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Lokal26.de Wilhelmshaven

Coronavirus: Jade Hochschule informiert chinesische Studenten - Hinweise für den Hausarztbesuch

28.02.2020

Wilhelmshaven Der Vorsitzende der Kreisstelle Wilhelmshaven der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Klaus-Peter Schaps, Facharzt für Innere Medizin, hat die Wilhelmshavener Bevölkerung zur Besonnenheit aufgerufen, obwohl zu befürchten sei, dass in Kürze auch in Niedersachsen Infektionsfälle mit dem Coronavirus auftreten würden.

Auf Grund dieser Umstände sollten die Patienten folgende Maßnahmen unbedingt beachten: Eine Infektion mit dem Coronavirus würde sich durch grippeähnliche Atemwegs- oder Erkältungsbeschwerden äußern. Eine Infektion sei nur wahrscheinlich, wenn der Patient bereits mit einem nachgewiesenen Infizierten vor Kurzem Kontakt hatte. Erst dann sollte der Patient zunächst telefonisch Kontakt mit seiner Hausarztpraxis aufnehmen. Hier erfährt er, ob und wie mit einem Verdachtsfall in der Praxis umgegangen wird.

Bei Verdacht den Hausarzt zunächst telefonisch informieren

Bei Verdacht auf Erkrankung mit dem Coronavirus sei der Patient angehalten, seine Hausarztpraxis vorher unbedingt telefonisch zu benachrichtigen, damit diese entsprechende Schutzmaßnahmen treffen könne. Für die Untersuchung und Beurteilung der Verdachtsfälle würden in den Praxen dann nach der telefonischen Rücksprache Termine außerhalb der normalen Sprechzeiten oder gesonderte Untersuchungsbereiche eingerichtet.

Ausdrücklich betonte Schaps, dass die empfohlenen Hygienemaßnahmen, wie sie bei jeder Erkältung gelten, zur Vermeidung der Ansteckung mit dem Coronavirus aber weiterhin als Erstmaßnahme unbedingt berücksichtigt werden sollten.

Chinesische Studenten gebeten, auf Heimreise zu verzichten

Auch an der Jade Hochschule befasst man sich mit den Auswirkungen der Epidemie, nicht zuletzt der chinesischen Studenten wegen. Die von der Jade Hochschule bzw. vom International Office betreuten chinesischen Studierenden stammten nicht aus den Krisengebieten, teilte Pressesprecherin Anke Westwood mit. Dienstreiseanträge der Dozenten nach China würden zeitnah nicht und im Herbst nur unter Vorbehalt genehmigt werden.

Das International Office der Hochschule habe Ende Januar eine erste Nachricht an die chinesischen Studierenden geschickt mit der Bitte, auf eine Heimreise zu verzichten. Der Bitte sind einige gefolgt, es habe aber nicht ausgeschlossen werden können, dass einige bereits abgereist waren. Daher habe man ermittelt, welche chinesischen Studierenden sich bereits in den Semesterferien in China befinden. Über die der Hochschule bekannten elektronischen Kommunikationsadressen habe man sie aufgefordert, vor ihrer Rückreise nach Deutschland die Hochschule zu informieren und jegliches Risiko einer Infektion auszuschließen, sich ansonsten für 14 Tage in häuslicher Quarantäne aufzuhalten. Zum Sommersemester 2020 werden keine neuen chinesischen Studierenden ihr Studium an der Jade Hochschule aufnehmen, sagte Westwood.

Weiterhin keine begründeten Verdachtsfälle

Aus den Dienstreiseanträgen der Bediensteten sei ersichtlich, dass in den vergangenen Wochen niemand aus China zurückgekommen ist, niemand aktuell unterwegs ist, und es würden für die nächsten Monate auch keine Reiseanträge für Chinareisen vorliegen.

Im Ausschuss für Soziales und Gesundheit des Rates bestätigte der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Christof Rübsamen, dass es in Wilhelmshaven nach wie vor keine begründeten Verdachtsfälle gebe. Sowohl das Gesundheitsamt als auch das Klinikum Wilhelmshaven seien aber für den Fall der Fälle gerüstet. In den Bereichen der Stadtverwaltung mit hohem Besucheraufkommen seien gestern Plakate aufgehängt worden mit Sicherheitshinweisen. Wichtigster Rat sei es, auf das Händeschütteln zu verzichten.

Auch in Wittmund bereiten sich Bürger auf eine Epidemie vor: Die Nachfrage nach Hygieneprodukten ist groß. Schutzmasken sind ausverkauft.

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