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Lokal26.de Wilhelmshaven

Sengwarden und Fedderwarden wollen das Monstrum der Bahn nicht

15.02.2020

Sengwarden /Fedderwarden Gut zwei Kilometer lang und 8,5 Meter hoch soll es werden, das sogenannte Galeriebauwerk, das die Deutsche Bahn zwischen Sengwarden und Fedderwarden bauen will bzw. muss, um den Funkverkehr der Bundeswehr vor Störungen durch elektromagnetische Strahlungen der E-Loks zu schützen, die ab 2022 zum und vom JadeWeserPort fahren sollen (die WZ berichtete).

Auch wenn die Bahn dieses monströse Bauwerk als unumgänglich darstellt, ist der Ortsrat der Meinung, dass nicht alle Alternativen geprüft wurden. In der Ortsratssitzung am Donnerstag wurden deshalb Alternativen diskutiert und Rat sowie Verwaltung beauftragt, Einwendungen gegen das Bauvorhaben vorzubringen. „So ein Bauwerk ist weltweit einmalig, da müssen auch Sonderlösungen möglich sein“, sagt Ortsbürgermeister Martin Burkhart, der seine Einwände selbst in einem mehrseitigen Papier eingereicht hat. „Da ist die Landespolitik gefordert, die sich dann in Berlin stark machen muss. Die Bahn erfüllt lediglich ihren politischen Auftrag, die Strecke zu elektrifizieren.“ Sein Vorschlag ist eine Kombi-Lok von Bombardier, eine sogenannte Last-Mile-Lok, die während der Fahrt von Strom auf Diesel umschalten kann. „Diese Loks gibt es bei der Bahn schon längst. Sie fahren unter anderem in den Güterverteilzentren. Sie könnten die betreffenden zwei Kilometer also ohne Strom und somit auch ohne elektromagnetische Strahlung fahren.“ Auch Lokomotiven mit Wasserstoff-Antrieb wären denkbar.

Das 40 Millionen teure Galeriebauwerk könnte man sich damit sparen. Außerdem die Folgen wie Verschandelung des Landschaftsbildes, Einschnitte in die Ökologie und in landwirtschaftliche Nutzflächen sowie klimatische und kulturelle Folgen. Zumal die beiden Dörfer im Stadtnorden schon jetzt unter starker Industrialisierung leiden, Stichwort Umspannwerk, Windparks, Stromtrassen sowie das geplante Erdkabel.

Entsprechende Anfragen des Ortsrats an die Vertreter von SPD und CDU im Landtag seien bis jetzt unbeantwortet geblieben, so Burkhart.

Walburg DittrichSonderthemen

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