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Lokal26.de Wilhelmshaven

Klinikum Wilhelmshaven sieht sich gut gerüstet

14.02.2020

Wilhelmshaven Täglich berichten die Medien über das Coronavirus. Gerade sorgte die Meldung von einem sprunghaften Anstieg der Erkrankungen in der chinesischen Provinz Hubei für Schlagzeilen. Doch von den bislang 16 Fällen einer Coronavirus-Infektion in Deutschland hat jetzt der erste Patient in Bayern das Krankenhaus verlassen können. 14 dieser Fälle stehen im Zusammenhang mit einem einzigen Infektionsgeschehen bei einer Firma in Bayern, die beiden anderen sind deutsche Staatsbürger, die Anfang Februar aus Wuhan ausgeflogen worden waren. Gegenwärtig gebe es keinen Anhalt für eine anhaltende Viruszirkulation in Deutschland, so dass die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell weiterhin gering bleibe, schreibt das Robert Koch-Institut in Berlin.

In Norddeutschland bisher kein Fall bekannt

In Norddeutschland ist bislang kein einziger Fall bekannt. Dennoch sind die Experten längst auf die ersten Infektionspatienten vorbereitet. „Das Klinikum Wilhelmshaven ist wegen des Coronavirus’ in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt Wilhelmshaven und dem des Landes in Hannover. Unser Haus ist außerdem mit geschultem Personal und seiner Infektionsabteilung bestens auf solche Erkrankungen vorbereitet“, sagt der Chefarzt der Medizinischen Klinik II – Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Infektionen – Dr. Markus Schmitt.

„Wer an Symptomen wie Erkrankung der oberen Atemwege in Verbindung mit erhöhter Temperatur leidet, aber in den letzten 14 Tagen vorher weder Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus-Infizierten noch unterwegs in China war, gilt nicht als Verdachtsfall“, beruhigt Schmitt. Wo ein Verdachtsfall auftritt, werde ein Abstrich genommen, die Probe an ein qualifiziertes Labor geschickt und der Patient isoliert. „Das kann durchaus erstmal Zuhause sein“, sagt der Arzt. „Gut ist, dass wir innerhalb von 24 Stunden einen Laborbefund haben.“

Infektiologe rät zu Gelassenheit

Der erfahrene Infektiologe rät zu mehr Gelassenheit: „Halten Sie sich an eine gute Handhygiene, waschen also regelmäßig Ihre Hände mit Seife, und halten Sie, wenn Sie zum Beispiel erkältet sind, Abstand zu anderen!“ Grundsätzlich rät er zu einer Grippeschutzimpfung. „Denn die richtige Grippewelle steht uns ja noch bevor!“

In einer „Taskforce“, der unter anderem die Klinikleitung, Pflegedirektion, Vertreter der Zentralen Notaufnahme und Intensivstation sowie der Leiter des Gesundheitsamtes angehören, werden nötige Maßnahmen besprochen und wo erforderlich, gleich umgesetzt. Krankenhaushygieniker Marco Hünnebeck gibt beispielsweise immer wieder wichtige Hinweise zum persönlichen, vorbeugenden Schutz an die Mitarbeiter des Klinikums weiter. Engpässe bei Atemschutzmasken oder Schutzkleidung gebe es nicht.

Eines macht Schmitt jedoch deutlich: „Für eine abschließende Beurteilung der Schwere der neuen Atemwegserkrankung liegen gegenwärtig nicht genügend Daten vor.“

Lesen Sie außerdem: Verdachtsfall von Coronavirus in Wittmund nicht bestätigt

Michael HalamaHafen, Schifffahrt und Marine

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RKI | Gesundheitsamt | Coronavirus | Grippewelle

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