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Lokal26.de Wilhelmshaven

Corona-Krise: Sanitäter in Uniform stützen Rettungsdienst

03.04.2020

Wilhelmshaven Soldaten der Bundeswehr helfen dabei, den zivilen Rettungsdienst in der Stadt Wilhelmshaven aufrecht zu erhalten. Fünf Notfallsanitäter aus dem in Wilhelmshaven stationierten Sanitätsunterstützungszentrum fahren derzeit auf Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit. Das DRK stellt in der Stadt zusammen mit der Berufsfeuerwehr, dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst den Rettungsdienst sicher.

Das Amtshilfeersuchen war vom DRK zunächst vom 20. März bis zum 7. April beantragt und genehmigt worden. Eine Verlängerung ist möglich und wahrscheinlich. Wie das Presse- und Informationszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr auf Anfrage der Redaktion mitteilte, sei die Sicherstellung des Rettungsdienstes in Wilhelmshaven akut gefährdet gewesen. Der Grund: Im Zuge der Corona-Krise stehen viele Aushilfskräfte ziviler Hilfsorganisationen (Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und anderes Sanitätspersonal) nicht zur Verfügung, weil sie von ihren eigentlichen Arbeitgebern Dienstverbote erhalten.

Die abgestellten Soldaten und Soldatinnen sind rettungsmedizinisch genauso qualifiziert wie zivile Rettungsmediziner. Sie fahren auf den Rettungswagen mit und versorgen akute medizinische Notfälle. „Das ist für sie nichts Neues, denn zur Inübunghaltung sind sie regelmäßig im zivilen Rettungsdienst eingesetzt“, sagte Claudia Skopnick aus dem PIZ Sanitätsdienst. Beim DRK ist man mit der Arbeit der Soldaten vollauf zufrieden, sagte Kreisgeschäftsführerin Ellena Ikkert: „Es ist toll, dass es mit der Unterstützung so schnell und komplikationslos geklappt hat.“

Das Sanitätsunterstützungszentrum Wilhelmshaven unter Führung von Oberstarzt Dr. Michael Clauss hält derzeit weitere Sanitätssoldaten in Bereitschaft. Diese könnten bei Bedarf insbesondere in Abstrichzentren oder in entsprechenden mobilen Einheiten für die Testungen auf das COVID 19-Virus eingesetzt werden. Darüber hinaus könnten sie in Krankenhäusern der Region aushelfen, wenn dort zum Beispiel behelfsmäßig Beatmungsplätze eingerichtet werden müssten.

Das Sanitätsunterstützungszentrum Wilhelmshaven ist eines von insgesamt 13 entsprechenden Zentren in Deutschland. Mit zwölf unterstellten Sanitätsversorgungszentren und Außenstellen gewährleistet die im Marinestützpunkt beheimatete Einheit – jenseits der Corona-Hilfe – die hausärztliche und zahnärztliche Versorgung der Soldaten in Nordwestdeutschland und stellt Personal für Bundeswehreinsätze ab.

Gerd AbeldtChefredakteur

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