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Lokal26.de Wilhelmshaven

Anzeige: Tanzstudio Let’s Dance feiert 20-jähriges Jubiläum

09.10.2021

Wilhelmshaven „Jeder braucht was, wofür er brennt im Leben“, sagt Sabrina Alexiadis, „und dafür brenne ich.“ Seit 20 Jahren leitet sie das Tanzstudio Let’s Dance an der Margaretenstraße 16. Ihre Begeisterung ist ihr nicht nur schnell anzumerken, sie gibt diese auch gerne weiter. Das kommt nicht nur bei ihrem Team und den Schützlingen an, sondern auch beim Publikum. Die regelmäßigen Aufführungen des Studios begeistern zuverlässig mehrere Tausend Menschen.

Ihre Begeisterung für Tanz bestand bei Sabrina Alexiadis schon in der Kindheit. Im Unterricht merkte sie: „Ich wollte es dann gerne auch anderen beibringen“, erzählt Alexiadis. Der Wunsch beruflich in die Richtung zu gehen, blieb nicht in den Kinderschuhen stecken. Als 15-Jährige stieg sie bei „Mutate“ ein, der Musik-Tanz-Theater-AG der Integrierten Gesamtschule (IGS) Wilhelmshaven. „Da habe ich viel gelernt und tolle Kontakte geknüpft. Rolf Schaper, einer der Leiter und quasi Mentor für mich, ist zum Beispiel bei größeren Stücken von uns immer dabei und führt Regie.“

Für Klein und Groß was dabei

Mit größeren Stücken sind vor allem die umfangreichen Musical-Produktionen gemeint, die das Tanzstudio alle zwei Jahre auf die Beine stellt. Für die Auftritte ziehen die Akteure dann in der Regel auf die große Bühne im Stadttheater Wilhelmshaven. Inzwischen waren schon Mary Poppins, Ronja Räubertochter, Aschenbrödel oder Die bezaubernde Jeannie „zu Besuch“, um nur einige Beispiele zu nennen.

Voriges Jahr war dann das neunte Großprojekt geplant: „Kirmeskinder“ – ein Mammutprojekt. Für das Musical gab es bereits etwa 300 Kostüme, mehr als 250 Akteure sollten mitmachen, kannten ihre Rollen, hatten geprobt. Die Kulisse war gebaut, die ersten 3000 Karten für insgesamt sechs Vorstellungen waren schnell verkauft. Um möglichst vielen die Möglichkeit zu geben, die Show zu sehen, sollte diese in der Stadthalle stattfinden. Doch die Corona-Pandemie legte die Show auf Eis.

Das Tanzstudio Let’s Dance ließ sich davon nicht unterkriegen. Die Planung der nächsten Show ist bereits mit viel Elan in vollem Gange. So soll 2022 „Der kleine Vampir“ als Musical-Spektakel die Zuschauer begeistern. Allerdings nicht nur sie: „Es soll immer etwas für alle dabei sein, also sowohl für die Teilnehmer der Show, als auch die Zuschauer.“

Das gilt für die großen Produktionen genauso wie auch für die kleineren. Letztere werden nicht weniger professionell gestaltet, ziehen die Zuschauer jährlich im Studio an der Margaretenstraße in ihren Bann. Die Gestaltung übernehmen nicht nur das Team und die Akteure. Auch ihre Familien sind involviert: „Die Väter freuen sich dann vor allem immer schon total darauf, beim Bau der Kulissen zu helfen“, erzählt Alexiadis und lacht. Am Ort des Auftritts sowie in den geräumigen Studio-Hallen mit hohen Decken können sie flexibel und nach Bedarf aufgestellt werden und für die passende Atmosphäre sorgen.

Das kreative Potenzial zum Blühen bringen

In den Musicals findet dann ein bunter Mix des Studio-Angebots Platz. Dazu zählt neben Gesang, Live-Musik und Schauspiel auch Tanz in verschiedenen Formen, etwa Ballett, Hip Hop, Stepptanz oder neuerdings Tanzakrobatik. Dem Alter der Akteure ist dabei keine Grenze gesetzt. „Aktuell ist in unseren Kursen zwischen zweieinhalb Jahren bis über 50 Jahren alles vertreten“, erzählt Co-Leiterin des Studios Julia Kurz.

Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, Groß oder Klein, für jeden wird eine passende Rolle gefunden. Die Mitglieder des sechsköpfigen Teams haben alle eine pädagogische Ausbildung. „Was nützt es, wenn man toll tanzen oder singen, es aber nicht vermitteln kann“, sagt Alexiadis. Singen und Tanzen können sie natürlich auch. Julia Kurz etwa hat mit 15 Jahren angefangen, bei Let’s Dance Unterricht zu nehmen, erzählt sie. „Dann bin ich mit reingewachsen.“

Kollegin Alina Oetken habe hier ihre Leidenschaft für Schauspiel entdeckt und unterrichtet dies jetzt. Bereits im Alter von vier Jahren ging es für sie mit dem Unterricht im Tanzstudio Let’s Dance los. Zunächst tobte sie sich dort einmal die Woche kreativ aus. „Dann wollte ich immer mehr und plötzlich ist man jeden Tag hier“, erklärt sie und lacht. Vormittags arbeitet sie als Heilerziehungspflegerin, nachmittags im Studio. „Es ist mein zweites Zuhause hier.“

Ein Satz, der Sabrina Alexiadis sichtlich nahe geht. Es sei ihr sehr wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen – und auch Erwachsenen – der Stadt einen Ort haben, an dem es ihnen möglich ist, sich kreativ zu entdecken und zu entfalten. Von der Stadt wünsche sie sich eine aktivere Kulturförderung, „die das Potenzial der Jugend dieser Stadt zum Blühen bringt.“ Ohne private Initiative, Fördervereine und Sponsoren würde „hier eine kulturelle Wüste für die Heranwachsenden herrschen“, verdeutlicht die Studio-Leiterin ihre Botschaft.

Umso dankbarer ist sie dem Förderverein des Tanzstudios, den Sponsoren, den Mitgliedern und deren Familien. „Wir sind gut durch die Krise gekommen, weil uns so viele Menschen sehr unterstützt haben“, sagt Alexiadis. Als außerschulische Bildungsstätte – durch die intensive Zusammenarbeit mit Schulen im Stadtgebiet – war das Studio zunächst nicht so stark vom Lockdown getroffen wie andere. Als es dann doch soweit war, wurden Lösungen gesucht und gefunden: „Wir haben dann hier von neun Uhr morgens bis 9 Uhr abends Einzelunterricht gegeben, alle sechs Lehrer so, wie es gegebenenfalls zum Job passte“, berichtet die Studio-Leiterin.

In erster Linie soll es ganz viel Spaß machen

So wurde weiter gesungen, getanzt oder geschauspielert – ob als Hobby oder als Vorbereitung für etwaige Aufnahmeprüfungen, denn einige Schüler wollten und wollen auch beruflich in der Branche Fuß fassen. In erster Linie jedoch soll es ganz viel Spaß machen, macht Alexiadis deutlich. „Das gibt es uns und das wollen wir gerne weitergeben.“

Spaß hatten alle auch bei einem besonderen Projekt, mit dem das Tanzstudio Let’s Dance das 20-jährige Jubiläum feiert. In den vergangenen sechs Monaten wurde fleißig an einem Jubiläumsvideo gearbeitet, das es jetzt zu sehen gibt. So wurden die Choreographien und Abläufe festgelegt und eingeübt, Kostüme ausgesucht, ein Lied auf das Tanzstudio maßgeschneidert geschrieben und im professionellen Tonstudio eingesungen.

Auf einen Tag Generalprobe folgte schließlich das Filmen am nächsten Tag. Dazu wurden rund 100 Beteiligte vom Pflegedienst Dumke auf das Coronavirus getestet, bevor es losgehen konnte. „Es war sehr spannend, zu sehen, wir das Video entsteht“, erzählt Alexander. Das Besondere dabei: Das Video ist ein „OneCut“, kommt also ohne Videoschnitt aus.

„Gerade jetzt nach Corona wollen die Kinder auf die Bühne.“

Der 15-jährige nimmt schon seit vier Jahren Unterricht im Tanzstudio. Am Anfang hatte vor allem Schauspiel es ihm angetan. Inzwischen gefällt ihm auch die Kombination der verschiedenen Bereiche sehr. Er könne sich sogar vorstellen, später in der Musik-Branche arbeiten zu wollen. „Wenn man hier ist, kann man toll abschalten und einfach fokussiert und konzentriert dabei sein.“

Auch seine Schwester Sophia, die seit fünf Jahren Unterricht nimmt, war im Video dabei. „Das war ziemlich cool“, sagt sie. Im Tonstudio zu singen war auch für sie neu, aufregend und spannend. Dass es beiden Spaß gemacht hat, kann man in ihren Gesichtern sehen. Den Eindruck bestätigt auch Sabrina Alexiadis: „Gerade jetzt nach Corona wollen die Kinder auf die Bühne.“

So war die digitale Bühne eine kreative und besondere Lösung. Mit der kann das Tanzstudio Let’s Dance die Zuschauer ganz coronakonform begeistern, einen Einblick in ihre bunte Welt geben bei dem ein oder anderen Lust auf mehr machen, denn schon zu beginn des Video wird fröhlich gesungen: „Hallo nur hereinspaziert...“

Kontaktdaten:

Let’s Dance

Schule für Bühnentanz, Theater und Gesang

Margaretenstraße 16a

26384 Wilhelmshaven

Tel. (0 44 21) 30 55 16

kontakt@tanzstudio-letsdance.de

www.tanzstudio-letsdance.de

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