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Lokal26.de Wilhelmshaven

Coronavirus-Ticker: Corona-Krise kann Innovationsschub geben – 8668 Corona-Tote in Deutschland

03.06.2020

Wilhelmshaven /Friesland /Ostfriesland Zahlen der Corona-Infizierten:

In Wilhelmshaven ist eine Person infiziert. Die Gesamtzahl der bisherigen Infizierten liegt bei 27, 25 gelten als genesen. Eine Person ist verstorben. (Stand: 5. Juni, 12.31 Uhr)

Im Landkreis Friesland ist derzeit niemand nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. 32 Patienten sind mittlerweile genesen, zwei Menschen sind gestorben. Insgesamt gab es bislang 34 Menschen aus dem Kreisgebiet, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. (Stand: 4. Juni, 16.30 Uhr)

Im Landkreis Wittmund gelten derzeit 3 Personen als mit dem Coronavirus infiziert. 38 Personen gelten als geheilt. Insgesamt waren bisher 41 Menschen infiziert. (Stand: 5. Juni, 12.30 Uhr)

Derzeit sind im Landkreis Aurich 24 Menschen an Corona erkrankt. Insgesamt waren 130 Personen infiziert, 98 gelten als geheilt. Acht infizierte Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. (Stand: 5. Juni, 12.30 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut listet für Deutschland 183.979 Infektionen und 8668 Todesfälle. In Niedersachsen gab es demnach bislang 12.182 Fälle und 601 Todesfälle (Stand: 7. Juni, 0 Uhr).

+++ Ticker von Sonntag, 7. Juni +++

Ungarn hebt Reisebeschränkungen gegenüber Deutschland auf

Ungarn hebt alle Beschränkungen im Personenverkehr mit Deutschland auf, die das mitteleuropäische Land im März wegen der Corona-Pandemie verhängt hat. Dies gab der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Samstag auf seiner Facebook-Seite bekannt. Deutsche Staatsbürger können ab Sonntag (7. Juni), 08.00 Uhr, ohne Auflagen in Ungarn einreisen. Ungarn, die aus Deutschland zurückkehren, brauchen sich nicht mehr einer 14-tägigen Heimquarantäne zu unterziehen.

Mittelstandsbeauftragter: Corona-Krise kann Innovationsschub geben

Die Corona-Krise kann aus Sicht des Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß, zu einem „Innovationsschub“ etwa bei der Digitalisierung führen. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Krise hat auch bestehende Probleme offen gelegt und birgt damit eine Chance.“ Neben den kurzfristig wirkenden staatlichen Hilfen gehe es nun darum, den Mittelstand fit zu machen für die nächsten Jahre und damit wettbewerbsfähiger.

Corona-Infektionen in Israel: Immer mehr Schulen schließen wieder

Angesichts eines Neuanstiegs von Corona-Infektionen müssen immer mehr Schulen in Israel wieder schließen. Mehr als 100 Schulen und Kindergärten blieben am Sonntag nach einer Mitteilung des Bildungsministeriums geschlossen. Die israelische Arbeitswoche beginnt sonntags.

Israel hatte zu Beginn der Corona-Welle sehr schnell mit rigorosen Maßnahmen reagiert, der Verlauf der Pandemie in dem kleinen Mittelmeerland war bisher relativ glimpflich. Im Zuge einer schrittweisen Lockerung der Vorschriften begann dann Anfang Mai auch die Öffnung der Schulen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 17 752 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 15 050 sind wieder genesen. 295 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.

WHO befürwortet nun Tragen von Gesichtsmasken in Corona-Krise

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihren Standpunkt zum Tragen von Gesichtsmasken in der Corona-Krise geändert. Zur Eindämmung von Infektionen empfehle man nun ihre Nutzung in überfüllten öffentlichen Einrichtungen, teilte die WHO am Freitag in Genf mit. Zugleich warnte die UN-Organisation jedoch, Masken könnten das Erkrankungsrisiko sogar erhöhen, wenn Menschen diese mit schmutzigen Händen berührten und so kontaminierten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte: „Masken können auch ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln.“

Bislang war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Der Massengebrauch wurde nicht empfohlen.

Tedros sagte, Masken könnten Händehygiene, Abstandhalten und das Aufspüren von Patienten mitsamt ihrer sozialen Kontakte nicht ersetzen. Masken alleine könnten nicht vor Covid-19 schützen. Regierungen sollten dort zum Maskentragen ermutigen, wo die Virusübertragung weit verbreitet sei und wo es schwierig sei, Abstand zu anderen Menschen zu halten, wie in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften oder in engen oder überfüllten Gegenden. Die WHO stellte auch fest, dass das Nähen von Masken die Menschen in die Lage versetze, etwas gegen das Virus zu tun und gleichzeitig eine mögliche Einkommensquelle darstelle.

New York beginnt in Corona-Krise mit Lockerungen

Der allabendliche Applaus für Krankenhaus-Mitarbeiter und andere systemrelevant Berufstätige ist für die New Yorker in der Corona-Pandemie längst zur geliebten Routine geworden - jetzt aber mischen sich immer häufiger neue Töne darunter. „Black Lives Matter“, schallt es aus den Fenstern und die Rufe hallen zusammen mit dem Applaus durch die Hochhausschluchten wieder - „die Leben von Schwarzen sind von Bedeutung“.

Seit rund 100 Tagen ist das besonders stark von der Corona-Pandemie betroffene New York fest im Griff der Krise. Gerade gab es aus den Krankenhäusern erste Hoffnungszeichen, da brach mit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis die zweite Krise über die Millionenmetropole hinein - vor allem mit friedlichen Massenprotesten, aber auch mit Ausschreitungen, Plünderungen und nächtlichen Ausgangssperren. Trotz allem soll in der Metropole am Montag (8. Juni) mit ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen begonnen werden. Von einer baldigen Rückkehr zu einer Art von Vor-Krisen-Zustand geht in einem dieser Tage völlig veränderten New York jedoch fast niemand mehr aus.

Fast 400 000 Menschen haben sich im Bundesstaat New York, in dem rund 19 Millionen Menschen leben, mit dem Coronavirus angesteckt, mehr als 30 000 davon sind nach einer Infektion gestorben.

Verstoß gegen Virus-Auflagen: Harte Strafen gegen Fußballer in China

Sechs Fußballer des chinesischen U-19-Teams sind für ein halbes Jahr suspendiert worden, weil sie gegen Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus verstoßen haben. Die Spieler hätten das bis Samstag laufende Trainingscamp in Shanghai unerlaubt verlassen, um etwas trinken zu gehen, wie der chinesische Fußballverband nach Angaben der Staatsmedien vom Sonntag berichtete. „Es war ein schwerer Verstoß gegen die Vorschriften für das Team zur Kontrolle der Epidemie und hat die Mannschaft negativ beeinflusst.“

Die Spieler dürfen bis zum 30. November weder bei ihren Clubs, noch auf nationaler Ebene spielen. Während einer der sechs Fußballer in Japan spielt, sind die anderen zusätzlich von ihren Clubs bestraft worden, indem ihnen für die Zeit das Gehalt gesperrt wurde. Auch wurden gegen zwei Spieler Geldstrafen von 200 000 und 300 000 Yuan verhängt, umgerechnet 25 000 beziehungsweise 37 000 Euro.

RKI meldet 301 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 301 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 183 979 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Sonntagmorgen meldete (Datenstand 07.06. 0 Uhr).

Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8668 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 22. Etwa 169 100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 300 mehr als noch einen Tag zuvor.

Art Basel 2020 wegen Corona-Pandemie endgültig abgesagt

Die wegen der Corona-Pandemie bereits vom Juni auf September verschobene Kunstmesse Art Basel ist nun für 2020 ganz abgesagt worden. Die Veranstalter teilten am Samstag mit, ausschlaggebend dafür seien unter anderem die Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für alle Beteiligten, die finanziellen Risiken für Aussteller und Partner sowie die anhaltenden Behinderungen des internationalen Reiseverkehrs. Eine Rolle habe auch gespielt, dass in der Schweiz noch keine Regeln für Großveranstaltungen getroffen worden seien. Ende März hatte der Veranstalter MCH Group die Messe zunächst von Juni auf September verschoben.

Marc Spiegler, Global Director der Art Basel, sagte: „Wir hatten gehofft, die Erholung des Kunstmarktes mit einer erfolgreichen Messe im September unterstützen zu können.“ Leider seien dafür die Unsicherheiten, mit denen man konfrontiert sei, nach wie vor zu groß. „Wir werden unsere digitalen Plattformen weiterentwickeln und auch in Zukunft Kunstmessen von höchster Qualität anbieten.“

Die Art Basel gilt als einer der wichtigsten Kunstmessen der Welt. Sie zog im vergangenen Jahr 93 000 Besucher an, 290 Gallerien aus 35 Ländern waren dabei. Für Sammler und Besucher stellten 290 Galerien aus 35 Ländern aus. Die nächste Ausgabe der Art Basel soll nun vom 17. Juni bis 20. Juni 2021 stattfinden.

Spahn besorgt über „dicht gedrängte Menschenmengen“ bei Demos

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich nach den jüngsten Demonstrationen gegen Rassismus besorgt gezeigt über dichte Menschenmengen während der Corona-Pandemie. „Der Kampf gegen Rassismus braucht unser gemeinsames Engagement. Jeden Tag“, erklärte Spahn am Samstagabend auf Twitter. „Doch dicht gedrängte Menschenmengen mitten in der Pandemie besorgen mich.“ Auch bei wichtigen Anliegen gelte: „Abstand halten, Alltagsmaske tragen, aufeinander acht geben. Um uns und andere zu schützen.“

Zehntausende Menschen in Deutschland hatten am Samstag gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. Allein am Berliner Alexanderplatz waren es nach Polizeiangaben rund 15 000 Teilnehmer. In München gingen etwa 25 000 Demonstranten auf die Straße. Auslöser war der Tod des Schwarzen George Floyd in den USA bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai.

Djokovic: Drakonische Maßnahmen für US Open geplant

Der Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat sich unglücklich über die geplanten strengen Hygienemaßnahmen für die US Open gezeigt, sollte das Grand-Slam-Turnier ab Ende August tatsächlich noch wie geplant in New York stattfinden. Im serbischen Sender Prva TV sprach er angesichts der Corona-Pandemie von extremen Maßnahmen und drakonischen Vorschlägen der Verantwortlichen, zeigte jedoch auch Verständnis.

Er habe mit Verantwortlichen im Welttennis über die Fortsetzung der Saison gesprochen, vor allem aber über die US Open, berichtete der 33 Jahre alte Serbe. Ob das Turnier stattfinden könne, sei immer noch ungewiss, die ihm genannten Maßnahmen seien extrem. Djokovic nannte indes nur einige Details. „Ich kann nicht viel sagen, aber wir hätten zum Beispiel keinen Zugang nach Manhattan, wir müssten in Flughafenhotels schlafen, uns zwei-, dreimal pro Woche testen lassen und nur eine Person auf das Turniergelände mitbringen, was schlicht unmöglich ist“, sagte Djokovic bereits am Freitag. „Wir werden sehen, was passiert.“

Lufthansa-Chef Spohr kündigt „Rückflug-Garantie“ in Corona-Krise an

Mit einer „Rückflug-Garantie“ will die Lufthansa Sorgen vor Reisen in der Corona-Krise entgegentreten. Man führe eine „Home-Coming-Garantie“ ein, sagte Konzernchef Carsten Spohr der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wer zurückwill nach Deutschland, den bringen wir zurück. Sei es, weil er wegen erhöhter Temperatur am Zielort nicht einreisen darf, er dort in Quarantäne müsste oder weil im Gastland das Virus ausbricht – für alle diese Fälle wird es eine abgesicherte Rückflug-Garantie geben.“ Weitere Details nannte er nicht. Spohr äußerte sich zuversichtlich, dass die Nachfrage nach Privatreisen sehr schnell zurückkommen werde.

Die Lufthansa war in der Corona-Krise schwer unter Druck geraten, weil seit Monaten kaum noch Flugverkehr möglich ist. In dem Konzern mit etwa 138 000 Beschäftigten stehen deswegen Tausende Jobs auf der Kippe. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, das verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen in einer Gesamthöhe von neun Milliarden Euro vorsieht. Im Gegenzug soll der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) 20 Prozent der Aktien übernehmen.

Spohr forderte in dem Interview, über „staatliche Anreize für neue Flugzeuge“ nachzudenken - er sprach von einer „Innovationsprämie“. „Ein neues Flugzeug braucht bis zu 25 Prozent weniger Treibstoff und erzeugt 50 Prozent weniger Lärm als das jeweilige Vorgängermodell. Der Sprung ist enorm.“ Wenn mehr neue Flugzeuge angeschafft würden, helfe das „der Umwelt, den Flugzeugherstellern und den Airlines“. Lufthansa verhandelt mit den Flugzeugherstellern Boeing und Airbus darüber, bereits bestellte Flugzeuge später abzunehmen als vereinbart.

+++ Ticker von Samstag, 6. Juni +++

Sancho und Akanji in BVB-Startelf – trotz Friseur-Affäre

Jadon Sancho und Manuel Akanji stehen trotz der jüngsten Friseur-Affäre in der Startelf von Borussia Dortmund beim heutigen Bundesligaspiel (18.30 Uhr/Sky) gegen Hertha BSC. Beide Fußball-Profis waren nach einem Verstoß gegen die strengen Corona-Bestimmungen von der DFL mit einer Geldstrafe in Höhe von 10 000 Euro bedacht worden. Sie hatten sich daheim von einem Friseur die Haare schneiden lassen und sich danach ohne Schutzmaske fotografieren lassen. Der Verein verzichtete auf eine Sanktion.

Moskau eröffnet mitten in Corona-Krise Buchmesse am Roten Platz

Trotz anhaltend hoher Corona-Infektionen hat in Moskau mitten auf dem Roten Platz eine Buchmesse mit zahlreichen Besuchern begonnen. Es sei wichtig, wieder ins Leben zurückzukehren, teilten die Veranstalter am Samstag mit, an dem in Russland auch der Geburtstag des Nationaldichters Alexander Puschkin und somit der Tag der russischen Sprache gefeiert wird. Bei den Besuchern der drei Tage dauernden Veranstaltung, die im Freien stattfindet, werde am Eingang die Temperatur gemessen. Zudem müssten die Gäste wie in der ganzen Stadt vorgeschrieben Mund-Nasen-Schutz sowie Handschuhe tragen. Es ist eines der ersten Kulturevents in Moskau seit Einführung der strengen Ausgangssperren im Frühjahr. Andere größere Veranstaltungen sind in Moskau wegen der Pandemie weiter verboten. Russland ist nach den Infektionszahlen gesehen das am stärksten betroffene Land Europas. Insgesamt wurden bislang knapp 460 000 Fälle registriert. Täglich kommen fast 9000 neue Infektionen in der Statistik dazu; die meisten davon in Moskau. Gestorben sind bislang 5725 Menschen.

Opec startet Gespräche über Verlängerung der Förderkürzung

Die Opec hat am Samstag Gespräche über eine mögliche Verlängerung der aktuellen Drosselung ihrer Ölproduktion begonnen. So wollen die großen Ölförderländer den Preisverfall in der Corona-Krise stoppen. Nach der internen Abstimmung will das Ölkartell mit seinen Kooperationspartnern, der sogenannten Opec+, sprechen. In den Video-Gesprächen zwischen dem Kartell und der von Russland geführten Gruppe wird es vor allem darum gehen, ob ein vor zwei Monaten vereinbartes Abkommen zur Kürzung der Ölproduktion verlängert werden soll. Nigeria bekräftigte zu Beginn der Gespräche seine Bereitschaft dazu.

„Gott hat mich vergessen“ - 108-Jährige übersteht Corona-Infektion

Die 108 Jahre alte Fatima Negrini hat eine Coronavirus-Infektion überstanden. Die Norditalienerin wohnt seit vielen Jahren in einem Pflegeheim in Mailand. „Gott hat mich vergessen“, zitierte die Zeitung „Corriere della Sera“ Negrini am Samstag.

Die 108-Jährige ist seit vielen Jahren Bewohnerin des Pflegeheim Anni Azzurri San Faustino in Mailand, sagte ein Sprecher der Einrichtung der Deutschen Presse-Agentur. Sie habe sich im April mit dem Coronavirus infiziert, sei aber asymptomatisch gewesen und Mitte Mai negativ getestet worden. In Negrinis Pflegeheim starben laut „Corriere della Sera“ mehrere Bewohner. „Fatima hat noch nicht begriffen, wer nicht mehr da ist“, sagte eine Pflegerin der Zeitung.

Erst am Mittwoch feierte die Italienerin ihren Geburtstag mit einer Schokoladentorte - verziert mit der Aufschrift „108 herzlichen Glückwunsch Fatima“. Laut Bericht hat Negrini drei Söhne im Alter von 89, 88 und 78 Jahren, vier Enkelkinder und zwei Urenkel.

RKI meldet 407 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 407 weitere Infektionen. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 183 678 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Samstagmorgen meldete (Datenstand 06.06. 0 Uhr). In den letzten 7 Tagen wurden aus 125 Kreisen keine Fälle übermittelt. Insgesamt werden Werte aus rund 400 Landkreisen erfasst.

Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8646 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 33. Seit den ersten im Januar erfassten Nachweisen seien dem RKI drei Covid-19-Todesfälle bei unter 20-Jährigen übermittelt worden, hieß es. „Die verstorbenen Personen waren im Alter zwischen 3 und 18 Jahren, alle hatten Vorerkrankungen.“ Etwa 168 900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind rund 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Experten warnen vor zweiter Infektionswelle in Großbritannien

Führende Ärzte und Wissenschaftler haben die britische Regierung eindringlich dazu aufgerufen, das Land auf eine mögliche zweite Infektionswelle im Winter vorzubereiten. Großbritannien gehöre zu den Ländern mit den höchsten Todesraten, betonten die Experten in einem im „Guardian“ veröffentlichten Schreiben. „Besonders schlimm sind die Armen und bestimmte ethnische Minderheiten betroffen.“ Zu den 27 Unterzeichnern gehört auch der Mediziner Anthony Costello, der früher Spitzenbeamter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war.

Nach Angaben des britischen Gesundheitsministeriums sind bereits mehr als 40 000 Corona-Infizierte gestorben - kein anderes Land in Europa verzeichnet so viele Opfer. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Angesichts der Lage im Land halten viele von ihnen die Lockerung von Maßnahmen gegen die Pandemie für verfrüht. So wurde am Samstag wieder die Öffnung von Schulen für einige Jahrgangsstufen kritisiert.

Die Regierung in London steht seit Wochen in der Kritik, zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Der staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) ist chronisch unterfinanziert. Es mangelt an Ärzten, Pflegepersonal, Schutzausrüstungen und Tests. Jeder Landesteil - England, Schottland, Wales und Nordirland - hat eigene Maßnahmen gegen die Corona-Krise.

Handball-Bundesliga plant Saisonstart mit geringen Zuschauerzahlen

Die Handball-Bundesliga möchte mit einem Stufenplan in die neue Saison starten. In der ersten Phase hält HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann eine 25-prozentige Auslastung der Spielstätten für denkbar. Das „müsste sich dann nach und nach steigern“, sagte er den „Kieler Nachrichten“ (Samstag). Mögliche Starttermine sind der 4. September oder Anfang Oktober. Das Konzept soll den Vereinen demnächst vorgelegt werden. Die HBL will in etwa zwei Wochen über den Beginn der neuen Saison entscheiden.

Einen Bundesliga-Start erst im Januar 2021 schließt Bohmann dagegen aus. „Wir dürfen nicht in Schockstarre verfallen. Wenn wir den Handball für ein Jahr wegsperren, wäre das ein Rückschritt um 40 Jahre“, sagte der Geschäftsführer. Geisterspiele im Handball sieht Bohmann äußerst problematisch. „Bei Geisterspielen müssten die Vereine die Kosten erheblich reduzieren“, meinte er, „aber die meisten Kosten sind nicht verhandelbar. Das ist ein Dilemma.“

Merkel: Maßnahmen sind Mischung aus Konjunktur- und Zukunftspaket

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die beschlossenen Maßnahmen zur Abfederung der Corona-Folgen als Mischung aus klassischem Konjunkturpaket und auf viele Jahre ausgerichtetem Zukunftspaket bezeichnet. Das klassische Konjunkturpaket entfalte seine Wirkung in den Jahren 2020 und 2021. Das länger angelegte Zukunftspaket in Höhe von 50 Milliarden Euro sei notwendig, weil sich durch den Klimawandel und die Digitalisierung die Art des Wirtschaftens grundlegend ändere, sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Podcast.

Als Beispiele nannte sie die Wasserstoffstrategie, eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien und Gebäudesanierungen sowie einen Wandel in der Mobilität. Außerdem würden die Anstrengungen im Bereich der Digitalisierung verstärkt.

Sparen in der Corona-Krise: Bolivien schafft drei Ministerien ab

Boliviens Übergangsregierung schafft mehrere Ministerien ab, um in der Corona-Krise Geld zu sparen. Demnach werden das Sportministerium, das Kulturministerium und das Kommunikationsministerium an andere Ministerien angeschlossen, berichteten bolivianische Medien am Freitag (Ortszeit) übereinstimmend. „Alles Eingesparte wird in die Gesundheit und den Kampf gegen das Coronavirus gehen“, wurde Übergangspräsidentin Jeanine Añez zitiert.

Vor allem die Abschaffung des Kulturministeriums löste in dem Andenstaat Kritik aus. Unter dem Motto „Ich bin ein Künstler, ich bin keine absurde Ausgabe“ rief der Kultursektor den Notfall aus. Zudem sollen die Botschaften in Nicaragua und im Iran geschlossen werden. „Wir haben nichts gegen diese Länder (...), es ist, um zu sparen und dieses Geld zu investieren“, sagte Añez.

Gardasee wartet auf deutsche Touristen: Keine Masken am Strand

Der Tourismusbetrieb am Gardasee in Italien hofft in diesem Jahr trotz Corona auf zahlreiche Urlauber aus Deutschland. „Die Besucher können sich hier absolut sicher fühlen. Wir hatten hier nur einen einzigen Corona-Fall“, sagte der Bürgermeister der Kommune Limone sul Garda, Antonio Martinelli, der Deutschen Presse-Agentur. „Unser Ort ist immun.“

Hotels, Attraktionen und Fähren würden nun nach und nach den Betrieb aufnehmen. Urlauber müssten auch nicht mit Atemschutzmasken am Strand liegen oder im Restaurant sitzen, dafür gelte aber auch beim Urlauben ein Sicherheitsabstand. Limone sul Garda ist vor allem bei ausländischen Touristen beliebt, etwa 70 Prozent kämen aus Deutschland, sagte Martinelli. Letztes Jahr habe der kleine Ort insgesamt 1,3 Millionen Übernachtungen gezählt - mehr habe in der Region Lombardei nur die Metropole Mailand. „Wir wollen eine Botschaft an unsere geliebten deutschen Freunde senden, dass wir sie sehnsuchtsvoll erwarten.“

Chef der Innenministerkonferenz: Auf zweite Corona-Welle vorbereiten

Der Chef der Innenministerkonferenz mahnt, bis zum Herbst die Vorräte an kritischen Artikeln wie Schutzkleidung und Medikamente aufzufüllen, um für eine zweite Corona-Infektionswelle gewappnet zu sein. „Man muss ja damit rechnen, dass es im Herbst ein Wiederaufflammen gibt, weil man sich dann beispielsweise wieder öfter in geschlossenen Räumen aufhält“, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Daher müsse man schauen, ob genügend nationale Reserven vorhanden seien, „was ganz elementare, systemkritische Versorgungsartikel anbelangt“. Dabei gehe es etwa um Schutzbekleidung, aber auch um medizinische Produkte und Medikamente. „Ich denke, dass wir jetzt Zeit haben, um die Vorräte an nötigen Ressourcen aufzufüllen“, sagte Maier.

Umfrage: Corona könnte stärker spalten als Flüchtlingskrise

Eine Mehrheit der Deutschen glaubt laut einer neuen Studie, die Corona-Pandemie könne das Land stärker spalten als die Flüchtlingskrise. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die „Augsburger Allgemeine“ hervor. Demnach gaben knapp 60 Prozent der Befragten an, sie glaubten, die Corona-Krise könne zur stärksten Polarisierung der Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren führen. Nur rund 27 Prozent glaubten das nicht oder eher nicht, gut 13 Prozent waren in der Frage unentschieden.

Seehofer: Bundesligaspiele mit Zuschauern in neuer Saison denkbar

In der neuen Saison der Fußball-Bundesliga könnte es nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auch wieder Spiele vor Zuschauern geben. In einem am Samstag veröffentlichten Interview für die Zeitungen der Funke Mediengruppe erklärte Seehofer, er gehe zunächst von reduzierten Zuschauerzahlen aus. Erst sollte jedoch die laufende Saison zu Ende gespielt werden.

„Ich habe schon die Zuversicht im Herzen, dass wir in der neuen Saison nach und nach wieder Publikum zulassen können. Nicht sofort, nicht wie vor dem Corona-Ausbruch, aber mit reduzierten Zuschauerzahlen und so, dass die Abstände zwischen den Stadionbesuchern eingehalten werden“, sagte Seehofer. „Wir werden hier - wie in anderen Bereichen auch - kluge Lösungen finden, bei denen wir Lebensfreude und Infektionsschutz miteinander vereinen“, fügte der Bundesinnenminister hinzu.

Lehrerverband: Bei Normalbetrieb der Schulen Maskenpflicht sinnvoll

Ein Normalbetrieb der Schulen trotz der weiter schwelenden Corona-Pandemie erfordert aus Sicht des Deutschen Lehrerverbandes einige neue Hygieneregeln. Wenn wieder alle Schüler der Klasse in einem Raum sitzen, sei natürlich eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts sinnvoll, so wie in asiatischen Ländern, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der „Bild“-Zeitung“ (Samstag). Er räumte zugleich ein: „Allerdings erschwert das ordentlichen Unterricht.“

Am Donnerstag hatten die Kultusminister der Länder noch einmal offiziell ihr Ziel bekräftigt, so bald wie möglich wieder zu einem normalen Schulbetrieb zurückzukehren.

Meidinger sagte, Bedingung dafür sei höchstmöglicher Gesundheitsschutz für Lehrer, Schüler sowie der Angehörigen in ihren Haushalten. Dafür müssten Klassen und Lerngruppen vollständig und den ganzen Schultag über getrennt werden. Weiter schlug Meidinger umfassende, regelmäßige Corona-Tests von Lehrern und Schülern vor sowie Notfallpläne im Fall von ansteigenden Infektionen. Meidinger sagte abschließend: „Sollte sich erweisen, dass vollständige Schulöffnungen bundesweit zu einem starken Anstieg an Infektionsausbrüchen an Schulen führen, müsste diese Öffnung umgehend gestoppt und zurückgenommen werden.“

Airbus im Mai ohne Flugzeug-Bestellung - aber auch keine Stornierung

Der Flugzeugbauer Airbus hat im Mai angesichts der Corona-Krise zwar keine neuen Bestellungen eingesammelt, aber auch keine Stornierungen kassiert. Seit dem Jahreswechsel summieren sich die Netto-Bestellungen damit weiterhin auf 299 Verkehrsflugzeuge, wie der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Freitagabend in Toulouse mitteilte. Unterdessen konnte das Unternehmen im Mai 24 Jets der Reihen A220, A320 und A350 ausliefern. Seit dem Jahreswechsel kam Airbus damit auf 160 Flugzeug-Auslieferungen. Der Hersteller hat seine Produktion wegen der Corona-Krise deutlich gedrosselt.

USA lockern geplante Beschränkungen für Passagierflüge China

Im Streit mit China um die Beschränkung von Passagierflügen haben nun auch die USA ein Zugeständnis gemacht. Chinesische Airlines dürften künftig pro Woche zwei Passagierflüge in die USA durchführen, erklärte das Verkehrsministerium in Washington am Freitag. Zuvor hatte am Donnerstag Peking seine Beschränkungen gelockert - nachdem die USA angekündigt hatten, ab Mitte Juni bis auf Weiteres keine chinesischen Passagierflüge mehr zuzulassen. China hatte die Beschränkungen infolge der Coronavirus-Pandemie erlassen. Seit März waren US-Fluggesellschaften praktisch alle Passagierflüge nach China unmöglich, obwohl chinesische Airlines weiter in die USA fliegen konnten. Aus diesem Grund hatten die USA am Mittwoch ein Ende der chinesischen Passagierflüge angekündigt. Am Donnerstag verfügte Pekings Luftverkehrsbehörde dann, dass ausländische Airlines jetzt maximal zweimal pro Woche ein Ziel in China anfliegen könnten. Trotzdem gelten weiter Beschränkungen, um eine Einschleppung des Virus zu verhindern.

Zahl der Neuinfektionen weiterhin gering

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist leicht gestiegen - bewegt sich aber weiter auf verhältnismäßig niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten 507 neue Fälle binnen eines Tages, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Am Vortag waren es 394 Neuinfektionen gewesen. Schleswig-Holstein meldete am Freitag keine einzige neue Infektion. Das war in den vergangenen Tagen auch in anderen Bundesländern vorgekommen.

+++ Ticker von Freitag, 5. Juni +++

Deutsches Alpaka Tyson hilft bei Suche nach Corona-Behandlung

Die Hoffnung einiger schwedischer Wissenschaftler in der Corona-Krise lastet auf den Schultern des deutschen Alpakas Tyson: Ein Forschungsteam um Gerald McInerney vom Stockholmer Karolinska-Institut möchte mit Hilfe der von dem Tier gebildeten Antikörper eine Behandlungsmethode gegen das Coronavirus auf den Weg bringen.

Es sei seit längerem bekannt, dass Alpakas und andere Kamelarten eine besondere Art von kleinen Antikörpern ausbilden könnten, sagte McInerney am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Man habe deshalb das auf einer deutschen Forschungsfarm lebende Tier mit Virusproteinen immunisiert, damit sein Körper diese winzigen Antikörper, sogenannte Nano-Antikörper, bilden könne. Diese habe man aus Tysons Blut isoliert und wolle sie nun in einem nächsten Schritt etwa bei Mäusen oder Hamstern testen. Wie es danach weitergehen könnte, ist noch unklar. Hoffnung gebe aber, dass diese Antikörper genau an demselben Teil des Virus andocke wie menschliche Antikörper, sagte McInerney.

Bildungsgewerkschaft kritisiert Vorgehen an Grundschulen

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) kritisiert die Pläne einzelner Länder, Grundschüler noch vor den Sommerferien wieder im normalen Klassenverband zu unterrichten. „Bei allem Verständnis für die Sorgen und Nöte der Eltern, halte ich es für ein Spiel mit dem Feuer, wenn immer mehr Länder komplette Schulöffnungen, wie jetzt auch in Nordrhein-Westfalen, unter Aufgabe von Abstandsregeln verfügen“, sagte der Verbandsvorsitzende Udo Beckmann laut einer Mitteilung am Freitag.

In Nordrhein-Westfalen sollen alle Grundschulkinder ab dem 15. Juni wieder täglich zur Schule gehen, wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag ankündigte. Es könne wieder im normalen Klassenverband unterrichtet werden, sagte sie. Auch andere Länder planen eine entsprechende Rückkehr zum normalen Unterricht zumindest für Grundschüler, auch wenn dabei die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann. Sachsen war diesen Schritt als erstes Bundesland gegangen. (Quelle: dpa)

Nach Corona-Ausbruch in Göttingen müssen Hunderte Kinder in Quarantäne

Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen müssen voraussichtlich mehrere hundert Schulkinder für zwei Wochen in Quarantäne. Die Göttinger Schulen sollen nach der Schließung in dieser Woche zwar am Montag unter strengen Auflagen wieder den Betrieb aufnehmen, sagte Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD) am Freitag. Die Klassen der Kinder, die sich mit dem Coronavirus infizierten haben, kommen demnach aber in häusliche Quarantäne. Wie viele Jungen und Mädchen davon genau betroffen sind, konnte ein Stadtsprecher zunächst nicht sagen. Unter den 120 Menschen, die in Folge von Regelverstößen bei Privatfeiern zum muslimischen Zuckerfest mit dem Virus infiziert wurden, befinden sich 39 Schülerinnen und Schüler. (Quelle: dpa)

Weniger Steuern im Café und mehr Lohnersatz für Eltern

Das nächste Hilfspaket in der Corona-Krise ist beschlossen - diesmal profitieren berufstätige Eltern, Gastwirte und Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Der Bundesrat billigte am Freitag mehrere Steuererleichterungen und längeren Lohnersatz für Mütter und Väter, die wegen der Kinderbetreuung gerade nicht arbeiten können.

Zahl der Neuinfektionen weiterhin gering

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist leicht gestiegen - bewegt sich aber weiter auf verhältnismäßig niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten 507 neue Fälle binnen eines Tages, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Am Vortag waren es 394 Neuinfektionen gewesen. Schleswig-Holstein meldete am Freitag keine einzige neue Infektion. Das war in den vergangenen Tagen auch in anderen Bundesländern vorgekommen. (Quelle: dpa)

Fünf neue Fälle in Aurich – Infizierten-Zahl stiegt somit auf aktuell 24

Die Infektionszahlen im Landkreis Aurich sind im Vergleich zu gestern noch einmal angestiegen. Weitere fünf neue Corona-Patienten gibt es, sodass die aktuelle Zahl der Infizierten nun bei 24 liegt. Bislang sind damit im Landkreis bereits 130 Menschen an dem Virus erkrankt.

Bürgertelefon in Wilhelmshaven wird eingestellt

Die Erfahrungen der letzten Zeit haben gezeigt, dass nur noch wenige Anrufe das Bürgertelefon der Stadt Wilhelmshaven erreichen. Aus diesem Grund wird dieser Service ab Montag, 8. Juni, nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Erreichbarkeit über die E-Mail-Adresse, buergertelefon@wilhelmshaven.de, bleibt bestehen. Die Bürger können die Stadtverwaltung jedoch bei Fragen und Anliegen telefonisch, 04421-160, auf dem gewohnten Wege erreichen.

Corona-Ausbruch in Jheringsfehn wirft weiter Fragen auf

Wer eine Gaststätte betreiben will, braucht ein einwandfreies Führungszeugnis. Sonst gibt es keine Konzession. Eine Vorstrafe wird erst nach fünf Jahren aus dem Register gestrichen. Der Pächter des Restaurants „Alte Scheune“ in Jheringsfehn, bei dessen Wiedereröffnung etliche Menschen am Coronavirus erkrankten, hätte demnach die Gaststätte gar nicht öffnen dürfen.

Nach Recherchen des freien Journalisten Bernhard Fokken (Leer) hätte die Feier am 15. Mai in dem Lokal nicht stattfinden dürfen – unabhängig von Hygiene- und Abstandsregeln und dem Verhalten der Gäste. Fokken: „Das Lokal hätte nicht geöffnet sein dürfen. Der Grund: Der Pächter ist einschlägig vorbestraft, verurteilt zu dreieinhalb Jahren wegen Betrügereien, freigelassen am 19. Dezember vorigen Jahres. Die Vorstrafe disqualifiziert ihn wegen Unzuverlässigkeit für eine Gaststättenerlaubnis“, schildert der Journalist die Umstände; er beruft sich auf sichere Quellen.

Abonnenten lesen mehr: Eine Feier, die es so nie hätte geben dürfen

Schulze hofft auf Schub für Verkehrswende

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hofft auf eine Beschleunigung der Verkehrswende für mehr Klima- und Umweltschutz durch das neue Konjunkturprogramm gegen die Corona-Krise.„Der Bereich der Mobilität nimmt einen großen Teil des Konjunkturprogramms ein, er ist gleichzeitig unser größtes Sorgenkind beim Umweltschutz“, schrieb die SPD-Politikerin in einem Brief an ihre Mitarbeiter, der der dpa vorliegt. Öffentlicher Nahverkehr und Bahn würden mit Milliarden unterstützt, die Erhöhung der Kaufprämie für Elektromobilität gebe dieser einen Schub, schrieb sie. Auch werde die Lade-Infrastruktur schneller ausgebaut und die KfZ-Steuer reformiert.

Tschechien öffnet Grenze für Deutsche ab Freitagmittag

Tschechien öffnet nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Die Entscheidung tritt bereits ab Freitagmittag um 12.00 Uhr in Kraft, wie das Kabinett am Freitagmorgen auf einer Sondersitzung in Prag beschloss. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. „Wir müssen zur Normalität zurückkehren“, sagte Regierungschef Andrej Babis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Es sei gut, wenn Touristen aus diesen Ländern wieder Geld in Tschechien ausgäben.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte Tschechien Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp für Ausländer verhängt. Die Grenze zur Slowakei war bereits am Donnerstag geöffnet worden. Ab dem 15. Juni führt die Regierung in Prag für weitere Länder ein abgestuftes Ampel-Modell ein, das diese in Risikogruppen einteilt. Während Bürger aus „grünen“ Ländern wie der Schweiz freie Fahrt bekommen, müssen Reisende aus Frankreich, Italien und Spanien bei der Einreise einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen.

In Tschechien gab es bis Freitag 9494 bestätigte Coronavirus-Infektionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. 326 Todesfälle wurden mit der Erkrankung in Verbindung gebracht.

DLRG befürchtet mehr Badetote – auch wegen Corona

Mehr Badetote als in den vergangenen Jahren befürchtet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für diesen Sommer. „Insgesamt haben wir Angst davor, dass die Schwimmfertigkeit noch weiter nachlässt“, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese der Deutschen Presse-Agentur. Denn neben den bekannten Problemen wie einer sinkenden Zahl von Schwimmbädern und langen Wartezeiten für Schwimmkurse komme in diesem Jahr die Corona-Pandemie dazu. Dadurch seien Schwimmbäder wochenlang geschlossen gewesen, Schwimmkurse seien deshalb ausgefallen. Menschen müssten nun noch länger auf einen Kurs warten.

+++ Ticker von Donnerstag, 4. Juni +++

Die EZB stockt Corona-Notkaufprogramm um 600 Milliarden Euro auf

Im Kampf gegen die beispiellosen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben Europas Währungshüter ihren Einsatz nahezu verdoppelt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) stockt ihr Corona-Notkaufprogramm für Anleihen um 600 Milliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro auf. Das beschloss der EZB-Rat am Donnerstag in Frankfurt. Die Mindestlaufzeit des Kaufprogramms wird zudem um ein halbes Jahr bis Ende Juni 2021 verlängert. Die Notenbank rechnet in diesem Jahr mit einer schweren Rezession im Euroraum mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 8,7 Prozent und einer Inflation nahe null.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprach von einem beispiellosen Konjunktureinbruch. Arbeitslosigkeit, Einkommensverluste und eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung hätten zu einem deutlich Rückgang von Konsumausgaben und Investitionen geführt. Eine Erholung wird im dritten Quartal erwartet.

Im kommenden Jahr dürfte die Wirtschaft im gemeinsamen Währungsraum der 19 Staaten nach der neuesten Vorhersage der Notenbank dann kräftig um 5,2 Prozent zulegen. Im Jahr 2022 erwartet die EZB 3,3 Prozent Wachstum. Allerdings hänge die Entwicklung vor allem von der Dauer und dem Erfolg der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ab, sagte Lagarde.

Die Wertpapierkäufe helfen Staaten wie Unternehmen: Sie müssen für ihre Papiere nicht so hohe Zinsen bieten, wenn eine Zentralbank als großer Käufer am Markt auftritt. In der Krise haben Staaten milliardenschwere Rettungspakete aufgelegt, das belastet die Haushalte. Zunächst hatte die EZB bis mindestens Jahresende 750 Milliarden Euro für den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen im Rahmen des Corona-Notprogramms PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) veranschlagt.

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Fünf Neuinfektionen in Aurich

Im Vergleich zu gestern sind die Infektionszahlen im Landkreis Aurich um fünf Neuerkrankungen angestiegen, sodass die aktuelle Zahl der Corona-Infizierten bei 19 liegt. Das teilt der Landkreis via Facebook am Donnerstag mit.

Pfleger und Kita-Betreuer sollen Corona-Tests bekommen

In Niedersachsen können sich Pflegekräfte und Kita-Betreuer in Regionen mit vielen Corona-Neuinfektionen künftig auch ohne Verdacht auf das Virus testen lassen. Angeboten werden die präventiven Tests allen Beschäftigten von Alten- und Pflegeheimen, Pflegediensten, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und Kindertagesstätten in Regionen, in denen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 35 Fälle pro 100 000 Einwohner gab.

Das gab Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag bekannt.Da derzeit keine Region diesen Wert überschreite, könnten die Tests kommende Woche aber auch in dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt mit dem dann höchsten Wert beginnen. Am Donnerstag lag der Landkreis Göttingen mit einer Inzidenz von 28 Neuinfektionen am höchsten.

Die neusten Zahlen aus dem Landkreis Wittmund

Turn-EM im Dezember: Beide Titelkämpfe in Baku

Die im Frühjahr verschobenen Turn-Europameisterschaften der Männer und Frauen werden im Dezember nachgeholt. Wie der europäische Turnverband UEG am Donnerstag mitteilte, werden die Titelkämpfe der Männer vom 9. bis 13. Dezember und die der Frauen vom 17. bis 20. Dezember in Aserbaidschans Hauptstadt Baku stattfinden.

Ursprünglich war die EM der Frauen Anfang Mai in Paris geplant, die der Männer Ende Mai in Baku. Bei den Titelkämpfen geht es auch noch um Qualifikation für die auf 2021 verlegten Olympischen Spielen in Tokio. Die europäischen Titelkämpfe in der Rhythmischen Sportgymnastik werden nach dem neuen Plan vom 26. bis 29. November in Kiew ausgetragen.

Die UEG halte es derzeit für möglich, diese Veranstaltungen noch in diesem Jahr zu organisieren, sagte UEG-Präsident Farid Gayibow. Die Föderation werde „die Situation jedoch in den nächsten Monaten weiter bewerten. Sollte die Situation zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr als sicher genug angesehen werden, werden wir entsprechend reagieren“, sagte der Aserbaischaner.

Patientenschützer kritisieren Konjunkturpaket

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die geplanten umfangreichen Konjunkturmaßnahmen der großen Koalition kritisiert. „Das Konjunkturpaket lässt die 3,4 Millionen Pflegebedürftigen mit ihren finanziellen Nöten allein“, sagte Vorstand Eugen Brysch am Donnerstag. Mit einem einmaligen Pflegegeld von 1000 Euro könne die Bundesregierung für sofortigen Konsum sorgen. Wer pflegebedürftig sei, könne nicht sparen. „Außerdem würde die Politik damit ein Zeichen setzen für die Menschen, die in der Corona-Krise am meisten leiden“, sagte Brysch.

Afrika will Testen auf Corona durch neue Initiative beschleunigen

Die panafrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC stellt den Kampf gegen Corona auf eine neue Basis. Eine mit Industriepartnern und staatlichen Institutionen gegründete Initiative, Partnership to Accelerate Covid-19 Testing (PACT) genannt, soll nationale Anstrengungen der afrikanischen Länder koordinieren und bestehende Kapazitäten ausbauen. „Das ändert völlig die bisherige Dynamik“, sagte John Nkengasong, der Leiter des zur Afrikanischen Union (AU) gehörenden Africa CDC, am Donnerstag. So sollen 100 000 Gesundheitsmitarbeiter ausgebildet werden und eine Million Sozialarbeiter zum Einsatz kommen.

Die Institution stützt sich dabei unter anderem auf Erfahrungen aus dem Kampf gegen HIV/Aids. Bisher gibt es auf dem Kontinent laut Nkengasong im Schnitt 5400 Corona-Nachweise pro Tag. In den kommenden Monaten seien 10 Millionen Tests geplant. „Unsere Fähigkeit zum Testen beschleunigt sich sehr schnell.“

Damit dürften demnächst auch die Fallzahlen steigen. In Afrika sind mit derzeit etwa 158 000 bestätigten Nachweisen sowie rund 4500 Toten in Zusammenhang mit Covid-19 in 54 Ländern vergleichsweise wenig Infektionen bekannt, die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle dürfte Experten zufolge hoch sein.

Kinderbonus kommt wahrscheinlich in drei Raten

Die im Konjunkturpaket geplante Extrazahlung für Familien mit Kindern soll „aller Wahrscheinlichkeit nach“ in drei Raten in Höhe von jeweils 100 Euro überwiesen werden. Das sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag in Berlin. Nach ihren Angaben ist geplant, die Auszahlung über die monatliche Kindergeldzahlung abzuwickeln. „Dann würden auf dem Kontoauszug für die Kindergeldzahlung nicht die 204 Euro stehen, sondern über drei Monate 304 Euro.“ Wann genau der Kinderbonus ausgezahlt werden soll, bleibt zunächst unklar. Das werde aber in den nächsten Stunden oder Tagen geklärt, sagte Giffey.

Familien mit hohen Einkommen werden von der Leistung allerdings nichts haben, weil sie bei der Steuer mit den Kinderfreibeträgen verrechnet werden soll. Bei einer Paarfamilie mit einem Kind gehe man davon aus, „dass man bis zu einem Bereich von 90 000 Euro zu versteuerndem Einkommen hier noch vom Kinderbonus profitiert“, sagte Giffey.

Kinderärzte: Sommerferien zur Förderung von Kindern nutzen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat eine Förderung benachteiligter Kinder in den Sommerferien gefordert. „Wir sehen schon heute eine enorme Leistungsspreizung zwischen Schülern aus sozial benachteiligten Familien und solchen, in denen die Eltern die nötigen Ressourcen haben, um ihre Kinder als Hilfslehrer zu unterstützen“, sagte Verbandspräsident Thomas Fischbach am Donnerstag laut Mitteilung in Köln. „Hier muss dringend für einen Ausgleich gesorgt werden. Wir brauchen Stützkurse für benachteiligte Kinder.“ Dafür sollten die Sommerferien genutzt werden.

Der digitale Unterricht während der Corona-Zeit habe Kinder benachteiligt, „deren Eltern keine Zeit und keine Kompetenzen hatten zum Home-Schooling“, sagte der Solinger Kinderarzt. „Falls der Fernunterricht nach den Sommerferien weitergehen muss, brauchen wir hier dringend Verbesserungen.“ Schulen müssten eine bessere digitale Ausstattung und Lehrer entsprechende Fortbildungen erhalten.

VDA: Hersteller geben Mehrwertsteuersenkung an Kunden weiter

Die Autobauer in Deutschland wollen den Preisvorteil aus der bevorstehenden Mehrwertsteuersenkung voll an ihre Kunden weitergeben. Die im Verband der Automobilindustrie organisierten Hersteller schafften die Voraussetzungen dafür, dass die Absenkung der Mehrwertsteuer in vollem Umfang den Kunden zu Gute kommen könne, teilte der VDA am Donnerstag mit.

„Die befristete Absenkung der Mehrwertsteuer ist eine wichtige Maßnahme, um die Nachfrage in Deutschland wieder in Schwung zu bringen“, hieß es weiter. Um den Absatz moderner Fahrzeuge zu beschleunigen, prüften die Unternehmen, wie die Wirkung der abgesenkten Mehrwertsteuer weiter verstärkt werden könne.

Studie: Hydroxychloroquin schützt nicht vor Ansteckung

Das Mittel Hydroxychloroquin schützt Kontaktpersonen von Sars-CoV-2-Infizierten nicht vor einer Ansteckung. Das hat eine Studie US-amerikanischer Wissenschaftler ergeben. Sie hatten Personen das Mittel verordnet, die sich ohne Mund- oder Augenschutz mit einem Abstand von weniger als 1,80 Meter für mindestens 10 Minuten in der Nähe eines nachweislich Infizierten aufgehalten hatten. Die Betroffenen erkrankten später selbst mit der gleichen Wahrscheinlichkeit an Covid-19 wie Kontaktpersonen, die ein wirkungsloses Scheinmedikament bekommen hatten. Die Forscher stellen ihre Ergebnisse im „The New England Journal of Medicine“ vor.

Stärkster Auftragsrückgang im Maschinenbau seit Finanzkrise

Die Corona-Krise hat die deutschen Maschinenbauer im April mit voller Wucht getroffen. Die Bestellungen brachen gegenüber dem Vorjahresmonat bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 31 Prozent ein, wie der Branchenverband VDMA am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Das sei der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise 2008/2009, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Inlandsorders gingen um 25 Prozent zurück. Die Auslandsbestellungen brachen um 34 Prozent ein.

150 Millionen Euro zusätzlich für Sportstätten

Der Bund erhöht die Mittel für Sportstätten in Deutschland wegen der Coronavirus-Krise in diesem und im kommenden Jahr um weitere 150 Millionen Euro. Das beschloss die Große Koalition. Der Investitionsplan Sportstätten werde von 110 Millionen Euro auf 260 Millionen Euro aufgestockt, heißt im Beschluss zum Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket, das am Mittwochabend beschlossen wurde.

Ifo-Präsident begrüßt Konjunkturpaket der Koalition

Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat das Corona-Konjunkturpaket der großen Koalition als durchdacht und ausgewogen gelobt. Es werde die Rezession sicherlich dämpfen, sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. „Aus der Welt schaffen kann man sie natürlich nicht.“ Mit einer befristeten Senkung der Mehrwertsteuer könne der Konsum kurzfristig angekurbelt werden. Wenn die Sätze im kommenden Jahr wieder steigen, bestehe aber „ein bisschen“ die Gefahr, dass der Konsum abbreche. „Es ist beabsichtigt, dass man erstmal den Konsum anregt in dieser kritischen Phase. Nur man verlässt sich eben darauf, dass im nächsten Jahr das Gröbste vorbei ist“, sagte Fuest.

Der beschlossene Familienbonus werde Entlastung bringen. Es wäre aber unfair, die Belastungen von Familien und Alleinerziehenden in der Corona-Krise mit einer Einmalzahlung abzugelten, sagte Fuest. Für sie müsse deutlich mehr getan werden. „Es kann nicht sein, dass man sich mit den 300 Euro von dieser Verpflichtung loskauft.“

Experte zu Konjunkturpaket: Kein großer Schub für die Autoindustrie

Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht bei den geplanten Hilfen der großen Koalition mit Blick auf die Autoindustrie Licht und Schatten. „Bei der Elektromobilität sind die 6000 Euro für die rein batteriegetriebenen Autos ein sehr kräftiger Impuls“, schrieb der Experte vom Duisburger Auto-Forschungsinstitut CAR am Donnerstag zum Paket der Koalitionsspitzen. „Mal sehen, inwieweit die Autobauer ihre heutigen Zuschüsse zu den Elektroautoprämien zurückfahren. Das würde ich nicht ausschließen.“

Mit dem staatlichen Rabatt fördere man zudem nur einen kleinen Teilmarkt. „Es fehlt der große Schub für die restlichen 90 Prozent, und genau die 90 Prozent bewegen unsere Wirtschaft und unser Sozialprodukt“, schrieb Dudenhöffer.

Kommunale Unternehmen begrüßen Deckelung der Ökostrom-Umlage

Die kommunalen Unternehmen haben die Senkung der Ökostrom-Umlage zur Entlastung der Strompreise begrüßt, sehen sie aber nicht als Dauerlösung. Es sei richtig, dass jetzt ein Deckel eingezogen werde, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Ingbert Liebing, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Das verhindert weitere Belastungen sowohl bei Haushalt- als bei Gewerbekunden.“ Es brauche aber für die Finanzierung der Energiewende ein „robusteres System, das besser auf die wirtschaftliche Entwicklung reagieren kann und eine stärkere Steuerungswirkung zu klimafreundlichen Technologien entfaltet.“

Amazon vergrößert Frachtflugzeug-Flotte

Der US-Internet-Riese Amazon least zwölf zusätzliche Frachtflugzeuge. In einer Mitteilung vom Mittwoch (Ortszeit) verwies der Konzern auf die in Zeiten der Corona-Pandemie in den USA landesweit gestiegene Nachfrage nach Lieferungen an die Haustür.

Mit den neuen Maschinen vom Typ Boeing 767-300 vergrößere sich die Amazon-Flotte auf mehr als 80 Flugzeuge. Eine sei bereits im Mai übernommen worden, die übrigen elf würden 2021 ausgeliefert. Geleast würden sie bei der Luftfahrtholdinggesellschaft ATSG.

Amazon Air habe während der Covid-19-Pandemie eine zentrale Rolle beim Transport von Schutzausrüstungen für Amazon-Geschäftspartner, das Personal im Gesundheitswesen und Hilfsorganisationen in den ganzen USA gespielt, hieß es weiter.

NBA plant für Saison-Fortsetzung mit 22 Mannschaften

Die NBA hofft auf eine Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison mit 22 von 30 Mannschaften. Das berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend am Mittwoch (Ortszeit), einen Tag vor der Abstimmung der Teambesitzer. Demnach soll die Saison spät im Juli auf dem Gelände von Disney World in Orlando wieder starten. Die teilnehmenden Mannschaften würden vor dem Beginn der Playoffs jeweils acht Partien spielen und so sowohl Spielpraxis sammeln nach der dann mehr als drei Monate anhaltenden Unterbrechung als auch die Setzliste und Teilnehmer für die Playoffs bestimmen. Die Meisterschaft wäre dann spätestens Mitte Oktober entschieden.

Neben den Teambesitzern muss auch die Spielergewerkschaft dem Plan zustimmen. Die Details der Vereinbarungen mit dem Disney-Konzern sind auch noch nicht ausgearbeitet. Experten rechnen aber mit Zustimmung aus allen Richtungen. Die Telefonkonferenz mit den Besitzern ist laut US-Medien für Donnerstag 18.30 Uhr deutscher Zeit angesetzt.

Urlaub in Corona-Zeiten: Doch ins Ausland?

Die Lockerungen im Zuge der Corona-Krise wirken sich auch auf den Tourismus aus. So sind Reisen auch über die deutschen Grenzen hinaus wieder denkbar. In Wilhelmshaven und dem Landkreis Friesland gibt es derzeit einige Nachfragen in den Reisebüros. Doch wohin soll die Reise gehen, welches sind häufig gestellte Fragen?Vorwiegend werden Ziele angefragt, die vor zwei Wochen noch gar nicht denkbar gewesen seien, sagt Britta Salewski, Geschäftsführerin von Optimal Reisen, auf Nachfrage der Redaktion. „Gefragt sind aktuell Ferienhäuser und -wohnungen in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden. Auch Flugreisen nach Griechenland, Mallorca, in die Türkei und zu den Kanarischen Inseln sind ein Thema“, so Salewski.

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Einigung auf Konjunkturpaket: Mehrwertsteuer-Senkung kommt

Mehr Geld für Familien und Kommunen, Entlastungen beim Strompreis - und eine Senkung der Mehrwertsteuer: Mit einem riesigen Konjunkturpaket will die schwarz-rote Koalition die Wirtschaft in der Corona-Krise ankurbeln.

Union und SPD streben außerdem einen „Modernisierungsschub“ an und wollen Zukunftstechnologien etwa für mehr Klimaschutz fördern. Die Spitzen der Koalition hatten lange um das Programm gerungen.

Das Konjunkturpaket soll für 2020 und 2021 einen Umfang von 130 Milliarden Euro haben. 120 Milliarden entfallen dabei auf den Bund, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin sagte. Damit sollen Wirtschaft und Konsum der Bürger wieder angekurbelt werden. Infolge der Corona-Krise wird die bisher schwerste Rezession der deutschen Nachkriegsgeschichte erwartet.

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Angelique Kerber über Corona-Pause: „Gute Zeit, sich zu sortieren“

Die ehemalige Wimbledonsiegerin Angelique Kerber (32) sehnt das Ende der coronabedingten Zwangspause auf der Tennis-Tour herbei. „Ich zähle wirklich schon die Tage, bis ich nach so langer Zeit des Stillstands endlich wieder bei einem Turnier auf dem Platz stehen darf“, sagte die beste deutsche Tennisspielerin in der aktuellen Ausgabe ihres Podcasts „Lunch-Break mit Angie Kerber“ mit einem ihrer Sponsoren (Generali). Wegen der Coronavirus-Pandemie ruht seit Anfang März der offizielle Spielbetrieb auf der Tennis-Tour. Bis mindestens zum 31. Juli wird es keine Turniere geben.

Kerber versucht der Auszeit auch etwas Positives abzugewinnen. „Es war eine gute Zeit, sich zu sortieren. Ich weiß heute, dass meine Karriere ein Prozess ist, ich bin sowohl als Person als auch als Spielerin gereift und letztendlich durch alle meine Erfahrungen erfolgreich geworden“, sagte die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin und frühere Weltranglisten-Erste.

Online-Gipfel soll Milliarden für Impfung von Kindern bringen

Bei einer globalen Online-Geberkonferenz der Impfstoff-Allianz Gavi sollen am Donnerstag Zusagen über umgerechnet rund 6,6 Milliarden Euro für Impfprogramme eingesammelt werden. Mithilfe des Geldes sollen in den kommenden fünf Jahren 300 Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Welt geimpft werden. Es geht dabei in erster Linie um Krankheiten wie Polio, Typhus und Masern.

Thema bei der Konferenz ist aber auch die Frage, wie ein künftiger Coronavirus-Impfstoff für Menschen auf der ganzen Welt zugänglich gemacht werden kann. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen forderte bereits am Mittwoch, Pharmaunternehmen müssten verpflichtet werden, ihre Produktionskosten offenzulegen. „Es muss bezahlbare Preise für alle und einen objektiven und fairen globalen Verteilmechanismus geben, an den sich alle Regierungen und Gavi selbst halten“, sagte Marco Alves von der Organisation.

+++ Ticker von Mittwoch, 3. Juni +++

Reisefreiheit zu den Inseln geplant

Das Land Niedersachsen will die Beschränkungen für die Inseln aufheben, der Tagestourismus soll ab 8. Juni wieder möglich werden. Allerdings haben die Landkreise ein Mitspracherecht; so will der Kreis Wittmund die Tagesgäste zunächst noch nicht auf die Inseln lassen. Auch einige Inselgemeinden selbst möchten vorerst auf Tagestouristen verzichten.

2,8 Millionen ohne Arbeit – Corona-Krise kostet bislang 578.000 Arbeitsplätze

Die Corona-Krise nimmt dem deutschen Arbeitsmarkt weiter die Luft zum Atmen: Völlig untypisch für einen Mai ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum April noch einmal um 169.000 Menschen auf 2,813 Millionen gestiegen. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, geht davon aus, dass inzwischen 578.000 Menschen wegen der Folgen der Corona-Pandemie in die Arbeitslosigkeit gerutscht sind.

„Jeder fünfte Arbeitslose von den 2,8 Millionen ist gegenwärtig auf den Corona-Effekt zurückzuführen“, sagte Scheele. „Das ist eine beträchtliche Zahl, die man da konstatieren muss.“ Die Allianz-Volkswirtin Katharina Utermöhl hatte vor der Präsentation der Nürnberger Zahlen angemerkt, dass die Errungenschaften auf dem Arbeitsmarkt der vergangenen fünf Jahre durch die Corona-Krise in nur zwei Monaten ausradiert worden seien. Die von einigen Volkswirten prognostizierte Zahl von drei Millionen Arbeitslose in Deutschland rückt in greifbare Nähe.

Immerhin hat sich die Zahl der Neueinstellungen im Mai im Vergleich zum April etwas gefangen. Der Verband Deutscher Maschinenbauer (VDMA) forderte die Bundesregierung dazu auf, die finanziellen und rechtlichen Hürden für Neueinstellungen zu senken, um mehr Neueinstellungen zu ermöglichen.

Die Arbeitslosigkeit ging im Mai weniger stark nach oben, als im April.

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Kein Landkreis hat mehr kritische Marke überschritten

Die allermeisten Landkreise in Deutschland haben in den vergangenen sieben Tagen überhaupt keine oder nur wenige Corona-Neuinfektionen verzeichnet. 343 von mehr als 400 Landkreisen hatten dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge am Mittwoch maximal fünf neue Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet.

Laut RKI-Daten hat Stand Mittwoch kein einziger Landkreis die kritische Marke von 50 Neuinfektionen erreicht. Wird diese Obergrenze überschritten, müssen Beschränkungskonzepte erlassen werden. Die meisten neuen Fälle pro 100.000 Einwohner verzeichnete in den vergangenen sieben Tagen der thüringische Landkreis Sonneberg. Auch Bremerhaven sowie die Landkreise Coburg und Cuxhaven registrierten verhältnismäßig viele neue Fälle.

Binnen eines Tages meldete das RKI am Mittwoch deutschlandweit 342 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 182.370 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, 8551 nachweislich mit dem Virus Infizierte sind gestorben. Die geschätzte Zahl von registrierten und noch aktiven Corona-Fällen in Deutschland beträgt derzeit rund 6500, wie unter anderem aus diesen RKI-Zahlen hervorgeht.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist nach aktuellsten RKI-Angaben wieder unter die kritische Marke von 1,0 gerutscht, nämlich auf 0,89 (Datenstand 2.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,20 (Datenstand 1.6. 0 Uhr) gelegen.

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Ansteckungsgefahr durch Kinder: Virologe Drosten bleibt bei Aussagen

In einer überarbeiteten Fassung seiner Studie zur Infektiosität von Kindern in der Corona-Krise hält das Forscherteam um den Berliner Virologen Christian Drosten an seiner grundlegenden Aussage fest.

Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kinder im Bezug auf Sars-CoV-2 nicht genauso ansteckend seien wie Erwachsene, heißt es in der aktualisierten Version der Studie. Sie ist noch nicht in einem begutachteten Fachjournal erschienen, sondern wurde als sogenannter Preprint veröffentlicht.

Ein erster Entwurf der Untersuchung war Ende April veröffentlicht worden und hatte Kritik und teils heftige Auseinandersetzungen nach sich gezogen. Die Aussage bereits damals: Kinder tragen eine ebenso hohe Viruslast wie Erwachsene - und sind mithin vermutlich genauso ansteckend. Die Forscher hatten aufgrund dieser Ergebnisse vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland gewarnt. In der neuen Fassung heißt es dazu: „Die uneingeschränkte Öffnung dieser Einrichtungen sollte sorgfältig mit Hilfe von vorbeugenden diagnostischen Tests überwacht werden.“

Kritik hatte es vor allem an der statistischen Auswertung der Daten gegeben. Die angewandten Methoden seien nicht geeignet, hieß es von Wissenschaftlern unter anderem. Allerdings hatten die Kritiker später betont, dass solche Diskussionen in der Wissenschaft normal seien und Kritik an der Methode nicht zwangsläufig das Ergebnis infrage stelle. Drosten räumte ein, die statistischen Methoden seien eher grob gewesen, hielt aber an der Aussage der Studie fest.

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Sechs Infizierte im Landkreis Wittmund

Im Landkreis Wittmund hat sich im Vergleich zu Dienstag die Zahl der Infizierten von 12 auf 6 halbiert. Das teilt der Landkreis am Mittwoch via Facebook mit. Derzeit sind noch vier Menschen in der Gemeinde Esens und zwei in der Gemeinde Holtriem erkrankt.

Bundesregierung hebt Reisewarnung auf

Die Bundesregierung hat die Aufhebung der weltweiten Reisewarnung für 29 europäische Länder ab dem 15. Juni beschlossen. Das sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Berlin. (Quelle: dpa)

Lufthansa kündigt Umbau an – Milliardenverlust im ersten Quartal

Die Lufthansa bereitet ihre Mitarbeiter trotz ihrer geplanten Rettung durch den Staat in der Corona-Krise auf herbe Einschnitte vor. „Angesichts der absehbar nur sehr langsam verlaufenden Erholung der Nachfrage müssen wir nun mit tiefgreifenden Restrukturierungen gegensteuern“, sagte Vorstandschef Carsten Spohr bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal am Mittwoch in Frankfurt. Das Management will die Stückkosten im Vergleich zum Vorkrisenniveau „deutlich“ senken. Genauere Angaben zu einem Stellenabbau machte die Lufthansa zunächst nicht. Um Kredite und Zinsen zügig zurückzahlen zu können, werde das Unternehmen seinen freien Barmittelzufluss im Vergleich zur Zeit vor der Krise deutlich steigern müssen, sagte Vorstandsmitglied Thorsten Dirks. Dabei erwartet die Lufthansa nur eine schrittweise anziehende Nachfrage nach Flugreisen.

Hockenheim-Bosse weiter grundsätzlich offen für Formel-1-Rennen

Nach dem Fehlen im Formel-1-Notkalender für die erste Saisonphase steht der Hockenheimring der Austragung eines Grand Prix immer noch grundsätzlich offen gegenüber. Die Geschäftsführung des Traditionskurses in Nordbaden will die weitere Entwicklung aber erstmal ohne Druck mitverfolgen. „Wenn sich eine Situation ergeben würde, dass nochmal Bedarf besteht, schauen wir, ob es machbar ist“, sagte Geschäftsführer Jorn Teske der Deutschen Presse-Agentur. „Wir richten unsere Planungen aber nicht zwanghaft danach aus, jetzt noch ein Formel-1-Rennen veranstalten zu müssen.“Die Formel 1 hat am Dienstag ihren Notkalender für die erste Saisonphase mit acht Rennen veröffentlicht. In diesem Plan fehlt der Hockenheimring. Der Saisonstart soll am 5. Juli im österreichischen Spielberg erfolgen, die Europa-Tour endet dann erstmal am 6. September in Monza.

Italien öffnet seine Grenzen für EU-Bürger

Nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen sind Italiens Grenzen wieder für Urlauber geöffnet. Die Reisefreiheit gilt seit Mittwoch für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen entfällt damit. Außerdem dürfen die Italiener selbst wieder unbeschränkt zwischen den 20 Regionen hin- und herfahren.

Große Koalition ringt weiter um gigantisches Corona-Konjunkturpaket

Das Ringen der großen Koalition um ein milliardenschweres Konjunkturprogramm geht in die Verlängerung. Angesichts großer Differenzen unterbrachen die Spitzen von CDU, CSU und SPD ihre Verhandlungen im Kanzleramt am Dienstag kurz vor Mitternacht. An diesem Mittwoch sollen die Gespräche fortgesetzt werden und dann auch zu einem Ergebnis kommen - es könnte aber erneut bis tief in die Nacht gehen.

Nach der ersten Runde der Verhandlungen hieß es am frühen Mittwochmorgen aus Teilnehmerkreisen, die Gespräche seien sehr konzentriert und intensiv verlaufen. Es habe sachliche Auseinandersetzungen gegeben. Insgesamt sei die Stimmung gut und sehr ernsthaft gewesen. Viele Punkte des geplanten Konjunkturpakets seien bereits angesprochen worden. Endgültige Entscheidungen sollten demnach am Mittwoch fallen. Dann stünden schwierige Themen wie das Mobilitätspaket oder die Hilfen für die Kommunen weiter zur Diskussion.

Kabinett bereitet Aufhebung der Reisewarnung für 31 Länder vor

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch die Aufhebung der wegen der Corona-Pandemie verhängten Reisewarnung für 31 europäische Staaten ab dem 15. Juni vorbereiten. Dazu soll ein Eckpunktepapier mit Vorschlägen für den Schutz von Urlaubern vor eine Infektion mit dem Virus verabschiedet werden. Auf dieser Grundlage will die Bundesregierung die Verhandlungen mit den wichtigsten Urlaubsländern der Deutschen über den grenzüberschreitenden Reiseverkehr weiter vorantreiben. Die endgültige Entscheidung über die Aufhebung der Reisewarnung soll erst später fallen.

+++ Ticker von Dienstag, 2. Juni +++

Russland beginnt klinische Tests mit Impfstoff bei Soldaten

Russland beginnt mit klinischen Tests eines selbst entwickelten Impfstoffs gegen das Coronavirus an Soldaten.

Es seien 50 Freiwillige, darunter fünf Frauen, für die Teilnahme an den Untersuchungen ausgewählt worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag in Moskau mit. Die Männer und Frauen hätten sich selbst gemeldet, damit das neue Präparat auf seine Wirkung und Sicherheit getestet werde. Die Untersuchungen sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein. Zuvor hatten Wissenschaftler schon in vorklinischen Tests – an Tieren und teils an sich selbst – Erfolge bei der Impfstoffentwicklung gemeldet.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte Druck gemacht, dass Russland im weltweiten Rennen um einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 Erfolge vorweisen könne. Vize-Regierungschef Dmitri Tschernyschenko hielt es im Fall von Erfolgen für möglich, dass bereits im Herbst ein Impfstoff zur Verfügung stehe. „Die Arbeit an einem Impfstoff ist im vollen Gang, wir warten auf die Ergebnisse. Aus Sicht der Spezialisten können wir im Fall eines Erfolgs im Herbst mit der Massenimpfung beginnen“, sagte er am Dienstag.

Eine Impfpflicht für die ganze Bevölkerung soll es nicht geben, wohl aber für einzelne Berufsgruppen. Die Soldaten, die an der klinischen Studie teilnehmen, seien vorab eingehend untersucht worden und kerngesund. Sie werden von diesem Mittwoch an in einem Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums in Sergijew Possad im Moskauer Gebiet untergebracht und während der Studie überwacht.

Am 22. Mai hatte der Direktor des epidemiologischen und mikrobiologischen Forschungszentrums bei der Akademie der Wissenschaften Russlands, Alexander Ginsburg, von erfolgreichen Tests eines so bezeichneten Vektor-Impfstoffs berichtet. Das Vakzin habe eine Immunität gegen Corona erzeugt - ohne negative Nebenwirkungen.

Insgesamt befassen sich nach offiziellen Angaben in Russland sieben Forschungseinrichtungen unabhängig voneinander mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. Zur Behandlung einer bestehenden Infektion hatten die Behörden am Wochenende das antivirale Medikament Favipiravir in Russland unter dem Namen Avifavir zur Behandlung in Krankenhäusern zugelassen. Es soll die Krankheitsdauer verkürzen. (Quelle: dpa)

Touristenmagnet Venedig vor dem Neustart

Corona hat Venedig vor Augen geführt, wie fatal eine touristische Monokultur ist. Die Stadt, die einst überrannt wurde, fleht nun um Urlauber. Der Bürgermeister verspricht für die Zukunft einen „intelligenten“ Tourismus. Doch wie soll der funktionieren?

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Weniger Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen

Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung ist über die vergangenen Wochen in Deutschland deutlich zurückgegangen. Laut dem DIVI-Intensivregister wurden Stand Dienstag 689 an Covid-19 erkrankte Menschen auf Intensivstationen betreut, etwa die Hälfte von ihnen wurde beatmet. Mitte April waren es zeitweise noch mehr als 2900 Patienten gewesen. Zwar müssen die Kliniken die Belegung ihrer Intensivbetten an das Register melden, trotzdem schwankt die tägliche Zahl der meldenden Klinik-Standorte.

Die geschätzte Zahl von registrierten und noch aktiven Corona-Fällen in Deutschland beträgt derzeit rund 7100. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Zahl der Neuinfektionen verharrt weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 213 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet (Stand 2.6. 0 Uhr). Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg meldeten nach dem Pfingstwochenende am Dienstag keine einzige Neuinfektion, Rheinland-Pfalz eine.

Bis auf vereinzelte Ausnahmen vermeldeten alle Landkreise in Deutschland laut RKI in den vergangenen sieben Tagen weniger als 25 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Das RKI weist aber darauf hin, dass seine Zahlen von den aktuelleren lokalen Angaben abweichen können. Rund 100 von etwa 400 Landkreisen waren innerhalb dieses Zeitraums demnach gar keine Neuinfizierten bekannt.

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70 nachweislich infiziert – Corona-Ausbruch in Göttingen: Familienfeier als Ursprung.

Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen geht die Stadt weiter davon aus, dass sich die Betroffenen vor allem bei Treffen in privaten Räumlichkeiten mit dem Virus angesteckt haben.

„Wir wissen, dass das Ausbruchsgeschehen mit mehreren privaten Familienfeiern in Zusammenhang steht“, sagte Stadtsprecherin Cordula Dankert am Dienstag.

Ob bei den Familienfesten am 23. und 24. Mai das Zuckerfest im Anschluss an den islamischen Fastenmonat Ramadan gefeiert wurde, war zunächst unklar. Dankert machte dazu keine Angaben. Auch die Rolle einer Shisha-Bar, die unerlaubt geöffnet war und der nun ein Bußgeld droht, ist bislang nicht geklärt. „Wir gehen allen Hinweisen nach, die wir haben, und versuchen ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen“, so Dankert.

Aber: „Oberste Priorität hat im Moment die Nachverfolgung der Infektionsketten.“ Dennoch werde geprüft, ob Betroffene gegen Hygiene- und Abstandsregeln verstoßen haben. Aktuelle Angaben zur Zahl der Infizierten und Menschen in Quarantäne wollte die Stadt am Dienstagabend veröffentlichen. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) werde über die aktuelle Lage informieren, hieß es.

Im Zusammenhang mit den privaten Familienfeiern in Göttingen sind inzwischen mehr als 200 Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Göttingen in Quarantäne geschickt worden. Alle sind aufgefordert, sich testen zu lassen. Als Kontaktpersonen von Infizierten gelten zudem weitere Menschen aus Salzgitter und Osnabrück sowie aus den Bundesländern Thüringen und Nordrhein-Westfalen. Die zuständigen Gesundheitsämter sind informiert. Dem Krisenstab der niedersächsischen Landesregierung zufolge wurden bis Dienstag insgesamt mehr als 300 Kontaktpersonen ermittelt.

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Häusliche Gewalt in Corona-Quarantäne und finanzieller Not

Insbesondere bei Familien in Quarantäne und bei akuten finanziellen Sorgen haben Frauen während der Corona-Krise häusliche Gewalt erfahren. Das ist das Ergebnis einer Online-Befragung von rund 3800 Frauen zwischen 18 und 65 Jahren. Demnach berichteten 3,1 Prozent der Frauen, in der Zeit der strengen Kontaktbeschränkungen mindestens eine körperliche Auseinandersetzung erlebt zu haben, etwa Schläge. Bei 6,5 Prozent wurde die Kinder den Aussagen der Mütter zufolge gewalttätig bestraft. Offen blieb, ob die Gewalt in diesem Fall von der Frau oder dem Mann ausging. Befanden sich die Frauen zu Hause in Quarantäne, stiegen die Zahlen stark: Dann berichteten 7,5 Prozent von körperlicher Gewalt, in 10,5 Prozent der Fälle erlitten Kinder Gewalt. Ähnlich dramatisch waren die Angaben, wenn die Familie akute finanzielle Sorgen hatte. Körperliche Gewalt traf Frauen dann in 8,4 Prozent der Fälle, Kinder in 9,8 Prozent. Auch Kurzarbeit oder der Verlust des Arbeitsplatzes eines Partners erhöhte die Gewalt in den Familien.

Fahrgastzahl der Bahn erholt sich allmählich

Nach dem tiefen Einbruch in der Corona-Krise fahren wieder mehr Menschen mit der Bahn. „Wir sehen eine allmähliche Erholung der Fahrgastzahlen“, teilte Fernverkehrschef Michael Peterson am Dienstag mit. Am langen Pfingstwochenende seien 750 000 Fahrgäste in die Fernzüge gestiegen, etwa halb so viele wie vor einem Jahr. Auch am Himmelfahrtswochenende hatte es etwa 750 000 Fahrgäste gebeben. Damit die Fahrgäste Abstand halten können, zeigen App und Website der Bahn Züge schon als stark nachgefragt an, wenn die Hälfte der Plätze gebucht ist. „Im Großen und Ganzen klappt das“, sagte der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Detlef Neuß. Auf Hauptstrecken sei das Abstandhalten an Pfingsten aber nur bedingt gelungen.

Bitcoin-Kurs steigt über 10 000 US-Dollar

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin ist am Dienstag über 10 000 US-Dollar gestiegen. Am Vormittag stieg der Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp auf 10 129 US-Dollar. Mit 10 378 Dollar hatte er zuvor zeitweise den höchsten Stand seit Februar erreicht. In der Nacht hatte er noch deutlich unter 10 000 Punkten gelegen.

Die ersten acht Rennen des Formel-1-Notkalenders

Die Formel 1 musste wegen der Corona-Krise ihre zehn Grand Prix 2020 bis Ende Juni absagen oder verschieben. Den Saisonstart darf die Königsklasse des Motorsports nun Anfang Juli in Österreich nachholen, sieben weitere Rennen folgen im vorläufigen Notkalender. Weitere Grand-Prix-Termine sollen in den kommenden Wochen vorgestellt werden. Hockenheim fehlt bislang.

Ein Überblick:

5. Juli, Österreich, Spielberg

12. Juli, Österreich, Spielberg

19. Juli, Ungarn, Budapest

2. August, Großbritannien, Silverstone

9. August, Großbritannien, Silverstone

16. August, Spanien, Barcelona

30. August, Belgien, Spa-Francorchamps

6. September, Italien, Monza

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Tunesien will Grenzen Ende Juni wieder öffnen

Nach fast dreimonatiger Schließung will das nordafrikanische Urlaubsland Tunesien seine Grenzen Ende Juni wieder öffnen. Das Land sei bereit, Gäste in aller Sicherheit zu empfangen, teilte das tunesische Fremdenverkehrsamt am Dienstag mit. Zuvor hatte die Regierung die Öffnung sämtlicher Grenzen ab dem 27. Juni in Aussicht gestellt. Tunesien hatte angesichts der weltweiten Corona-Pandemie die Flug- und Seehäfen für den regulären Verkehr geschlossen. Nach offiziellen Angaben sind in Tunesien rund 1000 Coronavirus-Infizierungen bestätigt worden.

Campingplätze an der Küste sind beliebte Urlaubsziele

Heute hier, morgen dort – Camping ist spontan und flexibel. In Corona-Zeiten passt das allerdings nur bedingt. Denn natürlich müssen mobile Urlauber 2020 vorab reservieren: Auf Campingplätzen, die in Niedersachsen seit dem 11. Mai wieder öffnen dürfen, ist nur eine Auslastung von 60 Prozent erlaubt.

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Kinderhilfswerk und Schüler fordern Beteiligung an Schulplanung

Die Schüler sollten nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerks und der Bundesschülerkonferenz aktiv in die Planungen für das nächste Schuljahr eingebunden werden. Gerade jetzt in der Krisensituation brauche man die Expertise der Schülerinnen und Schüler bei der sie betreffenden Öffnung der Schulen, sagte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung. Erwachsene sollten nicht so tun, als seien sie stets allwissend. „Als direkt Betroffene der Maßnahmen bekommen wir die Auswirkungen im Schulalltag deutlich zu spüren. Evaluationen und Verbesserungen der Konzepte gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern durchzuführen und abzustimmen ist daher wichtiger denn je“, sagte Jan Zinal von der Bundesschülerkonferenz.

Großbritannien will Reisen durch „Luftbrücken“ erleichtern

Die britische Regierung will Medienberichten zufolge mit sogenannten Luftbrücken geplante Quarantäne-Maßnahmen für viele Flugreisende umgehen. Premierminister Boris Johnson favorisiere diese Lösung, zitierte der „Telegraph“ am Dienstag eine nicht näher genannte Regierungsquelle. Demnach müssen Flugpassagiere bei ihrer Einreise nach Großbritannien künftig nicht in eine 14-tägige Quarantäne, wenn sie aus einem Land mit geringem Ansteckungsrisiko kommen. Nach Ansicht Johnsons sei dies die beste Strategie, um das Virus in Schach zu halten und zugleich das Reisen wieder zu erlauben. Einem Bericht der „Times“ zufolge soll bei der Auswahl geeigneter Strecken für solche „Luftbrücken“ nicht nur das Erkrankungsrisiko berücksichtigt werden. Auch die wirtschaftliche Bedeutung eines Staates für Großbritannien, die Fluggastzahlen und die Möglichkeit von Gesundheitschecks auf Flughäfen im Ausland spielten eine Rolle. Eine Regierungssprecherin wollte die Berichte nicht kommentieren.

Ifo: 7,3 Millionen in Kurzarbeit - weniger als angemeldet

In Deutschland waren im Mai laut Berechnungen des Ifo-Instituts 7,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit. „Diese Zahl war noch nie so hoch“, sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link am Dienstag. „In der Finanzkrise lag der Gipfel der Kurzarbeit im Mai 2009 bei knapp 1,5 Millionen Menschen.“ Zur Kurzarbeit angemeldet hatten die Unternehmen im März und April 10,1 Millionen Beschäftigte - demnach wurden nur rund drei Viertel von ihnen auch tatsächlich in Kurzarbeit geschickt.

Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gibt das Ifo-Institut den Anteil der tatsächlich Betroffenen mit insgesamt 21,7 Prozent an. Dabei gibt es allerdings riesige Unterschiede zwischen den Branchen: Im verarbeitenden Gewerbe ist der Anteil der von Kurzarbeit Betroffenen, mit 31 Prozent am höchsten. Dahinter folgt der Handel mit 29,7 Prozent. Besonders niedrig ist der Anteil dagegen im Bauhauptgewerbe mit 4,1 Prozent. Dort ist die Abweichung zwischen angemeldeter und tatsächlicher Kurzarbeit auch besonders stark: Nicht einmal jedes siebte Mal wurde sie auch wirklich umgesetzt.

Dax zu Wochenbeginn wieder im Rallymodus

Nach dem verlängerten Pfingstwochenende ist der Dax am Dienstag mit deutlichen Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Im frühen Handel stieg der Leitindex um 2,53 Prozent auf 11 879,70 Punkte. Allmählich kann er damit wieder mit der Marke von 12 000 Punkten liebäugeln, die er Anfang März im Zuge des Corona-Crashs aus den Augen verloren hatte.

Mit dem besonders rasanten Plus vollzieht der Dax den positiven Wochenstart an den internationalen Börsen nach. Infolge eines Aufschwungs, der zu Wochenbeginn an der Hongkonger Börse einsetzte, seien die Anleger wieder deutlich risikofreudiger, hieß es. Für den MDax ging es vor diesem Hintergrund um 1,96 Prozent nach oben auf 25 893,50 Punkte. Der EuroStoxx 50 stieg am Dienstag um 1,23 Prozent auf 3115,80 Zähler.

Linksfraktionschef Bartsch: Autoprämie wäre „Ohrfeige für Steuerzahler“

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat sich gegen eine Autoprämie zur Ankurbelung der Konjunktur in der Corona-Krise gewandt. „Sie wäre eine Ohrfeige für die Steuerzahler und jeden Mittelständler“, sagte er der dpa in Berlin. „Die Hersteller selbst sind gefordert, für attraktive Preise zu sorgen.“ Die SPD müsse den Verzicht auf eine Prämie an diesem Dienstag im Koalitionsausschuss gegen die Union durchsetzen.

Nach den Pfingstfeiertagen treffen sich die Spitzen von Union und SPD am Dienstagnachmittag zu Beratungen über ein möglicherweise 80 Milliarden Euro schweres Programm zur Milderung der konjunkturellen Folgen der Corona-Krise.Auf dem Tisch liegen Vorschläge zur Unterstützung von Familien, Unternehmen und Kommunen. Von außen werden außerdem viele Forderungen an die Koalitionsspitzen herangetragen, wie das Geld am besten auszugeben ist.

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New Yorker Metropolitan Oper macht erst im Dezember auf

Die renommierte New Yorker Metropolitan Oper will aufgrund der Coronavirus-Pandemie erst Ende Dezember wieder aufmachen. Mit einer Gala am 31. Dezember wolle das Opernhaus in Manhattan wiedereröffnen, hieß es am Montag (Ortszeit).

„Es ist transparenterweise klar, dass Abstand halten und große Oper nicht zusammenpassen“, sagte Met-Chef Peter Gelb der „New York Times“. „Es sind nicht nur die Zuschauer, es ist auch die Gesundheit der Mitarbeiter. Man kann kein Symphonieorchester in einen Graben setzen und Sänger und einen Chor auf der Bühne nah beieinander.“

Saisoneröffnung im Freibad Nord in Wilhelmshaven

Als zweites Freibad im Nordwesten hat das Freibad Nord am Wochenende seine Pforte geöffnet. Das Wetter hätte kaum besser sein können. Jan Alter und sein Team haben bei den Vorbereitungen ganze Arbeit geleistet. Die Schwimmer müssen nun mit Corona-Regeln zurechtkommen.

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Nach Corona-Notstand: Japans Kaiserpalast öffnet wieder Gärten

Japans ehrwürdiger Kaiserpalast hat die wegen der Corona-Krise zwei Monate lang geschlossenen Östlichen Gärten für die Öffentlichkeit wieder geöffnet. Allerdings dürfen als Vorsichtsmaßnahme gegen Covid-19 vormittags und nachmittags jeweils nur 50 Besucher in die Anlage, wie das Haushofamt am Dienstag bekanntgab. Die Besucher müssten Masken tragen, zudem werde ihre Temperatur am Eingang gemessen.

Neben einem weitläufigen Park mit Blumen befinden sich in der östlichen Gartenanlage auch Ruinen von Burggebäuden, die einst Shogune der Tokugawa-Dynastie erbauten. Die Gärten gehören zu den wenigen Orten auf dem weitläufigen Areal des Kaiserpalastes, die der Öffentlichkeit frei zugänglich sind.

Liebes- und Sexleben leidet laut Umfrage nicht unter Corona-Krise

Auf Abstand und mit Mundschutz lässt sich schlecht flirten - dennoch leidet das Liebes- und Sexleben der Deutschen in der Corona-Krise einer Umfrage zufolge nur wenig. 87 Prozent der Befragten sahen jedenfalls keine Einschränkung in diesem Lebensbereich, wie das Online-Datingportal „Secret.de“ unter Berufung auf eine repräsentative GfK-Umfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Manche Befragten gaben darüber hinaus noch detaillierter Auskunft. Von ihnen gaben knapp 60 Prozent der Liierten an, dass die Umstände sie als Paar näher zusammengebracht hätten. Jeder Fünfte hatte mehr Sex als vorher, zwölf Prozent besseren. Ein Viertel dieser auskunftsfreudigen Teilgruppe berichtete jedoch auch von Konflikten, die sich negativ auf ihr Liebesleben auswirkten.

Bei den Singles legten gut 40 Prozent eine Datingpause ein. Elf Prozent trafen sich auf Abstand, zehn Prozent knutschten weiter und weitere zehn Prozent hatten Sex, wie „Secret.de“ mitteilte. Knapp ein Viertel flirtete demnach nur online oder telefonisch. Das zeigt sich auch in den Statistiken: Auf dem Datingportal wurde im Mai deutlich mehr geschrieben als sonst.