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Lokal26.de Wilhelmshaven

Corona-Ticker: Bund sieht Höhepunkt der Corona-Welle nicht überall überschritten

21.02.2022

Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Das Robert-Koch-Institut meldet 15.481.890 nachgewiesene Corona-Infektionen (+217.593 Neuinfektionen) und 123.796 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. (Stand: 4.März).

Landkreis Wittmund (Stand: 4.3.): Aktuelle Fälle: 366, Insgesamt: 4727 (47 Todesfälle)

Landkreis Aurich (Stand: 4.3.): Aktuelle Fälle: 2970, Insgesamt: 19 109 (91 Todesfälle)

Stadt Wilhelmshaven (Stand: 4.3.): Aktuelle Fälle: 1145, Insgesamt: 8926 (76 Todesfälle)

Landkreis Friesland (Stand: 4.3.): Aktuelle Fälle: 1460, Insgesamt: 8664 (51 Todesfälle)

+++ Die aktuellen Nachrichten zur Pandemie sind in unserem neuen Corona-Ticker zu finden +++

Lesen Sie auch:

Corona-Ticker
RKI registriert 111.224 Neuinfektionen - Inzidenz bei 1723,8

+++ Freitag, 4. März +++

Belgien verabschiedet sich von fast allen Corona-Beschränkungen

Die meisten Corona-Maßnahmen in Belgien sind dank sinkender Infektionszahlen ab kommender Woche hinfällig. Am Freitag einigte sich das belgische Corona-Komitee auf ein Ende der pandemischen Notlage für das Land. So sind Masken künftig nur noch in Krankenhäusern und in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht, wie die Regierung mitteilte. Menschen müssen demnach auch keinen Impfnachweis oder Corona-Test mehr in Restaurants, Bars oder Fitnessstudios vorlegen. Es gebe auch keine Beschränkungen für Veranstaltungen mehr.

„Ein wichtiges Blatt wendet sich“, sagte der belgische Premierminister Alexander De Croo bei einer Pressekonferenz in Brüssel. Belgien habe fünf Wellen des Virus erlebt, rund 30 000 Menschen seien gestorben. Viele wirtschaftliche Sektoren seien hart getroffen worden.

Die Zahl der Infektionen und der Krankenhauseinweisungen gehe mittlerweile aber stetig zurück, hieß es. Daher sei beschlossen worden, dass Reisende nach Belgien ab Ende nächster Woche nur noch einen Impfnachweis, Genesenen-Status oder Corona-Test nachweisen müssten - Reiseformulare, Quarantäne oder zusätzliche Tests seien in den meisten Fällen nicht mehr nötig. Das Komitee einigte sich darauf, noch einmal am 25. März zusammenzukommen - idealerweise, um auch die letzten Masken-Beschränkungen ganz aufzuheben.

In Belgien, einem Land mit etwa 11 Millionen Einwohnern, haben laut Zahlen der Gesundheitsbehörde Sciensano 61 Prozent der Bevölkerung eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Die 14-Tage Inzidenz lag demnach zuletzt bei 864 Infektionen pro 100 000 Menschen. Es wurden nach offiziellen Angaben rund 6000 Fälle pro Tage registriert, ein Rückgang von 27 Prozent.

Bund sieht Höhepunkt der Corona-Welle nicht überall überschritten

Das Bundesgesundheitsministerium sieht weiterhin noch keine flächendeckende Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens in Deutschland. Es sehe so aus, dass der Höhepunkt der fünften Welle tatsächlich in der Mehrheit der Bundesländer überschritten sei - dies gelte aber nicht für alle, sagte ein Sprecher am Freitag in Berlin. Insgesamt habe man es nach wie vor mit einer recht hohen Inzidenz zu tun, in einigen Bundesländern stiegen die Inzidenzen weiterhin.

Minister Karl Lauterbach rief zu weiterer Vorsicht beim Corona-Kurs im Frühling auf. „Wir müssen wachsam sein“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend bei einer Online-Diskussion der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Es sei richtig, dass die aktuell dominierende Omikron-Virusvariante nicht so gefährlich sei wie die Delta-Variante. Durch die höheren Infiziertenzahlen gebe es aber weiterhin ein Niveau von etwa 200 Todesfällen am Tag. „Das ist kein stabiler Zustand.“

Lauterbach bekräftigte, dass auch nach dem von Bund und Ländern beschlossenen Wegfall aller tiefgreifenden Corona-Beschränkungen zum 20. März „bestimmte Basisschutzmaßnahmen“ weiter nötig seien. Bei den laufenden Beratungen über eine neue bundesweite Rechtsbasis dafür gehe es daher um etwas, das „eine unmittelbare Antwort“ auf eine möglich erneue Verschärfung der Corona-Lage ermögliche.

Corona-Testzentren erfunden: Essenerin muss über drei Jahre in Haft

Eine 49 Jahre alte Frau aus Essen muss drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis, weil sie Corona-Testzentren erfunden und mit angeblichen Tests sowie fingierten Impfungen bundesweit mehr als eine Million Euro ergaunert hat. Die angestellte Busfahrerin habe sich bei der Verhandlung am Donnerstag einsichtig und geständig gezeigt, bestätigte eine Gerichtssprecherin am Freitag. Staatsanwaltschaft und die Verteidiger akzeptierten das Urteil. Strafmildernd wertete das Schöffen-Gericht unter Vorsitz von Richterin Sandra Quade, dass der dreiste Betrug der Frau von den Behörden und Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) recht leicht gemacht worden sei. Laut Richterin war das Abrechnungssystem seinerzeit „auf Schnelligkeit angelegt“, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtete. Quade monierte das sozialschädigende Verhalten der Angeklagten, „während viele andere Menschen Existenzprobleme hatten“.

Handel in den Innenstädten klagt über weiter ausbleibende Kunden

Auch nach dem Wegfall der 2G- und 3G-Beschränkungen im Einzelhandel meiden nach einer Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) weiter viele Menschen die Einkaufsstraßen. „Viele Einzelhändler in den Innenstädten verzeichnen nach wie vor ein erhebliches Umsatzminus, die Menschen kommen noch nicht in ausreichender Anzahl zurück“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Freitag.

Nach einer aktuellen HDE-Umfrage unter 820 Handelsunternehmen lagen die Umsätze im Nicht-Lebensmittel-Handel in der vergangenen Woche durchschnittlich ein Fünftel unter den Vorkrisenwerten von 2019. Besonders hart treffe die Kaufzurückhaltung den innerstädtischen Einzelhandel. Die Kundenfrequenzen erreichten in den Stadtzentren durchschnittlich demnach nur 70 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Besonders schlecht gehe es weiterhin dem Bekleidungs- und Schuhhandel sowie mittelständischen Betrieben, berichtete Genth. Deutlich besser laufe es in den Branchen abseits von Bekleidung und Schuhen. Hier liege das Umsatzminus im Vergleich zu 2019 bei zehn Prozent.

„Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen ziehen nach wie vor eine tiefe Schleifspur durch die Innenstädte im ganzen Land“, sagte Genth. Das bedrohe am Ende ganze Stadtzentren, denn ohne lebendigen Einzelhandel gebt es keine attraktiven Innenstädte. Er bekräftigte die Forderung nach einem Sonderprogramm zur Innenstadtentwicklung mit jährlich mindestens 500 Millionen Euro für eine Laufzeit von fünf Jahren.

Umfrage: Frauen sehen Anstieg von Gewalt gegen sich wegen Pandemie

Fast vier von fünf Frauen in der EU (77 Prozent) gehen davon aus, dass es während der Corona-Pandemie zu mehr körperlicher oder seelischer Gewalt gegen sie gekommen ist. Dabei ist der Wert in Griechenland mit rund 93 Prozent am höchsten und in Ungarn mit weniger als 50 Prozent am niedrigsten, wie am Freitag aus einer repräsentativen Eurobarometer-Umfrage des EU-Parlaments hervorging. Deutschland liegt mit einem Wert von 80 Prozent im Mittelfeld.

Auf die Frage, welche Formen von Gewalt Frauen aus ihrem Umfeld seit Pandemiebeginn widerfahren sei, gaben 14 Prozent häusliche Gewalt oder Missbrauch, 16 Prozent Online-Belästigung, ebenso viele Belästigung auf der Straße und 11 Prozent Belästigung am Arbeitsplatz an. Vor allem in Irland, Griechenland, Kroatien, Zypern, Luxemburg und Rumänien waren die Werte für häusliche Gewalt und Missbrauch mit jeweils mehr als 20 Prozent überdurchschnittlich hoch. Für Deutschland wird in diesem Zusammenhang ein Wert von elf Prozent angegeben.

Knapp 60 Prozent der befragten Frauen sehen es als Schlüsselinstrument gegen körperliche und emotionale Gewalt, dass es einfacher sein sollte, Gewalt zu melden - auch bei der Polizei. Zwei von fünf Frauen sprechen sich in diesem Zusammenhang dafür aus, Polizei- und Justizmitarbeitende besser zu schulen.

NFL entscheidet: Keine Einschränkungen mehr durch Corona-Pandemie

Die NFL hat sich als erste große Profi-Liga in Nordamerika von allen Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus verabschiedet. Teams haben seit der Entscheidung am Donnerstag keinerlei Einschränkungen mehr, müssen niemanden mehr testen oder das Tragen von Masken sicherstellen. Nur falls regionale Vorschriften noch in Kraft sind, müssen sich die Football-Teams auf ihren Anlagen daran halten. Die Saison ist seit dem Super Bowl im Februar allerdings vorbei und die Profis sehen sich derzeit ohnehin nicht für gemeinsame Trainingseinheiten bei ihren Teams.

RKI registriert 217 593 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1196,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat zum zweiten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1196,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1174,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1259,5 (Vormonat: 1349,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 217 593 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 210 743 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 291 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 226 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 15 481 890 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 6,36 an (Mittwoch: 6,14). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 201 900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 123 796.

Weniger Corona-Maßnahmen und mehr Freiheiten

Nach monatelangen Corona-Beschränkungen sind in Deutschland weitere Maßnahmen weggefallen. In der Gastronomie und Hotellerie gilt nun die 3G-Regel, nach der auch Ungeimpfte mit negativem Test zum Beispiel im Restaurant essen dürfen. Auch die lange geschlossenen Clubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen, dort gilt die 2G-Plus-Regel. Es sind also nur Genesene und Geimpfte mit Test oder mit dritter Impfung zugelassen.

Die neuen Lockerungen sind der zweite Schritt des bundesweiten Lockerungsplans, den Bund und Länder Mitte Februar beschlossen hatten. Bei Veranstaltungen sind nun mehr Gäste erlaubt. Bund und Länder hatten festgelegt, dass bei Großveranstaltungen mehr geimpfte oder genesene Zuschauer (2G) zugelassen werden können als bisher - drinnen liegt die Höchstzahl bei 6000 Menschen bei einer maximalen Auslastung von 60 Prozent. Im Freien darf 75 Prozent der Höchstkapazität ausgeschöpft werden und maximal 25 000 Menschen sind erlaubt.

Ab dem 20. März sollen „alle tiefgreifenderen“ Maßnahmen entfallen, wenn die Lage in den Kliniken es zulässt. Die bundesweite Rechtsbasis für solche Maßnahmen läuft am 19. März aus. Sogenannte Basisschutzmaßnahmen, wie die Maskenpflicht in Innenräumen sollen aber bestehen bleiben. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wandte sich zuletzt ausdrücklich dagegen, einen „Freedom Day“ mit dem Wegfall aller Maßnahmen zu erwarten.

Novavax: Langes Impfwochenende in NordseePassage Wilhelmshaven

Die Stadt Wilhelmshaven beteiligt sich am langen Impfwochenende von Sonntag, 6. März, bis Dienstag, 8. März. Und zwar zu folgenden Zeiten: Sonntag von 10 bis 18 Uhr sowie am Montag und Dienstag von 14 bis 19 Uhr. An diesen drei Tagen wird im Impflokal an der Nordseepassage ausschließlich der Impfstoff Novavax verimpft. Er ist zurzeit für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. „Rund 80 Termine sind bereits über die Hotline vergeben worden. Da wir aber 400 Dosen bekommen, können auch Spontan-Impfwillige vorbeikommen“, erklärt Julia Muth, Pressesprecherin der Stadt Wilhelmshaven. Allerdings müsse unter Umständen mit Wartezeiten gerechnet werden. Ab Mittwoch, 9. März, sind dann – je nach Verfügbarkeit – alle drei Impfstoffe zu den gewohnten Öffnungszeiten im Impflokal im Einsatz – also Biontech, Moderna sowie Novavax.

+++ Donnerstag, 3. März +++

Corona-Demonstranten wehren sich gegen Bußgelder

Im Dezember hat die baden-württembergische Stadt Reutlingen gegen 500 Menschen, die an einer verbotenen Demo gegen Corona-Maßnahmen auf die Straße gingen, ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Nun teilte die Stadt mit, dass die meisten Betroffenen nicht zahlen wollen. So haben laut Stadtverwaltung vom Donnerstag erst 50 Menschen das Bußgeld in Höhe von 150 Euro bezahlt. Rund 230 hätten Widerspruch eingelegt. Fast genauso viele hätten noch gar nicht reagiert.Am 18. Dezember hatten sich laut Polizei rund 1000 Gegnerinnen und Gegner der Corona-Maßnahmen im Zentrum von Reutlingen versammelt - ungeachtet des kommunalen Versammlungsverbots. Sie setzten sich trotz Lautsprecherdurchsagen der Polizei in Bewegung, der Aufzug konnte aber nach wenigen Minuten angehalten werden. Die Beamten schlossen eine größere Personengruppe ein, stellten die Personalien fest und erteilten rund 500 Platzverweise.

Nach Corona-Infektion: Queen gibt wieder Online-Audienzen

Eineinhalb Wochen nach ihrem positiven Corona-Test scheint sich Queen Elizabeth II. weiter von ihrer Infektion zu erholen. Die Königin empfing von Schloss Windsor aus am Donnerstag die Botschafter für Trinidad und Tobago sowie Malawi zu Online-Audienzen, wie der Buckingham-Palast im Anschluss mitteilte. Bereits am Dienstag hatte die 95-Jährige per Videoschalte zwei Botschafter empfangen.

Beobachter deuten die Online-Termine als Zeichen dafür, dass es mit der Genesung der Queen vorangeht. Zu Beginn ihrer Erkrankung hatte sie nach Angaben des Palastes „milde, erkältungsähnliche Symptome“. Später strich sie einige geplante virtuelle Termine.

Die Absage eines großen Empfangs für das diplomatische Korps in London in dieser Woche wurde mit dem Krieg in der Ukraine in Verbindung gebracht. Gesundheitliche Gründe hätten jedenfalls keine Rolle gespielt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Palastkreisen.

Es gilt zwar als sicher, dass die Queen dreimal geimpft ist, wegen ihres hohen Alters waren die Sorgen um die Monarchin trotzdem zunächst groß. Anfang Februar beging sie den 70. Jahrestag ihrer Thronbesteigung - im Juni soll das Platinjubiläum im ganzen Land groß gefeiert werden.

Frankreich: Bald fast keine Corona-Zutrittsbeschränkungen mehr

Menschen in Frankreich kommen demnächst wieder ohne Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder negativen Test in Restaurants, Fernzüge, Kinos und Museen. Ab dem 14. März werde die derzeitige Pflicht zum Vorzeigen des „Pass Vaccinal“ („Impfpass“) ausgesetzt, sagte Premierminister Jean Castex am Donnerstag im Sender TF1. Der „Pass vaccinal“ liefert den Nachweis über Impfschutz oder Genesenenstatus.

Nur für den Zutritt zu Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern und Altersheimen soll eine Art 3G-Regelung bestehen bleiben: also die Pflicht, geimpft, genesen oder negativ getestet zu sein („Pass sanitaire“).

Angesichts sinkender Corona-Zahlen soll - ebenfalls am 14. März - auch die Maskenpflicht in Innenräumen in Frankreich fallen, wie Castex ankündigte. Einzige Ausnahme soll der öffentliche Verkehr sein.

Bund und Länder verlängern Sicherung für Kulturveranstaltungen

Die Planung von Veranstaltungen im Kulturbereich soll in Coronazeiten weiter abgesichert werden. Bund und Länder wollen den dafür geschaffenen Sonderfonds des Bundes verlängern, wie am Donnerstag in Berlin mitgeteilt wurde.

Bis Ende des Jahres greift die sogenannte Wirtschaftlichkeitshilfe. Damit wird Veranstaltungen mit bis zu 2000 Teilnehmern ein Zuschuss gewährt, wenn sie coronabedingt mit weniger Menschen stattfinden müssen. Diese Regelung galt bisher bis Ende März. Zudem wird der Zeitraum um einen Monat verlängert, in dem freiwillige Absagen im Rahmen der Ausfallabsicherungen anerkannt werden.

Mit der Verlängerung werde Veranstaltern „die dringend benötigte Planungssicherheit bis Ende dieses Jahres“ geboten, sagte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne). Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sprach sich in einer Mitteilung dafür aus, „diese Hilfen so lange aufrecht zu erhalten, wie es für die Kulturbranche notwendig ist“.

Pflegebevollmächtigte warnt vor pauschalen Besuchsverboten

Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll, hat vor erneuten pauschalen Besuchsverboten in Pflegeheimen in der Corona-Krise gewarnt. Die SPD-Politikerin appellierte am Donnerstag an alle Beteiligten, bei einem Infektionsgeschehen mit den Gesundheitsbehörden vor Ort zu prüfen, welche Maßnahmen nötig seien und wie „ein möglichst hohes Maß an Teilhabe und Besuchen“ für die Bewohner aufrechterhalten werden könne. Eine Lehre aus der Pandemie sei gewesen, dass Isolation fürchterliche Folgen gehabt habe.Moll verwies auf Meldungen von Angehörigen und Berichte, dass wegen Corona-Infektionen teils wochenlange pauschale Besuchsverbote für die gesamte Einrichtung ausgesprochen würden. „Wir haben umfangreiche Lockerungen beschlossen, und bestimmte geimpfte Kontaktpersonen müssen nicht mehr in Quarantäne“. Besuchseinschränkungen benötigten in dieser Lage eine besondere Rechtfertigung und eine nachvollziehbare Begründung. Moll bat zudem: „Reden Sie mit den Bewohnern und Angehörigen. Sagen Sie ihnen, wie die Situation ist, und machen Sie die Gründe für Ihr Handeln transparent.“

BGH macht Lockdown-Betroffenen wenig Hoffnung auf Entschädigung

Von den Corona-Lockdowns hart getroffene Branchen wie die Gastronomie haben wenig Aussicht auf volle staatliche Entschädigung für ihre Einbußen. Das zeichnete sich am Donnerstag in der Verhandlung der ersten Klage ab, die den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe erreicht hat. Die im Infektionsschutzgesetz enthaltenen Entschädigungsregelungen seien wohl nicht für flächendeckende Betriebsschließungen gedacht, sagte der Vorsitzende Richter Ulrich Herrmann nach Vorberatungen. Generell gehe es hier möglicherweise nicht um eine Frage der Staatshaftung, sondern des Sozialstaats. Das Urteil soll voraussichtlich in zwei Wochen verkündet werden.

Geklagt hat der Eigentümer einer familiengeführten Veranstaltungslocation mit Schloss-Hotel und mehreren Restaurants im Berliner Umland. Er fordert vom Land Brandenburg rund 27 000 Euro und den Ersatz weiterer Schäden, weil er im Frühjahr 2020 mehrere Wochen weitgehend schließen musste. Herrmann sagte, der Fall habe sehr grundsätzliche Bedeutung. Bundesweit gebe es eine sehr große Zahl ähnlicher Gerichtsverfahren. In den Vorinstanzen hatte die Entschädigungsklage keinen Erfolg. (Az. III ZR 79/21)

WHO: Corona-Pandemie hat verheerende Auswirkungen auf Afrikas Frauen

Die Folgen der Corona-Pandemie in Afrika haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO vor allem auf die Frauen des Kontinents verheerende Auswirkungen. „Es war eine enorme Belastung für Frauen - nicht nur physisch, sondern auch psychisch“, sagte am Donnerstag die Afrika-Regionaldirektorin der WHO, Matshidiso Moeti. Viele Frauen im informellen Sektor hätten Einkommen verloren und sich zudem um die Kinder kümmern müssen, die wegen geschlossener Schulen zu Hause bleiben mussten. Zudem sei die häusliche Gewalt gestiegen. Obwohl die Fallzahlen in den meisten Ländern des Kontinents nun sinken, dürften die Folgen noch Jahre zu spüren sein.

Frauen sollten daher durch Mikro-Kredite sowie andere Formen der Unterstützung flankierende Hilfen bei ihrem ökonomischen Neustart erhalten. Das durch die Pandemie-Bekämpfung durcheinangewirbelte Gesundheitssystem der Länder des Kontinents müsse zudem unbedingt weiter gestärkt werden - auch vor dem Hintergrund einer zunehmenden Fettleibigkeit vieler Afrikaner dank stark fett- oder zuckerhaltiger Ernährung. Moeti: „Das ist eine tickende Zeitbombe.“

Der afrikanische Kontinent hat mittlerweile 700 Millionen Impfdosen beschafft, doch sind in Afrika weiter erst 13 Prozent der Bevölkerung zweifach gegen das Coronavirus geimpft. Insgesamt wurden in Afrika laut der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC rund 11,2 Millionen Infektionen dokumentiert, von denen knapp 250 000 tödlich waren. Die Dunkelziffer dürfte nach Angaben von Experten auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen jedoch höher liegen.

Fernseher-Verkäufe nach Corona-Boom 2020 wieder gesunken

In Deutschland werden nach dem Absatzsprung im Corona-Jahr 2020 wieder deutlich weniger TV-Geräte gekauft. Im vergangenen Jahr sank der Absatz um fast ein Fünftel auf 5,78 Millionen Fernseher, wie der Branchenverband gfu am Donnerstag mitteilte. 2020 sei das Jahr gewesen, „in dem sehr viele Leute aufgrund der Tatsache, dass sie sehr viel Zeit zuhause verbrachte haben, sich ein neues Fernsehgerät kauften“, sagte gfu-Geschäftsführerin Sara Warneke.

Zugleich tendieren die Käufer den Angaben nach zu immer größeren und hochwertigeren TV-Modellen. Der durchschnittliche Gerätepreis stieg auf 677 Euro - 2019 zum Beispiel waren es noch gut 100 Euro weniger gewesen. Eine Rolle dürften dabei auch die Folgen der Engpässe bei Chips und anderen Bauteile gespielt haben, sagte Warneke. Zum Teil seien knappe Komponenten zunächst in die höherwertigen Geräte verbaut und Einsteigermodelle etwas „stiefmütterlicher“ behandelt worden.

600 Millionen Euro für außeruniversitäre Corona-Forschung in 2020

Deutschland hat im ersten Pandemie-Jahr 600 Millionen Euro für außeruniversitäre Forschung mit Corona-Bezug ausgegeben. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden vom Donnerstag hervor. Insgesamt wurden 2020 für außeruniversitäre Forschung 15,6 Milliarden Euro ausgegeben. Das waren rund vier Prozent mehr als im Vorjahr.

„Zum Anstieg trugen vor allem Forschungsprojekte mit Bezug zur Corona-Pandemie sowie Großforschungsprojekte aus anderen Bereichen bei“, berichteten Statistiker. Die 600 Millionen Euro für Corona-Forschung machten allerdings nur vier Prozent der gesamten außeruniversitären Forschungsausgaben aus. Die außeruniversitäre Forschung insgesamt umfasste nur 15 Prozent der Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung des Jahres 2020.

Besonders hoch waren die Anteile der Forschung mit Corona-Bezug in Bundesforschungseinrichtungen wie dem Robert Koch-Institut oder dem Paul-Ehrlich-Institut. Hier lag der Anteil coronabezogener Forschung an den Forschungs-Gesamtausgaben bei sieben Prozent.

Studie: Zahl der Minijobs weiterhin deutlich unter Vor-Corona-Niveau

Die Zahl der Minijobs ist bis Mitte vergangenen Jahres im Vergleich zu 2020 wieder leicht gestiegen. Sie lag aber noch immer deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Auswertung des Forschungsinstituts WSI gab es zum Stichtag 30. Juni 2021 über 7,15 Millionen Minijobber in Deutschland. Das seien etwa 80 000 mehr als ein Jahr zuvor gewesen, aber gut 436 000 weniger als Ende Juni 2019, berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf.

Dabei ging die Zahl der Minijobs im Hauptjob zwischen Juni 2020 und Juni 2021 um 109 000 zurück. Die Zahl der Minijobs als Nebenjob stieg dagegen um rund 190 000. Ausgewertet wurden Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

RKI meldet 210 673 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat nach mehrtägigem Rückgang nun wieder einen leichten Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1174,1 an. Am Vortag hatte der Wert bei 1171,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1265,0 (Vormonat: 1283,2).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 210 673 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die das RKI auf ihrer Onlineseite veröffentlichte. Vor einer Woche waren es 216 322 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 267 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 243 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 15 264 297 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 6,14 an (Dienstag: 5,93). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 123 505.

+++ Mittwoch, 2. März +++

WHO: Angst und Depressionen im ersten Corona-Jahr deutlich häufiger

Das erste Corona-Jahr 2020 hat nach einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit zu 25 Prozent mehr Angststörungen und Depressionen geführt als zuvor. Die vorliegenden Informationen seien wahrscheinlich nur die Spitze eines Eisbergs, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Dies ist ein Weckruf für alle Länder, sich mehr um die mentale Gesundheit zu kümmern“, teilte er am Mittwoch in Genf mit.

Einer der Hauptgründe sei der erhebliche Stress, der mit der sozialen Isolation durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einherging, berichtet die WHO. Es habe Einschränkungen bei der Arbeit gegeben, und Menschen hätten weniger Unterstützung in der Familie suchen und sich weniger in Vereinen und Gruppen in ihrem Umfeld engagieren können.

Andere Stressfaktoren seien Einsamkeit, Angst vor einer Infektion, Krankheit oder dem Tod für einen selbst oder Verwandte, Trauer nach Todesfällen und finanzielle Sorgen gewesen. Bei Gesundheitspersonal sei Erschöpfung ein Auslöser für Suizidgedanken gewesen. Besonders betroffen gewesen seien junge Leute und Frauen. Während das Problem selbst deutlich wuchs, waren viele auf diese Probleme ausgerichtete Gesundheitsdienste teils ausgesetzt. Die Situation habe sich bis Ende 2021 leicht gebessert.

Impftempo wird langsamer - Rund 100 000 Dosen am Dienstag gespritzt

Das Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus lässt in Deutschland weiter nach. Am Dienstag wurden 104 000 Impfdosen verabreicht, wie am Mittwoch aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor geht. Am Dienstag vor einer Woche waren es noch rund 150 000 Dosen.

Mittlerweile haben 75,5 Prozent der Bevölkerung (mindestens 62,8 Millionen Menschen) einen Grundschutz erhalten, für den meist zwei Spritzen nötig sind. 57,1 Prozent (47,5 Millionen) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen. Mindestens einmal geimpft sind 76,3 Prozent (63,5 Millionen).

Eine große Gruppe von 23,7 Prozent der Bevölkerung (19,7 Millionen Menschen) ist laut dem Impfdashboard des Gesundheitsministeriums weiterhin ungeimpft. Für 4,8 Prozent (vier Millionen) ist allerdings bisher kein Impfstoff zugelassen, weil sie vier Jahre oder jünger sind.

Das RKI weist seit längerem darauf hin, dass die ausgewiesenen Zahlen als Mindestimpfquoten zu verstehen sind. Das RKI geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt als auf dem Dashboard angegeben.

Kehrtwende bei Impfpflicht für Mediziner und Pflegekräfte in England

Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen in England müssen sich anders als geplant doch nicht verpflichtend gegen das Coronavirus impfen lassen. Die britische Regierung bestätigte damit am Dienstagabend eine Kehrtwende, die sich bereits angedeutet hatte. Ursprünglich sollten Pflegekräfte und Beschäftigte des englischen Gesundheitsdienstes NHS ab dem 1. April vollständig geimpft sein müssen, um ihren Job weiterhin ausüben zu dürfen. Andernfalls drohte ihnen die Kündigung. Für Beschäftigte in Pflegeheimen galt dies bereits seit dem vergangenen Jahr.

Im Zuge der weitgehenden Lockerung von Corona-Maßnahmen in England hatte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid kürzlich bereits eine erneute Prüfung der Teil-Impfpflicht angekündigt. Nun bestätigte die Regierung, dass das Vorhaben fallen gelassen werden soll. Begründet wird dies mit der aktuell vorherrschenden Omikron-Variante, die weniger schwere Verläufe hervorbringe als die gefährlichere Delta-Variante.

RKI registriert 186 406 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1171,9

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1171,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1213,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1278,9 (Vormonat: 1227,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 186 406 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 8.59 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 209 052 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 301 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 299 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 15 053 624 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,93 an (Montag: 6,08). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 11 470 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 123 238.

Kampf gegen Corona: Biden sieht Rückkehr zur Normalität

US-Präsident Joe Biden hat die Menschen im Land auf eine Zukunft eingestimmt, in der die Corona-Pandemie nicht mehr ihren gesamten Alltag bestimmt. „Seit mehr als zwei Jahren hat Covid hat jede Entscheidung in unserem Leben und im Leben dieser Nation beeinflusst. Und ich weiß, dass Sie müde, frustriert und erschöpft sind“, sagte Biden am Dienstagabend (Ortszeit) bei seiner Ansprache zur Lage der Nation. Aber dank des Durchhaltevermögens der Menschen gehe es nun vorwärts.

„Es ist an der Zeit, dass die Amerikaner wieder an die Arbeit gehen und unsere großartigen Innenstädte wieder füllen. Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, können sich sicher fühlen und ins Büro zurückkehren“, so Biden. Er wolle sich nicht damit abfinden, mit dem Virus zu leben. So wie auch andere Krankheiten bekämpft worden seien, solle auch Covid-19 bekämpft werden. Besonders wichtig sei dafür die Impfung.

Fachgesellschaft: Neues Covid-Medikament Paxlovid nur ein „Notnagel“

Das neue Covid-19-Medikament Paxlovid ist laut Fachleuten nur für die Behandlung von relativ wenigen Infizierten eine Option. Die Nachfrage und die Verschreibung seien aktuell in der hausärztlichen Versorgung eine Randerscheinung, teilte die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM) auf Anfrage mit. Begründet wurde dies mit der kleinen Bevölkerungsgruppe, für die das Medikament in Betracht komme, und mit der „glücklicherweise begrenzten Krankheitslast“ von Omikron.

Der Konzern Pfizer hatte vor rund einer Woche die Auslieferung von Paxlovid an den Pharmagroßhandel in Deutschland begonnen. Das Mittel ist laut Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände nun verfügbar, Apotheken könnten es bei Vorlage eines Rezepts bestellen. Mit dem Mittel soll schweren Verläufen entgegengewirkt werden.

„Paxlovid ist nicht der Pandemieüberwinder, sondern die Impfung“, betonte die DEGAM. Für das Medikament in Betracht kämen ungeimpfte und noch nicht genesene Menschen über 65 Jahre. Mit dem Mittel habe man „einen Notnagel“: Der Einsatz erfordere äußerste Vorsicht und gute Patientenaufklärung und -überwachung. Ganz sicher sei, dass man das Präparat bei Menschen mit gutem Impfschutz nicht einsetzen sollte, hieß es.

Hausärzteverbandschef meldet Novavax-Flaute in den Praxen

Der Deutsche Hausärzteverband sieht die Hoffnung auf einen Impf-Boom durch das neue Vakzin des US-Herstellers Novavax skeptisch. „In den Praxen gibt es bislang nur vereinzelte Nachfragen von Patientinnen und Patienten zu dem Novavax-Impfstoff“, sagte der Vorsitzende Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Nach aktuellem Stand ist es zumindest fraglich, ob der neue Impfstoff zu einer signifikanten Steigerung der Impfquoten führt.“

Hausarztpraxen erreichten aktuell nur sehr wenige Terminwünsche für eine Impfung. „Wer sich bisher nicht hat impfen lassen, ist natürlich auch nur schwer zu überzeugen“, erklärte der Verbandschef. „Es ist offensichtlich, dass es für diese Menschen eine andere Art der Ansprache braucht.“ Die aktuelle Kommunikationskampagne mit den bekannten Slogans erreiche sie nicht.

Die Bundesregierung hofft, dass das Mittel Nuvaxovid der Impfkampagne in Deutschland neuen Schwung verleiht. Es wurde als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen - für Menschen ab 18 Jahren. Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Erste Bundesländer begannen am Wochenende damit, das Präparat zu verabreichen. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff - es basiert also auf einer anderen Technologie als die bisher zumeist eingesetzten mRNA-Präparate von Pfizer und Moderna, gegen die manche Menschen Bedenken haben.

Fast alle Corona-Einschränkungen auf Mallorca aufgehoben

Mallorca hat die meisten der noch geltenden Corona-Einschränkungen aufgehoben. Dies ging aus einer am Dienstag im Amtsblatt der Balearen-Insel veröffentlichten Anordnung hervor. Nur die weiterhin in ganz Spanien geltende Maskenpflicht in Innenräumen sowie das Rauchverbot in den Außenbereichen von Gaststätten bleiben am beliebtesten ausländischen Urlaubsziel der Deutschen bestehen.

Drosten: Kein infektionsfreier Sommer – an Masken festhalten

Trotz sinkender Corona-Infektionszahlen in Deutschland geht der Virologe Christian Drosten davon aus, dass man sich auch im Sommer mit der Omikron-Variante des Virus wird anstecken können. Zum einen sei der jetzige Impffortschritt nicht ausreichend, zum anderen sei die Infektionstätigkeit durch Omikron weiter hoch, sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info. „Deshalb gehe ich davon aus, dass es keinen infektionsfreien Sommer geben wird.“

Drosten gab zu bedenken, dass beispielsweise in Südafrika die Omikron-Welle mitten im Hochsommer steil gestiegen sei. Er gehe im Sommer in Deutschland zwar nicht davon aus, dass man eine „ungebändigte“ Welle sehen werde, aber „man wird sich auch im Sommer mit diesem Omikron-Virus anstecken können“. Entsprechend halte er es auch im Sommer für ratsam, weiter in Innenräumen Masken zu tragen. Besonders das Tragen von FFP2-Masken in Innenräumen sei auf lange Sicht „die effizienteste Maßnahme überhaupt“.

Mit Blick auf im weiteren Jahresverlauf wieder sinkende Temperaturen äußerte Drosten die Einschätzung, es werde auch wieder zu einer Winterwelle kommen. Diese werde zwar nach seiner Hoffnung nicht mit einer schweren Krankheitslast in der Bevölkerung einhergehen, die Gefahr von Arbeitsausfällen im großen Stil werde es aber weiter geben. „Die Pandemie ist nicht nur vorbei, wenn durch die Impfung die Krankheitsschwere abgeschnitten ist, sondern wenn durch bestimmte Modifikationen in der Bevölkerung auch diese hohe Übertragbarkeit beendet ist“, mahnte er.

+++ Dienstag, 1. März +++

Bund gibt 1,5 Milliarden US-Dollar für globale Pandemiebekämpfung

Deutschland gibt weitere 1,5 Milliarden US-Dollar für den internationalen Kampf gegen die Corona-Pandemie. Das sei „durchaus zu verstehen als eine Einladung an andere, ebenfalls sich verstärkt zu beteiligen an der globalen Impfkampagne“, sagte Finanzminister Christian Lindner (FDP) am Dienstag nach Gesprächen mit den G7-Finanzministern in Berlin. Deutschland werde seiner Verantwortung und Führungsrolle als G7-Präsidentschaft gerecht.

Weitere 224 Millionen Euro sollen Entwicklungsländern bei der Logistik helfen, „damit aus Impfstoff auch Impfungen werden“. Damit sei Deutschland aktuell der zweitgrößte Geber bei der globalen Impf-Initiative. Ziel ist eine globale Impfquote von 70 Prozent, von der man derzeit aber noch weit entfernt ist.

Airlines rechnen 2024 wieder mit Fluggastzahl wie vor Corona

Der internationale Luftverkehrsverband rechnet 2024 mit einer völligen Erholung der Passagierzahlen, die wegen der Corona-Pandemie eingebrochen sind. Dann könne die Vier-Milliarden-Grenze erreicht werden, das wären etwas mehr Fluggäste als vor der Pandemie 2019, berichtete die IATA am Dienstag in Genf.

Der Verband zeigte sich bezüglich der Entwicklung zuversichtlicher als im vergangenen November. Es habe sich schon gezeigt, dass die Menschen wieder fliegen, wenn die Restriktionen aufgehoben werden, sagte IATA-Generaldirektor Willie Walsh. „Die Prognose über die Passagierentwicklung ist ein guter Grund zu Optimismus.“

Im vergangenen Jahr seien auf inländischen und internationalen Flügen zusammen nur knapp halb so viele Passagiere unterwegs gewesen wie 2019 (47 Prozent). In diesem Jahr dürften es 83 Prozent sein, im kommenden Jahr 94 Prozent und 2024 dann 103 Prozent. Auf internationalen Flügen wird das Niveau von 2019 der Prognose zufolge erst 2025 wieder erreicht. International waren im vergangenen Jahr nur gut ein Viertel so viele Passagiere unterwegs wie 2019 (27 Prozent).

Labore: Trend zu weniger PCR-Tests auf Corona setzt sich fort

Immer weniger PCR-Tests auf das Coronavirus in Deutschland führen nach Verbandsangaben zu einer entspannteren Lage in vielen Laboren. Die Auslastung habe vergangene Woche im bundesweiten Durchschnitt bei 67 Prozent gelegen - „eine signifikante Entlastung“, teilte der Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Die Angaben stammen von rund 180 Laboren und repräsentieren nach eigenen Angaben den Großteil des aktuellen Corona-Testgeschehens in Deutschland. Die Kapazitäten waren im Januar und Anfang Februar teils mit Werten von über 90 Prozent annähernd ausgeschöpft.

Insgesamt sind laut ALM vorige Woche rund 1,8 Millionen PCR-Tests durchgeführt worden - der mit Abstand niedrigste Wert seit Wochen. Die sinkenden Testzahlen werten die Labore jedoch nicht als sicheren Hinweis auf ein nachlassendes Infektionsgeschehen. Die Rate positiver Tests liege mit rund 45 Prozent unverändert hoch, hieß es. Das deutet auf eine hohe Zahl unerkannter Fälle hin, die also auch nicht in die Statistik des Robert Koch-Instituts einfließen.

Finnland hebt als letztes nordisches Land Corona-Beschränkungen auf

In Finnland sind am Dienstag die letzten Corona-Beschränkungen weggefallen. In Restaurants gibt es ab dem 1. März keine Begrenzungen mehr, was Ausschank, Öffnungszeiten, Kundenzahl und Sitzplätze angeht. Allerdings empfehlen die Behörden den Finnen noch, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln Maske zu tragen. Pflicht ist das aber nicht.Damit gelten in allen nordischen Ländern im Inland nur noch Empfehlungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie. Dänemark hatte schon Anfang Februar praktisch alle Corona-Maßnahmen aufgehoben. Kurz darauf verkündeten auch Schweden und Norwegen das Ende aller Beschränkungen. Island folgte vor rund einer Woche.

Bericht: Hongkong erwägt neuntägigen Corona-Lockdown

Wegen explodierender Corona-Zahlen erwägt die chinesische Sonderverwaltungsregion Hongkong laut eines Medienberichts einen neuntägigen Lockdown. Es werde erwartet, dass die Regierung einen „groß angelegten Lockdown“ verhängen wird, zitierte die Zeitung „South China Morning Post“ am Dienstag eine mit dem Vorgang vertraute Quelle. Die Einschränkungen werden demnach für neun Tage ab Mitte März erwartet, wenn in der 7,5-Millionen-Einwohner-Metropole ein Massentest der gesamten Bevölkerung beginnen soll.

Jeder Bewohner Hongkongs soll demnach drei Mal getestet werden. Unklar sei laut der Quelle noch, wie genau der Lockdown aussehen soll. Anders als in Großstädten auf dem chinesischen Festland, wo Menschen ihre Wohnungen zum Teil überhaupt nicht mehr verlassen durften, werde in Hongkong etwa ein Szenario diskutiert, in dem Supermärkte geöffnet sind, um Lebensmittel kaufen zu können.

Nach zwei Jahren weitgehend erfolgreicher Vorbeugung gegen das Virus erreichte die Zahl neuer Infektionen in Hongkong, das eine „dynamische Null-Corona-Strategie“ verfolgt, in den vergangenen Tagen immer neue Rekordwerte. Täglich wurden zuletzt mehrere Zehntausend Infektionen gemeldet. Die Corona-Strategie der Regierung zog dabei immer mehr Kritik auf sich.

Trotz der hohen Fallzahlen und vielfach milden Verläufen sehen die Regeln vor, alle Infizierten im Krankenhaus oder speziellen Quarantäneeinrichtungen zu isolieren, was viele Hongkonger als unverhältnismäßig empfinden. Zugleich kritisierten Experten die geringe Impfquote bei älteren Menschen, wodurch es in dieser Altersklasse derzeit zu relativ vielen Todesfällen kommt. Die Pekinger Zentralregierung schickte Helfer nach Hongkong, um die Pandemie mit allen Mitteln einzudämmen.

Israel lässt ab sofort ungeimpfte Touristen einreisen

Israel lässt erstmals seit Pandemiebeginn ungeimpfte Touristen ohne Sondergenehmigung einreisen. Ausländer müssen seit Dienstag lediglich zwei PCR-Tests absolvieren - einen vor Abreise und einen nach Einreise. Bisher war die Einreise für Touristen grundsätzlich nur mit vollständiger Impfung möglich. Ab sofort müssen zudem ungeimpfte Israelis nach Einreise keine Quarantäne mehr von mindestens fünf Tagen einhalten.

Seit Ende Januar sinken in Israel die Infektionszahlen in der Omikron-Welle. Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag noch 8372 neue Fälle für den Vortag. Die Zahl der Schwerkranken fällt seit Anfang Februar - auf demnach noch 582. Derzeit gelten rund 64 Prozent der 9,4 Millionen Bürger als vollständig geimpft.

Clubs und Kneipen hoffen mit Corona-Lockerungen auf bessere Zeiten

Kneipen und Clubs hoffen mit den Corona-Lockerungen in der Gastronomie an diesem Freitag auf bessere Zeiten. „In Kneipen, Bars und Clubs waren die Umsatzeinbrüche noch heftiger als in der Gastronomie insgesamt“, sagte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, der Deutschen Presse-Agentur. „Die Getränke-Gastronomie verspricht sich jetzt viel von den Lockerungen auf 3G.“ Auch bei Clubs sei die Freude groß, dass sie endlich weiter machen dürften. „Sie waren ja im vergangenen Jahr teilweise nur kurz offen.“

Ab diesem Freitag soll der Zugang zu Gastronomie und Hotellerie nicht nur für Geimpfte und Genesene, sondern auch mit einem negativen Test (3G) möglich sein. Diskotheken und Clubs sollen für Genesene und Geimpfte mit Test oder dritter Impfung (2G plus) öffnen dürfen - für sie ist es die erste Öffnung überhaupt seit Monaten.

„Viele in der Branche sind total euphorisch, dass es endlich weiter geht“, sagt Pamela Schobeß, politische Sprecherin des Verbands der Musikspielstätten in Deutschland (LiveKomm). Sie ist zuversichtlich, dass die Clubs in vielen Bundesländern unter guten Bedingungen wieder Konzerte und Clubnächte veranstalten dürfen. „Es ist wichtig, dass wir ohne Kapazitätsbeschränkung, ohne Maske und Abstandsregeln öffnen können.“ Gäste seien offen für Antigen-Tests.

Jedoch trübt der Krieg in der Ukraine die Stimmung. „Niemandem kann jetzt nach Feiern zumute sein“, sagt Schobeß. „Aber vielleicht ist es gut, dass wir gerade jetzt unsere Räume für Gemeinschaften zur Verfügung stellen können. Dass wir zusammenkommen können und mit unserer Erschütterung, unserer Angst und auch unserer Wut nicht allein sind.“

RKI registriert 122 111 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1213,0

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1213,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1238,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1306,8 (Vormonat: 1206,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 122 111 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 125 902 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 235 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 306 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 14 867 218 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 6,08 an (Freitag: 6,28). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 11 239 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 122 937.

+++ Montag, 28. Februar +++

RKI registriert 106 200 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1238,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1238,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1240,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1346,8 (Vormonat: 1073,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 106 200 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 73 867 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 14 745 107 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,28 an (Donnertag: 6,27). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 11 010 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 122 702.

+++ Sonntag, 27. Februar +++

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt - 107.913 Neuinfektionen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1240,3 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1253,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1346,3 (Vormonat: 1017,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 107.913 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 118.032 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 57 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 73 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 14.682.758 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,28 an (Donnerstag: 6,27). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 10.842.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 122.678.

Weniger Teilnehmer bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen

Gegner der Corona-Maßnahmen sind am Samstag erneut bundesweit auf die Straße gegangen, es kamen aber weniger Menschen als erwartet. Dabei blieb es nach ersten Angaben der Polizei größtenteils friedlich.

Im baden-württembergischen Reutlingen beteiligten sich etwa 6000 Menschen an einem Protestmarsch durch die Innenstadt, wie die Polizei mitteilte. Die Veranstalter hatten nach Angaben der Kommune bis zu 7000 Menschen angemeldet. Der Protestzug stand unter dem Motto „Wir sind die Menschheitsfamilie“. In Freiburg nahmen nach Polizeiangaben 1600 Menschen an einer Versammlung teil, angemeldet waren 4500. Auch in Stuttgart waren mehrere Hundert Leute unterwegs.

In Bayern nahmen in Augsburg nach Angaben der Polizei rund 4200 Menschen an einer Versammlung teil, in Aschaffenburg etwa 2700 Menschen. In Regensburg kamen etwa 900 Teilnehmer zusammen. In Nordrhein-Westfalen zählte die Polizei in Düsseldorf rund 2500 Versammlungsteilnehmer.

Erste Corona-Impfungen mit Novavax

In Hamburg, Schleswig-Holstein und im Saarland sind am Samstag die ersten Dosen des neuen Corona-Impfstoffs von Novavax verabreicht worden.

Im Impfzentrum in Saarbrücken waren für den ersten Tag 70 Termine vereinbart, wie Daniel Schappert vom Regionalverband Saarbrücken sagte. Bis zum Nachmittag wurden nach seinen Angaben 50 Impfungen gesetzt. Es hätten vier Impfzentren im Saarland bei der Impfung am Samstag mit Nuvaxovid mitgemacht. Es waren schätzungsweise rund 250 Termine für Erstimpfungen vergeben worden.

In Hamburg teilte die Gesundheitsbehörde mit, dass der Novavax-Impfstoff ab sofort bei den städtischen Impfangeboten in der Stadt gespritzt werde - nach Online-Terminvereinbarung oder im Rahmen der offenen Impfaktionen. Zunächst stünden rund 33.000 Dosen zur Verfügung.

In Schleswig-Holstein waren in den Impfstellen in Kiel, Lübeck, Neumünster, Itzehoe und Prisdorf am Samstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums ebenfalls Impfungen ohne vorherige Anmeldung möglich. In Prisdof war die Nachfrage nach dem Mittel von Novavax nach Angaben eines dpa-Fotografen aber sehr überschaubar.

+++ Samstag, 26. Februar +++

RKI: Sinkende Inzidenz und Infektionszahlen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 1253,3 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1259,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1350,4 (Vormonat: 940,6). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 175.833 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 189.105 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 250 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 210 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 14.574.845 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,28 an (Donnerstag: 6,27). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 10.758.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 122.621.

Corona-Leugner schreiben Drohbriefe an Landkreis-Mitarbeiter und Schulen

Regelmäßig erhalten der Landkreis Friesland und die Schulen im Kreisgebiet Drohbriefe. Die Polizei nimmt sich den Fällen an. Wer unterdessen auf der Warteliste für den Totimpfstoff Novavax steht, kann aufatmen: Ab dem 6. März wird Novavax im Kreis Friesland eingesetzt.

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Fast 40 Länder keine Corona-Hochrisikogebiete mehr

Die Bundesregierung streicht an diesem Sonntag erneut fast 40 Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete, darunter EU-Staaten wie unter anderen Italien, Polen und Belgien. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit.

Für Reisende, die aus Ländern kommen, die nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft werden, erleichtert sich die Rückkehr nach Deutschland. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft wird kein Land.

Die von der Hochrisikoliste gestrichenen EU-Länder im Einzelnen: Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Luxemburg, Polen, Schweden, Ungarn. Außerdem folgende Überseegebiete Frankreichs: Guadeloupe, St. Barthélemy, St. Martin sowie folgende Überseegebiete der Niederlande: Aruba, Bonaire, Curaçao, St. Eustatius, Saba, St. Martin.

Zudem werden von der Risikoliste folgende Länder gestrichen: Albanien, Antigua und Barbuda, Argentinien, Australien, Bangladesch, Belize, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Ecuador, Grenada, Guyana, Irak, Kolumbien, Kosovo, Madagaskar, Montenegro, Nordmazedonien, Panama, Peru, Philippinen, Moldau, St. Lucia, San Marino, Serbien, Seychellen, Suriname und die Ukraine.

Novavax-Impfungen in Deutschland vor dem Start

In Deutschland steht der Start der Corona-Impfungen mit dem Präparat von Novavax bevor.

In mehreren Ländern wie Hamburg oder dem Saarland sind die Impfungen bereits von diesem Samstag an möglich, zum Teil auch ohne Termin, wie die Gesundheitsbehörden beider Länder mitteilten. In den meisten anderen Ländern sollen die Novavax-Impfungen in der nächsten Woche beginnen.

Die ersten Lieferungen des Präparats waren am Donnerstag bei der Bundeswehr im niedersächsischen Quakenbrück angekommen, am Freitag begann die Auslieferung an die Länder. Angeboten werden soll das Mittel vorrangig Beschäftigten im Gesundheitswesen. Es gibt Hoffnungen, dass es eine Alternative für jene sein könnte, die die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna skeptisch sehen. Der Novavax-Impfstoff basiert auf einem klassischeren Verfahren.

Das Mittel mit dem Namen Nuvaxovid ist den Angaben zufolge für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission empfehle zwei Impfungen im Abstand von mindestens drei Wochen, hieß es. Das Präparat sei für eine Grundimmunisierung geeignet, aber bisher nicht für Auffrischungsimpfungen zugelassen.

Im ersten Quartal soll Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium insgesamt rund vier Millionen Dosen von Novavax bekommen. Von April bis Juni sollen dann bis zu 30 Millionen weitere Dosen folgen.

Lauterbach mahnt zu weiterer Vorsicht bei Corona-Kurs

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat trotz der aktuell nachlassenden Omikron-Welle vor möglichen Rückfällen gewarnt und dringt auf einen behutsamen Corona-Kurs im Frühling.

„Wir müssen vorsichtig sein, dass wir nicht glauben, die Pandemie sei vorbei“, sagte der SPD-Politiker am Freitag. Mit der Ausbreitung des ansteckenderen Omikron-Untertyps BA.2 könnten Fallzahlen auch wieder steigen. Lauterbach wandte sich klar dagegen, einen „Freedom Day“ mit einem Ende aller Maßnahmen am 20. März zu erwarten, und pocht auf ein „substanzhaltiges“ Gesetz mit weiter möglichen Kriseninstrumenten.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sagte: „Wir müssen die Situation weiterhin wirklich ernst nehmen.“ Zwar gingen die Fallzahlen zuletzt stetig zurück, was eine gute Nachricht sei. Sie blieben aber auf sehr hohem Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank weiter auf nun 1259,5 gemeldete Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - nach 1265,0 am Vortag. Die Gesundheitsämter meldeten 210.743 neue Fälle an einem Tag. Registriert wurden außerdem 226 weitere Todesfälle binnen 24 Stunden.

Grünes Licht für Booster und Moderna-Impfstoff für Kinder

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Booster-Impfung von Kindern ab 12 Jahren mit dem Corona-Impfstoff der Hersteller Pfizer und Biontech. Das teilte die EMA mit.

Die Experten stimmen auch der Grund-Impfung von Kindern von sechs bis elf Jahren mit dem Impfstoff des Herstellers Moderna zu. Eine endgültige Entscheidung muss die EU-Kommission treffen. Das gilt als Formsache. Die EMA betonte aber, dass die EU-Mitgliedsstaaten selbst entscheiden, ob eine Auffrischungs-Impfung für Kinder angeboten werden soll.

Die Booster-Impfung mit dem Pfizer-Präparat hat für Kinder nach Angaben der EMA eine geringere Dosis als bei Erwachsenen. Der Impfstoff ist bereits als Grundimpfung in zwei Dosen für Menschen ab 5 Jahren zugelassen. Doch die Zulassung für eine Auffrischungsimpfung galt bisher erst ab 18 Jahren. Ein Booster wird nach der Grundimmunisierung verabreicht, die in der Regel aus zwei Impfungen besteht. Dadurch wird nach Angaben der EMA der Schutz vor einer Infektion und einer schweren Erkrankung erhöht.

Die Experten der Behörde hatten zuvor Daten des Herstellers und Studien geprüft. Es seien keine neuen Sicherheitsrisiken bekannt geworden.

+++ Freitag, 25. Februar +++

Elternabende und Schulfahrten wieder möglich in Niedersachsen

Durch gelockerte Corona-Regeln sind ab sofort wieder Elternabende in Niedersachsen möglich. Voraussetzung sei die 3G-Regel, teilte das Kultusministerium am Freitag in Hannover mit. Somit müssen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen das Coronavirus geimpft, von einer Covid-Infektion genesen oder negativ getestet sein. Klassenkonferenzen, Schulvorstandssitzungen oder Tage der offenen Tür sind unter der 3G-Regel demnach ebenfalls wieder möglich.

Vom 1. April an sind Schulfahrten oder Schüleraustausche den Angaben zufolge ebenfalls wieder erlaubt. Bereits ab dem 21. März entfällt die Kohortenregelung für feste Gruppen zur Corona-Kontaktreduzierung. So seien wieder mehr unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote möglich.

„Schulveranstaltungen und Gremiensitzungen in Präsenz sind durch Online-Formate nicht eins-zu-eins zu ersetzen. Es ist gut, dass die stetige Verbesserung der Infektionslage unser schrittweises Vorgehen bei Lockerungen zulässt“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) laut Mitteilung.

Kommission übt Kritik an Schwedens Sonderweg

Schweden hat mit zu wenigen Maßnahmen und zu spät auf die Corona-Krise reagiert - zu diesem Schluss kommt die zur Analyse des schwedischen Sonderwegs eingesetzte Corona-Kommission. Das skandinavische Land hätte schon zu Pandemiebeginn im Februar und März 2020 kräftigere und einschränkendere Maßnahmen ergreifen sollen, schrieb die Kommission in ihrem am Freitag veröffentlichten Abschlussbericht. Zugleich betrachtete sie den Weg der Freiwilligkeit als generell richtig.

Mangels eines Plans zum Schutz von Älteren und anderen Risikogruppen hätten strengere Maßnahmen damals Zeit für Analysen geschaffen, hieß es in dem Bericht. Unter anderem hätte man ein vorübergehendes Einreiseverbot früher einführen und mehr Betriebe in der Frühphase der Pandemie schließen sollen. Auch für Rückreisende aus dem Winterurlaub hätten damals strengere Verhaltensregeln gelten sollen. Die Kommunikation der Empfehlungen von Regierungs- und Behördenseite hätte an vielen Stellen besser sein können.

Schweden hatte in der Corona-Krise einen international vielbeachteten Sonderweg mit vergleichsweise freizügigen Maßnahmen gewählt. Auch in dem EU-Land hatten bestimmte Beschränkungen gegolten, allerdings bei weitem nicht so einschneidende wie in Deutschland und den meisten anderen Ländern Europas. Einen Lockdown gab es nie.

Die Corona-Kommission war beauftragt worden, das Krisenmanagement der Regierung, der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten und der Regionen genauer unter die Lupe zu nehmen. Zweimal veröffentlichte sie bereits Teilergebnisse, unter anderem zu Mängeln beim Schutz von Älteren. Hinter der Arbeit der Kommission steckt letztlich die Hoffnung, auf künftige Krisen besser vorbereitet zu sein.

Bundespolizei: Beginn des Straßenkarnevals ruhiger als vor Corona

Der Beginn des Straßenkarnevals in Köln ist nach Einschätzung der Bundespolizei ruhiger verlaufen als in den Jahren vor der Corona-Pandemie. Das teilten die Beamten am Freitag in einer ersten Bilanz mit.

Einsätze habe es dennoch gegeben - etwa, weil Menschen auf Bahngleisen unterwegs waren. So seien zwei Männer beim Klettern auf eine Schallschutzmauer beobachtet worden. Anschließend seien sie zwischen einem stehenden Güterzug hindurch gestiegen. Zur Sicherheit wurden die Gleise gesperrt und ein ohnehin in der Luft befindlicher Polizeihubschrauber half dabei, zunächst einen der beiden Kostümierten zu stellen - er war als Huhn verkleidet.

Auch am Kölner Hauptbahnhof gab es Polizeieinsätze. Ein 18-Jähriger habe dort am Abend einem 14 Jahre alten Mädchen mutmaßlich ans Gesäß gefasst und ihm ein Telefon entwendet. Bei einer anschließenden Kontrolle fanden Polizisten bei einem Begleiter des Tatverdächtigen zudem ein Messer, das sicher gestellt wurde.

149 000 Impfungen am Donnerstag – Viele „Booster“-Spritzen

Zwei Drittel der täglich verabreichten Corona-Impfungen in Deutschland sind derzeit „Booster“-Injektionen. Am Donnerstag wurden 149 000 Impfdosen gespritzt, 102 000 davon waren Auffrischungsimpfungen. Das geht aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag hervor. Am Mittwoch waren die Zahlen fast gleich.

Den Grundschutz mit der dafür meist nötigen zweiten Spritze haben den Daten zufolge nun 62,7 Millionen Menschen oder 75,3 Prozent aller Einwohner. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben demnach mindestens 47,2 Millionen Geimpfte oder 56,7 Prozent der Bevölkerung erhalten. Insgesamt wurden 169,7 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht.

Zwei Jahre Corona: Mehr als eine Million Fälle in Niedersachsen

Knapp zwei Jahre nach dem ersten Corona-Fall in Niedersachsen ist die Zahl der Infektionen auf mehr als eine Million angewachsen. Das Robert Koch-Institut wies am Freitag 1,011 Millionen bestätigte Fälle aus. Rechnerisch entspricht das jedem achten Einwohner Niedersachsens, wobei einige Menschen auch mehrfach infiziert waren. Insgesamt 7417 Menschen im Land starben seit 2020 nachweislich an oder mit Corona.

In Bremen wurden seit Pandemiebeginn laut RKI nun 113 399 Ansteckungen registriert. 678 Menschen kamen in dem Zwei-Städte-Staat an oder mit dem Coronavirus ums Leben.

Bei den Impfquoten schneiden beide Bundesländer gut ab: Bremen ist mit rund 90 Prozent der Einwohner mit mindestens einer Impfung bundesweiter Spitzenreiter, wobei auch Bewohner des Umlands, die sich in Bremen impfen ließen, mitgezählt wurden. Niedersachsen belegt mit 78 Prozent bei den mindestens einmal Geimpften Platz sechs.

Der Sieben-Tage-Wert Niedersachsens stieg am Freitag nach Angaben der Landesregierung auf 1141,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 1073,5. Auch die Werte zur Messung schwerer Verläufe, die Krankenhausbehandlungen nötig machen, stiegen.

Der Indikator für die Hospitalisierung legte von 10,1 auf 10,3 zu. Der Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100 000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten im Land mit Covid-19-Patienten stieg von 5,2 auf 5,7 Prozent.

Bisher nur wenige Corona-Impfungen in Apotheken

Die Einbeziehung der Apotheken bringt die Corona-Impfkampagne bisher nur langsam voran. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist für Niedersachsen nach zwei Wochen erst 1135 Impfungen in Apotheken aus, für Bremen sogar erst 20. Zur Einordnung: Insgesamt wurden in Niedersachsen zuletzt 126 000 Impfungen pro Woche gezählt. Mitte Februar beteiligten sich jedoch erst 85 von insgesamt 1800 Apotheken im Land an der Impfkampagne - obwohl schon 250 Apothekerinnen und Apotheker entsprechend geschult waren. Viele warteten mit der Impfstoffbestellung noch ab, weil die Nachfrage gering sei, hatte die Apothekerkammer erklärt.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erneut gesunken

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1259,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1265,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1371,7 (Vormonat: 894,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 210 743 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 220 048 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 226 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 14 399 012 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 6,27 an (Mittwoch mit 6,34). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 10 629 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 122 371.

+++ Donnerstag, 24. Februar +++

Impfstoff von Novavax angekommen – Auslieferung Freitag

Die ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffes vom Hersteller Novavax sind am Donnerstag bei der Bundeswehrapotheke der Artlandkaserne in Quakenbrück eingegangen. Damit rückt der Start der Impfungen mit dem Präparat näher. An diesem Freitag soll der Impfstoff an die Länder ausgeliefert oder von ihnen abgeholt werden können, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Vorgesehen ist, dass er vorerst nur an die Länder geht und noch nicht an Arztpraxen. Die erste Lieferung sollte 1,4 Millionen Dosen umfassen.

Angeboten werden soll das Mittel von Novavax vorrangig Beschäftigten im Gesundheitswesen. Es gibt Hoffnungen, dass es eine Alternative für manche sein könnte, die sich nicht mit den bisherigen mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna impfen ließen. Der Novavax-Impfstoff basiert auf einem klassischeren Verfahren. Der Bund geht davon aus, dass in der kommenden Woche mit Impfungen begonnen werden kann. Termine und den genauen Einsatz legen die Länder fest.

Im ersten Quartal soll Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium insgesamt rund vier Millionen Dosen von Novavax bekommen. Von April bis Juni sollen dann bis zu 30 Millionen weitere Dosen folgen.

Bund: Impfstoff von Novavax soll Freitag an die Länder gehen

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland rückt der Start mit dem Präparat des Herstellers Novavax näher. Die ersten Lieferungen des Impfstoffes sollten am Donnerstag beim Bund ankommen, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage in Berlin mitteilte. An diesem Freitag soll der Impfstoff dann an die Länder ausgeliefert oder von ihnen abgeholt werden können. Vorgesehen ist, dass er vorerst nur an die Länder geht und noch nicht an Arztpraxen. Die erste Lieferung sollte 1,4 Millionen Dosen umfassen.

Angeboten werden soll das Mittel von Novavax vorrangig Beschäftigten im Gesundheitswesen. Es gibt Hoffnungen, dass es eine Alternative für manche sein könnte, die sich nicht mit den bisherigen mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna impfen ließen. Der Novavax-Impfstoff basiert auf einem klassischeren Verfahren. Der Bund geht davon aus, dass in der kommenden Woche mit Impfungen begonnen werden kann. Termine und den genauen Einsatz legen die Länder fest.

Im ersten Quartal soll Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium insgesamt rund vier Millionen Dosen von Novavax bekommen. Von April bis Juni sollen dann bis zu 30 Millionen weitere Dosen folgen.

Strafbefehl nach Impfpass-Skandal: Anfang muss 36 000 Euro zahlen

Der frühere Werder-Trainer Markus Anfang muss wegen der Nutzung eines gefälschten Impfausweises eine Geldstrafe von insgesamt 36 000 Euro zahlen. Das Amtsgericht Bremen erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl über 90 Tagessätze zu je 400 Euro gegen den 47-Jährigen, wie die Behörde am Donnerstagnachmittag mitteilte. Auch gegen Anfangs Co-Trainer Florian Junge wurde ein Strafbefehl erlassen. Details dazu nannte die Staatsanwaltschaft jedoch nicht.

Das Bremer Gesundheitsamt hatte am 20. November Ermittlungen gegen Anfang und Junge wegen der Nutzung gefälschter Impfpässe eingeleitet. Zwei Tage später traten beide beim Zweitligisten Werder Bremen von ihren Posten zurück. Bereits im Januar wurde Anfang vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes rückwirkend ab dem 20. November für ein Jahr gesperrt und zu einer Geldstrafe von 20 000 Euro verurteilt. Diese Sperre wird ab dem 10. Juni bis Mitte 2023 zur Bewährung ausgesetzt.

Nach Corona-Diagnose: Queen sagt erneut Online-Audienzen ab

Queen Elizabeth II. hat wegen ihrer Corona-Infektion erneut zwei Online-Termine abgesagt. Die beiden für Donnerstag geplanten Audienzen würden auf ein späteres Datum verschoben, teilte der Buckingham-Palast am Donnerstagmorgen mit. Die Königin führe aber weiterhin „leichte Aufgaben“ aus. Weitere offizielle Termine habe sie diese Woche nicht mehr, hieß es. Am Mittwoch hatte die Queen noch mit Premierminister Boris Johnson telefoniert.

Nach früheren Angaben des Palasts litt die Queen, die am vergangenen Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden war, zunächst an „milden erkältungsartigen Symptomen“. Wie es ihr zurzeit geht, war zunächst unklar.

Elizabeth II. dürfte mindestens drei Mal gegen Corona geimpft sein. Wegen ihres hohen Alters und gesundheitlicher Probleme in jüngster Zeit gilt eine Infektion bei ihr aber nicht als unbedenklich. Im vergangenen Jahr musste sie mehrere Veranstaltungen absagen und bekam von ihren Ärzten Ruhe verordnet.

Polizei reagiert auf „Ungeimpft“-Sterne bei Corona-Protesten

Die Polizei schreitet inzwischen vielerorts ein, wenn Teilnehmer von Corona-Protesten den sogenannten Judenstern mit der Aufschrift „Ungeimpft“ tragen. Das hat eine Umfrage des Mediendienstes Integration in den Bundesländern ergeben, deren Ergebnisse am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurden. Zudem werde bei einem Zeigen dieses Symbols mittlerweile in fast allen Bundesländern mindestens von einem Anfangsverdacht der Holocaust-Verharmlosung ausgegangen, stellte der Mediendienst bei seiner Recherche fest.

In Baden-Württemberg gibt es demnach bereits vier Strafbefehle von Amtsgerichten zum öffentlichen Tragen des „Ungeimpft“-Sterns und zum Verbreiten des Ausdrucks „Impfung macht frei“. Den zynischen Schriftzug „Arbeit macht frei“ hatten die Nationalsozialisten einst an den Toren mehrerer Konzentrationslager angebracht. Bundesweit laufen den Angaben zufolge bereits mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren, weil Gegner der Corona-Maßnahmen im Internet oder bei Kundgebungen Symbole verwendet haben, die aus der Zeit der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten stammen.

Allein in Brandenburg sind demnach aktuell fünf Verfahren anhängig, in Hamburg drei. In Sachsen wurden den Angaben zufolge zwischen Juni und Dezember 2021 drei Ermittlungsverfahren wegen „Ungeimpft“-Sternen eingeleitet. In einigen Verfahren gab es bereits Gerichtsurteile.

Der Judenstern für Juden wurde im September 1941 verpflichtend. Er musste auf der linken Brustseite des Kleidungsstücks getragen werden und diente dazu, Einschränkungen und die Bewegungsfreiheit von Juden zu kontrollieren.

Verfassungsbeschwerde von Mutter wegen Coronamaßnahmen ohne Erfolg

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat bekräftigt, dass Familiengerichte nicht dafür zuständig sind, Coronamaßnahmen an Schulen aufzuheben. Eine Verfassungsbeschwerde einer Mutter dazu nahm das oberste deutsche Gericht nach Angaben vom Donnerstag nicht zur Entscheidung an. (Az.: 1 BvR 2318/21). Die Frau hatte sich dagegen gewehrt, dass an der Grundschule ihres Sohnes Maskenpflicht und Testpflicht herrscht und deshalb vor Familiengerichten in Brandenburg ein Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung verlangt. Das hatten die Gerichte jedoch abgelehnt.

Die Verfassungsbeschwerde hierzu sei unzulässig, so das oberste deutsche Gericht. Eine Verletzung von Grundrechten oder grundrechtsgleichen Rechten der Mutter sei nicht ersichtlich.

Isolationspflicht für Corona-Infizierte endet in England

Corona-Infizierte in England müssen sich von diesem Donnerstag an nicht mehr isolieren. Damit sind alle Coronamaßnahmen in dem größten britischen Landesteil beendet. Mit dem Schritt passt Premierminister Boris Johnson den Umgang mit Covid-19 dem anderer Erkältungskrankheiten an. Die Regierung setze darauf, dass sich Infizierte selbstverantwortlich verhielten und im Fall einer symptomatischen Erkrankung krank meldeten, sagte Johnson bei einer Pressekonferenz Anfang der Woche. „Lassen Sie uns lernen, mit diesem Virus zu leben und uns und andere weiterhin schützen, ohne dass wir unsere Freiheiten einschränken“, so der Premier. Vom 1. April soll es zudem keine kostenlosen Tests mehr geben.

Experten zeigten sich besorgt. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die auch für das Beratungsgremium Sage arbeitet, warnte, das Ende von Isolationspflicht und frei verfügbaren Schnelltests könne zu „einer Rückkehr zu einem rapiden epidemischen Wachstum“ führen. Die Modellierer teilten mit, die Infektionen könnten dadurch um 25 bis 80 Prozent zunehmen.

Die Opposition warf Johnson vor, mit der Entscheidung vor allem Kritiker in der eigenen Partei ruhigstellen zu wollen. Überschattet wurde die Aufhebung der Isolationspflicht zudem von der Corona-Infektion der britischen Königin Elizabeth II.

Gesundheitspolitik ist im Vereinigten Königreich Sache der Regionalregierungen. Schottland, Wales und Nordirland hatten stets einen etwas vorsichtigeren Weg als der größte Landesteil England gewählt, für den die Zentralregierung in London entscheidet. In Schottland sollen fast alle Corona-Maßnahmen am 21. März enden. Die Isolationspflicht für positiv Getestete soll aber vorerst bestehen bleiben.

RKI registriert 216 322 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt auf 1265,0

Seit Beginn der Pandemie sind in Deutschland mehr als 14 Millionen Corona-Infektionen registriert worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen bekannt gab, haben die Gesundheitsämter ihm insgesamt 14 188 269 Infektionen gemeldet. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte deutlich höher liegen, da viele nicht erkannt werden. Weil sich einige Menschen mehrfach ansteckten, lässt sich aus dieser Zahl nicht ermitteln, wie viele Menschen das Virus nachweislich schon in sich trugen.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche mit 1265,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1306,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1385,1 (Vormonat: 840,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 216 322 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 235 626 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 243 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 261 Todesfälle.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 6,34 (Dienstag 6,21) an. Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 10 435 800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 122 145.

+++ Mittwoch, 23. Februar +++

Lauterbach sieht deutsche Sonderstellung bei Corona-Kurs

Aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kann ein Ende aller größeren Corona-Beschränkungen wie in einigen anderen Ländern vorerst kein Vorbild für Deutschland sein. „Wir müssen mit unseren eigenen Regeln arbeiten, und die müssen immer die deutsche Sonderstellung berücksichtigen“, sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in einer Gesprächsrunde der Wochenzeitung „Die Zeit“. Diese bestehe in der weiterhin großen Gruppe ungeimpfter Älterer ab 60 Jahren mit hohem Risiko für schwere Corona-Verläufe.

Es sei „nachrichtlich sehr relevant, dass wir mitbekommen, was in diesen Ländern alles so möglich ist“, sagte Lauterbach angesprochen etwa auf Dänemark oder Großbritannien. Deutschland könne sich mit diesen Ländern mit ihrem viel geringeren Anteil Ungeimpfter in der Risikogruppe aber nicht vergleichen. Der SPD-Politiker warb erneut für eine allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren, die auch früh auf den Weg gebracht werden müsse. Es sei zu spät, wenn man abwarten wolle, ob eine neue Welle komme. Dies wäre wie zu sagen: „Ich warte mal ab, ob wir dieses Jahr auch einen Herbst bekommen.“ Lauterbach sagte, er wäre bei Verstößen auch „mit drastischen Strafen einverstanden“.

Auch in Londoner Bussen und „Tube“ fallen am Donnerstag die Masken

Nach den meisten anderen Orten in England sollen auch in den Londoner Bahnen und Bussen am Donnerstag die Masken fallen. Man ermutige die Fahrgäste zwar immer noch, Schutzmasken zu tragen, hebe aber die Pflicht nun auf, teilte die Verkehrsgesellschaft Transport for London am Mittwoch mit.

An den meisten anderen Orten in England gilt bereits seit Ende Januar keine Maskenpflicht mehr. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, der der Labour-Partei angehört, ist in der Pandemie meist vorsichtiger vorgegangen als Boris Johnsons Regierung und hat für die berühmten roten Londoner Busse und die Linien der „Tube“ bisher strengere Schutzmaßnahmen angeordnet. Nachdem die Infektionsraten in London nun gefallen sind und die Regierung ihren „Plan fürs Leben mit Covid“ vorgestellt hat, folgt er nun jedoch den Lockerungen.

Die Nutzung der U-Bahn hat in den vergangenen Wochen nach offiziellen Zahlen deutlich angezogen, liegt aber immer noch weit unter dem Niveau von vor der Pandemie - nämlich bei etwa 60 Prozent. Die Verkehrsgesellschaft hat daher erhebliche finanzielle Probleme und fordert Finanzspritzen der britischen Regierung.

Leichtere Corona-Einreiseregeln: Kabinettsbefassung verschoben

Zu den geplanten Erleichterungen bei den Corona-Regeln für Urlaubsrückkehrer nach Deutschland verschiebt sich die Befassung im Bundeskabinett. Wegen weiterer regierungsinterner Beratungen kam die Verordnung noch nicht wie zunächst vorgesehen am Mittwoch ins Kabinett, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage erläuterte. Es sei aber weiterhin vorgesehen, dass die Neuregelungen zum 4. März greifen sollen. So sollen Reiseländer nur noch als Hochrisikogebiete mit weitergehenden Auflagen bei der Rückkehr eingestuft werden, wenn dort Virusvarianten mit „stärker krankmachenden Eigenschaften“ grassieren als die hierzulande dominierende Omikron-Variante.

Für Kinder unter zwölf Jahren soll es möglich werden, sich nach Rückkehr aus Hochrisikogebieten direkt aus einer sonst anstehenden Quarantäne freizutesten. Bisher gilt generell: Wer aus solchen Gebieten kommt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach Einreise mit einem Test daraus befreien. Für Kinder unter sechs Jahren endet die Absonderung bisher fünf Tage nach Einreise automatisch - aber ohne Möglichkeit, sich schon früher frei zu testen.

Das Ministerium verweist zur Begründung für die Erleichterungen für Kinder auch darauf, dass es für Unter-Zwölfjährige bisher keine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission gibt. Generell gilt für Einreisen aus allen Ländern weiter die 3G-Regel - wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Test haben.

Knapp 150 000 Corona-Impfungen am Dienstag

Beim Impfen gegen das Coronavirus geht es langsamer voran. Am Dienstag wurden in Deutschland 148 000 Dosen verabreicht, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand 09.07 Uhr) hervorgeht. Am Dienstag vor einer Woche hatten sich mehr als 191 000 Menschen impfen lassen. Die aktuelle Tageszahl verabreichter Impfungen ist immer vorläufig, da nicht alle verabreichten Impfdosen sofort gemeldet werden.

Mittlerweile haben 75,2 Prozent der Bevölkerung (mindestens 62,6 Millionen Menschen) einen Grundschutz erhalten, für den meist zwei Spritzen nötig sind. 56,5 Prozent (47 Millionen) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen. Mindestens einmal geimpft sind 76,2 Prozent (63,4 Millionen).

Eine große Gruppe von 23,8 Prozent der Bevölkerung (19,8 Millionen Menschen) ist laut dem Impfdashboard des Gesundheitsministeriums weiterhin ungeimpft. Für 4,8 Prozent (vier Millionen) ist allerdings bisher kein Impfstoff zugelassen, weil sie vier Jahre oder jünger sind.

Das RKI weist seit längerem darauf hin, dass die ausgewiesenen Zahlen als Mindestimpfquoten zu verstehen sind. Das RKI geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt als auf dem Dashboard angegeben.

Günther in Regierungserklärung: Zeit für Rückkehr zur Normalität

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Schleswig-Holsteiner auf die bevorstehenden Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie eingestimmt. „Wir sind an einem Wendepunkt in der Pandemie angekommen“, sagte er am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag. „Es ist deshalb an der Zeit, dass wir nun umsichtig den Weg zurück in die Normalität einschlagen.“ Die Anstrengungen zahlten sich jetzt aus.

Vom Donnerstag nächster Woche an treten in Freizeit, Kultur, Sport, Gastronomie und Hotellerie mit der Rückkehr zum 3-G-Modell weitgehende Erleichterungen in Kraft. Damit werden nicht mehr nur von Covid-19 Genesene und Geimpfte Zutritt haben, sondern auch alle anderen mit frischem negativen Test.

Thailand lockert die Einreiseregeln – nur noch eine Nacht im Hotel

Thailand will die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristen weiter lockern. Ab dem 1. März müssten Besucher im Rahmen des „Test&Go“-Modells nur noch einen PCR-Test nach der Ankunft machen und dann in einem spezialisierten Hotel auf das Ergebnis warten. Bisher war ein zweiter PCR-Test am fünften Tag mit einer weiteren vorgeschriebenen Nacht im Hotel Pflicht - diese Regel falle nun weg, berichtete das Nachrichtenportal „The Thaiger“ am Mittwoch nach einem Treffen des Covid-Krisenzentrums CCSA.

Stattdessen können Feriengäste am 5. Tag selbst einen Antigen-Test machen und den Behörden das Ergebnis via App übermitteln.

Urlauber müssen aber auch weiter einen so genannten „Thailand Pass“ im Internet beantragen. Es wird dringend empfohlen, sich bei den Behörden genau zu informieren.

RKI registriert 209 052 Neuinfektionen – Inzidenz bei 1278,9

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1278,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1306,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1401,0 (Vormonat: 806,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 209 052 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 219 972 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 299 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 247 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 13 971 947 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI Dienstag mit 6,21 an (Montag: 6,06). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 10 234 100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 121 902.

+++ Dienstag, 22. Februar +++

Dänemark: Zwei Omikron-Infektionen kurz nacheinander sind möglich

Dänischen Erkenntnissen zufolge ist es in seltenen Fällen möglich, sich nacheinander mit zwei unterschiedlichen Untervarianten der Omikron-Variante des Coronavirus anzustecken. Eine Infektion mit dem BA.2-Subtyp könne kurz nach einer ursprünglichen BA.1-Infektion vorkommen, schrieb das dänische Gesundheitsinstitut SSI in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Im Allgemeinen werde aber davon ausgegangen, dass dies nur relativ selten auftrete und dann vor allem bei jüngeren, ungeimpften Menschen.

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden nach SSI-Angaben 47 Fälle, bei denen sich dieselbe Person in einem Zeitraum von 20 bis 60 Tagen erst mit BA.1 und dann mit BA.2 ansteckte. Die meisten hätten lediglich milde Symptome erlebt, ins Krankenhaus habe keiner davon gemusst.

In Dänemark macht der Subtyp BA.2 derzeit den mit Abstand größten Anteil an Corona-Neuinfektionen aus, laut Studie liegt dieser Anteil bei 88 Prozent. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) hat BA.2 auch in Deutschland merklich zugelegt. Der Anteil in einer Stichprobe untersuchter Corona-Fälle sei zuletzt auf 14,9 Prozent gestiegen, hielt das RKI vergangenen Donnerstag in seinem Wochenbericht fest. Diese Angabe bezieht sich auf die Woche bis zum 6. Februar. Für die Woche davor gab das RKI den Anteil mit 10,4 Prozent an.

Pandemie belastet junge Menschen immer stärker

Die psychischen Belastungen und Zukunftsängste junger Menschen verschärfen sich einer Online-Befragung zufolge. Gleichzeitig fühlen sich Jugendliche politisch inzwischen zwar mehr gehört, haben aber noch immer den Eindruck, politische Entscheidungen nicht beeinflussen zu können, wie am Dienstag vorgestellte erste Ergebnisse der dritten Befragung „JuCo III“ von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Corona-Zeit zeigen. 6159 junge Menschen beteiligten sich im Dezember 2021 an der Online-Befragung der Universität Hildesheim und der Frankfurter Goethe-Universität.

Der Studie zufolge stimmten 54 Prozent der Teilnehmer der Frage, ob sie besonders psychisch belastet seien, voll zu - in der Vorgängerstudie vom November 2020 mit rund 7000 Befragten lag der Anteil bei 41,2 Prozent.

„Junge Menschen bemühen sich auch in dieser schwierigen Zeit, ihre Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen“, erklärte Tanja Rusack, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Hildesheim. Johanna Wilmes von der Goethe-Universität machte klar: „Das können sie aber nur, wenn sie sozial und ökonomisch abgesichert sind.“

Aufhorchen lasse daher der Befund, dass der Anteil junger Menschen wächst, deren finanzielle Sorgen seit der Pandemie größer geworden sind, urteilten die Forscher. Über größere Geldsorgen berichteten demnach in der neuen Studie 43,4 Prozent der Befragten - im November 2020 lag der Anteil bei 33,8 Prozent.

Grüne fordern mehr Corona-Schutz für Kinder

Kinder und Jugendliche müssen auch mit Blick auf mögliche weitere Corona-Wellen nach Ansicht der Grünen im niedersächsischen Landtag besser vor Infektionen geschützt werden. Viele Eltern und Kinder seien angesichts der hohen Fallzahlen besorgt und hätten Angst davor, in Quarantäne zu müssen, sagte der Grünen-Abgeordnete Volker Bajus am Dienstag. „Der Druck in den Familien, der Druck auf die Kinder ist sehr hoch.“

Luft nach oben gebe es im Schulbereich insbesondere bei der Ausstattung mit Luftfiltern, bei versetzten Schulanfangszeiten und den Kapazitäten für PCR-Pooltests. „Das wäre das Mindeste, was man für den Herbst vorbereiten muss“, sagte Bajus. Er kritisierte außerdem die Mitte Februar eingeführte Testpflicht an Kitas als zu spät. Darüber hinaus stelle das Land keine kindgerechten Lollitests bereit. Auch psychosoziale Angebote für Kinder kämen trotz der hohen Belastungen in der Pandemie zu kurz, sagte Bajus.

Wieder Corona-Proteste in einigen niedersächsischen Städten

Erneut haben in Niedersachsen am Montagabend einige Hundert Menschen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. Vielerorts zählte die Polizei allerdings weniger Teilnehmende als in den vergangenen Wochen. Insgesamt kam es bei den Versammlungen nach Angaben der Beamten nicht zu größeren Zwischenfällen.

In Braunschweig versammelten sich demnach rund 500 Menschen, um im Zusammenhang mit der aktuellen Impfdebatte zu demonstrieren. In Gifhorn beteiligten sich laut Polizei an vier Versammlungen etwa 440 Menschen.

In Verden zogen rund 470 Menschen um die Innenstadt, um gegen die Einschränkungen wegen der Pandemie zu demonstrieren. Die Polizei stellte wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln die Personalien von neun Beteiligten fest und leitete Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Eine Person musste von der Versammlung ausgeschlossen werden.

In Göttingen stellte sich eine Versammlung von etwa 150 bis 200 Menschen gegen die Demonstration der Kritiker der Corona-Maßnahmen, die nur etwa 120 Teilnehmer hatte. Den Beamten zufolge versuchten Gegendemonstrierende, die Strecke zu blockieren. Einsatzkräfte mussten demnach vereinzelt „unmittelbaren Zwang in Form von Abdrängen und Wegschieben und in einem Fall auch Pfefferspray“ einsetzen. Im Zusammenhang mit den Einsatzmaßnahmen sei die Kamera eines Pressefotografen beschädigt worden.

Trucker-Proteste: Kanadas Unterhaus stützt Notstandsregelung

In Kanada sollen Notstandsregelungen fortgeführt werden, um den Protesten gegen Corona-Maßnahmen beizukommen. Das Unterhaus des Parlaments in Ottawa unterstützte am Montag (Ortszeit) das Inkrafttreten des nationalen Notstands, den Premier Justin Trudeau am 14. Februar ausgerufen hatte.

Der „Emergencies Act“ wurde am vergangenen Montag erstmals in Kanadas Geschichte angewandt, um gegen die anhaltenden teils gewaltsamen Aktionen von Maßnahmen-Gegnern der Corona-Pandemie vorzugehen. Auslöser der Proteste waren Impfvorschriften für Lastwagenfahrer.

Um nicht kassiert zu werden, musste die Notstandsverhängung binnen sieben Tagen vom Unterhaus verabschiedet werden, wie der Sender CBC berichtete. Der Senat, Kanadas parlamentarisches Oberhaus, muss dem ebenfalls noch zustimmen. Trudeau kündigte an, die Sonderbefugnisse „keinen einzigen Tag länger als nötig“ aufrechtzuerhalten.

Mit der Verhängung des nationalen Notstands erhält die Regierung mehr Macht, Freiheitsrechte der Bürger können zugunsten der Sicherheit empfindlich eingeschränkt werden. Mehr als drei Wochen lang hatten landesweit und vor allem in der Hauptstadt Ottawa Tausende gegen Corona-Beschränkungen und Impfvorschriften protestiert. Mit Trucks und anderen Fahrzeugen wurden unter anderem wichtige Grenzübergänge zu den USA und Teile der Hauptstadt blockiert. Das Leben der Anwohner wurde dadurch stark eingeschränkt.

RKI registriert 125 902 Neuinfektionen – Inzidenz bei 1306,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1306,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1346,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1437,5 (Vormonat: 772,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 125 902 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 159 217 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 306 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 243 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 13 762 895 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 6,06 an (Sonntag: 6,27). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 10 031 200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 121 603.

+++ Montag, 21. Februar +++

Neue Studie bestätigt: Die meisten Corona-Toten starben am Virus

Eine weitere Analyse bestätigt, dass die meisten erfassten Sterbefälle in Zusammenhang mit Corona in Deutschland auf das Virus selbst zurückzuführen sind. In 86 Prozent der obduzierten Fälle sei Covid-19 tatsächlich auch die zugrundeliegende Todesursache gewesen, heißt es in einer im Fachmagazin „The Lancet“ publizierten Studie. Nur in 14 Prozent der untersuchten Fälle war Corona lediglich die Begleiterkrankung, wie die Forscher berichten.

Häufigste unmittelbare Todesursache sei ein sogenannter diffuser Alveolarschaden gewesen. Alveolen sind tiefliegende Lungenbläschen, die für den Austausch zwischen Blut und Atemluft sorgen. Multiorganversagen, den Ausfall mehrerer lebenswichtiger Organe also, nennen die Wissenschaftler als zweithäufigste Todesursache.

Unter den 1095 berücksichtigten obduzierten Toten waren Männer im Verhältnis fast doppelt so häufig vertreten wie Frauen. Die meisten männlichen Covid-19-Toten waren zwischen 65 und 69 sowie zwischen 80 und 84 Jahren alt. Die an Covid-19 gestorbenen Frauen waren zum größten Teil älter als 85 Jahre.

Basis der Untersuchung von Forschenden der Uniklinik der RWTH Aachen war das im April 2020 ins Leben gerufene zentrale Register DeRegCOVID für klinische Obduktionen verstorbener Covid-19-Patienten.

Ampel peilt Beschluss neuer Corona-Regeln am 18. März an

Das geplante Gesetz für den künftigen Corona-Basisschutz soll nach den Plänen der Ampel-Koalition erst unmittelbar vor dem Auslaufen der meisten Auflagen beschlossen werden. Am 9. März sollen die Eckpunkte für das Gesetz im Kabinett beraten werden, wie es am Montag aus Fraktionskreisen hieß. „Business Insider“ hatte zuerst darüber berichtet. Am 18. März soll die zweite und dritte Lesung im Bundestag sowie - in einer Sondersitzung - die Entscheidung im Bundesrat stattfinden. Am Mittwoch hatten Bund und Länder den Wegfall der meisten Corona-Auflagen ab 20. März vereinbart.Von den Koalitionspartnern SPD, Grüne und FDP sind seither unterschiedliche Einschätzungen dazu laut geworden, welche Maßnahmen ab 20. März noch gebraucht werden. Die FDP pochte am Wochenende auf „Normalität“ ab 20. März. Grüne und SPD mahnten vorsichtige Öffnungsschritte an.

Elizabeth II. positiv getestet: Genesungswünsche für „Her Majesty“

Nach dem positiven Coronatest bei der britischen Königin Elizabeth II. (95) haben Politiker und Würdenträger auf der ganzen Welt ihre Genesungswünsche zum Ausdruck gebracht. „Ich bin mir sicher, dass ich im Namen aller spreche, wenn ich Ihrer Majestät eine rasche Genesung von Covid-19 wünsche, und dass sie schnell wieder ganz gesund wird“, schrieb der britische Premierminister Boris Johnson am Sonntag auf Twitter.

Indiens Regierungschef Narendra Modi und der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, kündigten an, für die britische Königin zu beten. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei Ihnen“, ließ auch der israelische Premier Naftali Bennett auf Twitter wissen. Kanadas Regierungschef Justin Trudeau wünschte im Namen von „Millionen von Kanadiern“ eine schnelle und vollständige Genesung.

Der Buckingham-Palast hatte am Sonntag mitgeteilt, dass Elizabeth II. an Covid-19 erkrankt ist und an milden Symptomen leidet. Trotzdem will die Monarchin weiter leichte Arbeit verrichten. Dazu dürfte beispielsweise das Lesen von Regierungsdokumenten gehören. Die Queen ist Palastkreisen zufolge mehrfach geimpft. Britische Medien spekulierten jedoch, sie werde angesichts ihres hohen Alters mit antiviralen Medikamenten behandelt, um die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs zu verringern.

Das Thema bestimmte am Montag auch die Schlagzeilen der Zeitungen in Großbritannien. Viele lobten die Entscheidung der Königin, trotz Infektion weiter ihren Pflichten nachzugehen. „Queen keeps calm and carries on“, titelte beispielsweise die „Metro“. Spott handelte sich das Boulevardblatt „The Sun“ ein mit der Schlagzeile „HRH to WFH“, stark verkürzt für „Ihre Königliche Hoheit (Her Royal Highness) wird von zuhause arbeiten (work from home)“. Was die Blattmacher nicht bedacht hatten: Die Queen wird nicht als „Königliche Hoheit“ sondern als „Ihre Majestät“ (abgekürzt HM) bezeichnet.

Gastgewerbe auch im zweiten Corona-Jahr mit schwachen Umsätzen

Deutschlands Gastwirte und Hoteliers haben sich 2021 nicht von den Umsatzeinbrüchen des ersten Corona-Jahres erholt. Nominal hatten die Unternehmen gerade einmal 0,1 Prozent mehr Geld in der Kasse als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Real, also zu gleichbleibenden Preisen, sank der Umsatz im Gastgewerbe in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2020 um 2,2 Prozent.

Nach Angaben der Wiesbadener Statistiker waren die von Einschränkungen wegen der Pandemie geprägten Jahre 2020 und 2021 damit die umsatzschwächsten im Gastgewerbe seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 hat das Gastgewerbe 2021 real 40,3 Prozent und nominal 36,4 Prozent weniger umgesetzt.

In einer ersten Schätzung Mitte Januar waren die Statistiker noch von einer günstigeren Entwicklung für das Gesamtjahr 2021 ausgegangen. Doch weil im Dezember wegen steigender Corona-Infektionszahlen vielerorts die Zugangsbeschränkungen in Gastronomie und Beherbergung verschärft wurden, blieb zum Jahresende der üblicherweise hohe Umsatz aus. Von November auf Dezember sanken die Erlöse kalender- und saisonbereinigt real um 21,1 Prozent und nominal um 20,4 Prozent.

Wirtschaftsprüfer: Coronahilfen werden uns noch lange beschäftigen

Experten großer Wirtschaftsprüfungsgesellschaften erwarten, dass Unternehmen noch länger mit den milliardenschweren Coronahilfen des Staates beschäftigt sein werden. „Die Hilfen werden mit einem Vorbehalt ausgezahlt“, sagte Tobias Kreiter von EY (Ernst & Young) der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Die Schlussabrechnung ist noch nicht einmal angelaufen.“ Ähnlich äußerte sich der Berater von Deloitte, Torsten Kempe.

Wer einen monatlichen Umsatzeinbruch von über 30 Prozent hat, der nachweislich durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde, kann einen Antrag auf Hilfen stellen. Erstattet werden fixe Betriebskosten wie Mieten und Pachten oder Ausgaben für Strom und Versicherungen.

Berater Kempe sagte, die Frage bei der Schlussabrechnung werde sein, ob die Umsatzrückgänge tatsächlich coronabedingt seien. „Wenn beispielsweise Lieferketten wegen Corona unterbrochen sind und Unternehmen deshalb Umsatzeinbrüche verzeichnen, dann muss beurteilt werden, ob dieser Umsatzrückgang als coronabedingt einzustufen ist.“ Das könne noch Debatten auslösen, die möglicherweise juristisch geklärt werden müssten.

RKI registriert 73 867 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1346,8

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat nach einem mehrtägigen Rückgang wieder einen leichten Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1346,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1346,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1459,8 (Vormonat: 706,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 73 867 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 76 465 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen - die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 22 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 42 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 13 636 993 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,24 an (Donnerstag: 5,97). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 9 829 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 121 297.

+++ Sonntag, 20. Februar +++

Australien öffnet nach zwei Jahren Grenzen für geimpfte Touristen

Australien öffnet nach fast zwei Jahren wieder seine Grenzen für internationale Touristen. Einreisen darf ab diesem Montag jeder, der ein gültiges Visum und einen vollständigen Impfschutz gegen das Corona-Virus hat. Das Land hatte im März 2020 zur Abschottung vor Infektionen seine Grenzen vollständig geschlossen, außer für Bürger und Menschen mit Aufenthaltsberechtigung. Im vergangenen Jahr gab es dann erste Lockerungen, unter anderem für ausländische Studenten und Menschen mit Arbeits-Visa.

„Das Warten hat ein Ende“, sagte nun am Sonntag Premierminister Scott Morrison am Flughafen von Melbourne. Es gebe weltweit mehr als 1,2 Millionen Menschen mit gültigen Visa, die nun kommen könnten. Seine Botschaft an alle Menschen weltweit sei: „Packen Sie ihre Sachen, kommen Sie.“

Bund will Corona-Reiseregeln vor Osterferien lockern

Die Bundesregierung plant Lockerungen der Corona-Reiseregeln. „Reisen für Familien wird dadurch leichter“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Vorsichtig sollten sie trotzdem im Urlaub sein.“ Laut einem Änderungsentwurf sollen Länder nur noch dann als Hochrisikogebiete ausgewiesen werden, wenn dort eine Corona-Mutante grassiert, die gefährlicher ist als die Omikron-Variante, wie etwa die Delta-Variante, berichtete die Zeitung unter Berufung auf den Entwurf. Die entsprechenden Änderungen sollen zum 4. März erfolgen, wie eine Sprecherin des Ministeriums am Sonntag mitteilte. Für Mittwoch ist die Kabinettsberatung vorgesehen.

Mit der Änderung sollen für Omikron-Länder laut der Zeitung bei der Rückreise nach Deutschland die Anmelde- und die Quarantänepflicht entfallen. Kehren ungeimpfte Kinder aus Gebieten zurück, die weiterhin als Hochrisikogebiete gelten, sollen sie sich demnach künftig freitesten können. Bestehen bleiben soll laut dem Bericht die Pflicht für alle Nicht-Geimpften, bei der Einreise einen Negativtest vorzulegen, auch wenn sie aus Nichtrisikogebieten zurückkehren.

Bund streicht Spanien, Großbritannien und USA von Corona-Risikoliste

Für Reisende aus Spanien, den USA, Großbritannien und einer Reihe anderer Länder ist die Rückkehr nach Deutschland wieder deutlich einfacher. Die Bundesregierung hat am Sonntag fast 20 Staaten von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete gestrichen, darunter auch Tunesien, Marokko und Indien. Neu hinzugekommen ist diesmal kein Land.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft - also in der Regel zweimal - oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Absonderung fünf Tage nach der Einreise automatisch.

Wenn Länder von der Risikoliste gestrichen werden, entfallen diese Vorgaben. Reisende ab sechs Jahren müssen bei der Einreise aber trotzdem grundsätzlich ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen.

Die von der Hochrisikoliste gestrichenen Länder im Einzelnen: Spanien, die französischen Übersee-Departements Französisch-Guayana, Mayotte, St. Pierre, Miquelon; Irland, Andorra, Großbritannien, Afghanistan, Algerien, Fidschi, Indien, Kasachstan, Katar, Laos, Marokko, Nepal, Pakistan, Saudi-Arabien, Tunesien, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate, USA.

Familienministerin hält Impfpflicht ab 18 für dringend notwendig

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel hält in der Corona-Pandemie die Einführung einer Impfpflicht ab 18 für dringend notwendig. „Wir haben viel versucht, die Menschen über Impfkampagnen und niedrigschwellige Angebote zu erreichen. Aber da sind wir inzwischen am Ende der Fahnenstange angekommen“, sagte die Grünen-Politikerin der „Bild am Sonntag“. „Um die Impfquote weiter zu steigern, brauchen wir die Impfpflicht ab 18.“

Die sinkenden Infektionszahlen sind für Spiegel kein Grund, von der geplanten Impfpflicht abzurücken: „Wir dürfen uns von den zurückgehenden Fallzahlen nicht täuschen lassen, sondern müssen damit rechnen, dass auch zukünftig gefährliche Mutationen unterwegs sind. Die können uns einen schweren Herbst und Winter bescheren, wenn wir nicht die Impfquote deutlich erhöhen.“

Auch SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich wirbt für eine allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren. „Die Impfpflicht ist ein geeignetes Mittel, um Freiheitseinschränkungen im nächsten Winter zu vermeiden. Ich habe mich dem Gesetzentwurf angeschlossen, der eine Impfpflicht ab 18 Jahren vorsieht“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er suche eine breite Mehrheit. Dazu sei er auch mit dem neuen Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz (CDU) im Gespräch.

Dienstleister rechnen nach Corona-Lockerungen mit Personalengpässen

Mit dem geplanten Wegfall vieler Corona-Einschränkungen droht bei mehreren Dienstleistern ein Personalmangel. Wie im vergangenen Jahr könnte es ab dem Frühjahr in der Gastronomie zu Engpässen kommen, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges: „Es ist auch dieses Jahr gut möglich, dass zum Beispiel im Januar und Februar mit dem Anstieg der Kurzarbeit wieder Fachkräfte abgewandert sind.“ Sie hoffe, dass die Branche die verlorenen Mitarbeiter wieder zurückgewinnen könne.

Im Veranstaltungsbereich seien vor allem Selbstständige und Hilfskräfte in andere Wirtschaftsbereiche abgewandert, sagte Jens Michow, Präsident beim Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV). „Das ist für die Veranstaltungsunternehmen ein schmerzlicher Verlust, der nicht so schnell kompensiert werden kann.“

An Flughäfen müssen Passagiere im Reiseverkehr zu Stoßzeiten ebenfalls mit Personal-Engpässen und damit verbundenen Wartezeiten rechnen, erklärte der zuständige Verband ADV. Optimistischer gibt sich zum Beispiel das Messegeschäft. Dank Kurzarbeit seien der Branche die Fachkräfte erhalten geblieben, erklärte Jörn Holtmeier, Geschäftsführer beim Verband der deutschen Messewirtschaft (Auma).

RKI registriert 118 032 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1346,3

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1346,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1350,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1466,5 (Vormonat: 638,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 118 032 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 125 160 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen - die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 73 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 58 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 13 563 126 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,24 an (Donnerstag: 5,97). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 9 673 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 121 275.

+++ Samstag, 19. Februar +++

PCR-Tests kommen nicht an – Spielabsage bei Handballerinen in Leipzig

Wegen nicht im Labor eingetroffener PCR-Tests ist in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen das Spiel zwischen dem HC Leipzig und dem TV Aldekerk 07 vom Niederrhein abgesagt und verlegt worden. „Spielleiter Uwe Stemberg musste das Spiel absagen, weil die obligatorischen PCR-Tests der Leipzigerinnen nicht im Labor angekommen sind“, hieß es am Samstag auf Website der Handball Bundesliga der Frauen (HBF). Die Begegnung hätte eigentlich am Sonntag stattfinden sollen. Die Ursache dafür liege beim Logistiker, der den Fehler bereits eingeräumt habe, hieß es weiter.

Impftempo weiter schleppend

Beim Impfen gegen das Coronavirus geht es weiterhin nur langsam voran. Am Freitag wurden in Deutschland mindestens 156 000 Impfdosen verabreicht, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand 9.01 Uhr) hervorgeht. Am Freitag vor einer Woche hatten sich inklusive Nachmeldungen noch knapp 224 000 Menschen (ohne Nachmeldungen 193 000) impfen lassen. Die aktuelle Tageszahl verabreichter Impfungen ist immer vorläufig, da nicht alle verabreichten Impfdosen sofort gemeldet werden.

Mittlerweile haben 75,1 Prozent der Bevölkerung (mindestens 62,5 Millionen Menschen) einen Grundschutz erhalten, für den meist zwei Spritzen nötig sind. 56,2 Prozent (46,7 Millionen) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen. Mindestens einmal geimpft sind 76,2 Prozent (63,4 Millionen).

Eine große Gruppe von 23,8 Prozent der Bevölkerung (19,8 Millionen Menschen) ist laut dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums weiterhin ungeimpft. Für 4,8 Prozent (vier Millionen) ist allerdings bisher kein Impfstoff zugelassen, weil sie vier Jahre oder jünger sind.

Das RKI weist zudem seit längerem darauf hin, dass die ausgewiesenen Zahlen als Mindestimpfquoten zu verstehen sind. Eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem könne nicht erreicht werden. Das RKI geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt als auf dem Dashboard angegeben.

Agentur für Arbeit schätzt Kosten coronabedingter Kurzarbeit auf 46 Milliarden

Die Bundesagentur für Arbeit schätzt die voraussichtlichen Gesamtkosten der coronabedingten Kurzarbeit auf 46 Milliarden Euro. „Die Kurzarbeit hat uns seit Anfang 2020, als die Corona-Krise ausbrach, bisher rund 42 Milliarden Euro gekostet. Sollte die Krise in diesem Jahr zu Ende gehen, dürften es am Ende vielleicht 46 Milliarden Euro gewesen sein – aber die sind gut angelegtes Geld“, sagte Agentur-Chef Detlef Scheele der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Der Anstieg der Arbeitslosenzahl wäre bis zu drei Mal teurer geworden.“

Die Zahlen bei der Kurzarbeit gingen nicht so hoch, wie die Bundesagentur zu Beginn der vierten Corona-Welle im November noch

prognostiziert habe, sagte Scheele. In den vergangenen beiden Monaten habe es jeweils 25 000 Anzeigen gegeben. „Im Jahresschnitt steuern wir auf gut 300 000 Menschen in Kurzarbeit zu“, bekräftigte Scheele bisherige Prognosen. Das Defizit der Bundesagentur werde am Jahresende allerdings über der Summe von einer Milliarde Euro liegen.

Nach Angaben von Ende Januar hat die Corona-Krise die Bundesagentur bisher insgesamt rund 52 Milliarden Euro gekostet. Sie wird nach Einschätzung ihrer Finanzchefin Christiane Schönefeld lange Zeit brauchen, um nach den Corona-Jahren wieder eine Rücklage zur Krisenabwehr aufzubauen. Im Haushalt 2022 klaffe noch eine Lücke von 1,3 Milliarden Euro, sagte sie Ende Januar. Frühestens von 2023 an könne wieder Geld angespart werden.

Söder: „Dürfen keine „Corona-RAF“ bekommen“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor einem sich verfestigenden Kreis einer „Corona-RAF“ in der „Querdenker“-Szene gewarnt. Die Zahl der Demonstrierenden gegen die Corona-Maßnahme von Regierungen und Behörden gehe zurück, sagte Söder in einem Interview der Würzburger „Mainpost“. „Einige Menschen haben sich in der Pandemie leider in eine Welt von Verschwörungstheorien verirrt“, sagte der CSU-Chef. „Wir dürfen am Ende keine „Corona-RAF“ bekommen, für die Gewalt akzeptabel wäre.“

Deswegen sei es wichtig, konsequent gegen antidemokratische Tendenzen vorzugehen. „Auf Plattformen wie Telegram entstehen abgeschlossene Blasen von Verschwörungstheoretikern. Wenn dort immer absurdere Fake-News als Wahrheiten verkauft werden, besteht die Gefahr, dass Einzelne daraus ein vermeintliches moralisches Widerstandsrecht entwickeln“, sagte Söder. Er trat deshalb für ein Abschalten der Plattform Telegram in Deutschland ein. „Was generell auf Seiten des Bundes fehlt, ist ein entschlossenes juristisches Vorgehen gegen Plattformen wie Telegram.“

Söder fuhr fort: „Am wirkungsvollsten wäre in Deutschland ein Abschalten von Telegram - man nennt das Geoblocking -, weil über diese Plattform leider mit Abstand die meiste Hetze verbreitet wird.“ Telegram agiere als Briefkastenfirma in Dubai und sei kaum zugänglich. „In anderen Teilen der Welt ist Telegram möglicherweise ein Kanal der Demokratie. Bei uns ist es ein Kanal der Verunsicherung und Fake-News.“

RKI registriert 189 105 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1350,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 1350,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1371,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1474,3 (Vormonat: 584,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 189 105 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.12 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 209 789 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte die Zahl der Menschen steigen, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen - die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 210 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 198 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 13 445 094 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,24 an (Donnerstag: 5,97). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 9 595 000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 121 202.

Kinderärzte für Aufhebung anlassloser Corona-Tests an Schulen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat gefordert, die Pflicht zu anlasslosen Corona-Tests an Schulen aufzuheben und auch die Maskenpflicht zu überprüfen. „Wir sind nun in einer Situation, in der ältere Altersgruppen sich durch Impfungen selbst schützen können, daher müssen Schulen und Kitas unabhängig vom Infektionsgeschehen offenbleiben“, sagte Bundessprecher Jakob Maske dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). „Auch anlasslose Testungen sollten in Schulen und Kitas entfallen, die Maskenpflicht sollte zeitnah überdacht werden.“

Der Mediziner plädierte zudem dafür, dass 2G-Regeln - also Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene - nur für Menschen ab 18 Jahren gelten sollten. Die Politik habe in der Vergangenheit immer wieder Entscheidungen getroffen, die das Kindeswohl nicht berücksichtigt hätten. „Das hat zu schweren psychischen Beeinträchtigungen geführt, aber auch zu einem deutlichen Anstieg der sozialen Unterschiede.“

WHO-Chef: Die Pandemie ist noch nicht vorbei

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, die Corona-Pandemie voreilig für beendet zu erklären. In einigen Ländern gebe es hohe Impfquote verbunden mit einer geringeren Gefährlichkeit der Omikron-Variante, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Dies nähre das gefährliche Narrativ, dass die Pandemie vorbei sei.

„Aber das stimmt nicht“, betonte er. Nicht, wenn 70 000 Menschen pro Woche an einer vermeidbaren und behandelbaren Krankheit sterben. Nicht, wenn 83 Prozent der Bevölkerung Afrikas noch nicht einmal eine erste Impfdosis erhalten habe. Nicht, wenn Gesundheitssysteme noch immer unter der Zahl der Fälle ächzten. Und nicht, wenn es ein höchst übertragbares Virus gebe, das fast unkontrolliert zirkuliere. Die Bedingungen seien ideal, dass noch mehr übertragbare, gefährliche Varianten entstehen könnten, warnte der WHO-Generaldirektor.

Man könne die Pandemie aber als globale Gesundheits-Notsituation beenden - man verfüge dazu über die Instrumente und das Know-how. In dem Zusammenhang erneuerte Tedros das WHO-Ziel, insbesondere von den reichen Staaten 16 Milliarden Dollar einzusammeln, um damit Impfstoffe, Tests, Medikamente und Masken in ärmeren Ländern zielgerichtet zur Verfügung zu stellen. Verglichen mit den Kosten für ein weiteres Jahr mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen seien 16 Milliarden Dollar doch ein sehr überschaubarer Betrag, sagte er. Die Pandemie zu beenden, das müsse doch der Hauptfokus bleiben.

+++ Freitag, 18. Februar +++

Tschechisches Parlament verlängert umstrittenes Corona-Gesetz

Nach einer kontroversen Debatte hat das tschechische Parlament die Rechtsgrundlage für die Corona-Maßnahmen verlängert. Das Abgeordnetenhaus überstimmte am Freitag den Senat, der die Vorlage zuvor abgelehnt hatte. Das sogenannte Pandemie-Gesetz ermöglicht es dem Gesundheitsminister unter anderem, Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe zu schließen oder Freizeitaktivitäten einzuschränken. Die bisherige Regelung drohte Ende des Monats auszulaufen.

Die liberalkonservative Regierung plant dennoch weitere Lockerungen. „Ich möchte, dass wir normale Ostern wie vor Corona feiern können“, sagte Gesundheitsminister Vlastimil Valek. Derzeit gilt noch eine Maskenpflicht in Innenräumen. Bei der Einreise müssen Ausländer Anmelde-, Test- und Nachweispflichten erfüllen. Die Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen ist begrenzt.

Nach aktuellen Zahlen gab es in Tschechien binnen sieben Tagen 1126 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Mehr als 3700 positiv getestete Patienten werden im Krankenhaus behandelt. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

Bei Anruf Impfung: Landkreis Aurich startet Aktion

Mit einem Pilotprojekt will der Landkreis Aurich sein Impfangebot noch flexibler gestalten und durch den Einsatz eines „Anruf-Impfteams“ insbesondere Bürgerinnen und Bürger mit eingeschränkter Mobilität erreichen. Ab dem 24. Februar 2021 gibt es zunächst für den Zeitraum von vier Wochen jeweils donnerstags und freitags die Möglichkeit, sich direkt am eigenen Wohnort gegen das Corona-Virus immunisieren zu lassen. Um das neue Angebot zu nutzen, müssen sich sechs bis zehn Impfwillige zusammentun und sich dann per E-Mail (impfen@landkreis-aurich.de) beim Impfzentrum oder unter der Durchwahl 04941 16-1616 über das Bürgertelefon des Landkreises melden. Im Einzelfall kann von dieser Teilnehmerzahl abgewichen werden.

Das Mobile Impfteam (MIT) nimmt dann mit den interessierten Personen Kontakt auf, um die Termine und Rahmenbedingungen abzustimmen. Die Impfungen selbst finden unter Einhaltung der aktuellen Corona-Vorschriften im Regelfall in einem Fahrzeug des Rettungsdienstes statt, mit dem das MIT vor Ort ist. Dabei muss eine FFP2-Maske getragen werden. Es kommen die Impfstoffe von BionTech und Moderna zum Einsatz, je nach Stiko-Empfehlung.

Oscar-Gala für Gäste nur mit Impfnachweis und Negativ-Tests

Gäste der Oscar-Gala müssen in diesem Jahr einen Impfnachweis gegen das Coronavirus und mindestens zwei negative PCR-Tests vorlegen. Das berichten mehrere US-Medien. Moderatoren und auftretende Künstler müssen sich ebenfalls testen lassen, benötigen jedoch keinen Impfnachweis, wie eine Sprecherin der „New York Times“ sagte. Demnach sind zu den 94. Academy Awards am 27. März 2500 Gäste eingeladen. In das Dolby Theatre in Hollywood passen den Angaben zufolge mehr als 3300 Menschen. Wegen der Zeitverschiebung ist die Verleihung in Deutschland in den frühen Morgenstunden des 28. März zu sehen.

Auch die Maskenpflicht variiert laut „New York Times“ in diesem Jahr. Gäste, die für den Oscar nominiert sind, und ihre Begleitpersonen sitzen in den vorderen Bereichen mit größerem Abstand zueinander und müssen keine Masken tragen. Weiter hinten säßen die Menschen hingegen dichter und bräuchten alle einen Mund-Nasen-Schutz.

Mit zwölf Nominierungen ist der Film „The Power of the Dog“ der diesjährige Oscarfavorit. Zehn Nominierungen erhielt das Science-Fiction-Epos „Dune“ des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve. Auch Filme wie „West Side Story“ und „Belfast“ haben mehrere Gewinnchancen. Als Gastgeber führen die Schauspielerinnen Amy Schumer, Regina Hall und Wanda Sykes durch den Abend.

Erneut weniger Neuinfektionen in Niedersachsen

Langsam aber sicher sinkt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 1122,0 - nach 1130,0 am Vortag. So viele Menschen je 100 000 Einwohner steckten sich binnen einer Woche neu mit dem Virus an, wie das Land auf seiner Internetseite zum Infektionsgeschehen mitteilte.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz sank erneut auf 10,7 nach 11,0 am Vortag. Der Wert steht für die Zahl der infizierten Patienten pro 100 000 Einwohner, die binnen einer Woche neu in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Unter ihnen können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die wegen einer ganz anderen Erkrankung in die Klinik kommen. Die Auslastung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten stieg allerdings auf 5,8 Prozent der Betten - nach 5,5 Prozent am Vortag.

Insgesamt wurden am Freitag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) landesweit 18 595 bestätigte Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle stieg um 12 auf 7312. Die höchste Inzidenz hatte der Landkreis Celle mit 1844,1, gefolgt vom Landkreis Gifhorn (1579,3) und der Grafschaft Bentheim (1493,9). Auf den landesweit niedrigsten Wert kam der Landkreis Wittmund mit 392,1.

Im Bundesland Bremen sank die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich auf 875,1. Einen Tag zuvor lag der Wert noch bei 964,8. Es wurden 634 bestätigte Neuinfektionen und 2 weitere Todesfälle registriert.

Wilhelmshavener Impfangebote heute nur verkürzt

Die Öffnungszeiten der Impfangebote am heutigen Freitag, 18. Februar, werden aufgrund des angekündigten Extremunwetters verkürzt: Im Impflokal in der NordseePassage werden Kinder zwischen fünf und elf Jahren heute zwischen 14 und 15 Uhr gegen das Corona-Virus geimpft. Personen ab 12 Jahren können sich von 11 bis 15 Uhr in der Impfstation im Marktkauf impfen lassen.

RKI registriert 220 048 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1371,7

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1371,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1385,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1472,2 (Vormonat: 553,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 220 048 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 240 172 Ansteckungen.

Die Zahlen haben allerdings im Moment nur begrenzte Aussagekraft. Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte die Zahl der Menschen steigen, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 264 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 226 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 13 255 989 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 5,97 an (Mittwoch: 6,04). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 9 484 400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 120 992 .

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