist es dann zu spät.“

Neuer Höchstwert: 18.681 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18 681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16 774 Fällen. Am Freitag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 11 242 Neuinfektionen gemeldet.Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 499 694 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 30.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 77 auf insgesamt 10 349. Das RKI schätzt, dass rund 345 700 Menschen inzwischen genesen sind. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Donnerstag bei 1,17. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Flixbus stellt Betrieb im November vorübergehend ein

Der Fernbus-Anbieter Flixbus stellt aufgrund der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen seinen Betrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab 3. November vorübergehend ein. Auch das Fernbahn-Unternehmen Flixtrain wird von Dienstag an vorläufig nicht mehr fahren, wie das Unternehmen Flixmobility am Freitag mitteilte. Wenn es die Situation erlaube, wolle Flixbus den Betrieb bis zu den Feiertagen wieder aufnehmen. „Auch Flixtrain wird, sobald es möglich und sinnvoll ist, wieder fahren.“ Mitgründer und Geschäftsführer André Schwämmlein sagte, diese Entscheidung falle nicht leicht. „Schließlich sind unsere Verkehrsträger auch in Zeiten von Corona zwei der sichersten Verkehrsmittel überhaupt.“ Dennoch müsse man auf die derzeitige Lage reagieren.

Schon im Frühjahr hatte das Unternehmen angesichts der Corona-Auflagen vorübergehend keine Fahrten mehr angeboten. „Im Sommer konnten wir dann wieder etwa die Hälfte unseres Netzes bedienen. Wir folgen dabei sehr stark der Nachfrage“, sagte Schwämmlein der „Welt am Sonntag“. Schon im Oktober habe man aber wieder „eine gebremste Reiselust“ gesehen. „Im Moment liegen wir etwa bei 30 Prozent, werden aber wieder komplett reduzieren, weil der politische Wunsch ist, dass man nicht reist“. Im Zugverkehr hätte Flixtrain nach Angaben des Unternehmens gerne einen Minimalbetrieb aufrechterhalten. „Aus wirtschaftlichen Gründen ist das leider nicht möglich.“

Die Deutsche Bahn AG hingegen halte den Betrieb weitestgehend ohne Einschränkungen aufrecht. Obwohl aus Sicht von Flixmobility der EU-rechtliche Rahmen gegeben wäre, als Soforthilfe etwa die Trassengebühren zu erlassen oder zu senken, gebe es seitens der Bundesregierung keine Bestrebungen dieser Art. „Leider verpasst die Bundesregierung hier erneut eine Chance, den privaten Mobilitätssektor in der Krise zu unterstützen“, kritisierte Schwämmlein. Es werde geprüft, „ob wir uns mit Investitionen in Flixtrain nach der Pandemie verstärkt auf andere Märkte konzentrieren, in denen private Anbieter einem fairen Wettbewerb ausgesetzt sind“.

Rechtliche Zweifel an Teil-Lockdown – Mehrheit steht hinter Maßnahmen

Wenige Tage vor Beginn des Teil-Lockdowns in ganz Deutschland gibt es starke Zweifel, ob die neuen Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern juristisch wasserdicht sind. Der Jurist und FDP-Vize Wolfgang Kubicki schreibt in einem Gastbeitrag für die „Passauer Neue Presse“ (Freitag): „Die Beschlüsse bleiben von solch einer bemerkenswerten Widersprüchlichkeit, dass nur fraglich erscheint, wann das erste Gericht sie kippt und nicht ob.“ Der Bundestagsvizepräsident fragt: „Warum müssen Nagelstudios schließen, nicht aber Friseure? Wieso werden auch dort Restaurants geschlossen, wo man noch weit entfernt ist von den selbst definierten Schwellenwerten?“ All das sei nicht mehr zu erklären. Der Staatsrechtler Ulrich Battis erwartet eine erfolgreiche Klagewelle. „Ich gehe fest davon aus, dass es eine hohe Anzahl an Klagen geben wird und dass auch viele wie bisher in einstweiligen Rechtsschutzverfahren damit durchkommen werden, siehe die gekippten Beherbergungsverbote und Sperrstunden“, sagte Battis der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). Schon in der kommenden Woche könne es erste Entscheidungen geben. „Dass der gesamte Lockdown von Gerichten gekippt wird, erwarte ich aber nicht.“

Von Montag an sollen die Kontakte auf zehn Personen aus maximal zwei Haushalten begrenzt werden. Gastronomiebetriebe sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben den gesamten November geschlossen. Hotels wird die Aufnahme von Touristen verboten. Schulen und Kitas sollen aber offen bleiben.In mehreren Bundesländern kommen an diesem Freitag die Landeskabinette zu Sondersitzungen zusammen. Die Regierungen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und dem Saarland wollen die Beschlüsse von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten ins jeweilige Landesrecht umsetzen. In Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen hatten die Landesregierungen die entsprechenden Verordnungen bereits am Donnerstag erlassen. In mehreren Ländern sind am Freitag zudem Sondersitzungen der Landtage zum Thema geplant. So wollen etwa Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ihren Kurs in Regierungserklärungen darlegen.

Die Mehrheit der Bürger unterstützt nach einer Umfrage den geplanten Teil-Lockdown im November oder wünscht sich sogar noch weitergehende Schritte, um die Pandemie wieder einzudämmen. In einer Forsa-Erhebung für RTL und ntv befürworteten 50 Prozent die von Bund und Ländern beschlossenen strikten Maßnahmen. Weiteren 16 Prozent der 1014 Befragten reichen sie noch nicht aus. Genau einem Drittel dagegen gehen sie zu weit. Um Umsatzverluste von Unternehmen im November wettzumachen, will der Bund nochmal zehn Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Angesichts der Rekordverschuldung des Staates wegen Corona will der SPD-Finanzexperte Lothar Binding Gutverdiener nach der Krise stärker zur Kasse bitten. „Die Menschen, die gut durch die Krise gekommen sind, sollten dem Staat nach der Krise helfen, wieder auf die Beine zu kommen“, sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion der „Bild“-Zeitung (Freitag). „Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein.“