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Lokal26.de Wilhelmshaven

Auswirkungen auf Kultur: Das Theater am Meer wollte Jubiläum feiern, dann kam das Virus

11.05.2020

Wilhelmshaven „Es könnte alles, so einfach sein – ist es aber nicht.“ Diese Textpassage aus dem Lied „Einfach sein“ von „Die Fantastischen Vier“ könnte auch auf das Theater am Meer zugeschnitten sein. Ursprünglich sollte im Schauspielhaus an der Kieler Straße am vergangenen Samstag zünftig der zehnte Geburtstag gefeiert werden.

Es sollte eine Sondervorstellung von „Honnig in´n Kopp“ als Dernière nach einer langen Reihe meist ausverkaufter Vorstellungen geben. Der Niederdeutsche Bühnenbund hätte den Willy-Beutz-Schauspiel-Preis verliehen und nicht nur das sechsköpfige Präsidium, sondern auch die Bühnen- und Theaterleitungen nebst Stellvertreter wären anwesend gewesen. Dazu noch eine ganze Reihe von Ehrengästen zum runden Geburtstag des Theater, das damals mit dem Musical „Wi rockt op platt“ eindrucksvoll eröffnet worden war.

Es herrscht Ungewissheit

„Wir alle zusammen wollten uns am Abend bei einem schmackhaften Büffet über die vergangenen zehn erfolgreichen Jahre freuen und die Vergangenheit ein wenig Revue passieren lassen“, so Theater-Leiter Arnold Preuß. Doch das Coronavirus hat allen, die sich darauf eingestellt hatten, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Seit dem 14. März sind alle Theater in Deutschland geschlossen. „Derzeit ist nicht erkennbar, wann wir wieder Verhältnisse haben, wie vor dem 14. März“, so Preuß weiter. Wenngleich Deutschland verhältnismäßig bisher einigermaßen gut durch die Pandemie gekommen sei, könne nicht gesagt werden, wann „wir als Theater wieder probieren dürfen, geschweige denn den Vorstellungsbetrieb mit besonderen Hygiene- und Abstandsbedingungen aufnehmen können.“

Die Crew hängt in der Luft

Die Crew hängt somit weitestgehend in der Luft. Sie hoffen, so Preuß, im Herbst wieder starten zu können. „Pläne für den Umgang mit den Bedingungen einer zu erwartenden begrenzten Zuschauerkapazität gibt es genug und eine variable Lösung für den Spielplan 2020/21 haben wir auch. Wir müssen nur erst einmal wieder dürfen“, so der Theater-Leiter.

In seiner Jubiläumsrede, die er gehalten hätte, blickt Preuß auf die Bilanz von 46 Inszenierungen zurück. „Wir alle gemeinsam haben in diesem kleinen Schauspielhaus großartiges geschaffen.“

Michael HackerLokalredaktion

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