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Lokal26.de Wilhelmshaven

Freundeskreis „Kapitän Meyer“: Wertschöpfung durch Museumsschiffe?

26.03.2020

Wilhelmshaven „Wilhelmshaven ist der drittgrößte deutsche Seehafen. Mit einem ausgebauten Küstenmuseum unter Einbeziehung der beiden Museumsschiffe würde der Handelsschifffahrt in Wilhelmshaven mit rund 5000 Beschäftigten eine Darstellungsplattform geboten mit überaus interessanten Anschauungen und Highlights“; sagt Heiner Holzhausen, Vorstand der der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung (WHV) und Koordinator des Freundeskreises „Kapitän-Meyer“.

Rainer Beckershaus, Historiker und Mitglied des aus 20 Teilnehmern bestehenden Freundeskreises: „Dafür bedarf es einer Umsetzung von Teilen des Tourismuskonzeptes und des Nutzungskonzeptes für die beiden Museumsschiffe.“ Der Rat der Stadt habe bei seiner mit knapper Mehrheit getroffenen ablehnenden Entscheidung zum Erhalt der „Kapitän Meyer“ einen wesentlichen Aspekt außer Acht gelassen – nämlich den der Wertschöpfung durch den Tourismus. Zur Wertschöpfung gehören neben Eintrittsgeldern die Einkünfte aus Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, ÖPNV und vieles mehr.

Der Rat der Stadt hatte im Juni 2019 für Wilhelmshaven ein Tourismuskonzept verabschiedet, um die Stadt noch attraktiver zu machen für Einheimische und Gäste. In der Analyse des Konzeptes wird als eine Schwäche der Mangel an zugänglichen Hafengebieten und Schiffen – auch an Museumsschiffen – festgestellt. Eine engere Verknüpfung von Stadt und Hafen wäre anzustreben.

Das Konzept definiert unter anderem touristische Ausflugsziele und Erlebnisse in Wilhelmshaven und schlägt die Umsetzung von Ideen wie Museumshafen, Feuerschiff „Weser“, „Kapitän Meyer“ und „Ports of Wilhelmshaven“ vor. Es gehe auch darum, interessante Schiffe öfter und länger nach Wilhelmshaven zu holen, um mit derartigen „Hinguckern“ den Großen Hafen zu beleben. Zur Museumslandschaft gehört explizit das Küstenmuseum und damit verbunden die Attraktivität des Großen Hafens. Die beiden Museumsschiffe Feuerschiff „Weser“ und „Kapitän Meyer“ sollen am Bontekai an das Küstenmuseum angebunden werden. Der Freundeskreis „Kapitän Meyer“ unter der Federführung der WHV arbeitet mit der Stadt, dem Eigner der beiden Museumsschiffe, an der Umsetzung eines dafür entwickelten Nutzungskonzeptes.

Für das Feuerschiff „Weser“ seien bereits Sanierungsgelder bewilligt worden. Für die „Kapitän Meyer“ müssten die Förderanträge seitens der Stadtverwaltung noch gestellt werden. Dazu bedarf es der mehrheitlichen Zustimmung des Rates der Stadt. Es besteht laut Freundeskreis durchaus die berechtigte Chance, bis zu 95 Prozent der vom Gutachter ermittelten Sanierungskosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro zu erhalten. Damit würden sich auch die rechnerisch ermittelten Folgekosten, insbesondere auch die kalkulatorischen Kosten, reduzieren. Diese Folgekosten pro Jahr werden dem Rat zur Genehmigung in Kürze vorgelegt.

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