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Lokal26.de Wilhelmshaven

Betreuung und Kontaktverbot: Wer unterstützt jetzt Eltern und Kinder?

28.03.2020

Wilhelmshaven Straßen, Spielplätze und Parks sind leer oder abgesperrt. Das Coronavirus ist eine Herausforderung, nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für viele Familien. Darunter diejenigen, die zuvor von der Familienberatung und -betreuung im Alltag unterstützt wurden.

Kitas und Schulen haben geschlossen, über Wochen wird aufeinander gehockt und keiner weiß, wie sich die Lage weiterentwickelt. All das schürt Stress. Wer hört ihnen jetzt zu und gibt Ratschläge?, können sich Betroffene fragen. Die Dienststellen der Stadt, also auch das Jugendamt, sind derzeit für Besucher geschlossen.

Betreuung und Beratung wird über neue Wege fortgesetzt

„Es ist unsere Aufgabe, die Familien, die Menschen dieser Stadt, zu unterstützen“, sagt Julia Muth, Pressesprecherin der Stadt. „Der direkte Kontakt wird vermieden, um die Ansteckungsketten zu durchbrechen“, erläutert sie. Die Familienberatung finde grundsätzlich kontaktlos statt. Die Mitarbeiter des Jugendamtes bieten regelmäßige Sprechzeiten und Beratung an – sie telefonieren mit den Betroffenen.

Auch die Betreuung von Familien über die Familienzentren werde fortgesetzt, berichtet Muth. Sie suchen sich ebenfalls neue Wege, ob telefonisch oder auch digital. Auf Facebook, Instagram oder ihrer Internetseite stellen die Mitarbeiter täglich Ideen dazu vor, wie man Kinder beschäftigen kann.

Bei der Beratung und Betreuung sei es derzeit sehr wichtig, Ruhe zu vermitteln und aufzuklären. Täglich würden Klienten sowie Mitarbeiter auf den aktuellen Stand gebracht. Doch „sicherlich wird es nicht ausbleiben, dass es in der Arbeit mit den Familien in der Familienbetreuung bzw. -beratung Rückschritte geben wird“, sagt Muth der Redaktion

Nicht jedes Angebot für Familien kann weitergeführt werden

Die Stadt beschäftige sich bereits damit, wie es in Zukunft weitergehen könne. „Wir sehen es auch als unsere Aufgabe, über weitere Perspektiven der Begleitung und Unterstützung nachzudenken“, sagt Muth.

Zum Schutz der Familien und Mitarbeiter kann jedoch nicht jedes Angebot für Familien weitergeführt werden. In der Regel werden Neugeborene und ihre frischgebackenen Eltern besucht und die neuen Bürger begrüßt. In dem persönlichen Gespräch werden außerdem Informationen und Tipps ausgetauscht sowie Fragen beantwortet.

Dieser Babybesuchsdienst des Projektes „Willkommen in Wilhelmshaven“ pausiert nun erst einmal. Besonders für die Mütter und Neugeborenen bestehe Ansteckungsgefahr, niemand soll gefährdet werden.

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