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Lokal26.de Wilhelmshaven

Corona-Lockerung: Lieber mit Maske ins Museum, als ohne zu Hause

18.05.2020

Wilhelmshaven „Lieber mit Maske unterwegs, als ohne zu Hause“, sagen Susanne und Robert Bayer aus Augsburg. Damit bringen sie auf den Punkt, was viele Museumsbesucher am Wochenende bewegte. Das Ehepaar aus Bayern war schon am Mittwoch mit dem Wohnmobil an die Küste gekommen und schaute sich am Samstag im JadeWeserPort-InfoCenter um – ausgestattet mit Maske und Einweghandschuhen. Letztere werden hier an die Besucher verteilt, damit die interaktiven Objekte auch benutzt werden können, erklärt Lavinia Amerkamp von der WTF. „Maximal 14 Personen dürfen gleichzeitig rein“, sagt sie.

Wesentlich mehr Personen gleichzeitig dürfen sich im Marinemuseum am Südstrand umsehen, nämlich 87. Hier bekommen alle einen Besucherausweis, der am Ende des Rundgangs wieder abzugeben ist. Dieter Weiland ist mit seinem Gast aus Mainz, Ewald Mich, aus Berumbur ins Marinemuseum gekommen. „Wir genießen die neu gewonnenen Möglichkeiten“, sagen sie. „Dass manche Objekte, wie zum Beispiel das Uboot, nicht benutzbar sind und dass wir eine Maske tragen müssen, ist das kleinste Übel angesichts dessen, was in anderen Ländern so passiert“, sagt Dieter Weiland. „Wir sind froh, dass wir wieder was unternehmen können“, ergänzt Ewald Mich. Auf dem Freigelände des Museums dürfen sie die Masken wieder absetzen, auf den Schiffen aber müssen sie getragen werden.

Maskenpflicht besteht auch im Küstenmuseum an der Weserstraße. Darauf macht Mitarbeiterin Elvira Kretzmer die Besucher freundlich, aber bestimmt aufmerksam. Sie erklärt auch Doris und Michael H. aus dem Sauerland, dass und wie der Rundgang ausgeschildert ist. „Wir lieben die Küste und waren schon öfter hier“, sagen die beiden. „Zum Glück haben wir ein Zimmer bekommen und können unsere restlichen Urlaubstage noch nutzen.“ Museumsbesuche gehören für sie einfach dazu. Dass sie das Museum fast für sich alleine haben, genießen sie.

Auch im Aquarium und Urzeitmeer-Museum am Südstrand sorgen derzeit die Abstandsregeln dafür, dass die Besucher mehr Platz vor den Schaubecken und Vitrinen haben als sonst und ganz in Ruhe schauen können. Blaue Linien auf dem Boden markieren die Aufenthaltsbereiche vor den Aquarien. „Wir und die Tiere sind froh, dass die Besucher wieder kommen“, sagt Aquariumsleiter Winfried Hochstetter. Und meint es auch genau so. Denn auch für die Tiere sei die besucherfreie Zeit ungewohnt gewesen. „Die Seehunde etwa hatten schlichtweg Langeweile“, so Hochstetter. „Die haben dann die Seepferdchen im Aquarium gegenüber beobachtet.“ Auch die Finken und der Beo hätten sich immer gefreut, wenn Mitarbeiter kamen und haben sie dann förmlich belagert. „Die haben richtig den Kontakt gesucht.“ Natürlich hätten sich die Mitarbeiter trotz Kurzarbeit weiter um die Tiere gekümmert und sich auch mit ihnen beschäftigt und trainiert. Die Schaufütterungen aber sind vorerst noch nicht wieder möglich.

Mindestens alle zwei Stunden werden sämtliche Oberflächen, vor allem die Simse vor den Aquarien, desinfiziert. Und noch etwas fällt auf. Viele Aquarien sind neu gestaltet worden. In einigen gibt es neue Bewohner, wie etwa die Seehasen. „Die sollten unser Osterhighlight sein“, sagt Hochstetter. Und irgendwie glänzt das ganze Meeresmuseum richtig vor Sauberkeit. „Wir haben die besucherfreie Zeit gut genutzt und viel gearbeitet“, sagt Hochstetter.

Walburg DittrichSonderthemen

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